Kennt ihr schon…SKELETON PIT?

Auch im beschaulichen Baden-Württemberg kann es laut werden. Genauer gesagt ist dies im Städtchen Aalen der Fall - was übrigens zufällig die Wahlheimat des Berliner Whiskey-Soda-Gründers Sascha ist. Von dort stammen die drei Jungs von Skeleton Pit. Sie spielen Old-School-Thrash-Metal, der den Zuhörer mit in die Hochzeit des Genres in den 1980er Jahren nimmt. Nach ihrem Debüt im Jahr 2015 haben sie sich nun mit ihrem Zweitling „Lust To Lynch“ musikalisch noch einmal gesteigert. Deswegen ist es bei whiskey-soda.de im November zum Album des Monats gekürt worden.

Ihr spielt Old-School-Thrash-Metal. Fühlt ihr euch eher durch die amerikanischen oder die deutschen Bands der 1980er Jahre beeinflusst?

Doyle Fascinator: Wir sind eher von den amerikanischen Bands der Bay-Area-Gegend beeinflusst. Die deutschen Veteranen des Genres sind sicherlich mehr dem Teutonic-Thrash-Metal zu zuordnen. Unseren Stil hingegen würde ich am ehesten mit den Bands aus Übersee vergleichen. Ich möchte aber auch gar nicht direkt die einzelnen Lager miteinander vergleichen. Letztendlich gibt es unterschiedliche Ausführungen von Thrash Metal. Auch in unserem Stil wird man Elemente von beiden Richtungen finden.

Ende Oktober ist euer neues Album „Lust To Lynch“ erschienen. Wie waren die ersten Reaktionen? Seid ihr mit der Veröffentlichung bisher zufrieden?

Pat: Wir sind absolut zufrieden. Die Reaktionen waren nahezu durchgehend positiv. Klar gibt es hier und da mal Kritik, aber ein wirklich schlechtes Review oder eine Aussage, dass das Album schlecht sei, haben wir noch gar nicht mitbekommen. Und das in einer Zeit, in der jeder seine Meinung, egal ob positiv oder negativ, in den sozialen Medien verbreiten kann und darf. Das sehe ich als gutes Zeichen an…haha….Der Großteil der Hörer war anscheinend wirklich positiv überrascht.

Wie sehen eure Pläne für 2021 aus? Habt ihr welche oder wartet ihr erst einmal die aktuelle Lage ab?

Doyle Fascinator: Leider haben wir für 2021 außer ein paar Shows noch keine wirklichen Pläne und Termine. Die Konzerte, die derzeit für nächstes Jahr anstehen, sind selbst schon dieses Jahr um zwölf Monate verschoben worden. Es ist aktuell also nicht möglich einen Plan für die Band auszuarbeiten. Wir hoffen einfach darauf, dass sich die Lage schnellstmöglich der alten Normalität annähert und wir wieder Gigs vor Publikum geben können.

Man hat ein wenig das Gefühl, als gäbe es momentan wieder eine größere Bandbreite an jungen Bands, die sich dem klassischen Thrash-Metal widmen. Neben euch sind dies beispielsweise Dust Bolt aus Deutschland, Silius aus Österreich, Comaniac aus der Schweiz oder auch Power Trip (RIP Riley Gale) aus den USA. Wie beurteilt ihr die Szene? Ist dies vielleicht eine New School des Old-School-Thrash-Metals?

Doyle Fascinator: Eine schöne Aufzählung von dir. Die Liste könnte man noch sehr umfangreich weiter ausbauen. Das heisst, tatsächlich hat sich in den letzten Jahren das Genre erholt und jede Menge neue Bands sind am Start. Zum Teil sind diese Bands dermaßen gut, dass sie die alten Helden auch mal in die Tasche stecken. Man kennt ja die alten Verdächtigen aus den 80er. Zu diesem Zeitpunkt gab es letztendlich auch noch keine so große Bandbreite an Bands, wie es heute der Fall ist. Ich erfreue mich auf jeden Fall der New-Wave-Of-Old-School-Thrash-Metal und bin gerne ein Teil davon.

Abschließend die Gretchenfrage für jeden Thrasher: Metallicas „Black Album“. Meisterwerk oder Ende von allem?

Pat: Sehr sehr schwere Frage. Aber ich würde sagen, von beidem etwas. Definitiv nicht das beste Album von Metallica, aber wenn man überlegt was daraus geworden ist, absolut auch ein Meisterwerk. Ich würde das „Black Album“ noch zum sehr guten Material zählen. Alles, was danach kam… da brauchen wir als Thrasher nicht mehr weiter darüber zu reden.

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Foto: Mariana S. Mayer

Dominik

Groß geworden mit Punkrock und Power-Metal, weiterentwickelt mit Alternative und Thrash-Metal, erwachsen geworden mit ein bisschen Progressive-Metal. Und dennoch bleiben die All-Time-Favorites klassisch: Bad Religion, Die Toten Hosen, Machine Head, Iron Maiden, Blind Guardian, Faith No More.... und aus unerfindlichen Gründen mit einer heimlichen Zuneigung zu J.B.O. 

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