Kategorie: concertrev

FKA twigs und der Ernst des Handwerks

Köln, Bürgerhaus Stollwerck, Freitagabend, kurz nach 22 Uhr. Tahliah Barnett, besser bekannt als FKA twigs, wusste genau Bescheid, was zu tun war. Mehr als eine Stunde lang hatte ein DJ Bühne und Saal warmgespielt; Nebel war reichlich vorhanden und nur wenige Handgriffe vonnöten, der Sängerin das Gedeck zu richten. Zwischen übergroßen, auf Stäben montierten Glühbirnen und umrahmt von einer dreiköpfigen Band legt sie eine Vorstellung hin, die das Erleben ihrer Musik um mindestens eine Dimension erweitert.

Wheatus – Abend der Gegensätze

Auch wenn sich die Liste der ehemaligen Bandmitglieder von Wheatus liest wie die Aufstellung eines Highschool-Footballteams – inklusive der Auschwechselspieler, Cheerleader, Balljungen und dem Hotdog-Verkäufer – befinden sich an diesem Konzertabend grade einmal sechs Musiker auf der kleinen Bühne des Berliner Postbahnhofs. Grade einmal? Wenn man bedenkt, dass die Band zu Gründungszeiten aus lediglich drei Jungs bestand, müsste die jetzige Besetzung doch eigentlich groß erscheinen. Tut sie aber ganz und gar nicht. Grotesk? Schon. Aber irgendwie auch logisch, wenn man berücksichtigt, dass drei der sechs Musiker in erster Linie Luft zu verdrängen scheinen…

Haggard, Sound Storm und Remember Twilight – Ein Hoch auf die Klassik!

Klassischen Metal spielen kann zweierlei Dinge bedeuten. Die Variante abseits von Judas Priest, Maiden und Co. gab es im Substage in Karlsruhe zu hören. Remember Twilight, Sound Storm und Haggard brachten neben dem Rock-Instrumentarium noch allerlei weiterer Saiteninstrumente auf die Bühne und zeigten eine perfekt funktionierende Symbiose.

Saxon – Live und laut in Bremen

Es ist die Nacht vor Halloween, die auch unter dem Namen Devil’s Night bekannt ist. Leichtgläubige Menschen könnten satanische Rituale vermuten, als sich diesen Abend immer mehr überwiegend schwarz gekleidete Gestalten vor dem Bremer Aladin versammeln. Aber nein, das sind natürlich alles nur harmlose Rocker und Schwermetaller, die auf den Einlass in den alten ehrwürdigen Rockclub warten, der heute von zwei Urgesteinen der Szene programmgemäß zerlegt werden soll. Ein hochkarätiges Line-Up ist angekündigt, und so ist die Schar der Fans auch bereits vor der anvisierten Einlasszeit recht groß: Biker, Rocker, Metaller, ganz gleich ob lang- oder kurzhaarig, Männlein oder Weiblein, sie alle wollen heute im Aladin abrocken. Gut Ding will aber Weile haben, denn zunächst verzögert sich die Öffnung der Türen um rund eine halbe Stunde, da der Soundcheck wohl etwas länger als geplant gedauert hat.

The Intersphere – Kons(ch)tanz auf der Bühne

Der Kulturladen ist in der Bodenseemetropole Konstanz DIE Institution, wenn es um Live-Konzerte geht. Der Veranstalter deckt ein breites Feld von Rock über Punk, Blues und ab und an sogar Metal ab. Der Club ist eher überschaubar, dafür aber besonders charmant und war in der Vergangenheit nicht selten auch Seismograph für aktuelle Entwicklungen. Nicht nur Rammstein standen hier vor Jahren vor ihrem großen Durchbruch auf der Bühne, sondern zahllose andere Namen der alternaticen Musikszene Deutschlands. Aber auch internationale Stars wie der kürzlich verstorbene Johnny Winter, Wishbone Ash oder die Metal-Flinkefinger von Dragonforce machen in dem netten kleinen Club halt.

Luca Turilli’s Rhapsody – großes Kino in Berlin

Luca Turillis Rhapsody, Iron Mask und Asylum Pyre waren die drei Bands, die am vergangenen Donnerstag das Berliner Columbia Theater bespielten. Ein Power-Metal Fest der allerfeinsten Sorte wollte das franko-italienische Ensemble herbeizaubern, Rhapsody fuhren als Initiator ihrer cinematischen Europatournee allerhand Bühnentechnik auf – lediglich die Masse der zu beindruckenden Zuschauer fehlte. Wie der Abend im Detail aussah, kannst du unserer >>Facebook-Galerie<< entnehmen.