Broken Flesh

Broken Flesh

  • Artist: Broken Flesh
  • Album: Broken Flesh
  • Label: Luxor Records
  • Release: 2015-09-04
  • Medium:
  • Bewertung:3

Broken Flesh sind keine Neulinge. Die christlichen Brutal-Death-Metaller aus Oklahoma bestehen seit zehn Jahren und haben bereits drei Alben veröffentlicht, das selbstbetitelte neue Werk ist folglich Nummer Vier. Und um allen Unkenrufen direkt entschieden entgegen zu treten: Broken Flesh sind trotz ihres christlichen Hintergrunds keine Trittbrettfahrer, die schlicht einen weiteren Musikstil da draußen kopieren, um damit ihre Message unters „ungläubige“ Volk zu bringen. Das Quintett bringt ihren Spund genauso kompromisslos und authentisch rüber wie ihre Überzeugungen. Songtitel wie ‚Valley Of Mass Crucifiction‘, ‚By His Blood‘ oder ‚Forever In Flames‘ sprechen da eine deutliche Sprache, egal was man von der Botschaft halten mag. Erst kürzlich haben wir das Album der Schweizer Necroblation rezensiert, die sich ebenfalls zur überschaubaren christlichen Death-Metal-Szene zählen. Broken Flesh sind noch eine ganze Ladung härter und natürlich erfahrener. Das komplette Programm des Brutal Death wird hier routiniert abgefackelt: Blastbeats bis zum Anschlag, ultraderbe Growls, Riffs die das Kleinhirn zum explodieren bringen. Das Problem an der Sache: Zu wenig Abwechslung. Hier und da mal häufiger ein Gitarrensolo oder variablere Riffs und Gesang hätten das zweifellos vorhandene technische Geschick der US-Amerikaner mehr zur Geltung gebracht. So bleibt „Broken Flesh“ solide Genre-Kost. Nicht mehr und nicht weniger.

DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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