Schlagwort: Extreme Metal

MESHUGGAH – Weiterer Song vom Neuen Album online (UPDATE)

Im 35. Jahr ihres Bestehens veröffentlichen die norwegischen Mit-Pioniere des experimentellen Death-Metals am 1. April ihr neuntes Album mit dem Titel „Immutable“. Es erscheint beim neuen Label Atomic Fire Records und kann bereits vorbestellt werden. Mit der Ankündigung erschien auch der erste Song vom neuen Longplayer. Und wenn der Albumtitel bereits eine klare Ansage war,…

Ur-Chraft

Ist es unzulässiges Name-Dropping, beim Debüt-Album „Ur-Chraft“ der Walliser Folk-Metal-Band Tylangir die großen Eluveitie als Vergleich heranzuziehen? Eine rhetorische Frage – Ist es nicht. Das 2017 gegründete Septett aus dem deutschsprachigen Teil des Schweizer Kantons hat mit dem bekannten, „großen Bruder“ mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Nun hat die Truppe ihr erstes Album „Ur-Chraft“ veröffentlicht. In…

Hurra, wie leben noch! – Andre’s Jahresrückblick

Es ist Zeit für meinen Jahresrückblick. Nicht so einfach, da die Lowlights aufgrund der anhaltenden Situation deutlich überwiegen. Als leidenschaftlicher Festivalgänger und Fotograf wurde ich überwiegend zum Nichtstun verdonnert. Dennoch gab es den ein oder anderen Lichtblick in diesem Jahr. Newcomer Schaut man sich mein Redakteursprofil an, wird schnell klar, welche Musik ich in der…

JAKA vs. OPTIMIST – Pazifisten erwachen, um in den Krieg zu ziehen

Zur Einstimmung auf die Heuchlerei zum Weihnachtsfest beschert uns Bastardized Recordings je einen Songs der Extrem-Kabarettisten von den Japanischen Kampfhörspiele und der Posi-Deather Optimist. ,Krieg der Pazifisten‘ und ,Erwachen‘ sind die Statements zur aktuellen Lage hinter der pandemischen Gefühlsduselei. Pimpt euer Leben mit etwas Lärm! Krieg Der Pazifisten by Japanische KampfhörspieleKrieg Der Pazifisten by Japanische…

Bleed the Future

Es ist nicht leicht, im Extreme-Metal für Aufsehen zu sorgen oder aus der Masse herauszustechen. Egal ob Gore-Splatter-Texte oder Geschwindigkeits-Exzesse – gab es alles schon einmal! Vor vier Jahren sorgten die kanadischen Tech-Death-Metaller von Archspire mit ihrem dritten Album „Relentless Mutation“ dennoch für Staunen. Egal ob die Kombination von ultraschnellen Riffs und Drums in abgefahrenen Jazz-Taktarten, ein schier außerirdisch anmutender Gesang oder die überirdische Power, Fingerfertigkeit und Ausdauer. Scheinbar alles an der Musik und den Fähigkeiten dieser Jungs ließ die Fangemeinde mit heruntergeklappter Kinnlade zurück. Auch den Autor dieser Zeilen. Wenn man in einem Genre, in dem Extreme zum Standard gehören, ein Ausrufezeichen setzen kann, dann sagt das sehr viel aus.

Mit einer umfangreicheren Vorproduktion als je zuvor in ihrer Karriere gingen die kanadischen Virtuosen an ihr neues Werk heran. In das sollte auch das Feedback der Fangemeinde mit einfließen. Die Songs sollten zugänglicher werden, ohne beim Prädikat „extrem“ in irgendeiner Weise Abstriche zu machen. Der Lockdown der Corona-Pandemie mit abgesagten Live-Shows gab der bereits auf einem sehr hohen technischen Niveau agierenden Band zusätzlich die Möglichkeit, noch mehr an den Songs und der Produktion zu feilen. Es entstand eine völlig neue Arbeitsweise, ausgehend von Jam-Sessions nur die besten Ideen weiter zu verfolgen und alles andere gnadenlos auszusortieren. Diesen Perfektionismus merkt man dem Album absolut an. Es ist einmal mehr ein Album, das für sich selbst steht und sich mit nichts anderem vergleichen lässt.

Sicher, hier wird progressiver Death-Metal auf technisch anspruchsvollstem Niveau gespielt. Aber dieses Etikett wird dem Album nicht gerecht, denn es ist so viel mehr. Nicht nur wegen der Stimme von Growler Oli Rae Aleron, die in ihrer Unverwechselbarkeit einem weiteren Instrument wohl näher kommt als in jeder anderen Band. Der Mann ist immer noch sehr schnell, sehr exzentrisch und sehr dominant. Und doch ist er nur ein Meister unter seinesgleichen.

