Kategorie: story

In der Disko mit Metronomy

Schon unzählige Male bewiesen Metronomy, dass sie bereits feste Größe am kontemporären Pop-Himmel sind. Zuletzt erschienene Platte ‚Love Letters‘ bescherte den Engländern ein neues Hoch auf der Indie-Skala. Ergebnisse aus den letzten Jahren erfolgreicher Fusion elektronischer Klänge, grooviger Rhythmen und Popsounds präsentierten Metronomy nun am 12.12. im Alten Schlachthof in Dresden. Und eines sei direkt vorweg genommen: An diesem Abend musste sicher kein Gast enttäuscht nach Hause gehen.

The August – Allrounder im Endstadium

Gleich einem alten Laster haben sie ihm abgeschworen, dem Metalcore. The August aus Aschaffenburg schafften es noch vor ihrem Debütalbum, den beengenden Genre-Pferch zu schleifen – und galoppieren seither ohne Rücksicht auf Weidezäune munter durch die Alternative-Prärie. Der Bitte nach einer stilistischen Einordnung aus erster Hand kommen sie nicht nach. Wie wahrscheinlich es ist, auf Tour noch einmal die alten The August aufblitzen zu sehen, welche Rolle das Bauchgefühl in der Band spielt und was sie von den ganzen windigen Vergleichen hält, die man ihnen dieser Tage entgegengepfeffert, erfuhren wir im Interview mit Martin Zabel.

John Garcia – Solo aber nicht allein

Betrachtet man aus heutiger Perspektive die Evolution des Desert-/Stoner Rock als eine Art Stammbaum, dann findet sich unweigerlich der große Name Kyuss an dessen Basis. Als erster großer Stein dieser westamerikanischen Staublawine haben diese damit etwas losgetreten, das zunächst überhaupt erst die Definition eines ganzes Genres ausmachte und damit eine unglaublich breit gefächerte Einflussnahme ausübt. All die Bands aufzuzählen, die im weitesten Sinne Kyuss entstammen, sei es auf Grund des Mitwirkens eines der ehemaligen Mitglieder oder einfach der Inspiration wegen, würde den Rahmen sprengen. Noch heute sind die Stoner-Rocker der ersten Stunde aktiv. Um einige Beispiele zu nennen: Josh Homme füllt mit Queens of the Stone Age jedes Stadion der Welt, Brant Björk spielte bei Fu Manchu, hat bereits sieben Soloalben veröffentlicht und ist darüber hinaus als Produzent tätig, Nick Oliveri hat nach seinem Rauswurf bei QOTSA so ziemlich alles durchgemacht und erscheint heute öffentlich ebenfalls als Solointerpret, sowie mit seinen Bands Mondo Generator und The Dwarves und dann ist da noch John Garcia, die Stimme der Wüste, der nach seinen Projekten mit Slo Burn, Unida, Hermano und zuletzt Vista Chino nun ebenfalls sein erstes Soloalbum veröffentlicht hat. Letzteren treffen wir im Vorfeld seines Konzerts im Rostocker M.A.U. Club zu einem Plausch in seinem Tourbus.

Fünf Fragen an Hide The Knives

Wenn es Glen Gilbert nicht gäbe, dann hätten wir die Platte ‚Silence The Youth‘ vermutlich nie zu hören bekommen. Doch der Frontmann hat es nach einer Auflösung der Band im Jahr 2009 geschafft, eine neue Truppe um sich zu scharen. Uns hat der sympathische Bandleader einige Fragen beantwortet.

Adrenaline Rush – Tave Wanning über das Debüt der Schwedenrocker und Frauen im (Hard)Rock

Rock’n’Roll und Hardrock müssen nicht immer innovativ sein, um anzukommen. Diese Musik soll in erster Linie Spaß machen, partytauglich sein und den gewissen Groove besitzen, der sofort in die Beine geht und zum Mitsingen animiert. Genau diese Kriterien sind bei Adrenaline Rush erfüllt. Vor kurzem flatterte das selbst betitelte Debütalbum der jungen schwedischen Band in unsere Redaktion, und das Stockholmer Quintett überzeugte durch eingängigen kraftvollen Hardrock mit Hooklines ohne Ende, Mitgröhl-Refrains und geballter Power. Grund genug für uns, sich näher mit den Skandinaviern zu beschäftigen und die 22jährige Leadsängerin Tave Wanning um ein Interview zu bitten. Die junge Dame hat sich viel Zeit für Whiskey-Soda genommen. Aber lest selbst, was Tave Wanning über Adrenaline Rush und – man verzeihe uns dieses Wortspiel – Frauen im Rock zu sagen hat.

Michaels musikalisches Best-Of-2014 – Sonata Arctica, Transatlantic und Co.

Metal, Rock, Prog, County, Blues, gerne auch mal Klassik…warum sich nur auf eine Musikrichtung beschränken oder gar festlegen? Es gibt so viele spannende Alben und Bands zu entdecken, und darum hat sich Whiskey-Soda-Neuzugang Michael dieses Jahr auch mit vielen unterschiedlichen Genres beschäftigt. Gar nicht so einfach, da einmal rückblickend eine Liste mit den Lieblingsalben des Jahres 2014 zu erstellen.

Daniels Alben 2014 – Threshold, Deserted Fear & Co.

Unser Metal-Chef Daniel hat einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack: Von melodiösem Progressive Rock über groovigen Bluesrock bis zu brutalem Death-Metal findet unser Exil-Schweizer Gefallen an sehr vielen unterschiedlichen Musikrichtungen. Umso schwerer fiel es ihm, aus dem üppigen und äußerst hochwertigen Angebot im vergangenen Jahr seine Lieblingsalben herauszufiltern. Und genauso vielseitig wie sein Geschmack ist demnach auch seine Bestenliste ausgefallen. Hier sind seine zehn Lieblingsalben 2014.

Verwirrt ist gar kein Ausdruck – Heaven Shall Burn und Parkway Drive in Berlin

Es ist erstaunlich wie festgefahren und konservativ der Ablauf eines durchschnittlichen Rock-Musik-Konzerts doch ist. Und es ist fast erschreckend wie wenig man so etwas bemerkt, wenn man nicht, wie am vergangenen Dienstag, so eindrucksvoll darauf hingewiesen wird. Denn mit Heaven Shall Burn und Parkway Drive taten sich scheinbar die richtigen zwei Bands zusammen, um ein Konzert zu spielen, das dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird…

Eluveitie – Eine Folk-Metal-Band kommt selten allein

Im Sommer veröffentlichte die Schweizer Band Eluveitie ihr sechstes Studioalbum Origins, mit dem die Musiker um Frontmann Chrigel Glanzmann kurzzeitig den ersten Platz der schweizerischen Album-Charts stürmten. Wie jeden Herbst, dem in der Bandgeschichte ein veröffentlichtes Album voranging, folgt nun auch in diesem eine große Europatournee, auf der Eluveitie ihr neues Album präsentieren – so auch am vergangenen Sonntag-Abend im Berliner SO36.

Die One-Man-Show des Chet Faker

Gut ein halbes Jahr ist es nun her, dass Nicholas James Murphy seine weltweit für Aufregung sorgende Platte ‚Built on Glass‘ veröffentlichte. Nach langer Tour plus diverser Festivalauftritte, lässt der gute Mann, besser bekannt als Chet Faker, sein bisher erfolgreichstes Jahr durch ein paar letzte Shows ausklingen.