Schlagwort: Bay Area Thrash Metal

ROCK HARD FESTIVAL – Blind Guardian als Samstagabend-Headliner bestätigt + Running Order (Update)

Rock Hard Festival

Das Pfingst-Festival (03. bis 05. Juni) der Kollegen vom Rock Hard nimmt immer mehr Gestalt an. Jetzt konnten die Geschichtenerzähler Blind Guardian als Headliner gewonnen werden. Dafür sind aber augenscheinlich die Prog Metaller Psychotic Waltz raus und Razor gegen die dänischen Thrasher Artillery getauscht worden. Inzwischen steht auch die Running Order für die drei Festivaltage…

HEADBANGERS OPEN AIR – Nächster Versuch 2022 + SACRED REICH (UPDATE)

Headbangers Open Air 2017 Image

Nach dem „sicheren“ Headbangers Open Air ohne Camping im letzten Jahr schicken sich die HOA-Macher an, Deutschlands größte Gartenparty für dieses Jahr safe zu machen. Wie immer wird es am letzten Wochenende im Juli, nämlich vom 28. bis zum 30., stattfinden. Ein Großteil der Bands, die bereits für 2020 ihre Zusage erteilt hatten, halten ihr…

THRASH-LIVE-BRETT mit VIO-LENCE, VOIVOD, EXCITER und ARTILLERY im November

Die ersten Konzerte haben stattgefunden, auch wenn alles nach wie vor ein wenig unsicher erscheint. Aber weil wir was Live-Musik angeht, genauso ausgehungert sind wie ihr, wollen wir euch auf einen kommenden Leckerbissen im Herbst hinweisen. Unter dem Label des MTV Headbanger’s Ball steht im November und Dezember ein Fest für alle Freunde von unverfälschtem…

EXODUS – Legendäre Thrasher mit neuem Song und Albumankündigung

Exodus haben einen neuen Track vorgestellt. Bei „The Beatings will Continue“ handelt es sich um die erste Single ihres für den 11. November 2021 angekündigten neuen Studialbums. Dieses wird den klangvollen Namen „Persona Non Grata“ tragen und ihr elfter Longplayer sein. Zwölf Lieder werden die legendären amerikanischen Thrasher drauf präsentieren. Tracklist von „Persona Non Grata“:…

SUMMER BREEZE – Bands der „Nuclear Blast Label Night“ bekanntgegeben

Fast schon traditionell findet am Mittwoch des Summer-Breeze-Festivals die „Nuclear Blast Label Night“ statt. Für die Ausgabe des Jahres 2021 haben das Summer Breeze und Nuclear Blast nun fünf Bands bekanntgegeben, die die Herzen eines jeden Metallers höherschlagen lassen. Mit Testament und Exodus sind zwei wahre Thrash-Legenden dabei. Ergänzt werden diese durch Paradise Lost, Benediction…

Empire Of the Blind

Zu einer Kultband gereicht es dadurch, dass sie sich nicht an irgendwelchen kurzlebigen Trends orientiert oder das macht, was die Plattenfirma von einem will. Heathen haben in ihrer 36jährigen Bandgeschichte vier Alben veröffentlicht, „Empire Of the Blind“ (Nuclear Blast) mit eingerechnet. Mit ihrem Debüt „Breaking the Silence“ haben sie einen echten Klassiker des Bay Area Thrash Metals geschaffen. Wer geht nicht voller Ehrfurcht in die Knie, wenn er ,Death By Hanging“ hört. Das 91er-Album „Victims of Deception“ ist der bemühte Versuch, Songs wie Metallica zu dieser Zeit zu schreiben, wohingegen das 2010er-Album „The Evolution of Chaos“ ein Bilderbuchbeispiel für melodischen Thrash Metal ist, auch wenn der lyrische Pathos manchmal viel zu dick aufgetragen wirkt. Zehn Jahre später hat Lee Altus nach der Auszeit von Exodus Zeit für seine eigene Band gefunden.

