Schlagwort: Psychedelic Rock

RUFF MAJIK – Stoner Rocker bei neuem Heavy Rock Label Mongrel Records

Das südafrikanische Indie Label Just Music hat ein neues Sublabel für harte Rockmusik gegründet. Mongrel Records hate es sich zur Mission gemacht, die blühende Metal- und Rockszene in Südafrika abzubilden. Man darf also auch von uns in Zukunft mehr Hartwurstmucke vom Kap der Guten Hoffnung erwarten. Als erstes Signing wurden die Psychedelic Stoner Rocker Ruff…

COOGANS BLUFF – Exklusive Vinyl EP

Coogans Bluff mit ihrer elektrisierenden Mischung aus Stoner-Rock, Psychedelic, Funk, Prog, Jazz, Fusion und Blues haben wir euch bereits mehrfach vorgestellt, sowohl im Live Review als auch in unserer Rezension zum aktuellen Album „Metronopolis“. Für alle Fans gibt es jetzt einen Nachschlag: Die dritte Seite (!)  von „Metronopolis“ erscheint als limitierte „Record Store Day 12…

Slave To Sound

Sie werden als „bestes Bluesrock-Trio aus Detroit“ bezeichnet, das bei keinem Label unter Vertrag steht. Sänger und Gitarrist Danny Muggs, Bassist Tony Muggs und Todd Glass am Schlagzeug legen ihr fünftes Studioalbum vor, das bezeichnenderweise „Slave To Sound: Volume 5“ (Eigenvertrieb Muggs Music) heißt und bei uns als Import zum Beispiel über Just For Kicks erhältlich ist.

Wer klassischen Blues-und Hardrock à la Led Zeppelin mag, auf Retro-Vibes mit leicht psychedelischem Unterbau steht, der dürfte mit The Muggs schnell glücklich werden. Ohne viel Drumherum kommen sie sofort auf den Punkt und liefern bodenständigen, leicht orgelnden Bluesrock ab, wie man ihn zwar schon oft gehört, aber doch immer wieder gerne hat. Der eröffnende Titelsong groovt sich ins Ohr, die unglaublich starke Nummer ‚Gator‘ legt die Messlatte noch einmal höher, und auch ruhigere Stücke wie der ‚Occupied Blues‘ überzeugen. Schön auch die Spielereien im Stereofeld bei ‚Eye To Eye‘, unbedingt mal mit Kopfhörer genießen!

Absolut ungewöhnlich ist  dann der Longtrack ‚The Boogens‘. Deshalb ein Longtrack, weil er mit einer Art Hörspiel eingeleitet wird. Im Stil der alten Science-Fiction- und Horror-Radiodramen der 50er Jahre wird hier eine kleine Geschichte zweier Camper erzählt, die im Wald eine unheimliche Begegnung erleben. Also reines Song-Intro sind diese fünf Minuten etwas lang geraten, aber als Hommage und Goodie für alle Horrorfans da draußen durchaus unterhaltsam. Am Ende des Albums gibt es den Song dann auch noch mal in einem alternativen Mix ohne Intro.

Zwei Coversongs haben sich ebenfalls eingeschlichen: Walter Egans ‚Magnet And Steel‘ und ‚Son And Daughter‘, im Original vom Queen-Gitarristen Brian May. Beide sind nett, aber im Grunde unnötig, da sie wenig Neues bieten. Dennoch: „Slave To Sound“ ist ein rudes, schönes Ding geworden, mit dem man viel Spaß hat.

