Schlagwort: Hard Rock

HEADBANGERS OPEN AIR – Nächster Versuch 2022 + SACRED REICH (UPDATE)

Headbangers Open Air 2017 Image

Nach dem „sicheren“ Headbangers Open Air ohne Camping im letzten Jahr schicken sich die HOA-Macher an, Deutschlands größte Gartenparty für dieses Jahr safe zu machen. Wie immer wird es am letzten Wochenende im Juli, nämlich vom 28. bis zum 30., stattfinden. Ein Großteil der Bands, die bereits für 2020 ihre Zusage erteilt hatten, halten ihr…

METALFEST OPEN AIR 2022 – Es wird wieder laut in Pilsen

Eine hervorragende Location, Getränkepreise wie vor 20 Jahren, dazu ein Billing, was sich hinter deutschen Festivals nicht verstecken braucht – Das Metalfest im tschechischen Pilsen ist längt kein Geheimtipp mehr. Nach 2 Jahren Verzicht sind die Veranstalter bis in die Haarspitzen motiviert und zuversichtlich, dass es in diesem Jahr endlich wieder laut wird im Amphitheater…

COHEED AND CAMBRIA – Zurück ins Keywork im Mai

Die New Yorker Progressive-Alternative-Rocker Coheed & Cambria haben den heiß erwarteten zweiten Teil ihrer Space-Opera «Vaxis» angekündigt. Die Fortsetzung zu «Vaxis I: The Unheavenly Creatures» von 2018 trägt den Titel «Vaxis II: A Window of the Waking Mind» und soll am 27. Mai bei Warner Music erscheinen. Die Geschichte wird natürlich zurück ins Science-Fiction-Universum des…

GARY MOORE – Offizielle Biografie erscheint Mitte Mai (UPDATE)

„Gary Moore hat mit seinem leidenschaftlichen Gitarrenspiel ganze Generationen begeistert.Melodiöser Hardrock mit Thin Lizzy und Fusion mit Colosseum II in den Siebzigern, Heavy Metal in den Achtzigern und Bluesrock in den Neunzigern – Moore stand auf den Bühnen der Welt immer an vorderster Front. Musikkenner schätzten ihn, doch kaum jemand kannte ihn wirklich. Gerüchte über…

KISS – Neues offizielles Bootleg (Update: Weitere Single)

Die Hardrocker von Kiss legen im Rahmen ihrer offiziellen Bootleg-Serie nach und veröffentlichen mit „Off The Soundboard – Live In Virginia Beach“ einen weiteren Mitschnitt. Die Show aus dem Jahr 2004 im Rahmen der „Rock The Nation“-Tournee fand in der bis heute gültigen Besetzung, bestehend aus Gene Simmons, Paul Stanley, Eric Singer und Tommy Thayer,…

URIAH HEEP – 50. Geburtstag – verspätete Jubiläums-Tournee

Die Hardrocker von Uriah Heep gehören zu den Ur-Gesteinen der lauten Gitarren-Musik. Seit Beginn der 70´er Jahre sind sie im Auftrag des Rock ´n´ Rolls unterwegs. Das runde Wiegenfest vor zwei Jahren konnten die Männer um Mastermind und Gründungsmitglied Mick Box aus denn allseits bekannten Gründen nicht gebührend feiern. Nun trauen sich die Herren aber,…

STEVE VAI – Gitarren-Zauberer mit spektakulärer Signature-Gitarre zum neuen Album (UPDATE)

Der US-amerikanische Gitarren-Virtuose Steve Vai hat für den 28. Januar sein neues Studio-Album „Inviolate“ angekündigt. Es wird bei der Mascot Label Group erscheinen, eine Vinyl-Veröffentlichung ist für den 18. Mätz geplant. Der zweite neue Song nach „Knappsack“ (das Vai nach einer Schulteroperation einhändig spielt) ist „Little Pretty“. Die Aufnahme ist ein dunkel getöntes Fusion-Funk-Workout, das…

Hurra, wie leben noch! – Andre’s Jahresrückblick

Es ist Zeit für meinen Jahresrückblick. Nicht so einfach, da die Lowlights aufgrund der anhaltenden Situation deutlich überwiegen. Als leidenschaftlicher Festivalgänger und Fotograf wurde ich überwiegend zum Nichtstun verdonnert. Dennoch gab es den ein oder anderen Lichtblick in diesem Jahr. Newcomer Schaut man sich mein Redakteursprofil an, wird schnell klar, welche Musik ich in der…