Nach einem aufputschenden Intro gehen Heathen sogleich in die Vollen. ,The Blight‘ hört sich dabei wie ein lupenreiner Exodus-Thrasher an, dem zwar die Hektik der Kollegen aberzogen wurde, aber eindeutig Exodus-Trademarks offeriert. Allein die Vocals von David White retten den Song, ein reines Plagiat zu sein. Auch der Drum-Sound klingt künstlich und somit gänzlich unsympathisch. Der nachfolgende Titelsong klingt schon eher nach den Heathen, die einer erwartet. Der Midtempo-Song wird durch den dramatischen Gesang getragen, aber so richtig funkt es immer noch nicht. Die dominanten Gitarren lassen kaum Raum, dass sich der Song komplett entfalten kann. Und immer wieder dringen Gedanken an die Bruder-Band an die Oberfläche durch. Als nächstes scheitert auch der Stampfer ,Dead and Gone‘ an den vorgenannten Problemen. Schade, denn grundsätzlich hat das Stück viel des alten Flairs der Band.

Leider schaffen es Heathen nicht, sich frei zu schwimmen, auch wenn ,Sun In My Hand‘ ein moderner, schwerfälliger Headbanger ist, der durchaus zu gefallen weiß. Mit ,Blood To Be Let‘ steht eine Uptempo-Nummer an, die zugleich der beste Song auf dem Album ist. Inzwischen beginnt das massive Stakkato-Gehacke der Gitarreros Lee Altus und Kragen Lum mehr und mehr zu nerven. Wie ein Versuch, Pantera-Riffs mit zwei Gitarren zu spielen, kommt es einem vor und ist zugleich zum Scheitern verurteilt. Spätestens beim ruhigen ,Shrine Of Apathy‘ steht fest, der vierte Opus scheitert am unausgeglichenen, gewollt rauen Sound, der seinen synthetischen, aufgesetzten Touch nicht in den Griff bekommt.

Trotz guter Kompositionen erleidet „Empire Of the Blind“ hochgradig Schiffbruch aufgrund des unpersönlichen und charakterlosen Klangs der gesamten Produktion. Heathen können über die gesamte Strecke von 48 Minuten ihre Trümpfe nicht zielgerecht ausspielen. David Whites eigenständige und melodiöse Stimme durchdringt den Lärm der Gitarren zu selten, um Akzente zu setzen. Wohingegen das Gitarren-Duo sägt, aber nicht harmoniert. Daher wirkt Album Nummer 4 wie zusammengeschustert, nicht aus einem Guss. Die Pflicht, unbedingt ein Album zu veröffentlichen, siegt deutlich über die Kür, ein weiteres Kultlalbum voller mitreißender Emotionen, Heathen-typischen Melodien und Harmonien und, ganz simpel ausgedrückt, guter, kompakter Songs, zu schaffen.

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VIO-LENCE – Dead-Kennedys-Cover als erste Single seit 26 Jahren

Bereits vor einiger Zeit haben sich die Thrash-Metaller von Vio-lence wiedervereint. Nun haben sie das erste Mal seit 1994 neue Musik veröffentlicht – eine Demo-Sammlung von 2003 ausgenommen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen eigenen neuen Song, sondern um ein Lied, dass sie schon sehr lange live spielen: „California Über Alles“ von den…

HEATHEN – Viertes Album in 36 Jahren

Heathen 2020

Die Bay Area Melodic Thrasher Heathen haben tatsächlich ein neues Album am Start. Elf Jahre nach dem überzeugenden Album „The Evolution of Chaos“ haben die Ur-Mitglieder Lee Altus und David White zwölf neue Songs geschrieben und auf „Empire Of the Blind“ verewigt, das am 18. September auf Nuclear Blast erscheinen wird. Den ersten Vorgeschmack auf…

