Schlagwort: Punkrock

Descendents – Comeback Kids

Die legendäre Punkrock-Band aus Kalifornien ist wieder am Start! Ende Juli veröffentlichten die Descendents nach zwölfjähriger Abstinenz eine neue Platte. Während sie durch Europa tourten, nahm sich Sänger Milo die Zeit, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Hypercaffium Spazzinate

2016 scheint das Jahr der Rückkehr der Punk-Rock-Legenden zu sein. Anfang Juli hatten die Adolescents bereits ihr neues Album ‚Manifest Density‘ veröffentlicht und nun folgt mit den Descendents eine weitere große Punk-Band der Achtziger, die es noch einmal wissen wollen. Der Titel des neuen Machwerks, dass zwölf Jahre nach ‚Cool To Be You‘ erscheint, ist allerdings geradezu prädestiniert für eine falsche Aussprache: Hypercaffein…, Hypercoffin…, Hypercalcium…, ‚Hypercaffium Spazzinate‘. Wer ist bloß auf diese Idee gekommen?

Trotz des etwas eigenwilligen Namens, bleiben sich die Descendents inhaltlich treu und liefern geradlinigen Punkrock der alten Schule, der dort anfängt, wo der Vorgänger von 2004 aufhörte. Auch das Cover-Design sorgt mit der guten alten Milo-Karikatur für Wiedererkennungswert. Wie bei vielen Bands, die sich immer wieder auf eine einmal erfolgreich angewandte Formel zurückbesinnen, wie beispielswiese Bad Religion oder Sick Of It All, reicht das Spektrum auf ‚Hypercaffium Spazzinate‘ von Evergreen bis Durchschnittskost. Einige Songs bleiben auf ewig im Ohr hängen, bei anderen wiederum weiß man auch nach dem fünfzigsten Mal hören nicht wie der Titel lautet. Auch wenn es jetzt so klingen mag, die neue LP ist in keinster Weise ein Reinfall!

Dafür sorgen alleine schon Lieder wie ‚Victim Of Me‘, das man bereits vorab probehören konnte und das geradezu als Musterbeispiel für einen perfekten Punkrock-Song herhalten kann. Schnell, eingängig, auf den Punkt und mit einer klaren Message: überwinde dich selbst, um frei zu sein. Ohne Weiteres der beste Song auf ‚Hypercaffium Spazzinate‘. Und geht es nur mir so oder klingt Milo Aukerman hier verdächtig nach Greg Graffin!? Dann wiederum gibt es Lieder wie ‚Human Being‘ oder ‚We Got Defeat‘, die einfach nur ‚okay‘ sind. Im positiven wie im negativen. Aber bei insgesamt sechzehn Tracks kann halt nicht jeder Song ein Hit sein. Dafür gibt es allerdings auch keinerlei Totalausfälle.

Über jeden Zweifel erhaben und geradezu unnahbar wirken hingegen Karl Alvarez‘ Bass-Lines. Bei einem Musikstil mit relativ einfachen Strukturen wie Punk, bereichern schon kleinste Nuancen den Gesamteindruck ungemein und wahrlich, Nuancen liefert Alvarez hier ohne Ende. Alleine in dem kurzen Intro von ‚Fighting Myself‘ stecken mehr Noten und Abwechslung als in so manchem kompletten Album. Hands down, der Mann ist ein Virtuose am Viersaiter!

Thematisch folgt das Album keiner klaren Linie, sondern thematisiert breitgefächert gesellschaftliche Probleme oder persönliche Gefühlslagen. Wasser predigende und Wein trinkende Geistliche (‚Shameless Halo‘), krank machende Fast-Food-Kultur (‚No Fat Burger‘), Pessimismus (‚Smile‘), die Schattenseiten der Menschheit (‚Human Being‘)…

Nach zwölf Jahren kreativer Pause zeigen die die Descendents, dass sie auch nach fast 30 Jahren ihres Bestehens nichts von ihrem Biss eingebüßt haben. ‚Hypercaffium Spazzinate‘ ist etwas weniger aggressiv als das Mit-Neunziger ‚Everything Sucks‘ und von der Akustik und dem Tempo her in etwa auf dem Niveau von ‚Cool To Be You‘. Nicht jeder Titel ist ein Ohrwurm, dafür aber jeder zweite, wobei auch die anderen Tracks durchgängig unterhalten. Wer auch nur ein bisschen Interesse an althergebrachtem Punkrock hat, wird an der Platte mit dem komischen Namen gewiss Gefallen finden. Descendents-Fans sowieso. Und Bassisten. Und eigentlich überhaupt jeder, der keine Abneigung gegen gute Musik hat.

