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Hogjaw – ‚Whiskey-Soda ist unser Lieblingsdrink!‘

Wer bei der Erwähnung unseres Magazins gleich feststellt, dass Whiskey-Soda das Lieblingsgetränk der gesamten Band sei, den muss man doch einfach mögen, nicht wahr? Aber auch von dieser Vorliebe einmal abgesehen, haben wir nicht viel an Hogjaw aus Arizona auszusetzen. Warum auch? Tighter Hardrock mit einer gehörigen Southern-Rock-Attitüde, ein paar Bluesriffs, fertig. Hogjaw klingen in etwa so, als hätten sich AC/DC dazu entschieden, Lynyrd Skynyrd-Fans zu werden und mit Hingabe und einer gehörigen Portion Power den Südstaaten-Rock zu zelebrieren.

Haken – ‚Prog ist zu einem schmutzigen Wort geworden!‘

Für Außenstehende hat das Genre Progressive-Metal möglicherweise so manchen Haken: Sperrige Songs, krumme Taktarten, ausufernde Soli – die Vorurteile sind vielfach und teilweise durchaus zutreffend. Für Insider gibt es einen ganz anderen Haken. Der stammt aus London und hat in seiner achtjährigen Bandgeschichte bereis Beachtliches erreicht. Die Rede ist natürlich von Haken, dem britischen Prog-Metal-Sextett, das schon mit den berühmtesten Prog-Bands des Genres gemeinsam auf den wichtigsten Bühnen Europas gestanden hat. Auf dem Euroblast Festival in Köln sprachen wir mit dem Keyboarder und Gitarristen Richard Henshall über die erfolgreiche Band, Klassiker des Genres, das nächste Album und Muppet-Videos.

Angriff der KLONE-Krieger

Frankreich ist für vieles bekannt – gute Küche, seine Glitzermetropole Paris, Chansons – aber nicht unbedingt für progressive Rockmusik. Dabei gibt es natürlich auch im Land des Eiffelturms und der Baguette eine entsprechende Szene, und aus dieser stammt die Band Klone. Sechs erfolgreiche Studioalben in zwölf Jahren, eine gemeinsame Tour mit Orphaned Land und eine wunderbare Mischung aus melancholischem Rock, psychedelischem Prog und leicht düsteren Metal-Attitüden haben Klone auch bei uns zu einer festen Größe in der Szene werden lassen. Es wurde daher einmal Zeit, sich näher mit den Franzosen zu beschäftigen. Auf dem Kölner Euroblast-Festival baten wir daher den Gitarristen und Band-Mitbegründer Guillaume Bernard zum Gespräch.

The Delta Saints – ‚Wir sind nicht Justin Bieber!‘

Nashville wird als die Countrymusic-Hauptstadt der USA bezeichnet. Aber von dort kommt neben Country auch jede Menge anderer Musik. Rock, Blues, Folk, Roots – in Nashville verschmelzen die Genregrenzen. Wird man automatisch Musiker, wenn man in Nashville aufwächst? Nun, das wohl nicht, aber man hat dort jeden Abend die Qual der Wahl, auf welches Konzert man denn nun gerade mal gehen soll. Aus Nashville stammt die 2007 gegründete Bluesrock Band The Delta Saints, die Swamp- und Delta-Blues mit treibendem Rock und grooviger Gospel-Attitüde verbindet. Wir haben die Jungs nach dem Konzert im norddeutschen Worpswede getroffen.

Agent Fresco – Eins mit der Angst

Dass Agent Fresco nicht vor dunkler Materie zurückschrecken, demonstrierten sie bereits 2010 auf ihrem mutigen Erstling ‚A Long Time Listening‘. Fünf prägende Jahre später legen die genrebefreiten Paradiesvögel mit ‚Destrier‘ den Nachfolger des Kummer-Konzeptwerks vor. Es geht um Wut, Angst und das Ringen mit der eigenen Psyche, nicht zuletzt aber auch darum, die richtige Antwort auf den eigenen Geheimtippstatus zu formulieren. Am Telefon erzählte uns Sänger Arnór Dan Arnarson von den Durststrecken und Höhenflügen auf dem verschlungenen Pfad einer der vielleicht spannendsten Rockbands unserer Zeit.

Saltatio Mortis – Gute Musik!

Saltatio Mortis haben mit Zirkus Zeitgeist ein grandioses neues Album veröffentlicht, das vor allen Dingen in den Texten aktuelle Probleme aufgreift, gewohnt kritisch damit umgeht und sein Anliegen zugleich in tanzbare Rockhymnen verpackt. Der Erfolg gibt den Spielleuten Recht: Der Zirkus hat auf Anhieb den Sprung auf Platz eins der deutschen Verkaufscharts geschafft. Wir trafen Lasterbalk den Lächerlichen und Jean Méchant den Tambour auf dem Feuertal-Festival in Wuppertal und plauderten mit den beiden in netter Runde über ihren Zirkus.

Neal Morse – Einladung nach Nashville

Neal Morse ist ein viel beschäftigter Mann. Im Frühjahr war er noch auf Tour und veröffentlichte gleichzeitig das Album The Grand Experiment. Bereits im November 2014 nahm der amerikanische Progger in Nashville beim von ihm veranstalteten Morsefest eine Live-DVD auf, die jetzt als umfangreiches Digipack das Licht der Plattenwelt erblickt. Grund genug für uns, noch einmal kurz mit Neal Morse über die Veröffentlichung zu plaudern.

Led Zeppelin – Wandlungsworte vom Rock-Olymp (Rückblick Teil IV)

Die schon jetzt glorreiche Led-Zeppelin-Neuauflagen-Offensive tritt zum Endspurt an und spielt die letzten drei Posten der engeren Diskographie aus: ‚Presence‘, ‚In Through The Out Door‘ und ‚Coda‘ haben nicht selten das Nachsehen gegenüber ihren sagenumwobenen, epochalen Vorläufern, müssen sich aber darum nicht gleich verstecken. Sowieso: Die Geschichten hinter dem finalen Triple sind keinen Deut weniger aufregend, und auch die mitgelieferten Sound-Reliquien machen hin und wieder tatsächlich etwas her. Doch der Reihe nach.

Led Zeppelin – Wandlungsworte vom Rock-Olymp (Rückblick Teil III)

Päckchen drei des Led-Zeppelin-Re-Issue-Programms wird ausnahmsweise einmal ungeschnürt ausgeliefert. Der Grund: ‚Physical Graffiti‘ kommt naturgemäß als Doppeldecker. Mit der aufwändigen 2015er-Neuauflage mausert sich das Heyday-Herzstück der Diskographie zum fett bestrichenen Dreiteiler. Wir hörten rein, blickten zurück und gingen in New York spazieren – nicht ganz ohne die sich aufdrängende Nostalgie. Zenit und so, ihr wisst schon.

Unprocessed – Noch nicht am Ziel, aber mit Spaß auf dem Weg

Unprocessed sind eine junge Band aus Wiesbaden, die Potenzial zum großen Durchbruch in der deutschen Metalszene hat. Wie wir darauf kommen? Nun, das liegt zum einen an starken Songs und zum anderen an den starken Charakteren der jungen Musiker. Wie stark, das haben uns Gitarrist und Sänger Manuel Gardner Fernandes und Keyboarder Marvin Jüchtern erzählt.