Kategorie: story

John Garcia – Solo aber nicht allein

Betrachtet man aus heutiger Perspektive die Evolution des Desert-/Stoner Rock als eine Art Stammbaum, dann findet sich unweigerlich der große Name Kyuss an dessen Basis. Als erster großer Stein dieser westamerikanischen Staublawine haben diese damit etwas losgetreten, das zunächst überhaupt erst die Definition eines ganzes Genres ausmachte und damit eine unglaublich breit gefächerte Einflussnahme ausübt. All die Bands aufzuzählen, die im weitesten Sinne Kyuss entstammen, sei es auf Grund des Mitwirkens eines der ehemaligen Mitglieder oder einfach der Inspiration wegen, würde den Rahmen sprengen. Noch heute sind die Stoner-Rocker der ersten Stunde aktiv. Um einige Beispiele zu nennen: Josh Homme füllt mit Queens of the Stone Age jedes Stadion der Welt, Brant Björk spielte bei Fu Manchu, hat bereits sieben Soloalben veröffentlicht und ist darüber hinaus als Produzent tätig, Nick Oliveri hat nach seinem Rauswurf bei QOTSA so ziemlich alles durchgemacht und erscheint heute öffentlich ebenfalls als Solointerpret, sowie mit seinen Bands Mondo Generator und The Dwarves und dann ist da noch John Garcia, die Stimme der Wüste, der nach seinen Projekten mit Slo Burn, Unida, Hermano und zuletzt Vista Chino nun ebenfalls sein erstes Soloalbum veröffentlicht hat. Letzteren treffen wir im Vorfeld seines Konzerts im Rostocker M.A.U. Club zu einem Plausch in seinem Tourbus.

Fünf Fragen an Hide The Knives

Wenn es Glen Gilbert nicht gäbe, dann hätten wir die Platte ‚Silence The Youth‘ vermutlich nie zu hören bekommen. Doch der Frontmann hat es nach einer Auflösung der Band im Jahr 2009 geschafft, eine neue Truppe um sich zu scharen. Uns hat der sympathische Bandleader einige Fragen beantwortet.

Adrenaline Rush – Tave Wanning über das Debüt der Schwedenrocker und Frauen im (Hard)Rock

Rock’n’Roll und Hardrock müssen nicht immer innovativ sein, um anzukommen. Diese Musik soll in erster Linie Spaß machen, partytauglich sein und den gewissen Groove besitzen, der sofort in die Beine geht und zum Mitsingen animiert. Genau diese Kriterien sind bei Adrenaline Rush erfüllt. Vor kurzem flatterte das selbst betitelte Debütalbum der jungen schwedischen Band in unsere Redaktion, und das Stockholmer Quintett überzeugte durch eingängigen kraftvollen Hardrock mit Hooklines ohne Ende, Mitgröhl-Refrains und geballter Power. Grund genug für uns, sich näher mit den Skandinaviern zu beschäftigen und die 22jährige Leadsängerin Tave Wanning um ein Interview zu bitten. Die junge Dame hat sich viel Zeit für Whiskey-Soda genommen. Aber lest selbst, was Tave Wanning über Adrenaline Rush und – man verzeihe uns dieses Wortspiel – Frauen im Rock zu sagen hat.

Michaels musikalisches Best-Of-2014 – Sonata Arctica, Transatlantic und Co.

Metal, Rock, Prog, County, Blues, gerne auch mal Klassik…warum sich nur auf eine Musikrichtung beschränken oder gar festlegen? Es gibt so viele spannende Alben und Bands zu entdecken, und darum hat sich Whiskey-Soda-Neuzugang Michael dieses Jahr auch mit vielen unterschiedlichen Genres beschäftigt. Gar nicht so einfach, da einmal rückblickend eine Liste mit den Lieblingsalben des Jahres 2014 zu erstellen.

Daniels Alben 2014 – Threshold, Deserted Fear & Co.

Unser Metal-Chef Daniel hat einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack: Von melodiösem Progressive Rock über groovigen Bluesrock bis zu brutalem Death-Metal findet unser Exil-Schweizer Gefallen an sehr vielen unterschiedlichen Musikrichtungen. Umso schwerer fiel es ihm, aus dem üppigen und äußerst hochwertigen Angebot im vergangenen Jahr seine Lieblingsalben herauszufiltern. Und genauso vielseitig wie sein Geschmack ist demnach auch seine Bestenliste ausgefallen. Hier sind seine zehn Lieblingsalben 2014.

