Schlagwort: Soul

KIRK FLETCHER – Blues, Soul und Funk vom Feinsten

Der amerikanische Blues-Gitarrist Kirk Fletcher hat die zweite Single „Ain’t No Cure For The Downhearted“ von seinem kommenden Album veröffentlicht. Bereits vor einigen Woche erschien die erste Single „No PLace To Go“. Der Kalifornier, der vor drei Jahren in die Schweiz gezogen ist, ist seit rund 20 Jahren aktiv, das neue Album ist Studioalbum Nummer…

Circus Electric

It’s only rock’n’roll, but I like it. Das ist nur die halbe Wahrheit, denn Circus Electric haben sich auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum (Noisolution) zwar mit ganzem Herzen dieser Musik verschrieben, sind aber auch breitbeinig im Blues und Soul zu Hause. Knarziger Bluesrock mit oft eingesetztem, prägnanten Orgelsound bildet die Grundlage für ein geradliniges Debüt, das zum wiederholten Hören einlädt.

Frontmann und Gitarrist Adrian Dehn ist offenbar ein Weltenbummler und hat die zwölf Songs für „Circus Electric“ nicht nur in Berlin, sondern auch in Paris und in den USA in Atlanta und Nashville geschrieben, wobei ihn die Amerikaner Robin Eaton und Steve Diamond unterstützt haben. Herausgekommen sind zwölf launische, kurze Tracks im Drei-Minuten-Bereich, die sich damit auf das Wesentliche konzentrieren und durch die Bank weg Spaß machen. Oskar Pursche am Bass und Schlagzeuger Leonard Vaessen unterstützen ihren Frontmann dabei mit einem oft treibenden Rhythmus. Viel Zeit für Soli oder ausufernde Jam-Parts bleibt bei den relativ kurzen Songs nicht, und da sind wir auch gleich bei dem einzigen wirklichen Kritikpunkt: die Jungs beherrschen ihre Instrumente und haben hörbar viel Spaß am Musikmachen, und darum hätte der eine oder andere Track gerne noch zwei oder drei Minuten länger sein dürfen. Immer, wenn man denkt, hier müsse jetzt ein schönes Soli oder eine groovende bluesige Orgeleskapade folgen, ist der Song schon wieder vorüber.

Dennoch: Songs wie ‚Jailbreaking‘ oder ‚Dying Star‘ bleiben schnell im Ohr hängen und zeigen die hervorragenden Songwriting-Qualitäten von Adrian Dehn. Gleiches gilt auch für den starken Groover ‚Sugar Glider‘ oder das überraschend aus dem Rahmen fallende ‚Where The Wind Blows‘. Langweilig wird es bei Circus Electric zu keiner Zeit.

Circus Electric legen nach einer EP mit diesem Album ein starkes Debüt vor, und man glaubt kaum, dass die Band erst vor einem Jahr gegründet wurde. Wer auf modernen Rock’n’Roll mit Bluestouch à la Rival Sons oder Royal Blood steht, wird hier sehr gut bedient. Und der Erfolg ist nicht ausgeblieben. Immerhin dürfen die Jungs im nächsten Jahr auf der verschobenen Tour als Opener für Deep Purple spielen. Manege frei!

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HUGH DAVISON – Exklusive Single-Premiere des südafrikanischen Psychedelic-Rockers

In Kooperation mit unserem Medienpartner Plug Music Agency in Südafrika haben wir die Freude, euch einmal mehr eine deutschland-exklusive Single zu präsentieren. Hugh Davison ist in der Punkszene von Johannesburg aufgewachsen, interessiert sich aber auch für klassischen Soul, experimentellen Jazz, Noise Rock und Psychedlia. Seine neue Single „Southern Cross“ verweist auf das „Kreuz des Südens“,…

