Schlagwort: Death Metal

Acid River

Dark Millennium haben anno 1992 mit „Ashore The Celestial Burden“ eines der großartigsten Debutalben veröffentlicht, das jemals in Deutschland das Licht der Welt erblickt hat. Originell, spannend, auf höchstem technischen und songwriterischen Niveau, mit einer düsteren Progressivität, die in diesem Genre zu dieser Zeit noch gänzlich inexistent war. Auch heute ist der Opener „Below the Holy Fatherlands“ immer noch einer der besten Death Metal – Songs aller Zeiten.

Das folgende Album „Diana Read Peace“ übertrieb die progressiven und psychedelischen Augenblicke etwas, und die Band löste sich danach auf. Mit „Midnight In The Void“ und „Where Oceans Collide“ veröffentlichte man zwei neue Album in den 2010er Jahren, beide waren jedoch – trotz immer noch anständigem Niveau – nur in den allerbesten Momenten qualitativ in der Nähe des Debuts.

Das ändert sich mit dem neuen Album „Acid River“ schlagartig.

Eigentlich klingt die Musik, die einem hier um die Ohren fegt, als käme sie von einem direkten Nachfolgealbum zu „Ashore The Celestial Burden“. Der Sound hat wieder dieses in Worte nicht zu fassende, unbeschreibliche Etwas, das jeden Dark Millennium – Song auf einer egal wie großen Masse herausstechen lässt. Die Vielschichtigkeit der Gitarren, die progressiven Elemente und vor allem diese gruseligen, schrägen akustischen Gitarren und horrorfilmähnlichen Keyboardelemente, die das Debut so unvergleichlich machten, sind wieder da – und zwar genau so, wie sie sein sollten. Vermutlich hat das damit zu tun, dass die Band das Originalequip von damals ausgebuddelt hat – das Nostalgische tut der Musik unfassbar gut.

Natürlich wirkt auch „Acid River“ beim ersten Durchlauf etwas seltsam, verschroben, sperrig und unzugänglich – aber das tat das Debut – mal abgesehen vom Opener – ebenfalls. Mit jedem einzelnen Durchlauf öffnet sich das Album mehr und mehr und gibt schließlich die Melodien, die Eingängkeit unter all dem verschrobenen Konstrukt frei.

Atmosphärisch ist das Album ein Gesamtkunstwerk. Die sieben Songs sind – fast auf die Sekunde genau – alle sieben Minuten lang, doch keiner davon ist zu lang oder gar langweilig. Insgesamt ist der Mix und der Sound, der oldschoolige Gitarrenklang und die moderne Elektronik, der Gesang und eigentlich jeder noch so kleine Reglerdreh absolut perfektioniert.

Dark Millennium waren 1992 anders – und sie sind es jetzt wieder, aber anders. Die todesmetallische Version der Filme Ghostbusters und Ghostbusters – Afterlife. Das ist modernisierte Nostalgie in ihrer reinsten Form. 30 Jahre nach dem Debut sind Dark Millennium wieder absolute Spitzenklasse im deutschen Death Metal.

 

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