Verwirrt ist gar kein Ausdruck – Heaven Shall Burn und Parkway Drive in Berlin

Es ist erstaunlich wie festgefahren und konservativ der Ablauf eines durchschnittlichen Rock-Musik-Konzerts doch ist. Und es ist fast erschreckend wie wenig man so etwas bemerkt, wenn man nicht, wie am vergangenen Dienstag, so eindrucksvoll darauf hingewiesen wird. Denn mit Heaven Shall Burn und Parkway Drive taten sich scheinbar die richtigen zwei Bands zusammen, um ein Konzert zu spielen, das dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird…

Eluveitie – Eine Folk-Metal-Band kommt selten allein

Im Sommer veröffentlichte die Schweizer Band Eluveitie ihr sechstes Studioalbum Origins, mit dem die Musiker um Frontmann Chrigel Glanzmann kurzzeitig den ersten Platz der schweizerischen Album-Charts stürmten. Wie jeden Herbst, dem in der Bandgeschichte ein veröffentlichtes Album voranging, folgt nun auch in diesem eine große Europatournee, auf der Eluveitie ihr neues Album präsentieren – so auch am vergangenen Sonntag-Abend im Berliner SO36.

Die One-Man-Show des Chet Faker

Gut ein halbes Jahr ist es nun her, dass Nicholas James Murphy seine weltweit für Aufregung sorgende Platte ‚Built on Glass‘ veröffentlichte. Nach langer Tour plus diverser Festivalauftritte, lässt der gute Mann, besser bekannt als Chet Faker, sein bisher erfolgreichstes Jahr durch ein paar letzte Shows ausklingen.

Led Zeppelin – Wandlungsworte vom Rock-Olymp (Rückblick Teil II)

Nein, das vierte Album von Led Zeppelin heißt nicht ‚Led Zeppelin IV‘. Auch nicht ‚Four Symbols‘ oder ‚Zoso‘ oder sonstwie. Spätestens am 24.10.2014 sollte man begriffen haben: Es trägt gar keinen Titel. Braucht es auch nicht, denn der Reisigbündelmann und die sich schälende Tapete sind des Ausdrucks genug. Und noch was: Der Song ‚Houses Of The Holy‘ ist – bei aller Plausibilität des Gegenteils – eben nicht auf dem gleichnamigen Album zu Hause, sondern erschien erst zwei Jahre später auf dessen Nachfolger. Mehr als 40 Jahre ist das alles nun her, und trotzdem müssen wir jetzt darüber reden. In diesem Sinne ein herzliches Willkommen in Abschnitt zwei des Led Zeppelin-Wiederveröffentlichungs-Marathons – der nicht so lange auf sich warten ließ, wie man hätte befürchten können.

Bigelf – Von antiken Instrumenten, Jedi-Kräften und gebrochenen Knochen

Welchen Anteil am Erfolg einer Band hat die Optik? Slipknot und Hämatom machen mit schrillen Masken auf sich aufmerksam und schon der Altmeister aller Gruselrocker, Mr. Alice Cooper, legte den Grundstein seiner Karriere nicht nur mit schrägem, damals ungewohnten Rock, sondern nicht zuletzt mit theatralischen Shows und Outfits, die schockten. Eine echte Punkband hat gefälligst mit Irokese und Nieten aufzutreten, um ihre Identifikation mit der Szene zu belegen. Metalheads tragen Kutte, Schwarzes Shirt und lange Haare. Doch wo läuft die Grenze zwischen Marketing und Authentizität? Eins ist sicher: Der Zylinder, die wallende Mähne und der Eyeliner von Damon Fox der Psychedelic-Doomer Bigelf lenkt Blicke auf sich. Umso mehr, wenn der Pianist und Sänger am Bühnenrand steht und links und rechts ein Keyboard bedient und exstatisch dazu singt. Dann merkt man, daß hier das Gesamtpaket überzeugt! Doch wer ist der Mann hinter dem Zylinder? Wie sieht er seine Band und seine Musik im Musikgeschäft als Ganzes? Der irgendwie aus der Zeit gefallen wirkende Kalifornier hat mit unserem Metal-Chef Daniel über diese und andere Fragen geplaudert und dabei tief und persönlich blicken lassen.