JEAN-MICHEL JARRE feiert sein fünfzigjähriges Jubiläum

Es gibt Musiker, die einfach jenseits von Genre und persönlichem Geschmack die Popmusik derart geptägt haben, dass man nicht an ihnen vorbeikommt. Einer davon ist Jean-Michel Jarre, der seit mittlerweile 50 Jahren nicht nur in der elektronischen Musik Pionierarbeit leistet. Bekannt ist Jarre nämlich auch für seine stilprägenden Multimediaspektakel, Experimente mit anderen Musikrichtungen wie World Music und musique concrete – und nicht zuletzt seinem ungebrochenen Indiviualismus. Sein Album „Music For Supermarkets“ wurde vollständig und aufwändig ausproduziert, doch nur ein einziges Exemplar gepresst und sämtliche Masterbänder vernichtet.

Am 14. September 2018 feiert sich der Künstler also verdientermassen ein wenig selbst: „Planet Jarre“ heißt ein auf zwei CDs verteilter Rückblick auf sein 50-Jähriges musikalisches Schaffen. Als sorgsamer Kurator seines eigenen Werks, kettete Jean-Michel Jarre auf „Planet Jarre“ seine musikalischen Perlen nicht in erster Linie nach Erfolgen zusammen. Wie bei jedem seiner Alben verfolgt Jarre auch diesmal ein Konzept. Auf „Planet Jarre“ folgt er bei der Zusammenstellung einer Struktur in vier Teile: „Soundscapes“, „Themes“, „Sequences“, „Explorations & Early Works“

„Als ich mich für „Planet Jarre“ mit meinen Songs beschäftigte, stelle ich fest, dass ich Musik in vier verschiedenen Stilen schreibe und komponiere. Heute herrscht die Ansicht vor, dass Menschen der Musik zunehmend weniger Aufmerksamkeit widmen und ständig zwischen Stücken hin und her zappen. Das ist nicht ganz richtig, denn wir alle verbringen immer mehr Zeit damit, Playlisten zu hören. Wo immer wir sind, was immer wir tun, wir lauschen Playlists. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, die Compilation in vier unterschiedliche Parts, in vier verschiedene Kontinente zu unterteilen, die einen Planeten ergeben. Meinen Planeten. Man kann darauf viel entdecken. Und ich hoffe, dass der geneigte Zuhörer seine Reise über den „Planet Jarre“ genießen wird.“

Die Tracklist:

„Soundscapes“
01 Oxygene 1
02 Oxygene 19
03 Rendez-Vous 1
04 Millions of Stars
05 Chronology 1
06 Oxygene 20
07 Equinoxe 2
08 Waiting for Cousteau
09 The Heart of Noise (Origin)

„Themes“
01 Industrial Revolution Part 2
02 Oxygene 4
03 Equinoxe 5
04 Oxygene 2
05 Zoolookologie
06 Bells
07 Equinoxe 4
08 Magnetic Field 2
09 Rendez-Vous 2 (Laser Harp)
10 Rendez-Vous 4
11 Chronology 4

„Sequences“
01 Coachella Opening
02 Arpeggiator
03 Automatic Part 1 with Vince Clarke
04 Exit with Edward Snowden
05 Equinoxe 7
06 Oxygene 8
07 Stardust (with Armin van Buuren)
08 Herbalizer
09 Revolutions

„Explorations & Early Works“
01 Ethnicolor
02 Souvenir of China
03 Blah Blah Café
04 Music for Supermarkets (Demo Excerpt)
05 Roseland / Le Pays de Rose
06 La Cage
07 Erosmachine
08 Hypnose
09 The Song of the Burnt Barns / La Chanson des Granges Brulees
10 Happiness is a Sad Song
11 Aor Bleu
12 Last Rendez-Vous

Foto: ADDE
Quelle: https://networking-media.de/

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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