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BLUES PILLS – Coverartwork des neuen Albums enthüllt

Am 19. Juni erscheint das dritte Album der  schwedischen Bluesrocker Blues Pills (wir berichteten). „Holy Moly!“ wird die Platte heißen, die in den eigenen analogen Studios der Schweden in Närke geschrieben, aufgenommen und produziert wurde. Die Band erklärte, dass die songs aus einer sehr dunklen Zeit stammen mit viel Verlust, Zorn und Angst. Das Album,…

BLUES PILLS – Neues Album im Juni

Nach zwei überaus erfolgreichen Alben und vielen Club- und Festivalauftritten braucht man die Blues Pills eigentlich gar nicht mehr vorzustellen. Die international besetzte Band um die schwedische Frontfrau Elin Larsson meldet sich jetzt nicht nur mit einem neuen Song / Videoclip zurück, sondern hat für den 19. Juni 2020 auch ihr drittes Studioalbum angekündigt, das…

Astral Visions

Der griechische Gitarrist Stavros Papadopoulos ist ein vielbeschäftigter Mann. Neben seinen Bands Freerock Saints, Super Vintage und Hard Driver ist er auch gemeinsam mit seinen Kollegen Jim Petridis (Bass) und Drummer Chris Lagios unter dem Namen Universal Hippies aktiv. Die Band veröffentlicht jetzt das dritte Album.

„Astral Visions“ (Grooveyard Records) macht dabei nahtlos dort weiter, wo der Vorgänger „Mother Nature Blues“ aufgehört hat: rein instrumentaler Bluesrock, leicht psychedelische Jam-Passagen und knackige Gitarrensoli, bei denen Groove und Feeling im Vordergrund stehen. Das alles wird mit ein paar sphärischen Science-Fiction-Klängen aufgepeppt und mit Songtiteln wie ‚Starchild Galaxy‘ oder ‚Transcending Reality‘ versehen, die oft irgendwie an den Filmklassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ erinnern. Musikalisch wird hier jedoch leider nie ganz die Genialität des Kubrick-Films erreicht. Wenn Musik auf Gesang und damit textlichen Inhalt verzichtet, muss sie dramaturgisch und abwechslungsreich sein, um auf Dauer überzeugen zu können. Zwar schaffen die Griechen auf „Astral Visions“ durchaus ein paar spannende Momente, insbesondere immer dann, wenn es wie im Finale auch mal etwas härter zur Sache geht, aber leider ähneln sich viele Tracks doch sehr. Etwas Abwechslung bei Songstrukturen und Riffaufbau hätte dem Album gutgetan.

Erwartungsgemäß liegt der Schwerpunkt auf der Gitarre mit verschiedenen Effekten, hin und wieder wird der Sechssaiter kurzzeitig auch mal akustisch gespielt, was schöne Akzente setzt. Leider bleiben der Bass und das Schlagzeug überwiegend unaufdringlich im Hintergrund. Hier hätte man sich etwas mehr Differenzierung und Ausdruck gewünscht. Wer es  mal etwas schlichter mag, nicht immer komplexe und verschachtelte Songs braucht, sondern sich auf gutem Niveau berieseln lassen möchte, der wird mit dem neuen Werk der Universal Hippies seine Freude haben. Erhältlich ist die Scheibe beim Importspezialisten Just For Kicks Music.

 

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Grooveyard Records

In Cauda Veneum

Mikael Åkerfeldt hat es wieder getan. Er hat sämtlichen Hatern, die ihm immer noch seine Abkehr vom Metal nachtragen, einen dicken Mittelfinger gezeigt. Der bekennende Seventies-Music-Nerd macht weiterhin das, worauf ER Bock hat. Und das ist im Falle des vorliegenden, dreizehnten Opeth-Albums „In Cauda Veneum“ (Moderbolaget / Nuclear Blast) eine Menge. Wie immer man darüber denken und ob der psychedelische Prog-Rock gefällt, für den Opeth seit „Heritage“ (2011) stehen: Das muss man zunächst einmal würdigen. Der Mann und seine Mitmusiker sind progressiv im originären Sinne. Kommerzielle Trends scheren ihn nicht, zumal das letzte Album „Sorceress“ (2016) erstmals in der Bandgeschichte Platz 1 der deutschen Albumcharts erreichte. Was zählt, ist die eigene, künstlerische Entfaltung auf dem Hintergrund des eigenen Geschmacks – und nicht dem des „Marktes“. Und der ist nun mal von den Prog- und Psychedelic-Bands der 70er geprägt. Und über Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten.

