MISFIRE – US-Thrash-Trio verspricht großes Old-School-Debüt-Album (UPDATE)

„Das aus Chicago stammende Thrash-Trio Misfire, das kürzlich bei MNRK Heavy unter Vertrag genommen wurde, wird am 1. April sein Debütalbum „Sympathy For The Ignorant“ veröffentlichen und hat vor rund zwei Wochen die erste Single „Fractured“ veröffentlicht.

In der Tradition klassischer Metal-Trios wie Venom, Motörhead und Raven macht die Band mehr Lärm als doppelt so große Bands und entfesselt einen Song nach dem anderen mit unerbittlicher Wut. Es ist Musik, die auch im goldenen Thrash-Zeitalter von 1986 hätte entstehen können, als Bands wie Metallica, Megadeth, Slayer, Dark Angel und Sodom unverzichtbare Platten ablieferten. Das in einem kleinen Studio entstandene und von Coogan selbst produzierte Debütalbum von Misfire ist frei von Click-Tracks und anderem unnötigen Schnickschnack und vermittelt die Reinheit dessen, wie drei Musiker, die mit Pantera und den Big 4 aufgewachsen sind, gemeinsam in einem Raum klingen. „Sympathy For The Ignorant“ ist schwer, selbstbewusst und voller Thrash-Metal-Riffs.“

Update: Die Jungs haben mit „Red Flag“ einen zweiten Song veröffentlicht.

„Das Album ist klanglich eine knallharte Version dessen, was ihr live hören werdet. Es ist echt, kein falscher Scheiß“, sagt Drummer James Nicademus. „Es ist eine Rückbesinnung auf die Art und Weise, wie die Dinge früher aufgenommen wurden. Man schaltet die Kiste ein, drückt auf Aufnahme, legt ein paar Sachen drüber, mischt es ab und fertig.“

Trotz der deutlichen Ehrerbietung vor den Großen des Genres bringen die drei Jungs genug Frische und moderne Einflüsse mit, um nicht wie ein Abklatsch der Big 4 zu klingen. Man hat eher den Eindruck, als transportierten die Jungs den Old-School-Thrash in die Gegenwart. Und auch beim Inhalt ist diese Dualität gegeben. Sozialkritisch war Thrash seit eh und je. Und was pisst die Menschen 2022 an? Die Pandemie zum Beispiel, so Nicademus:

„Der erste Song des Albums, ‚Fractured‘, bringt die Gefühle der Unsicherheit und des Schreckens zum Vorschein, mit denen wir 2020 konfrontiert waren. Inspiriert vom aktuellen Zustand der Welt, befasst er sich mit dem Wahnsinn der Pandemie. Der Song wirft die Frage auf: „Was bleibt von dem, was wir sind?“, denn die Menschheit ist gespalten und zerrissen. Das Album hat ein gemeinsames Thema, das sich um Situationen dreht, die viele Menschen durchgemacht haben oder noch durchmachen werden. Wir alle machen diese Scheiße gerade durch, also ist das unsere Sichtweise darauf: Egal, was du glaubst, wir sind gebrochen, geteilt, krank. Wir freuen uns darauf, es mit der Welt zu teilen!“

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Misfire bei MNRK (Plattenlabel)

DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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