Schlagwort: Death Metal

WILDERUN – Progressive-Symphonic-Metaller mit neuem Album im Januar (UPDATE)

Die Progressive Metaller Wilderun aus Boston haben nach der Wiederveröffentlichung des Vorgängers „Veil of Imagination“ beim neuen Label Century Media den Nachfolger „Epigone“. Kurz zuvor hatten wir mit der Band noch ein Interview geführt. Das vierte Album der US-Amerikaner erscheint am 9. Januar 2022. Neben dem Cover-Artwork und dem Start des Vorverkaufs hat die Band…

RELOAD FESTIVAL 2022 – Jetzt erst recht!

Zwei Jahre lang war es still auf dem Battlefield, das wird sich 2022 ändern – und zwar gewaltig! Vom 18. – 20. August wird sich das Who is Who der harten Musikspielarten ein Stelldichein in Sulingen, Niedersachsen, geben. Das Drumherum bleibt wie gewohnt familiär, gemütlich und entspannt. Kurzum: Festival, wie es sein sollte. Mit Arch…

Slash ’n’ Roll

Wer steht nicht auf eine gute Gänsehaut oder erschreckt sich, obwohl alles in der nächsten Szene auf dem überraschenden Twist hindeutet. Das Konzept eines guten Gruselfilms setzt das multinationale Trio Heads For The Dead mit ihrer aktuellen EP „Slash ’n‘ Roll“ (Transcending Obscurity Records) zum wiederholten Mal mit viel Liebe zum Genre um. Unerwartete Wendungen…

ARCHSPIRE als neuer Support für DECAPITATED-Tour angekündigt

Die kanadischen Tech-Death-Könner von Archspire, die unseren aktuellen Album-des-Monats-Award für ihr neues Album „Bleed the Future“ erhalten haben, kommen nach der Verschiebung ihrer geplanten Headliner-Tour nun doch nach Europa – und zwar zusätzlich zu ihrer auf den November verschobenen Tour. Die Jungs wurden als Ersatz für Heart of a Coward für die im Januar und…

MACHINE HEAD + AMON AMARTH – Gemeinsame Headliner-Tour angekündigt

Es dürfte wohl eine der großen Metal-Tourneen des Jahres 2022 werden: Die Thrash-Metaller von Machine Head und die Death-Metaller von Amon Amarth werden mit dem Titel „Vikings & Lionhearts“ im Herbst kommenden Jahres gemeinsam auf Tour gehen. Als Support wird die neu gegründete schwedische Melodic-Death-Metal-Band The Halo Effect dabei sein. Allerdings handelt es sich bei…

Bleed the Future

Es ist nicht leicht, im Extreme-Metal für Aufsehen zu sorgen oder aus der Masse herauszustechen. Egal ob Gore-Splatter-Texte oder Geschwindigkeits-Exzesse – gab es alles schon einmal! Vor vier Jahren sorgten die kanadischen Tech-Death-Metaller von Archspire mit ihrem dritten Album „Relentless Mutation“ dennoch für Staunen. Egal ob die Kombination von ultraschnellen Riffs und Drums in abgefahrenen Jazz-Taktarten, ein schier außerirdisch anmutender Gesang oder die überirdische Power, Fingerfertigkeit und Ausdauer. Scheinbar alles an der Musik und den Fähigkeiten dieser Jungs ließ die Fangemeinde mit heruntergeklappter Kinnlade zurück. Auch den Autor dieser Zeilen. Wenn man in einem Genre, in dem Extreme zum Standard gehören, ein Ausrufezeichen setzen kann, dann sagt das sehr viel aus.

Mit einer umfangreicheren Vorproduktion als je zuvor in ihrer Karriere gingen die kanadischen Virtuosen an ihr neues Werk heran. In das sollte auch das Feedback der Fangemeinde mit einfließen. Die Songs sollten zugänglicher werden, ohne beim Prädikat „extrem“ in irgendeiner Weise Abstriche zu machen. Der Lockdown der Corona-Pandemie mit abgesagten Live-Shows gab der bereits auf einem sehr hohen technischen Niveau agierenden Band zusätzlich die Möglichkeit, noch mehr an den Songs und der Produktion zu feilen. Es entstand eine völlig neue Arbeitsweise, ausgehend von Jam-Sessions nur die besten Ideen weiter zu verfolgen und alles andere gnadenlos auszusortieren. Diesen Perfektionismus merkt man dem Album absolut an. Es ist einmal mehr ein Album, das für sich selbst steht und sich mit nichts anderem vergleichen lässt.