Die Besonderheit von „In Cauda Veneum“ (lat. „Das Gift sitzt im Stachel“, Metapher für Dinge, die sich zum Ende hin drastisch zuspitzen) ist zunächst vor allem, dass die Band das Album sowohl in Schwedisch und Englisch veröffentlicht. Auch hier ist für Åkerfeldt der zusätzliche Aufwand zweitrangig. Sicherlich ist es für einen Künstler einfacher und emotional authentisch, in seiner Muttersprache Texte zu verfassen. Wer feinfühlig ist, kann das in der ansonsten identischen, schwedischen Version von „In Cauda Veneum“ auch hören.  Der Gesang klingt wärmer, harmonischer, stimmiger.

Stilistisch gehen Opeth den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Waren bereits die letzten Alben Liebhaber-Stücke in puncto Seventies-Prog-Rock, legen die Herren hier nochmals eine Schippe drauf. Es gibt Anklänge von Krautrock, obskures Soundtrack-Feeling, Chöre und Streicher, Spoken-Word-Passagen, Akustikgitarren, Folk- und Jazzelemente. Vor allem letztere sind dazu angetan, den Gedulds-Horizont des letzten Fans aus alten Death-Metal-Tagen zu übersteigen und ihn endgültig zu vergraulen. Musikalisch-technisch ist das alles astrein und mit Liebe zum Detail von jedem Bandmitglied auf höchstem Niveau umgesetzt. Was Stimmungen und Harmonie betrifft, ist das neue Album mit Sicherheit das Vielseitigste im 30-jährigen Opus der Schweden. Nicht mehr nur Wut und Melancholie bringt Herr Åkerfeldt zum Ausdruck, sondern erstmals so deutlich auch politische Anklänge in den Texten. Überhaupt hat sich der Frontmann der Skandinavier was den Gesang betrifft, nochmals deutlich weiterentwickelt. Inzwischen beherrscht er die Stimme als Instrument definitiv besser als die Gitarre.

Dennoch, bei allem objektiven Lob, bei musikalischer Vielseitigkeit und unbestrittener Klasse.  „Watershed“ mündete in sprachlose Ehrfurcht und schauernde Gänsehaut. „In Causa Veneum“ fordert heraus, die eigene Komfort-Zone zu verlassen, ringt jede Menge Respekt und Anerkennung ab. Und eine ordentliche Portion sehnsüchtige Nostalgie in die mittlere Schaffensperiode der Band, als der Progressive Rock nur die zweite Geige spielte.

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Nuclear Blast (Label)

Bring On The Music – Live At The Capitol Theatre

„Bring On The Music!“ könnte man viele Live-Alben nennen. Immer her damit! In diesem Fall sprechen wir von Gov’t Mule, den amerikanischen Maultierfreunden um Warren Haynes. Der seit langem mit der Band verbundene Fotograf und Filmemacher Danny Clinch hat einen Konzertfilm geschaffen, der eindrucksvolle Liveaufnahmen aus dem Capitol Theater in Port Chester im US Bundesstaat New York zeigt.

Zum 25-jährigem Bandjubiläum haben sich Gov’t Mule nicht lumpen lassen und ein schickes Live-Paket für die Fans geschnürt. „Bring On The Music – Live At The Capitol Theatre“ stellt sich in die Reihe von zehn Studio-Releases und einer schier unüberschaubaren Zahl offizieller und semioffizieller Live-Mitschnitte.

Gov’t Mule sind seit einem Vierteljahrhundert der Fels in der Brandung des klassischen Southern Rocks. Frontmann Warren Haynes und seine immer mal wechselnden Weggefährten stehen immer noch für eine wunderbare Mischung aus kernigen Riffs, feiner Soli und ganz besonders überbordender Spielfreude. Selbst bei ein- und derselben Tour gleicht kaum ein Mule-Konzert dem anderen. Und das gilt auch für die jetzt veröffentlichten Live-Aufnahmen. „Bring On The Music – Live At The Capitol Theatre“ ist ein Mitschnitt zweier Gigs mit stark voneinander abweichenden Setlists. Genauso abwechslungsreich wie das musikalische Schaffen der Band ist auch die Vielzahl der verfügbaren Ausgaben des Livealbums: 2-CDs, Deluxe 2-CD/2-DVD-Set mit unterschiedlichen Tracks für beide Formate, zwei verschiedene LP-Ausgaben und eine Blu-Ray sind verfügbar. Auch hier unterscheiden sich die Setlists beispielsweise zwischen den DVDs und CDs.