COOGANS BLUFF – Im Cadillac zu den Sternen

Coogans Bluff Oldenburg Konzert Live Musik Konzertfotografie 2020

Musik außerhalb jeder Genreschublade in der gemütlichen Atmosphäre eines ausverkauften Clubs. Tanzende Fans und jeden Mege gute Laune zu Saxophon- und Trompeten-Sounds und funkig-fuzzigen Gitarren. Klingt nach einem tollen Abend? War es auch. Wir haben die Details in unserem Konzertbericht zu Coogans Bluff. Bei der Vielzahl von Stilen, welche Coogans Bluff bedienen, müsste das Publikum…

COOGANS BLUFF – Neues Video kurz vorm Albumrelease

Am 24.02.2020 erscheint „Metronopolis“, das neue Album der Band Coogans Bluff, die mal so in gar keine Schublade passt. Prog, Funk, Blues, Soul, Stoner, Psychedelic und vieles andere verschmelzen hier zu einem tollen Cocktail. Unsere Rezension ist bereits online. Jetzt gibt es einen neuen Videoclip: Eine Tour steht ebenfalls ins Haus: 30.01.2020 – DE Hamburg, Knust31.01.2020…

Metronopolis

Funk, Fusion, Jam, Krautrock, Prog, Soul, Blues, Stoner – noch was vergessen? Was nach einem wirren Eintopf viel zu vieler Köche klingt, wird in den Händen der Spezialisten von Coogans Bluff zu einer elektrisierenden und vor allem stimmigen Melange. Musikalischer Stillstand ist ein Fremdwort, das galt für die Band aus Rostock und Berlin schon immer und trifft natürlich auch auf das neue Album „Metronopolis“ (Noisolution) zu.

Es ist das inzwischen schon siebte Album, auf dem Coogans Bluff erneut zu einer Zeitreise durch die 60er und 70er aufbrechen, mit Vintage- und Retrosounds irgendwo zwischen Captain Beefheart, Colloseum, King Zappa und King Crimson. Der Opener ‚Gadfly‘, den es vorab schon als Videoclip zu sehen und hören gab, gibt die Marschrichtung vor. Treibend mit coolen Bläsern, elegant und gleichzeitig herrlich sperrig und ganz bestimmt in keine Genreschublade passend, präsentieren sich Coogans Bluff auf ihrem neuen Album selbstsicher und eingespielt. So setzt es sich auf allen acht Tracks fort.

Stylische Retro-Sounds vom Mellotron, breite Saxophon- und Posaunen(!)-Einlagen (‚The Turn‘ erinnert teilweise an einen 60er-Jahre-Agentenfilm-Soundtrack), zwischendurch auch mal zarte, fast schon verspielte Pop-Einlagen auf ‚Sincerely Yours‘. „Metronopolis“ ist äußerst abwechslungsreich geworden – selbst für Coogans Bluff-Verhältnisse. Mit diesem zielsicheren Mix dürfte die Truppe garantiert noch jede Menge neue Fans dazugewinnen.

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COOGANS BLUFF – Im Januar kommt das neue Album

Coogans Bluff aus Rostock und Berlin melden sich im Januar mit einem neuen Album zurück. Die Band schafft es mit ihrer elektrisierenden Mischung aus Funk, Jam, Krautrock, Prog, Soul, Blues und Stoner (ja, alles zusammen, das ist ja das Coole!) immer wieder, gekonnt alle Genregrenzen zu umschiffen und sieht musikalischen Stillstand als Fremdwort an. Freuen…

MONOBO SON – Neues Video

Die im Frühjahr absolvierte Tour per Anhalter war für Monobo Son so eindrucksvoll, dass es zum Titeltrack „Wienerin“ ihrer aktuellen Platte „Scheene Wienerin“ (VÖ 26.04.19, Zoundr) nun ein Roadmovie gibt. Darin wurde von Regisseur Felix Pitscheneder festgehalten, was der Band beim Trampen ohne eigenes Tourmobil nach Wien so passiert ist. Die Locations konnten gar nicht…