ROCK HARD FESTIVAL 2021 – Aus dem Billing 2020 wird das von 2021

Rock Hard Festival Image Amphitheater

Die werten Kollegen vom Rock Hard haben das Billing ihres diesjährigen, abgesagten Festivals nahezu komplett ins nächste Jahr hinüber gerettet. Zwar sind zwei Ausfälle zu erzeichnen, trotzdem werden die Teutonen-Metaller Accept und die legendären Blue Öyster Cult das Wochenende vom 21. bis zum 23. April 2021 im Amphitheater zu Gelsenkirchen headlinen. Neben den bereits gesetzten…

Titans of Creation

Irgendwo da draußen muss es eine Art Thrash-Metal-Jungbrunnen geben. Es ist schon erstaunlich mit welcher Konstanz ausgerechnet die alten Hasen wie Testament, Kreator oder Destruction in diesem Jahrtausend in regelmäßigen Abständen hervorragende Alben veröffentlichen. So langsam stellt sich jedoch die Frage, wer als erstes wohl das Niveau nicht mehr halten kann. Um die Antwort schon einmal vorwegzunehmen: Testament sind mit „Titans of Creation“ (Nuclear Blast) nicht diejenigen, die nachlassen.

Denn das Quartett galoppiert mit den ersten drei Songs gleich im bandtypischen Thrash Metal los. Dem geneigten Testament-Fan dürfte dabei wohlig warm ums Herz werden. Der Opener „Children Of The Next Level“ samt folgendem „WWIII“ lassen sofort Erinnerungen an Band-Klassiker wie „Practice What You Preach“ aufkommen.

Es gibt aber auch die eher melodischen und ruhigen Momente. Zwar ist auf „Titans of Creation“ keine Ballade im Stil der legendären „The Ballad“ vorhanden, aber „City of Angels“ kommt doch mit gedrosseltem Tempo daher. Dazu ist in einem Lied wie „Dream Deceiver“ der Refrain selbst für Testament-Verhältnisse äußerst eingängig komponiert. Trotz dieser für Thrash-Metaller vielleicht ungewohnten Melodien ist den beiden Songs allerdings eines gemeinsam: Die musikalische Qualität wird keineswegs gemindert.

Neben dieser instrumentalen Klasse muss die Leistung von Sänger Chuck Billy betont werden. Trotz seiner mittlerweile 58 Jahre intoniert er so gut und abwechslungsreich wie schon lange nicht mehr. In „Night Of The Witch“ und „Curse Of Osiris“ wird er dabei von Gitarrist Eric Peterson unterstützt. Dieser liefert vorzügliche Growls ab, die eine unbehagliche Atmosphäre entstehen lassen. Die Growls sind der kleine, aber entscheidende Tick an Innovation, den Testament mit in ihr neuestes Werk einbringen. Auch deswegen gehören die beiden Lieder zu den absoluten Highlights und halten die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Denn wer darauf gewartet hat, dass Testament gegen Ende des Albums müde werden, sollte sich nur einmal „Code Of Hammurabi“ anhören. Ein Track wie ein Brett, der vom Songaufbau und der Gitarrenarbeit höchste musikalische Ansprüche erfüllt.

Dennoch könnte man Testament vorhalten, dass sie auf ihrem elften Studioalbum nicht viel Neues zu bieten haben. Möglicherweise ist dies darauf zurückzuführen, dass sie es in derselben Bandbesetzung wie den Vorgänger „Brotherhood of Snake“ aufgenommen haben. Das besitzt in der Bandgeschichte Seltenheitswert. Wieder mit dabei ist übrigens auch Produzent Juan Urteaga.

Die fehlende Veränderung ist allerdings genau das, was „Titans of Creation“ ausmacht. Testament besinnen sich auf ihre Stärken und spielen diese auf einem so hohen Niveau aus, dass keine Fragen offent bleiben und ein äußerst gelungener Longplayer entstanden ist.

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