Together Fest – Like Back In The Old Days

Mit einem geradezu denkwürdigen Line-up extraordinaire läutet das Together Fest mit Pauken und Trompeten das Jahr 2016 ein: GWLT, Miles Away, Touché Amoré, Modern Life Is War und Gorilla Biscuits. Wer sein Tanzbein den Winter über eingemottet hat, sollte es spätestens jetzt zum Auftauen wieder aus dem Keller holen, denn diese Bands zusammen auf einer Bühne zu sehen, gleicht in der heutigen Zeit geradezu einem Sechser mit Zusatzzahl! Der Auftakt dazu fand im Werk 2 in Leipzig statt.

American Spring

Seit über zwanzig Jahren heben Anti-Flag nun schon mahnend den verbalen Zeigefinger, ob der Misstände und politischen Fehlentwicklungen in der Welt. Auch ihr neuntes Studioalbum ‚American Spring‘ macht dahingehend keine Ausnahme und bietet den von der Band gewohnten schnellen Punkrock mit politischen Texten. Bereits die letzten Veröffentlichungen setzten sich durch poppigen Sound und klaren Gesang vom rotzigeren Klang früherer Zeiten ab. ‚American Spring‘ legt an dieser Stelle noch ein wenig nach, verfällt dabei aber trotzdem nicht dem Mainstream (je nachdem, wie man diesen definiert), was vor allem an den brisanten Themen liegt, die auf der Scheibe besungen werden. Außer Kontrolle geratene Militärabenteuer, Kasinokapitalismus, soziale Ungleichheit. Bereits das Albumcover ist kontrovers. Auf der Vorderseite eine arabische Frau mit Hijab, der scheinbar eine Blüte aus dem Gesicht sprießt, die jedoch auch als Schusswunde interpretiert werden kann. Auf der Rückseite dasselbe Motiv mit einem amerikanischen GI. Bildgewaltig!

Mit vierzehn Tracks hat die Platte einen ordentlichen Umfang. Das Spektrum reicht trotzdem nur von Punkrock bis Punkrock. Keiner der Songs, deren Struktur sich überwiegend ähnelt, sticht in besonderem Maße heraus. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, denn ähnlich wie Bad Religion, Pennywise und NOFX, folgen Anti-Flag ihrer bewährten Rezeptur aus beflügelnden Melodien und einprägsamen Hook-Lines. Der Opener ‚Fabled World‘ gehört zu den poppigsten Songs des Albums und erinnert an Blink 182 und Sum 41. ‚The Great Divide‘ und ‚Brandenburg Gate‘ verströmen ein bisschen Green-Day-Flair (bei ersterem hört man regelrecht Billie Joe Armstrong singen) und ‚All The Poison, All The Pain‘ hat eindeutigen Brit-Rock-Charakter. Ansonsten klingen Anti-Flag wie man es von ihnen gewohnt ist. Die Scheibe nimmt einen von Anfang an mit und unterhält konsequent bis zum Schluss. Langeweile kommt dabei nicht auf.

