Schlagwort: Extreme Metal

LIVING SACRIFICE – Band-Dokumentation kommt

In unserem Video-Interview beim BLAST OF ETERNITY 2017 sprachen wir mit einer der Pionierbands der christlichen Extreme-Metal-Szene: Living Sacrifice. Im Interview erzählte Sänger und Bandleader Bruce Fitzhugh, daß eine Band-Dokumentation in Planung sei, er aber noch keine Details zu berichten habe. In den zwei Jahren seit unserem Interview scheint die Truppe aus Arkansas aktiv gewesen…

THRON – WS TV Interview auf dem Summer Breeze 2019

Ein erfahrener, aktiver Musiker beginnt spontan und aus einem nostalgischen Bauchgefühl heraus, im Stil der Jugendliebe „Extreme-Metal“ an eigenen Songideen herumzubasteln. Im Homestudio entstehen innerhalb kurzer Zeit acht Songs, der beste Freund singt dazu. Ein paar befreundete Musiker steigen ein: Die Geburtsstunde von Thron aus dem Südbadischen. Inzwischen haben die Jungs um Bandleader „P“ zwei…

MEH SUFF 2019 – Schweizer Extreme-Metal-Festival grandioser Erfolg

Bereits vor vier Jahren berichteten wir erstmals begeistert vom Schweizerischen Meh Suff Festival. Obwohl in Zürich das ganze Jahr über Extreme-Metal-Clubshows und auch eine zweitägige Winter-Ausgabe veranstaltet werden, ist das Sommerfestival für die Macher und die zahlreichen Helfer der Kern und Höhepunkt des Jahres. Obwohl bereits erfolgreich im Metal-Festival-Underground etabliert, war das Outdoor-Festival im Grünen…

Verk Ferever

Ob das ,Hedonistic Pflichtgefühl‘ oder ,Unangeschnallt den Bullen reinfahren‘ – die spitzen Lästereien über Konsum und Zivilisation der Japanischen Kampfhörspiele gehen in die nächste Runde. Schließlich liefern wir unermüdlich Tag ein Tag aus eine Menge Zündstoff, über den man sich lustig machen kann. „Verk Ferever“ (Bastardized Recordings) ist die Essenz dieser ätzenden Lästerei.

Dankend nehmen die Extrem-Kabarettisten von den JaKas unsere Vorlagen an und verhunzen diese mit dem ihnen ureigenen Extreme Metal garniert, mit Grindcore-Einlagen, jazzigen Tüts, Breakcore, Industrial oder Deathcore mit Low-Rider-Percussion. Bei all dem ganzen ausufernden Gekreuze und Gegengekreuze geben sich Christoph Kather und Co. keine Blöße. Gekonnt und auch nach so vielen Jahren immer noch erfrischend anders kommen die JaKas rüber. Dazu gesellen sich noch die gewohnt wilden Breaks. Und die slayerischen Solos. Unter den 15 Songs – inklusive eines eigenwillig experimentellen Bonus-Tracks – ist für jeden Geschmack eine launische Ohrfeige dabei. Zu keinem Zeitpunkt während der 33 Minuten kommt Langeweile auf. Jede Sekunde ist mit frickeligem Leben gefüllt. „Verk Ferever“ ist der vertonte Nervenzusammenbruch, den wir uns wahrlich verdient haben. Besonders tut sich dabei der Titeltrack hervor, der über neun Minuten lang tempolos dahin walzt, um einem mit freejazzigen Bläsereinsätzen den endgültigen Knock-out zu verpassen.

