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What I Like About You: Zwei Tage mit SweetKiss Momma

Southern Rock, Blues, Gospel, Roots und Americana treffen aufeinander, wenn SweetKiss Momma die Bühne entern. Es ist, als hätten sich Lynyrd Skynyrd, The Black Crowes und die Kings Of Leon zusammen getan, um gemeinsam zu musizieren. Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte tourt die Band aktuell durch Europa. Wir hatten die Gelegenheit, Frontmann Jeff Hamel und seine Jungs während ihres zweitägigen Aufenthalts in Bremen zu begleiten.

The Silent Comedy – ‚Wir sind Geschichtenerzähler‘

Sie nennen sich The Silent Comedy, stammen aus dem sonnigen San Diego, touren das erste Mal durch Europa und sind alles andere als still. Wir unterhielten uns mit den Brüdern Jeremiah und Joshua Zimmerman über Rock’n’Roll, Bier und komödiantische Stummfilme.

The Ocean – Philosophiestunde in Zürich

„Musik mit Gitarren drin“ steht bei der Stilbeschreibung auf der Facebook-Seite von „The Ocean“. Ein ironischer Ausdruck dessen, daß Robin Staps, Gründungsmitglied und Hauptkomponist der Berliner „Gitarrenband“, mit Ausdrücken wie „Post-Metal“ oder „Progressive Rock“ absolut gar nichts anfangen kann. Natürlich ist er sich als Inhaber des Labels Pelagic Records bewußt, daß solche Schubladen unvermeidbar und in gewisser Hinsicht auch nützlich sind. Und doch hat der studierte Philosoph wie auch bei seiner Musik seinen eigenen Weg, die Dinge zu tun. Der ist durchaus eigensinnig und zielgerichtet, sich aber auch den Unwägbarkeiten des Lebens bewußt. Über zehn Jahre sind vergangen, seit wir uns mit Staps unterhalten haben, als wir uns in der gemütlichen Lounge der Bar Rivington & Sons im Zürcher Prime Tower zum Band-Update bei Schweizer Bier niederlassen.

Vola – Mit Refrains und Groove zum Prog-Erfolg

Progressive Rock aus Nordeuropa – spätestens seit diesem Jahr muss in dem Zusammenhang ein Name genannt werden: Vola. Das Quartett aus Dänemark startete 2015 so richtig durch und überzeugt mit einer melancholischen Rückbesinnung auf die 70er gepaart mit einer fischen und modernen Herangehensweise. Nach zwei EPs erschien dieses Jahr mit ‚Inmazes‘ der erste Longplayer der Band. Auf dem Euroblast-Festival in Köln überraschten die Dänen die Musikfans bereits am frühen Nachmittag und lieferten eine ansprechende musikalische Mischung aus modernem und klassischem Prog im 70er-Jahre-Stil. Bei Vola verschmelzen die Gitarre, ausufernde Keyboard-Passagen und ruhiger klarer Gesang zu einem stimmungsvollem Ganzen. Whiskey-Soda sprach in Köln mit den vier Dänen, um mehr über Vola und ihre Musik zu erfahren. Voilà.

Hogjaw – ‚Whiskey-Soda ist unser Lieblingsdrink!‘

Wer bei der Erwähnung unseres Magazins gleich feststellt, dass Whiskey-Soda das Lieblingsgetränk der gesamten Band sei, den muss man doch einfach mögen, nicht wahr? Aber auch von dieser Vorliebe einmal abgesehen, haben wir nicht viel an Hogjaw aus Arizona auszusetzen. Warum auch? Tighter Hardrock mit einer gehörigen Southern-Rock-Attitüde, ein paar Bluesriffs, fertig. Hogjaw klingen in etwa so, als hätten sich AC/DC dazu entschieden, Lynyrd Skynyrd-Fans zu werden und mit Hingabe und einer gehörigen Portion Power den Südstaaten-Rock zu zelebrieren.