Was auf der einen Seite für das Album spricht, lässt sich ihm auf der anderen Seite aber auch vorhalten. Wer schon einmal ein Anti-Flag-Album gehört hat, wird auf ‚American Spring‘ nichts neues entdecken. Die Lieder sind durchweg gelungen, bleiben aber nur so lange im Gehörgang, bis das nächste Album erscheint. Trotz der berechtigt hervorgebrachten Kritik an der gegenwärtigen Politik, wird man doch das Gefühl nicht los, das alles schon einmal gehört zu haben. Höchstwahrscheinlich sogar auf der letzten Anti-Flag-Platte. Kurzum: eine durchaus gelungene Scheibe mit einigen Ohrwürmern, von der auf lange Sicht aber höchstens das Cover in Erinnerung bleiben wird. Zu sehr ähneln sich die Songs, zu sehr gleicht alles bereits bekanntem Material. Anti-Flag-Fans wird es nicht weiter stören. Wer schnellen, melodiösen Punk mag und sich mit den Popeinflüssen anfreunden kann, darf bedenkenlos zugreifen.

Aufsteh’n

Schon fast als legendär ist die Berliner Punk-Kapelle Die Skeptiker zu bezeichnen. Schließlich machen sie doch abwechslungsreichen, klischeefreien Deutschpunk mit anspruchsvollen, satirischen Texte und haben mit Eugen Balanskat einen der eigenständigsten und eigenwilligsten Sänger der Szene auf ihrer Seite. „Aufsteh’n“ (Destiny Records) ist wiedermal ein Album geworden, das sehr viel Spaß macht, Musik, Texte, Abwechslung alles stimmt.

Schon der Auftakt kann als gelungen bezeichnet werden. Der Einstieg ist mit „Wann oder wie“ ein typischer Skeptiker-Song geworden: flotter Deutschpunk mit einem schwungvollen Refrain. Sie schreiben eben so coole Songs wie diesen, der einfach sofort ins Ohr geht. Weiter Spaß bereitet einem „Chanel“, der sich süffisant mit der falschen Selbsteinschätzung mancher Erdbewohner lustig macht und dabei wieder ein einprägsamer, tanzbarer Punkrock-Hit ist. Punkrockig geht es mit dem einfachen „Erwartung“ weiter, bevor der Titelsong als volksmusikalischer Punkrocker samt Quetschkommode und Polka-Rhythmus zum „Arsch hoch kriegen!“ aufruft. Ernsthaft wird es mit „Das System“, das uns alle auffrisst, dem wir aber trotzdem treu bleiben. Musikalisch im Stakkato-Schritt ist der Song trotz des Refrains zum Mitsingen eher düster verglichen mit dem nachfolgenden „Traum“, der flott und heiter über menschliche Beziehungen sinniert.

Hoch die roten Fahnen – „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Ein wenig Kampf schadet nie, auch wenn nur kleine Dinge dabei raus kommen, obwohl man mit der Maximalforderung die Stiefel geschnürt hat. Das Ziel bei allen Kompromissen nicht aus den Augen zu verlieren, ist die Kunst. Mit lockerem, waschechtem Reggae als die Musik der unterdrückten farbigen Sklaven führen uns Die Skeptiker noch einmal vor Augen, dass auch wir Deutschen eine unrühmliche imperialistische und koloniale Vergangenheit haben und heute auch noch so handeln. Die Dritte Welt wird mit Billigimporten überschwemmt, so dass dort die landwirtschaftliche und industrielle Infrastruktur zusammenbricht. Hauptsache wir werden unseren Überfluss und Wohlstandsmüll los. Klasse Lied!

Punkrock, Reggae, Rockabilly, Tanznummern – das sind Die Skeptiker

The Jam-like rocken Balanskat und die Truppe lässig weiter, um mit „Vergebung“ allen, die sich schützen, noch vor dem Papst mit etwas Rockabilly, Vergeben zu erteilen. Mit beschwingtem Rhythmus schmettert man gleich noch eine weitere Tanznummer, die einem den Glauben an den Punkrock nicht verlieren lässt. Musikalisch und textlich der anspruchsvollste Song ist „Meer von Grün“, der ruhig und mit unterschwelliger Wut das Verhalten der Staatsmacht in grün bei vielen Demos damals und heute ohne platte Parolen reflektiert. Ganz starkes Lied, ein Kandidat für den Song des Jahres. „Niemals mehr“ bildet nach 40 Minuten den akustisch wehmütigen Ausklang einer ganz starken Punkrockscheibe.