Das elfte Album der Japanischen Kampfhörspiele macht mal wieder so richtig Spaß, regt zur Selbstreflexion an und prügelt einem ein Schmunzeln in die Fresse. Mission erfüllt, meine Herren.

https://www.japanischekampfhoerspiele.de/

https://japanischekampfhorspiele.bandcamp.com/

http://www.bastardizedrecordings.de/

MEH SUFF FESTIVAL mit AMORPHIS, AT THE GATES und WATAIN – Letzte Bands und Running Order bekannt

Das Schweizer Meh Suff Festival hat in letzter Zeit fünf weitere Bands für seine kleine, aber feine Veranstaltung bekanntgegeben. Neben einem weiteren, besonderen Leckerbissen, den österreichischen Dark-Metallern Dornenreich, sind mit Bodyfarm und Carnation zwei relativ junge Metalbands aus Benelux angekündigt. Die Schweizer von Voice of Ruin geben vor allem 90er Bands wie Slipknot, As I…

JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE – Neues Album kommt im August

Japanische Kampfhörspiele haben „Keinen Bock mehr“. Aber seht selber. Und das bis in den August hinein, denn dann wird das neue Album „Verk Ferever“ auf Bastardized Recordings erscheinen. Hier noch Text und Statement zugleich (JaKa eben): Keinen Bock mehr auf komplexe Gedankengänge,nachzudenken über die Zusammenhänge,weder über das große Ganze noch über die Details,warum was wie…

ELEMENTS OF ROCK komplettiert Line-up mit THEOCRACY und ERIC CLAYTON & THE NINE

Das Schweizer Metalfestival Elements of Rock, das in vier Wochen stattfindet, hat mit der Verpflichtung der beiden Bands Outlaw Radio und Three Elements ihr Line-up komplettiert. Als einen der beiden Headliner der diesjährigen Ausgabe die neue Band des Saviour-Machine-Frontmanns Eric Clayton angekündigt. Der seit einiger Zeit in Deutschland lebende Clayton hat sich mit einer Gruppe…

Monolith

Drottnar aus Norwegen haben sich gewandelt. Nicht nur musikalisch und optisch, sondern auch personell. Die 1996 von vier Brüdern gegründete christliche Extreme-Metal-Band (Eigenbezeichnung „Bunker Metal“), unter anderem bekannt für ihre Auftritte in kommunistischen Uniformen, bringt mit „Monolith“ ihr drittes Studioalbum heraus.

2019 bestehen Drottnar zumindest im Studio (und im Album-Booklet) nur noch aus drei Mitgliedern. Gitarrist Karl-Frederik Lind hat vom seinem im vergangenen Jahr ausgestiegenen Bruder Sven-Erik auch das Mikrofon übernommen. Der bisherige Gitarrist Bengt Olsson kommt in den Album-Credits ebenfalls nicht mehr vor. Die Posten der Rhythmussektion bleiben 2019 unverändert.

„Monolith“ ist die Zusammenfassung eines Veröffentlichungszyklus aus drei durchnummerierten Extended-Plays von 2017 und 2018. Die Songs auf dem Album sind bis auf das Intro ‚Afterglow‘, das Zwischenspiel ‚Ophir‘ und die Scream-Orgie ‚Eschaton‘ als Schlusspunkt mit den Titeln der EP’s identisch.

Bei allen stark ausgeprägten, dissonant-progressiven Elementen hatten Drottnar schon immer auch einen deutlich doomigen Touch, den die Band auf ihrem neuen Album nochmals etwas ausgeweitet hat. Deutlich wird das nicht nur bei einer allgemein druckvolleren Produktion und mehr Tiefen, sondern auch ganz praktisch in musikalischen Sequenzen wie dem schleppenden Intro von ‚Nihilords‘ oder den ebenfalls eher langsamen Riffs bei ‚Pestleid‘. Ebenfalls nach wie vor vorhanden sind die melancholischen Industrial-Elemente, hier taugt der Titeltrack mit seinem maschinellen Beat als wundervolles Beispiel. Der Gesang fusst aber wie der stilistische Gesamteindruck des Albums nach wie vor tief im Black Metal. Die fiesen Screams und Growls hat Karl-Frederik Lind übrigens genauso gut drauf wie sein Bruder.

Technisch bleibt die Band als Trio weiterhin auf hohem Niveau und eine innovative Kraft mit eigenständigem Sound in einer breit aufgestellten Szene. Wer Drottnar noch gar nicht kennt, aber beispielsweise Marduk, Satryricon oder Atheist liebt, sollte die Band auf jeden Fall antesten. Alte Fans bekommen ein sehr solides Album, das dem Ruf der Band gerecht wird.

