LIVE feiern Jubiläum von Mental Jewelry

Es war ein großes Aufatmen, als endlich wieder zusammenfand, was untrennbar zusammengehört. Live, eine der wichtigsten und erfolgreichsten Alternative Rock-Bands der 1990er gaben Anfang des Jahres ihre Reunion in Originalbesetzung bekannt. Sowohl Live ohne Sänger Ed Kowalczyk als auch Ed ohne seine Bandkollegen Chad Taylor (gtr), Patrick Dahlheimer (bs) und Chad Gracey (dr) bewiesen einmal mehr, daß im Rock’n’Roll das Ganze oft mehr ist als die Summe seiner Teile.

Aber, in Sachen Mathematik sind Live vielleicht ehedem nicht unbedingt Experten. Denn am 11.8.2017 veröffentlichen Live die 25th Anniversary Edition ihres 1991 (hmmm…) erschienen Debütalbums „Mental Jewellery“. Aber, bei Live war der Spirit schon immer wichtiger als schnöde Zahlenspielereien, und so oder so werden sich die Fans über Neuauflage des Werks ziemlich freuen. Denn natürlich gibt es eine ganze Menge Bonusmaterial, und speziell für diese Ausgabe verfasste Ed Kowalczyk Liner Notes über die Anfangstage der Band und berichtet darin auch über die Zeit als „Resident-Band“ im legendären New Yorker CBGBs, bevor sie einen Plattenvertrag mit Radioactive Records unterzeichnen konnte.

Die Bonustracks der Anniversary Ausgabe, die sowohl als Doppel-CD, Standard-Vinyl und digital erhältlich sein wird, beinhalten den bisher unveröffentlichten Studio-Track ‚Born Branded‘ aus den damaligen Aufnahmesessions, einen Club-Mix von ‚Pain Lies On The Riverside‘ aus den Händen von Public Enemy-Produzent Hank Shocklee, zwei Songs aus der 1991 erschienenen EP „Four Songs“ sowie eine bisher unveröffentlichte, vollständige Live-Aufnahme des Konzerts der Band, das sie 1992 im legendären The Roxy in Los Angeles gab.

Chad Taylor:

„Jerry Harrison (Talking Heads) verdient eine Menge Anerkennung dafür, so viele von den alten Songs aufzunehmen. Radioactive (das damalige Label der Band) stellte der Band ein Budget für 12 Masters zur Verfügung, aber Jerry, ein wahrer und hingebungsvoller Musiker-Veteran, schickte dem Label ein Lo-Fi-Demo mit 14 oder 15 Tracks. Er schlug vor, dass die Plattenfirma einfach die 12 Songs auswählen sollte, die das Album am Ende ausmachen sollten. Ich vermute, dass er damit eine Taktik verfolgte und annahm, dass man sich schwertun würde, eine Selektion vorzunehmen. Jerrys Plan, sofern er tatsächlich einen hatte, ging auf und Radioactive gab schließlich den Etat für die Aufnahmen aller eingereichten Songs frei, unter denen sich auch ‚Born Branded‘ befand. Da das Album seinerzeit auf Vinyl aufgenommen wurde und wir ob dieses Mediums platzmäßig etwas limitiert waren, hatten wir im Laufe der Jahre vergessen, dass wir noch Outtakes von den damaligen Sessions übrighatten.“

Und Ed teasert noch weitere Schätzchen:

„Es ist wirklich klasse, dass wir noch dieses ganze bisher unveröffentlichte Material von wirklich allen Live-Album-Recording-Sessions haben und dass die Beschränkungen, die die alten Tonträger-Formate mit sich brachten, durch die digitale Revolution aufgehoben wurden. Die Fans können sich auf weitere Veröffentlichungen von bisher nie gehörten Tracks schon freuen!“

Na, welcher Live-Junkie beginnt da nicht automatisch zu sabbern…

Aber, eins nach dem Anderen – hier erst einmal die Tracklist der Deluxe-Ausgabe des Debüts:

Disc 1

1. Pain Lies On The Riverside
2. Operation Spirit (The Tyranny Of Tradition)
3. The Beauty Of Gray
4. Brothers Unaware
5. Tired Of Me
6. Mirror Song
7. Waterboy
8. Take My Anthem
9. You Are The World
10.Good Pain
11.Mother Earth Is A Vicious Crowd
12.10,000 Years (Peace Is Now)
13.Born Branded (Previously Unreleased)
14.Pain Lies On The Riverside (Hank Shocklee Club Remix)
15.Negation (from 4 Songs EP)
16.Heaven Wore A Shirt (aus der 4 Songs EP (Original-VÖ 24.09.1991)

Disc 2 – Live At The Roxy 1992

1. Show Intro
2. Waterboy
3. Take My Anthem
4. Pain Lies On The Riverside
5. Susquehanna
6. Negation
7. You Are The World
8. Tired of Me
9. Heaven Wore A Shirt
10.Operation Spirit
11.Good Pain
12.Beauty of Gray
13.Peace Is Now

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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