Die Skeptiker hatten ihre Phasen, vom rohen Punkrock über eine heftige Metallkante hin zum eigenen Freischwimmer in Sachen deutschsprachigen Punkrock. Die Schublade Deutschpunk reicht inzwischen nicht mehr, um das Universum dieser Band zu beschreiben, da auf erfrischend lockere Art und Weise mit allen möglichen Stilen und Inhalten gespielt wird und dabei nie die Punk-Attitüde zu kurz kommt. Wenn sich Musik und Text die Balance halten, dann kam man getrost von einem ausgezeichneten Album sprechen, was im Falle „Aufsteh’n“ zutrifft.

Homepage der Skeptiker

Sich fügen heißt lügen

Ist das die Rückkehr der lebenden Toten? Slime-Reunions kann man kaum an einer Hand abzählen. Die letzte ist 18 Jahre her, begann eher uninspiriert mit der nicht ganz überzeugenden „Viva La Muerta“, die starke Momente hatte, aber auch ebenso viele schwache. Eigentlich sollte einer die Hamburger Punklegende mit der grandiosen „Schweineherbst“ in besten Gedenken behalten. Denn diese Scheibe hat einfach alles: großartige Songs, intelligente, mitreißende Texte und die Energie, die eine herausragende Punk-Schallplatte haben muss. Perfekt. Die Live-Reunion in 2010 war auch sehr gelungen mit großartigen Konzerten unter anderem dem Highlight beim Wacken Open Air. Aber ein neues Album? Skepsis überall: Slime-Songs nicht von Stefan Mahler? Texte nicht von dem Schlagzeuger, der „Schweineherbst“ geschrieben hat? Kann das gut gehen? Kein Problem! „Sich fügen heißt lügen“ steht dem letzten Spätwerk in nichts nach! In keiner Hinsicht, weder musikalisch, noch inhaltlich.

Schon der Opener und Titeltrack deutet an, in welcher Topform die alten Herren sind. Nach spätestens 23 Sekunden ist es um einen geschehen, „Sich fügen heißt lügen“ hat einen gepackt. Kämpferisch reckt sich die Faust in die Höhe. Alte Ideale flammen vor den Augen auf. Der fette, rauhe Sound bläst einen um. Das reggae-mäßige „Rebellen“ passt so gut zu Slime und zum rebellischen Text von Erich Mühsam. Damit haben wir auch die Textebene geklärt. Das Quintett hat sich nicht hingesetzt und versucht, Texte zu schreiben, haben Christian, Dirk und Elf doch schon oft zugegeben, dass sie keine anspruchsvollen Lyriker sind. Sie bedienen sich der Texte des Anarchisten und Kabarettisten Erich Mühsam, der 1936 von der SS zu Tode geprügelt worden ist. Und die Texte passen perfekt zu Slime, auf der einen Seite engagiert und kritisch, auf der anderen Seite humorvoll und süffisant. Und aktuell wie es nur geht. Ein Blick auf das Textblatt und in die Werke Mühsams lohnt sich, auch für den, der sich nicht so gern mit Lyrik herumärgern möchte.

Der Kampf geht weiter!

„Freiheit in Ketten“ ist kein Rührstück, der Anfang täuscht, sondern ein frischer Wirbelwind direkt von der Waterkant. Das Einbetten der mühsamen Texte ist überaus gelungen, die Refrains der ersten drei Songs sind schon beim ersten Hören abgespeichert. Elfs leicht metallische Riffs, der melodische Chorus und der druckvolle Rhythmus sind zu einer kompakten Punkhymne kombiniert. „Wir geben nicht nach“ ist eine Gänsehautnummer, die einem Mut macht, den nächsten Tag in der Maschinerie durchzustehen. Dirks Gesang ist so rotzig wie eh und je und bleibt das Markenzeichen Slimes. Das Bankensystem in „Seenot“, so sehr am Puls der Zeit. Der Text ist von 1925 und immer noch brandaktuell: „… wenn die Banker über Leichen gehen.“. „Bürgers Alptraum“ fühlt sich beim ersten Hören ein wenig altbacken an, da er nicht so los prescht wie seine Vorgänger. Seine Eindringlichkeit entfacht er einfach erst beim dritten Hören. Toller Chorus!

