Schlagwort: Rock’n’Roll

ROCKING CORPSES – Krieg ist scheiße – „War For Doom“!

Tamperes finest Heavy Rocking Metal is back! Wer Motörhead, Turbonegro oder Danzig zu seinen Faves zählt, sollte sich am 02. Juli das zweite Album der Rocking Corpses zulegen. „Death Blues“ wird zwölf eigenwillige Songs zwischen Heavy Metal, Rock’n’Roll und Psychobilly vereinen. Zugänlich wird uns das Album durch Inverse Records gemacht. Bis dahin dürfen wir uns…

THUNDERMOTHER – Neue Tour und neues Album

Die vier schwedischen Rock-Ladies wollen sich von Corona einfach nicht unterkriegen lassen. Und so geben Thundermother erneut die Verschiebung Ihrer Corona-Tour von April bis Juli 2021 bekannt. Alle Konzerte werden unter Einhaltung der aktuellen Corona-Beschränkungen gespielt, dazu zählen stark begrenzte Kapazität, Abstands- & Hygiene Regeln. Damit setzen Thundermother Ihre “Heat Wave Release Tour“ fort, die…

Learning English Lesson 3: MERSEY BEAT! The Sound of Liverpool

Campino hat jüngst seine Autobiografie („Hope Street“) veröffentlicht. Dabei ist er ziemlich tief in seine eigene halbenglische Familiengeschichte eingetaucht und hat seine Bandkollegen überzeugt. Überzeugt sich nur drei Jahre nach der zweiten Learning English Platte (2017) erneut einem speziellen Thema zu widmen. Diesmal lag es thematisch nahe dass es eine Beatplatte werden musste. Very british. Very Liverpool.

Dass die Platte von Anfang an als Soundtrack und Spaßprojekt gedacht war, und auch von der Band mit einem gewissen Augenzwinkern verstanden werden will beweist schon der Opener.

Shake It, Baby!

Ein kurzes , übertriebenes Räuspern bevor mit „Hippy Hippy Shake“ von The Swinging Blue Jeans eingestiegen wird. Während sich „Slow Down“ der Beatles ziemlich gut eignet um halbwegs im Hosengewand dargeboten zu werden gibt es aber auch ganz gegenteilige Nummern. „Needles And Pins“, im Original von The Searchers, wird ziemlich originalgetreu präsentiert. „Ferry Cross The Mersey“ atmet durch die Gitarrenriffs einen unheimlich melancholischen „From Dusk Till Dawn“-Spirit und man merkt, dass hier eine tiefe emotionale Bindung zu dem Song besteht und es eine Herzensangelegenheit Campinos ist. Es gibt genug rüpelhaft scheppernde Tracks die Tanzbein und Hüfte schwingen lassen als befände man sich im altehrwürdigen Tanzcafe („Shake Sherry“, „Respectable“). Um den – zu der damaligen Zeit – reihenweise in Ohnmacht fallenden Mädels eine Verschnaufpause zu gönnen gibt es mit Songs wie „I Can Tell“ auch einige ruhigere Songs.

Wer halbwegs mit der Musik aus den 60er Jahren – oder auch nur ansatzweise durch den Dirty Dancing Soundtrack sensibilisiert – etwas anfangen kann wird seine Freude an „Learning English Lesson 3: MERSEY BEAT! The Sound of Liverpool“ (JKP) haben. Ein Album das gute Laune versprüht und einen mit lange nicht mehr benutzten Tanzmoves durch die Wohnung tanzen lässt. Gleichzeitig bekommt man in den Linernotes nicht nur den Originalinterpreten sondern auch Informationen zur Geschichte und weiterer Coverversionen von Bruce Springsteen bis hin zu den Ramones serviert. Well Done!

