LONELY ROBOT gehen in die dritte Runde

John Mitchell, als Mitglied von Arena, It Bites, Kino und gefühlt zwei Dutzend weiterer Projekte einer der meistbeschäftigte Musiker des Neoprog, ist gerade von einer ausgedehnten Arena-Tour (die Band, nicht die Hallen) zurück, und schon steht sein nächster Output in den Startlöchern: das Drittwerk seines Solo- und mittlerweile wohl Hauptprojektes Lonely Robot. Am 26.April beendet das erneut bei Inside Out erscheinende „Under Stars“ also die „Astronauten-Trilogie“ von Lonely Robot – und Mitchell hat angekündigt, diesmal ein wenig aus der Komfortzone herauszutreten.

„Dieses Mal wollte ich meiner Liebe zu Achtziger-Synthiepop ein wenig mehr Ausdruck verleihen, also macht Euch gefasst auf den 808!“

John Mitchell

Besagter „808“ ist der legendäre Roland-Drumcomputer und der Sound des frühen Hip Hop. Klassiker von Public Enemy, Afrika Bambataa und Run-DMC wären ohne die unverkennbaren TR-808-Beats nicht denkbar. Aber auch für King Crimson, Rush, Muse, The Tangents Andy Tillison und vor allem Genesis und all ihre spin-offs von Phil Collins bis Anthony Phillips ist der 808 ein gerne genutztes Werkzeug und somit bewiesenermaßen Prog-tauglich.

Das Album wurde erneut mit ein wenig Hilfe von Wunderdrummer Craig Blundell und Bassist Steve Vantsis aufgenommen und innerhalb von „anderthalb intensiven Monaten“ von Mitchell im Alleingang eingezimmert. Wie die Vorgänger wurde auch „Under Stars“ ein Konzeptalbum:

„Diesmal ist die ganze Geschichte etwas mehr ‚down to earth‘. Was ich diesmal mache, ich beobachte die Generation der Millenials und die Bindung diese Kids an ihre Telefone und die Technologie. Sie haben wahrlich keinen Schimmer, was um sie herum passiert, und das finde ich bedenklich.“

John Mitchell

Auch wenn das verdächtig nach dem klingt, was meine Oma immer über meinen Walkman von sich gab: immer noch besser als ein weiteres Konzeptalbum über suizidale Serienkiller auf der Suche nach dem spirituellen Eden, wie es im Prog aktuell so beliebt ist.

Das Album erscheint als Digipack-CD mit drei Bonustracks, als Gatefold-Doppel-LP (wie bei Inside Out üblich mit dem Album auf CD als Dreingabe) und als digitaler Download. Das Tracklisting:

  • Terminal Earth
  • Ancient Ascendant
  • Icarus
  • Under Stars
  • Authorship Of Our Lives
  • The Signal
  • The Only Time I Don’t Belong Is Now
  • When Gravity Fails
  • How Bright Is The Sun?
  • Inside This Machine
  • An Ending
  • How Bright Is The Sun? (Cosmic Mix) – nicht auf LP!
  • Under Stars (Cosmic Mix) – nicht auf LP!
  • Lonely Robot – Chapter One – Airlock – nicht auf LP!

Quelle: Head Of PR

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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