„Bett aus Lehm und Jauche“ ist sehr düster und manisch und wird von „Revoluzzer“ stimmungsvoll abgelöst. „Sich fügen heißt lügen“ hat hier in der Mitte eine ruhigere Phase, nur um sich dann noch mal bierseelig mit dem rockigen „Trinklied“ zu geben. Darauf ’n Astra! Als Kampfansage gegen das Schweinesystem hält „Zum Kampf“ auf rock’n’rollige Weise perfekt her. Schon wieder recken sich die Fäuste zum Kampf. Drei Songs vor dem Ende geht „Bauchweh“ noch mal so richtig ab. Absolut Pogo-tauglich! Wir sind das Lumpenpack des Kapitalismus, ausgebeutet und nach Strich und Faden verarscht. Deshalb holen wir am Ende des Tages noch mal „das Beil“ raus und tanzen uns den Frust vom Leib.

So frisch und engagiert haben wir die fünf seit langem nicht erlebt, weder bei den Mimmis, noch bei C.I.A., Rubberslime oder Elf solo. Man spürt förmlich den Spaß, den Slime die Arbeit an den Songs gemacht hat. Nicht ein Ausfall, nicht mal an kleiner Ausrutscher, dem gebührt Respekt. Aber am besten ist es, sich darüber freuen, dass sich Slime noch mal ein so grandioses Album aus den alten Knochen geleiert haben. Auch wenn viele jetzt „Ausverkauf!“ schreien, „Sich fügen heißt lügen“ beweist das Gegenteil. Hier steckt viel Herzblut und Überzeugung drinnen. Viva Slime!

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Complete Control Session

Bei dieser Veröffentlichung aus der „Complete Control“-Serie (SideOneDummy) treffen die Geschichten von zwei Punk-Bands zusammen, die die glorreichen Anfangstage der Bewegung und das Erbe dieser Tage miteinander verbindet. Unbestritten sind The Clash einer der einflussreichsten Bands der Musikgeschichte. Sie verbanden Musik mit politischen Aussagen in einem globalen Kontext ohne Grenzen und ohne Plattitüden. Dabei bestand Punkrock nicht unbedingt aus dreckigem Gitarrenrock, sondern durfte Pop, Reggae und Folk für seine Zwecke benutzen. Und inhaltlich gab es für die Londoner mehr als die nächste Straßenschlacht auf heimischen Terrain. 
 
Anti-Flag machen zwar klassischen Melodic-Punk. Sie haben aber schon seit jeher eine politische Agenda. Und sie erreichen die Kiddie-Punks genauso wie die „alten“ Punks. Somit schlagen sie mit ihrer „Complete Control Session“ die Brücke zwischen den guten alten The Clash und moderner Punk-Kommunikation, indem sie Klassiker wie „White Riot“, „Guns of Brixton/I Fought the Law“ und gleich zwei mal „Should I Stay or Should I Go“ intonieren und diesen drei ihrer Hits mutig gegenüberstellen. „Turncoat“, „This Is the End“ und „The Economy Is Suffering“ fallen gegenüber den Klassikern zwar ab, aber Anti-Flag können erhobenen Hauptes ihre Session schließen. 
 
Mit diesen Songs haben Anti-Flag die bisher beste „Complete Control Session“ abgeliefert. The Bouncing Souls waren gut, die alten HarDCore-Recken Scream konnten überraschen und Anti-Flag verbeugen sich tief vor ihren Wurzeln. Da es diese Serie als Vinyl-10-Inch bzw. nur noch als Download gibt, nicht aber auf CD und dazu noch schön aufgemacht ist, zeigt SideOneDummy, dass es mehr bedarf ,als nur ein liebloses Jewel-case ins Verkaufsregal zu stellen. Musik verkauft sich mit Liebe zum Detail und vor allem zur Musik. Musik ist kein Produkt. Schöne Idee diese Serie!

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