HODJA – Tourdaten und neues Album

Tiefschwarze amerikanische Musik mit europäischem Esprit. Garage-Blues-Vodoo trifft auf Punkrock, Gospel, Soul und sogar Hiphop. Das sind Hodja. Hodja sind insbesondere live immer wieder eine tolle Erfahrung, nicht zuletzt dank ihres charismatischen Frontmannes Gamiel Stone. Nach dem Re-Release des Debütalbums arbeitet das Trio derzeit am neuen Album. Am 25. Oktober soll „We Are The Here…

Down To The River

Auf einem seiner berühmtesten Alben sang Bruce „The Boss“ Springsteen ‚We’d go down to the river…‘. Ähnlich wie Springsteen haben auch die Väter der auf „Down To The River“ vertretenen Musiker ebenfalls Rockgeschichte geschrieben. Ist die Allman Betts Band darum eine Supergroup? Die Truppe sieht sich selbst als klassische Band mit sieben Migliedern, aber aufgrund der berühmten Abstammung ihrer beiden Gründer könnte man sie fast als Supergroup bezeichnen. 

Devon Allmann ist der Sohn des berühmten Gregg Allman, Duane Betts der Sohn von Dickey Betts, und Bassist Berry Duane Oakley schließlich der Sohn von Berry Oakley. Allmann, Betts und Oakley waren natürlich Gründungsmitglieder der berühmten Allman Brothers Band, einer der Legenden des amerikanischen Southern Rocks, die nachhaltig ein ganzes Genre beeinflusst hat.

Nach Gregg Allmanns Tod im jahrer 2017 (Betts und Oakley sind bereits Anfang der 70er gestorben) brauchte sein Sohn Devon einige Zeit, um sich von dem Verlust zu erholen, aber jetzt startet er mit der Allman Betts Band richtig durch. Bei diesem großen Erbe muss man natürlich zunächst einmal den Vergleich mit der Allman Brothers Band heranziehen, aber schon schnell wird klar, dass hier nicht einfach gecovert wird, sondern dass die Jungs ihr ganz eigenes Ding durchziehen, sicher vom Spirit ihrer Väter inspiriert, aber dennoch unverwechselbar eigenständig: Bluesrock und Americana mit feinen Nuancen, einer jederzeit frischen Note, ehrliche, bodenständige Musik, die immer wieder in fast improvisiert wirkende Jampassagen rutscht, so zum Beispiel im neunminütigen Longtrack ‚Autumn Breeze‘, das ist etwas, auf das sich die Fans bei diesem Album freuen dürfen. Die Musik ist die logische Weiterentwicklung des Erbes ihrer Väter. Allman und Betts bringen die Allman Brothers in das neue Jahrtausend und fügen nebenbei ihren eigenen Spirit und neue Träume der alten Rezeptur hinzu.

Der Titelsong ‚Down To The River‘ ist eine sehr soulige Bluesnummer mit klassischem Flair. Wunderbar auch die intime Piano-Ballade ‚Southern Accent‘. Aber auch die anderen Nummern überzeugen, wie zum Beispiel das groovende ‚Try‘ mit den kernigen Hammond-Parts, die beste Bluesrock-Stimmung verbreitet. Johnny Stachela ergänzt Allman und Betts an den Gitarrren, der Keyboarder John Ginty sorgt unter anderem für die erwähnten Orgelparts und coutryeske Pianolicks. Das Album wurde in den berühmten Muscle Shoals Sound Studios in Alabama aufgenommen, wobei viel Wert auf Vintage-Sounds und analoge, klassische Aufnahmetechnik gelegt wurde. Herausgekommen ist mehr als nur eine Visitenkarte, mit der The Allman Betts Band auf sich aufmerksam macht. „Down To The River“ ist zweifelsohne eins der besten Bluesrock-Alben des Jahres.