THUNDERMOTHER – Rock ’n‘ Roll im Wohnzimmer

Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown light. Wieder einmal ist Thundermother von den neuen Regelungen betroffen. Whiskey-Soda.de konnte das vorletzte Konzert erleben, bevor die schwedischen Hardrockerinnen ihre Tour ein weiteres Mal unterbrechen müssen. Es ist zurzeit nicht leicht für die Veranstaltungsbranche. Bands, Agenturen und alle Beteiligten müssen sich nahezu täglich neuen Verordnungen unterwerfen. Konzerte…

ELLEFSON – Coveralbum und Hommage an AC/DC

Ellefson, die Band des Megadeth-Gründungsmitglieds und Bassisten sowie Grammygewinners David Ellefson veröffentlicht heute ihre neue Single „Riff Raff“, ihre eigene Interpretation des legendären Tracks von AC/DC. Auf der Single sind neben den Bandmitgliedern David Ellefson, Thom Hazaert und Andy Martongelli Jason McMaster (Dangerous Toys), Dave Lombardo (Ex-Slayer) und Ron „Bumblefoot“ Thal (Ex Guns n‘ Roses)…

THE GEORGIA THUNDERBOLTS – Debut-EP und Video-Premiere

The Georgia Thunderbolts stammen aus Rome, GA, am Fuße der Appalachen. Ihr Stil ist durchdrungen von Southern Rock und Blues Rock. Auf ihrer selbstbetitelten Debüt-EP beschwört das Quintett – TJ Lyle (Vocals, Harp, Piano), Riley Couzzourt (Gitarre), Logan Tolbert (Gitarre), Zach Everett (Bass, Vocals, Keyboard) und Bristol Perry (Schlagzeug) – einen bewährten Geist mit frischem…

Circus Electric

It’s only rock’n’roll, but I like it. Das ist nur die halbe Wahrheit, denn Circus Electric haben sich auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum (Noisolution) zwar mit ganzem Herzen dieser Musik verschrieben, sind aber auch breitbeinig im Blues und Soul zu Hause. Knarziger Bluesrock mit oft eingesetztem, prägnanten Orgelsound bildet die Grundlage für ein geradliniges Debüt, das zum wiederholten Hören einlädt.

Frontmann und Gitarrist Adrian Dehn ist offenbar ein Weltenbummler und hat die zwölf Songs für „Circus Electric“ nicht nur in Berlin, sondern auch in Paris und in den USA in Atlanta und Nashville geschrieben, wobei ihn die Amerikaner Robin Eaton und Steve Diamond unterstützt haben. Herausgekommen sind zwölf launische, kurze Tracks im Drei-Minuten-Bereich, die sich damit auf das Wesentliche konzentrieren und durch die Bank weg Spaß machen. Oskar Pursche am Bass und Schlagzeuger Leonard Vaessen unterstützen ihren Frontmann dabei mit einem oft treibenden Rhythmus. Viel Zeit für Soli oder ausufernde Jam-Parts bleibt bei den relativ kurzen Songs nicht, und da sind wir auch gleich bei dem einzigen wirklichen Kritikpunkt: die Jungs beherrschen ihre Instrumente und haben hörbar viel Spaß am Musikmachen, und darum hätte der eine oder andere Track gerne noch zwei oder drei Minuten länger sein dürfen. Immer, wenn man denkt, hier müsse jetzt ein schönes Soli oder eine groovende bluesige Orgeleskapade folgen, ist der Song schon wieder vorüber.

Dennoch: Songs wie ‚Jailbreaking‘ oder ‚Dying Star‘ bleiben schnell im Ohr hängen und zeigen die hervorragenden Songwriting-Qualitäten von Adrian Dehn. Gleiches gilt auch für den starken Groover ‚Sugar Glider‘ oder das überraschend aus dem Rahmen fallende ‚Where The Wind Blows‘. Langweilig wird es bei Circus Electric zu keiner Zeit.

Circus Electric legen nach einer EP mit diesem Album ein starkes Debüt vor, und man glaubt kaum, dass die Band erst vor einem Jahr gegründet wurde. Wer auf modernen Rock’n’Roll mit Bluestouch à la Rival Sons oder Royal Blood steht, wird hier sehr gut bedient. Und der Erfolg ist nicht ausgeblieben. Immerhin dürfen die Jungs im nächsten Jahr auf der verschobenen Tour als Opener für Deep Purple spielen. Manege frei!

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Club Dorothee

Jemand mit Entzugserscheinungen wegen fehlender Konzerte irgendwo? Dem oder der es nervös in den Beinen, ach was, im ganzen Körper zuckt, wenn irgendwo ein Gitarrenriff ertönt? Voller Sehnsucht auf das erste Live-Event nach der Quarantäne? Diese Platte wird euch sehr wahrscheinlich den Rest geben.

