Kategorie: artiststo

Grobschnitt auf Schwarz und Weiß

Im Falle der Hagener Prog-Rocker Grobschnitt streiten sich die Gelehrten: waren sie nun eine für Stadien prädestinierte Band, die nie den ihnen zustehenden Erfolg hatte oder einfach eine hart arbeitende Grassroots-Band, die zufällig viel erfolgreicher wurde, als sie das je geplant hatte? Mit der Vinyl-Reissue-Serie unter dem Motto „Black & White“ kann sich nun jeder sozusagen schwarz auf weiß eine eigene Meinung bilden und dabei sogar noch einige der schönsten Cover-Artworks der 1970er in voller Pracht genießen.

Running Wild – Die Remasters (2)

Die zweite Welle der Noise-Ära-Reissues aus dem Hause Running Wild ist nun auch endlich da. „Blazon Stone“, „Pile Of Skulls“, „Black Hand Inn“ und „Masquerade“ zeigen dabei den Weg der Band vom kommerziellen Höhepunkt durch die schwierigen Wasser der Neunziger und erstmalig einer stabilen Bandbesetzung.

Seven Spires – Symphonic Metal mit viel Espresso

Wer bei Symphonic Metal nur an Nightwish und Konsorten denkt, hat wohl noch nichts von Seven Spires gehört. Die amerikanische Truppe um Frontfrau Adrienne Cowan verbindet melodische und energiegeladene Gitarrenparts mit treibenden Beats und Growls, die auch im Death Metal beheimatet sein könnten. Wir waren neugierig und haben der Band zur Veröffentlichung des ersten richtigen Albums ein paar Fragen gestellt.

Running Wild – Die Remasters (1)

Was genau eigentlich „Pirate Metal“ darstellen soll, weiß keiner so genau. Schließlich klingen Alestorm komplett anders als Swashbuckle, und nach Running Wild, die das „Genre“ erfunden haben, klingen die alle nicht. Womöglich ist das alles auch deshalb so unklar, weil die alten Running Wild-Scheiben für Jahre nicht mehr erhältlich waren. Dank Universals „Noise lebt!“-Kampagne wird dem nun Abhilfe geschaffen.

Voivod – Drei Klassiker kommen zurück

Auch wenn sie kommerziell nie so wirklich den Sprung in die erste Liga schafften, können sich die Kanadier Voivod doch auf die Fahnen schreiben, das Gesicht der harten Stromgitarrenmusik speziell zwischen 1984 und 1993 nachhaltig verändert zu haben. Die Band wandelte sich in dieser Zeit von der chaotisch-rohen Prügelkombo an der Schwelle von Venom und frühem Hardcore zur experimentellen, Alternative-beeinflussten Progband, die für Acts wie Tool eine wichtige Stilprägung gab. Neben der vollkommen unkonventionellen Gitarrenarbeit von Denis „Piggy“ D’Amour und den schon früh aus gängigen Strophe/Refrain-Schamata ausbrechenden Songwriting war es auch die konzeptionelle Strukturierung, die von Denis „Snake“ Belangers Lyrics bis zum Artwork von Drummer Michel „Away“ Langevin alle Aspekte der Voivod-Alben zu Gesamtkunstwerken machte. Drei der wichtigsten Alben – die Thrash Metal-Phase der Band – werden nun im Zuge der Aufarbeitung des Noise Records-Backkatalogs endlich wiederveröffentlicht. Und das erfreulicherweise in aufwändigen, aber dennoch bezahlbaren Sondereditionen mit massenweise Bonus-Material und, für Sammler, auch als Vinyl-Editionen, die detailgetreu den Originalalben entsprechen. Whiskey-Soda schaut für Euch nach, was die Reissues von „RRRÖÖÖAAARRR“, „Killing Technology“ und „Dimension Hatröss“ so können.