Haken – ‚Prog ist zu einem schmutzigen Wort geworden!‘

Für Außenstehende hat das Genre Progressive-Metal möglicherweise so manchen Haken: Sperrige Songs, krumme Taktarten, ausufernde Soli – die Vorurteile sind vielfach und teilweise durchaus zutreffend. Für Insider gibt es einen ganz anderen Haken. Der stammt aus London und hat in seiner achtjährigen Bandgeschichte bereis Beachtliches erreicht. Die Rede ist natürlich von Haken, dem britischen Prog-Metal-Sextett, das schon mit den berühmtesten Prog-Bands des Genres gemeinsam auf den wichtigsten Bühnen Europas gestanden hat. Auf dem Euroblast Festival in Köln sprachen wir mit dem Keyboarder und Gitarristen Richard Henshall über die erfolgreiche Band, Klassiker des Genres, das nächste Album und Muppet-Videos.

Angriff der KLONE-Krieger

Frankreich ist für vieles bekannt – gute Küche, seine Glitzermetropole Paris, Chansons – aber nicht unbedingt für progressive Rockmusik. Dabei gibt es natürlich auch im Land des Eiffelturms und der Baguette eine entsprechende Szene, und aus dieser stammt die Band Klone. Sechs erfolgreiche Studioalben in zwölf Jahren, eine gemeinsame Tour mit Orphaned Land und eine wunderbare Mischung aus melancholischem Rock, psychedelischem Prog und leicht düsteren Metal-Attitüden haben Klone auch bei uns zu einer festen Größe in der Szene werden lassen. Es wurde daher einmal Zeit, sich näher mit den Franzosen zu beschäftigen. Auf dem Kölner Euroblast-Festival baten wir daher den Gitarristen und Band-Mitbegründer Guillaume Bernard zum Gespräch.

The Delta Saints – ‚Wir sind nicht Justin Bieber!‘

Nashville wird als die Countrymusic-Hauptstadt der USA bezeichnet. Aber von dort kommt neben Country auch jede Menge anderer Musik. Rock, Blues, Folk, Roots – in Nashville verschmelzen die Genregrenzen. Wird man automatisch Musiker, wenn man in Nashville aufwächst? Nun, das wohl nicht, aber man hat dort jeden Abend die Qual der Wahl, auf welches Konzert man denn nun gerade mal gehen soll. Aus Nashville stammt die 2007 gegründete Bluesrock Band The Delta Saints, die Swamp- und Delta-Blues mit treibendem Rock und grooviger Gospel-Attitüde verbindet. Wir haben die Jungs nach dem Konzert im norddeutschen Worpswede getroffen.

Agent Fresco – Eins mit der Angst

Dass Agent Fresco nicht vor dunkler Materie zurückschrecken, demonstrierten sie bereits 2010 auf ihrem mutigen Erstling ‚A Long Time Listening‘. Fünf prägende Jahre später legen die genrebefreiten Paradiesvögel mit ‚Destrier‘ den Nachfolger des Kummer-Konzeptwerks vor. Es geht um Wut, Angst und das Ringen mit der eigenen Psyche, nicht zuletzt aber auch darum, die richtige Antwort auf den eigenen Geheimtippstatus zu formulieren. Am Telefon erzählte uns Sänger Arnór Dan Arnarson von den Durststrecken und Höhenflügen auf dem verschlungenen Pfad einer der vielleicht spannendsten Rockbands unserer Zeit.

Saltatio Mortis – Gute Musik!

Saltatio Mortis haben mit Zirkus Zeitgeist ein grandioses neues Album veröffentlicht, das vor allen Dingen in den Texten aktuelle Probleme aufgreift, gewohnt kritisch damit umgeht und sein Anliegen zugleich in tanzbare Rockhymnen verpackt. Der Erfolg gibt den Spielleuten Recht: Der Zirkus hat auf Anhieb den Sprung auf Platz eins der deutschen Verkaufscharts geschafft. Wir trafen Lasterbalk den Lächerlichen und Jean Méchant den Tambour auf dem Feuertal-Festival in Wuppertal und plauderten mit den beiden in netter Runde über ihren Zirkus.