Denn Blackup pflegen auf „Club Dorothee“ (Flight13 Records / Rookie Records) einen so ursprünglichen Sound, als stünden sie gleich um die Ecke auf der Bühne – Rock’n’Roll so schnörkellos, wie er zu sein hat und am besten live zu konsumieren ist. Das ist ganz eigentlich auch die Mission der Band aus Gent/Belgien. Kaum eine Bühne ist vor ihr sicher, und das schon seit einem vollen Jahrzehnt. Gemeinsame Touren mit den Hot Snakes, Rocket From The Crypt, Metz oder Black Mountain sprechen für sich. Nicht zu vergessen The Jon Spencer Blues Explosion, deren Frontmann auch stimmlich zum Album-Opener „Panther’s Kiss“ beiträgt.

Die zwölf Songs des Albums wirken, als seien sie in einem Durchlauf entstanden: Idee gehabt, aufgeschrieben, eingespielt, rausgehauen. Kaum zu glauben also, dass „Club Dorothee“ im Bandkatalog erst Album Nummer zwei seit dem Debüt im Jahre 2011 ist. Blackup haben ganz offensichtlich keine Ambitionen, ein Publikum künstlich zu bedienen oder auch gewollt innovativ zu sein. Dafür liefern sie dank ihrer Live-Erfahrung eine verlässlich gute Kante ab und wissen zudem, wo auch mal eine catchy Melodie zu platzieren ist. Auf Produzenten-Kosmetik wird getrost verzichtet; auf einen wirkungsvollen Garagen-Sound und ordentlich Druck dagegen Wert gelegt. Bald, ganz bald werden selbige auch wieder live und in Reinform zu erleben sein.

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Peace, Love & Harmony

Wer strebt nicht nach Frieden, Liebe und Harmonie? High South haben ihr drittes Album zumindest so benannt. „Peace, Love & Harmony“ (Cargo Records) des Trios aus der US-amerikanischen Musikerhochburg Nashville bietet beste Unterhaltung für Freunde von Westcoast-Rock, Americana, Country und einer Prise Rock’n’Roll.

Schon das sonnendurchflutete Coverbild macht klar, wohin die Reise geht. Die Freiheit ruft, Sonne und Abenteuer winken für alle Freunde von Bands wie The Eagles, The Byrds oder Crosby, Stills, Nash & Young. High South transportieren das optimistische Gefühl und den Spirit der 70er-Jahre in die heutige Zeit. Jamey Garner, Kevin Campos und Phoenix Mendoza werden dabei durch Gastmusiker von Bands wie Tom Petty & The Heartbreakers, den Doobie Brothers, den Allmann Brothers und The Mavericks unterstützt. Deren Einflüsse hört man schon gleich im eröffnenden Titelsong. Akustische Gitarren, Mundharmonika und mehrstimmiger Gesang lassen Tom Petty auf die Eagles treffen.

Die schon vorab als Single und Videoclip veröffentlichte Nummer ‚Make It Better‘ setzt ein optimistisches Zeichen und versprüht gute Vibes. Auch hier sorgen die Harmonika und schön ausgearbeitete Gesangslinien für Stimmmung. Die ersten beiden Songs grooven extrem und legen die Richtung für ein gutes Album vor. High South lassen sich nicht lumpen und spendieren „Peace, Love & Harmony“ ganze 15 Songs, die es insgesamt auf rund 54 Minuten Laufzeit bringen. Viele überzeugen mit Atmosphäre, Groove und Eingängigkeit, ein paar fallen aber auch etwas ab. Gerade in der zweite Albumhälfte wirkt einiges repetiv und austauschbar. Dennoch: Westcoast-Vibes, Country-Attitüde, lässiger Poprock und eine excellente Produktion verschmelzen zu einem launigen Sommeralbum und setzen immer wieder Akzente, die im Gedächtnis bleiben.

„Peace, Love & Harmony“: High South geben uns, was wir alle in diesen stürmischen Zeiten gut gebrauchen können.

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