Sicher, hier wird progressiver Death-Metal auf technisch anspruchsvollstem Niveau gespielt. Aber dieses Etikett wird dem Album nicht gerecht, denn es ist so viel mehr. Nicht nur wegen der Stimme von Growler Oli Rae Aleron, die in ihrer Unverwechselbarkeit einem weiteren Instrument wohl näher kommt als in jeder anderen Band. Der Mann ist immer noch sehr schnell, sehr exzentrisch und sehr dominant. Und doch ist er nur ein Meister unter seinesgleichen.

Ausgehend vom super-groovigen Monster „Drone Corpse Aviator“ entspinnt sich der tongewordene Wahnsinn von „Bleed the Future“ über etwas mehr als eine halbe Stunde. „Golden Mouth of Ruin“ glänzt mit einem unfassbaren Groove trotz exzentrischster Polyrhythmik. Die Jungs verbinden das dann mit einem Gitarrensolo, das an Barock-Kompositionen erinnert. Das Bass-Tapping punktet mit Fills, sich überlagernden, unterschiedlichen Harmonien und einer Wahnsinns-Ausdauer. Das setzt sich fort mit dem emotionsgeladenen „Abandon the Linear“ und dem Gemetzel des Titeltracks. „Drain of Incarnation“ hat ein wunderschönes, akustisches Flagolette-Gitarrenintro, das einmal mehr an klassische Klänge erinnert. „Acrid Canon“ ist der vermutlich brutalste Song des Albums – wenn man das bei einem solchen Stil überhaupt sagen kann. Die Growls sind besonders tief und die Riffs erreichen transzendente Sphären.

„Reverie on the Onyx“ verbeugt sich vor Mozart und Paganini – aber auch den modernen Vorbildern Necrophagist oder Cryptopsy. Mit „AUM“ hat die Band ihren bisher schnellsten Song geschrieben, der selbstironisch von einem Audiokommentar eingeleitet wird, der die Band als langweilige „Technik-Fetischisten“ abkanzelt. Danach gibt es nichts mehr zu steigern – weshalb das furiose Album nach 31 Minuten endet.

„Bleed the Future“ ist eines der stärksten Genre-Alben seit langem und wird die hohen Erwartungen der Fans und Musiker noch übertreffen. Dafür gibt es unseren Album-des-Monats-Award.

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ARCHSPIRE – Kanadische Tech-Deather verschieben Tour (UPDATE)

Die kanadischen Archspire, eine der spannendsten Vertreter der neueren Welle technisch anspruchsvollen Death-Metals, haben ein neues Album und eine zugehörige Europa-Tour für November angekündigt. Vier Jahre nach dem überragenden, dritten Album „Relentless Mutation“ erscheint Silberling Numero Vier mit dem Titel „Bleed the Future“ am 29. Oktober beim franzöischen Label Season of Mist. Den ersten neuen…

ATTACK:NOW – STALLION, THRON und VIRVUM überzeugen bei Regional-Festival in der Schweiz

Die Live-Landschaft liegt seit eineinhalb Jahren Corona sei „Dank“ mehr oder weniger am Boden. Und selbst nach der Zunahme der Impfquote gibt es nach wie vor viel Unsicherheiten und Touren werden verschoben oder abgesagt. Deprimierte Rockmusik-Fans und unter Druck geratene Veranstalter gleichermaßen hungern nach schwermetallischer Live-Action. Da hat ein kleines, regionales Festival diverse Vorzüge –…

OBSCURA – Tour für Herbst verschoben (UPDATE)

Die bayrische Death-Metal-Combo Obscura um Frontmann Steffen Kummerer hat ein neues Album in neuer Besetzung sowie eine Tour angekündigt. Das neue, sechste Studio-Album trägt den Titel „A Valediction“ und soll am 19. November bei Nuclear Blast erscheinen. Es ist das erste Album, bei dem Gitarren-Virtuose Christian Münzner wieder mit von der Partie ist. Daß Münzner…

MEH SUFF!-Festival 2021- Wie in alten Zeiten

„Weisste noch, früher?“ Nur allzu oft hat man den Satz in den letzten Monaten gehört. Er bezog sich auf die Zeit, als Corona nur als Biersorte bekannt war. Als Masken zu Karneval getragen wurden und Festivalbesuche möglich waren. Dieses „früher“ konnte unser Redakteur Andre am vergangenen Wochenende auf dem Meh Suff!-Festival in der Schweiz erleben.…