Ausgehend vom super-groovigen Monster „Drone Corpse Aviator“ entspinnt sich der tongewordene Wahnsinn von „Bleed the Future“ über etwas mehr als eine halbe Stunde. „Golden Mouth of Ruin“ glänzt mit einem unfassbaren Groove trotz exzentrischster Polyrhythmik. Die Jungs verbinden das dann mit einem Gitarrensolo, das an Barock-Kompositionen erinnert. Das Bass-Tapping punktet mit Fills, sich überlagernden, unterschiedlichen Harmonien und einer Wahnsinns-Ausdauer. Das setzt sich fort mit dem emotionsgeladenen „Abandon the Linear“ und dem Gemetzel des Titeltracks. „Drain of Incarnation“ hat ein wunderschönes, akustisches Flagolette-Gitarrenintro, das einmal mehr an klassische Klänge erinnert. „Acrid Canon“ ist der vermutlich brutalste Song des Albums – wenn man das bei einem solchen Stil überhaupt sagen kann. Die Growls sind besonders tief und die Riffs erreichen transzendente Sphären.

„Reverie on the Onyx“ verbeugt sich vor Mozart und Paganini – aber auch den modernen Vorbildern Necrophagist oder Cryptopsy. Mit „AUM“ hat die Band ihren bisher schnellsten Song geschrieben, der selbstironisch von einem Audiokommentar eingeleitet wird, der die Band als langweilige „Technik-Fetischisten“ abkanzelt. Danach gibt es nichts mehr zu steigern – weshalb das furiose Album nach 31 Minuten endet.

„Bleed the Future“ ist eines der stärksten Genre-Alben seit langem und wird die hohen Erwartungen der Fans und Musiker noch übertreffen. Dafür gibt es unseren Album-des-Monats-Award.

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OBSCURA – Tour für Herbst verschoben (UPDATE)

Die bayrische Death-Metal-Combo Obscura um Frontmann Steffen Kummerer hat ein neues Album in neuer Besetzung sowie eine Tour angekündigt. Das neue, sechste Studio-Album trägt den Titel „A Valediction“ und soll am 19. November bei Nuclear Blast erscheinen. Es ist das erste Album, bei dem Gitarren-Virtuose Christian Münzner wieder mit von der Partie ist. Daß Münzner…

MEH SUFF!-Festival 2021- Wie in alten Zeiten

„Weisste noch, früher?“ Nur allzu oft hat man den Satz in den letzten Monaten gehört. Er bezog sich auf die Zeit, als Corona nur als Biersorte bekannt war. Als Masken zu Karneval getragen wurden und Festivalbesuche möglich waren. Dieses „früher“ konnte unser Redakteur Andre am vergangenen Wochenende auf dem Meh Suff!-Festival in der Schweiz erleben.…

Meh Suff! – Das Festival findet statt! Änderungen im Lineup

In zwei Wochen ist es soweit! Am 10. und 11. September 2021 findet im schweizerischen Hüttikon das Meh Suff! Metal-Festival 2021 statt. Ihr habt noch nie etwas von dem Festival gehört? Dann wird es Zeit! Im Review von 2019 könnt Ihr Euch einen Eindruck verschaffen. Derzeit ist das gemütliche Underground-Festival auf einer Waldlichtung noch ein…

ENSLAVED, INTRONAUT und OBSIDIAN KINGDOM – Neue Live-Termine für Februar (UPDATE)

Die norwegischen Extreme-Metaller von Enslaved hatten kurz nach dem Release ihres Albums „Utgard“ (Whiskey Soda Album des Monats Oktober 2020) für Mai 2021 eine Europa-Tour angekündigt. Das Album hat unter anderem in den USA, Deutschland, Italien und Großbritannien hohe Charts-Platzierungen erreicht. Durch die Corona-Pandemie mussten die Termine verschoben werden, wir haben nun die aktuellen Daten…

Meh Suff! – Das Festival findet statt!

Heute war wahrlich ein Tag zum Verzweifeln. Zwei namhafte Festivals in Deutschland wurden abgesagt und auf 2022 verschoben. Wenige Stunden später heißt es Aufstehen, Krone richten und nach vorne, beziehungsweise:  Über die Grenze schauen! In der Schweiz findet noch in diesem Jahr das Meh Suff! Metal-Festival statt. Am 10. und 11. September verwandelt sich die…