ELTON JOHN läßt seine Karriere Revue passieren

Ach, Weihnachten steht vor der Tür – und überall regnet es „Greatest Hits“-Alben… Auch Elton John kündigt für 10. November die Veröffentlichung seiner „ultimativen“ Greatest Hits-Sammlung „Diamonds“ auf UMC an.

Dabei hat man, wie heuer üblich, die Qual der Wahl. Die Standard-2CD-Version enthält 34 Songs, die Doppel-LP im Gatefold auf 180g-Vinyl bietet 21 Songs, und das limitierte 3CD-Set kommt als schönes Boxsetmit einem 72-seitigen, gebundenen Buch mit Anmerkungen zu den Hintergründen der einzelnen Tracks und fünf Postkarten mit Illustrationen von Elton John.

Elton John und sein Songwriting-Partner Bernie Taupin haben klar Musikgeschichte geschrieben und jede Menge Hits fabriziert, die nie wirklich ins Doofe abglitten und immer ein wenig mehr Substanz hatten als die der Konkurrenz. Erfreulich auch, daß „Diamonds“ auch die jüngere Vergangenheit, mit der sich Elton musikalisch wieder klar im Singer-Songwriter-Genre positioniert hat, nicht ausspart.

Generell ist die Zusammenstellung im Vergleich zu manch älterer Best Of diesmal sogar außerordentlich gelungen. Ja, fast jede Phase seiner Karriere wird berücksichtigt – die Drei-CD-Version enthält sogar das Titelstück des obskuren, nicht ganz zu Unrecht gerne – auch von Elton selbst – ignorierten Discoalbums „Victim Of Love“! Wenn man also kein Purist ist, der außer der „Greatest Hits“ von 1974 nichts gelten lässt, wird man als Gelegenheitsfan hier vollkommen zufriedengestellt – auch wenn natürlich aus schlichten Platzgründen mit Sicherheit der Eine oder Andere seinen persönlichen Lieblingstitel vermissen wird – im Falle des Verfassers dieser Zeilen zum Beispiel ‚Levon‘, Funeral For A Friend‘, ‚Wrap Her Up‘ oder ‚Runaway Train’… Tja, mit Elton Johns Hits ließen sich eben auch problemlos fünf CDs füllen.

Doch lassen wir die Tracklist doch einfach für sich sprechen:

CD1

Your Song
Tiny Dancer
Rocket Man (I Think It’s Going To Be A Long, Long Time)
Honky Cat
Crocodile Rock
Daniel
Saturday Night’s Alright (For Fighting)
Goodbye Yellow Brick Road
Candle In The Wind
Bennie And The Jets
The Bitch Is Back
Philadelphia Freedom
Island Girl
Someone Saved My Life Tonight
Don’t Go Breaking My Heart [Elton John and Kiki Dee] Sorry Seems To Be The Hardest Word
Little Jeannie

CD2

Song For Guy
Blue Eyes
I’m Still Standing
I Guess That’s Why They Call It The Blues
Sad Songs (Say So Much)
Nikita
I Don’t Wanna Go On With You Like That
Sacrifice
Don’t Let The Sun Go Down On Me [George Michael and Elton John] Something About The Way You Look Tonight
I Want Love
Can You Feel The Love Tonight
Are You Ready For Love?
Electricity
Home Again
Looking Up
Circle Of Life

CD3

Skyline Pigeon
Lucy In The Sky With Diamonds
Pinball Wizard
Mama Can’t Buy You Love
Part-Time Love
Victim of Love
Empty Garden (Hey Hey Johnny)
Kiss The Bride
That’s What Friends Are For [Dionne Warwick with Elton John, Gladys Knight & Stevie Wonder] The One
True Love [Elton John and Kiki Dee] Believe
Live Like Horses [Elton John and Luciano Pavarotti] Written In The Stars [Elton John and LeAnn Rimes] This Train Don’t Stop There Anymore
Good Morning To The Night [Elton John vs PNAU] Step Into Christmas

Foto: Emerson Loew

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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