Miozän: Surrender Denied – Aufgeben ist keine Option

Vor 25 Jahren pflasterten Miozän-Aufkleber jede Ecke im Heidekreis Soltau-Fallingbostel. Kurz darauf bereits den ganzen Norden, das erste Demo „Offer Resistance“ hatte inzwischen Kultstatus in der Hardcore-Szene. Es folgten fünf Alben und jede Menge Konzerte in ganz Europa bis zum Jahrtausendwechsel, als Miozän das Zeitliche segnete. Vereinzelte, ausverkaufte Konzerte blieben die einzige Erinnerung an das einstige Hardcore-Flagschiff. Als ein Motor für eine Reunion musste wie so oft ein Schicksalsschlag herhalten: Bei Ur-Basser Frank wurde Krebs diagnostiziert und die Unterstützerkampagne „Surrender Denied“ zeigte, wie groß der Zuspruch für die Band in der Hardcore-Community noch immer ist. Der erste neue Song, der aus der Kampagne seine Kraft schöpfte, wurde geschrieben, live gespielt und machte Hunger auf mehr.

Emperor – Vordergründig Legenden

Emperor veröffentlichen ihre gesammelten Alben vom „Wrath Of The Tyrant“ – Demo bis hin zum letzten Album „Prometheus – The Discipline Of Fire And Demise“ aus dem Jahr 2001 neu und remastered.
Zeit, einmal auf diese Legende des norwegischen Black Metals zu blicken und sich dabei die Frage zu stellen: Warum bloß ist das so? Warum sind Emperor für so viele Leute absoluter Kult und Legenden des Schwarzmetalls?

Realms of Odoric – Ein Abenteuer zwischen Metal und Klassik

Ein Metalmusiker, der anstatt Metal einen Soundtrack für ein Symphonie-Orchester komponiert und ein Illustrator, der statt Metal-Artworks seine selbst erdachte, epische Fantasygeschichte illustriert. Das sind die beiden Personen, die die Eckpfeiler des Soundtrack-Artwork-Projekts Realms of Odoric sind. Arkadius Antonik (SuidAkrA, Fall of Catharge) ist der Komponist, sein malender Parter bei diesem Projekt der belgische Künstler Kris Verwimp. Der ist nicht nur für Albencover von Antoniks Band bekannt, sondern seit einigen Jahren auch für die Texte von SuidAkrA zuständig. Wir fanden diese Idee in Zeiten eines Überangebots an Fantasyfilmen und -serien mutig, aussergewöhnlich und sehr interessant, weshalb wir Antonik zum Interview gebeten haben. Dabei nahm er nicht nur zur Entstehunggeschichte des Projekts und dessen Umsetzung Stellung, sondern gab auch einen sympathischen und persönlichen Ein- und Ausblick auf das Projekt und die damit verbundenen Träume.

Khonsu – Auf den Spuren von Blade Runner und Emperor

Black Metal und Ambient-Electro. Ein ausgefeiltes visuelles Konzept. Eine dystopische Science-Fiction-Story. Und zwei mysteriöse Musiker aus dem skandinavischen Metal-Underground. Das macht Khonsu aus Bergen in Norwegen aus. Nach unserer Album-Rezension von „The Xun Protectorate“ hat uns Mastermind S. Gronbech trotz dem Veröffentlichungs-Stress einige Fragen zu seinem interessanten musikalischen Output beantwortet. Nach dem Interview dürfte die Band etwas weniger geheimnisvoll, aber nicht weniger faszinierend sein.

Eyevory – Technisch hoher Anspruch für kleine Zielgruppe

Auch wenn die beiden Einhörner im Band Logo und das Cover des neuen Albums an klassischen Fantasy-Metal erinnern, ist die Bremer Band Eyevory doch in einem ganz anderen Genre beheimatet. Progressive Rock und Pop mit eingängigen, aber auch komplexen Melodien haben sich die vier Hanseaten auf die Fahnen geschrieben. Wir baten die Band, deren aktuelle Tour von Whiskey-Soda präsentiert wird, zu einem kleinen Interview.