The Infinite Mirror of Millennial Narcissism

Mick Kenney + Shane Embury = 16 Minuten Grindcore. Dieser Gleichung gibt es eigentlich nichts hinzufügen. Vielleicht ist kurz die ungestüm bombastische Herangehensweise von Born To Murder The World zu erwähnen, die einen schon etwas Angst einflößen kann.

Die zehn Songs ballern einem sämtliche unnützen Gedanken zwischen den Ohren ins Nirvana, wobei einem die beiden kurzen Intros keine Atempausen verschaffen. Dazu kommt noch eine gnadenlos unmenschliche Industrial-Kante, die einem in Verbindung mit den tödlichen Breaks und dem blanken Entsetzen beim Wiedereinsetzung des Lärms den Rest gibt. Inhaltlich sezieren die beiden alten Weggefährten den Überbau unserer Zivilisation, wobei sie in der Kürze der Zeit nicht tiefgreifend analysieren können, sondern Gedanken anstoßen, die es durchaus Wert sind, weitergedacht zu werden. Interessant ist noch zu wissen, dass „The Infinite Mirror of Millennial Narcissism“ auf den neuen Label von Mr. Embury Extrinsic Recordings veröffentlicht wurde. Das wiederum lässt tief blicken in Verbindung mit dem Bandmanen Born To Murder The World und dem mehr als schwerverdaulichen Albumtitel. Der äußere Zwang sich mit den Gedanken die unsere Welt beherrschen auseinanderzusetzen, scheint groß zu sein.

Trotzdem ist dieses Erstlingswerk kein Highlight, eher eine Fingerübung, in der Historie Emburys (Napalm Death) und Kenneys (Anaal Nathrakh). Diese kurze, aber extreme Erfahrung verkürzt die Wartezeiten zwischen den Releases der Hauptbands der beiden Herren auf adäquate Art und Weise. Nicht mehr und nicht weniger.

https://borntomurdertheworld.bandcamp.com/

Heirat aus Hass/Scheidung aus Spass

Welch ein Lärm bricht mit Poostew aus den Lautsprechern, Grindcore der ganz heftigen Sorte. Ohne Platz zum Atmen zu lassen, rasen sie durch die vier Lieder der Split-MCD namens „Heirat aus Hass/Scheidung aus Spass“ mit den Japanische Kampfhörspielen. In sechs Minuten sind Poostew fertig, womit sie fast 60 Prozent des Songmaterials für sich einnehmen. Poostew gehen wie die Kollegen technisch versiert zur Sache, lassen aber die Originalität ein wenig außer Acht. Nicht so schlimm, wäre da nicht der nervtötende Snare-Sound, der sich wie der Boden eines 20-Liter-Farbeimers anhört. Zum Glück fällt das bei dem Geprügel nicht so auf. Trotzdem sind Poostew nicht der Gewinner dieser Split-Veröffentlichung, sind aber wegen der Abwechslung unabdingbar.

In den acht Jahren des Bestehens der Japanische Kampfhörspiele sind aus den zwei Lärmfetischisten Christof und Klaus eine sechsköpfige Familie geworden. Immer wieder begeistern JaKa mit technischem als auch eingängigem Lärm. Ihre Songs sind kurz und prägnant und bleiben ausnahmslos im Gehör hängen. Wild drauf los prügeln ist nicht die Sache JaKas, sondern originelle Ideen in ihre Musik einzubauen, um ja nicht ein Teil der Masse zu sein ist ihr Ding. Auf der einen Seite möchte man sofort alles in Schutt und Asche legen, doch dann würde man die vielen kleinen Dinge, die JaKa ausmachen, nicht mitkriegen. Also den Lautstärkeregler bis zum Anschlag aufdrehen und konzentriert lauschen. Der wieder mal absolut großartige Sound erlaubt dies ohne weiteres. Nur so entfalten die Kompositionen ihr facettenreiches Licht.

http://www.japanischekampfhoerspiele.de

http://www.silentstagnationrecords.com/