ROSE TATTOO – Aussie-Rocker überbringen die Medizin live on stage

Sie sind sich immer treu geblieben, die Aussie Blues Hard Rocker Rose Tattoo um den unstrittenen Power-Frontmann Angry Anderson. Sie lassen niemand im Stich. So auch nicht ihre treuen Fans in Europa und holen die ausgefallenen Tourdates aus dem letzten Jahr nach. Von Mitte Juli bis Anfang August werden die Rock’n’Roll Outlaws Klassiker wie ,Remedy‘…

Destroyer

„Unsere Fans würden neue Songs überhaupt nicht annehmen“, sagte Kiss-Mastermind Paul Stanley sinngemäß gegenüber Fans vor wenigen Wochen. Die Masken-Männer, aktuell auf Abschiedstour, bauen aber auf die Liebe ihrer Anhänger zum alten Material. Daher legen sie nun 45 Jahre nach Erscheinen ihre erfolgreichste Scheibe „Destroyer“ in einer Neuauflage vor. Wenn die Band in ihrer Karriere eine Sache kultiviert hat, dann Kaufanreize für ihre Kunden zu schaffen, und so erscheint das Werk inklusive mehrerer Bonus-Tracks.

Leises, nur schwer verständliches Radio-Gebrabbel und ein startendes Auto klingen aus den Boxen, bevor das Riff zum Klassiker „Detroit Rock City“ die Platte – und bis heute die meisten Konzerte – eröffnet. Der Wagen hat am Ende einen Unfall und das Quietschen der Reifen geht nahtlos in die rückgekoppelte Gitarre von Ace Frehley über, aus der „King Of The Night Time World“ erwächst. Typische Gitarren-Riffs inklusive Mitsing-Refrain lassen einen wundern, dass diesem Titel kein allzu großer Erfolg beschieden war.

„God Of Thunder“, ebenfalls in fast jeder Setlist zu finden, ist eine düstere Rocknummer. Eigentlich aus der Feder von Stanley, überlässt dieser jedoch dem Kollegen Gene Simmons die Lead Vocals. Eine melodiöse Gitarren-Melodie eröffnet „Shout It Out Loud“. Eine der wenigen Gelegenheiten, bei der sich die beiden Frontmänner gleichberechtigt das Mikro teilen.

Nachdem damals die ersten Singles floppten, musste ein Hit her. Die völlig untypische Klavier-Ballade „Beth“, ausgerechnet auch noch vom Schlagzeuger Peter Criss intoniert, war 1976 der bis dahin größte Erfolg der Truppe. Der Drummer wird in den Lyrics sehnsüchtig von seiner Frau zu Hause erwartet. Er wird aber bei der Probe gebraucht, denn „me and the boys are playing, and we just can’t find the sound“, aber er verspricht ihr schwülstig „I’ll be right home to you“.

Zunächst nur mit Gesang und Schlagzeug beginnt die Hymne „Do You Love Me“, die noch einmal ordentliche Gitarren-Wände erzeugt und einen lauten Abschluss im typischen KISS-Gewand liefert. Als Abspann folgt noch etwa eine Minute eine Kakophonie aus zusammengewürfelten Klangfetzen und beendet „Destroyer“ nach 35 kurzweiligen Minuten.

Die Zugaben, bestehend aus Demos und Live-Aufzeichnungen, sind eher für Die-Hard-Fans ein Ansporn. Zum regelmäßigen Anhören taugen die Nummern eher wenig, der Sound entspricht weitestgehend nicht den Ansprüchen an reguläre Scheiben, als Zeitdokument sind sie aber allemal ein nettes und interessantes Beiwerk.

Wie immer stellt sich bei einem Re-Release die Frage, ob sich die Anschaffung lohnt. Wem diese CD noch fehlt oder wer noch gar keine des Quartetts im Schrank hat, sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Wer „Destroyer“ schon sein Eigen nennt und an weitergehenden Liedern mit begrenzter Hörqualität kein Interesse hat, sollte sein Geld lieber für die anstehenden Abschiedskonzerte im kommenden Jahr ausgeben.

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