MICHAEL PRICE verwickelt sich in Debüt

Mit seinem Debütalbum ‚Entanglement‘, das in einer Zeitspanne von zwei Jahren zunächst auf dem Papier entstand, erfüllt sich Michael Price den lang ersehnten Wunsch, neue musikalische Territorien zu erkunden – sowohl mit ihm selbst am Klavier, als auch durch die Ergänzung von Cello, Soprangesang, Streichorchester, Modular Synthesizern, Bandeffekten und Elektronik. Elemente, die sich auf diesem Album in einen angeregten Dialog verwickeln. ‚Entanglement‘ wird am 17.04. über das Label Erased Tapes erscheinen und ist ebendort vorbestellbar.

Field-Recordings aus den Straßen von ‚Budapest‘, die mit Michaels Mobiltelefon festgehalten und weiterverarbeitete wurden, Kammermusik, die man mit Hilfe alter Mikrofone in einmaligen Takes direkt auf Band aufnahm – ‚Entanglement‘ scheint schon bei der Einordnung seiner Klänge seinem Titel gerecht zu werden. Price selbst beschreibt es folgendermaßen:

‚Entanglement ist ein sehr persönlicher Ausdruck meiner Obsessionen: Musik, Liebe, Physik und der innere Zusammenhang von Dingen. Es gibt Struktur und Freiheit, Chaos und Kontrolle, und die Schönheit uralter Instrumente, die sich teilnahmslosen Maschinen entgegenstellt.‘

Ein Song namens ‚The Attachment‘ wurde teils gar auf einem Magnetplatten-Spieler von 1940 aufgenommen und verknüpft sich dadurch direkt mit einem vor-digitalen Zeitalter der Musik. Hier kannst Du schon einmal reinhören:

Die Cello- und Sopranstimmen auf ‚Entanglement‘ hat Price speziell und eigens für den Cellisten Peter Gregson und die Vokalistin Ashley Knight geschrieben, deren Stimme darüber hinaus in den Titeln ‚Maitri‘ und ‚The Uncertainly Principle‘ zu hören ist. Bei den Texten handelt es sich um japanische Gedichte, die auf Englisch eingesungen wurden und Alter, Verlust und das unausweichliche Schwinden von Schönheit thematisieren.

‚Ich wollte ein Album aufnehmen, das klingt wie eine dunkle Entdeckung aus einem Berliner Plattenladen in den 30ern‘

, gibt der Künstler zu Protokoll.

‚Etwas, das eine zeitlose, gefühlvolle Stärke und vor-digitale Rohheit hat. Etwas, von dem ich hoffe, es würde eine tiefergehende Verbindung in oberflächlich vernetzten Zeiten schaffen. Ich denke es gibt eine Pflicht für Künstler ehrlich und verwundbar zu sein. Denn nur dann gibt es die Möglichkeit für eine wirkliche Verbindung. Entanglement ist beides, ehrlich und verwundbar; und diesen zweijährigen Prozess zu durchleben ein Album zu schreiben, zu verfeinern und aufzunehmen, war intensiver und schöner als ich es mir je hätte vorstellen können.‘

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