Uns lag die Doppel-DVD zur Rezension vor, die am 19. Juli und damit ein paar Wochen später als die schon veröffentlichten Nur-Audio-Versionen erscheint. Nach einem leicht psychedelischen, hektisch geschnittenen Intro beginnt einige Minuten später das eigentliche Konzert. Der Filmemacher schafft dabei ein intimes Portrait der Band mit vielen Nahaufnahmen, ohne das Publikum und die Live-Atmosphäre zu vernachlässigen. Große Maultier-Dekorationen auf der Bühne, viel buntes Licht und psychedelische Projektionen an den Theaterwänden sorgen für die richtige Stimmung beim folgenden Konzert. Classic- und Bluesrock mit jaulender Hammond-Orgel, knarzigen Gitarren und den typischen griffigen Vocals des Frontmannes – Gov’t Mule, wie sie sein sollen und zum Glück auch nach 25 Jahren immer noch sind. ‚Traveling Tune‘, ‚Beautifully Broken‘, ‚The Man Man I Want To Be‘ – Groove ohne Ende, eingestreute Jamsesion-ähnliche Improvisationen, tightes Zusammenspiel. Oder man streut mal ein kleines Police-Cover mit ‚Message In A Bottle‘ ein. Das alles wird nah und direkt gefilmt in guter, wenn auch nicht üebrragender Bild- und Tonqualität. Zwischen mehreren Songs gibt es immer wieder kleine Einschnitte mit eingeblendeten alten Fotos aus 25 Jahren Mule und einem gefilmten Interview mit Warren Haynes.

Auf der zweiten Disc wird es zunächst noch etwas bluesig-psychedelischer mit langen Jam-Einlagen und jazzigen Parts, wenn Keyboarder Danny Louis auch mal zur Posaune (!) greift. Erfreulich ist hier, dass insbesondere bei den langen Soli kein Schnittfeuerwerk von der Musik ablenkt, sondern die Kamera auch mal ausgesprochen lange nur auf die Gitarre hält und die Künstler in Aktion zeigt.

Im Bonusmaterial gibt es noch eine sehr intime Aufnahme von Warren Haynes mit ‚Travelin Tune‘ – Gänsehaut ist hier garantiert – sowie einen Clip im leeren Theater, der die Proben zum Song ‚Soulshine‘ zeigt. Insgesamt laufen beide DVDs über drei Stunden. Viel mehr Live-Mule geht eigentlich nicht.

HOLY ROLLER BABY – 70er Gitarrenrock aus Texas

Wer auf 70er-Jahre-Gitarrenrock steht, der gern auch mal rauh, düster, aber immer melodisch sein soll, für den dürften Holy Roller Baby ein Tipp sein. Gegründet 2017 in Austin, Texas, haben die Bandmitglieder gemeinsam über 300 Shows gespielt.  Angeführt von Songwriter Jared Mullins und mit zwei Lead-Gitarristen wurde der Vierer eingeladen, ihr Debütalbum in den Courtyard…

THE WEIGHT – Schmutziger Riffs im Video

Harte, schmutzige Gitarrenriffs, knackige Bässe und starke, ausdrucksvolle Vocals. The Weight spielen psychedelischen Rock mit einer ganz besonderen Note. Die Jungs haben mit ‚Operator‘ die erste erste Singleauskoppelung ihres im Frühjahr 2020 erscheinenden Studioalbums veröffentlicht. Unwiderstehlicher Drumgroove und eine sehr prominent platzierten Cowbell treffen auf rollende, an Spätsiebziger erinnernde Basslinien. Und erinnert die Attitüde von Sänger Jussel auch…