Schlagwort: Pop Rock

THE JEREMY DAYS – Tourabsage

Den Jungs der Jeremy Days blutet das Herz. Nach der Veröffentlichung ihres hochgelobten Comeback-Albums „Beauty In Broken“ nach 27 Jahren Pause, hatten sie sich sehr auf die Sommertournee gefreut, wie sie uns im Interview erzählt haben. Auch wenn die Corona-Vorgaben Konzerte zwar aktuell möglich machen, müssen die geplanten Shows durch die Begleitumstände der Pandemie im…

Beauty In Broken

Was ist in den letzten 27 Jahren alles passiert? Der zweite Golfkrieg, die Euro-Einführung, eine Fußball-WM „bei Freunden“ und sechs verschiedene Bundespräsidenten – neue Songs von den Jeremy Days gab es dagegen nicht. Die lange Wartezeit hat nun aber ein Ende, denn die Band um Frontmann Dirk Darmstaedter legt mit „Beauty In Broken“ eine neue…

THE JEREMY DAYS – „Man sollte versuchen, tolle Popmusik zu machen und sie nicht den ganzen Schwachmaten zu überlassen!“

The Jeremy Days sind wieder da! In den 1990-er Jahren war die Band auf allen Kanälen omnipräsent und insbesondere ihr Mega-Hit „Brand New Toy“ dürfte damals an niemanden vorbei gegangen sein. 1987 gegründet, war acht Jahre und fünf Studio-Alben später plötzlich Schluss. Nach einer kurzen Comeback-Tour 2019 gibt es nun mit „Beauty In Broken“ die…

THE JEREMY DAYS – Comeback nach mehr als einem Vierteljahrhundert

Die Hamburger Rock/Popband The Jeremy Days hatten ihre goldene Zeit in den späten 80´ern und frühen 90´ern. Insbesondere der Hit „Brand New Toy“ lief 1989 auf allen Radiostationen rauf und runter. 1996 trennten sich die Männer um Frontmann Dirk Darmstaedter, kamen aber für einzelne Kurzauftritte (u.a. Rettungskonzert zugunsten des FC St. Pauli) sporadisch wieder zusammen.…

JUPITER JONES – Weitere Single nach Comeback

Mitten im zweiten Lockdown verkündeten Jupiter Jones nach mehrjähriger Pause ihr Comeback. Mit „Oh, Philia!“ legen sie nun ihre bereits vierte Single nach der vor ziemlich genau einem Jahr bekanntgegebenen Rückkehr vor. Die Band ist zwar vom Quartett zum Duo geschrumpft, dafür ist neben Gitarrist Sascha Eigner mit Nicholas Müller der ursprüngliche Sänger wieder mit…

FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE – Das neue Album „Now“ Live

Normalerweise werden Plattenveröffentlichungen mit großen und wilden Release-Partys zelebriert, in C-Zeiten ist aber auch das anders, selbst wenn es das erste Album seit 13 Jahren ist. Fury in the Slaughterhouse feiern ihr neues Werk „Now“ mit einem Rockpalast-Streaming-Konzert. Doch um Punkt 20.00 Uhr herrscht ein wenig Verwirrung vorm PC, denn die sechs Herren sitzen ohne…

FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE – Dritte Vorabsingle zum neuen Album „Now“ (UPDATE Streaming-Release-Konzert)

Mit „1995“ veröffentlichen Fury in the Slaughterhouse einen weiteren Vorgeschmack auf das erste Album seit 13 Jahren. „Now“ (Sony Music) ist es Zeit für das Comeback-Album einer der erfolgreichsten deutschen Bands der 90er Jahre. Trotz der Erfolge war 2008 aufgrund „künstlerischer und persönlicher Differenzen“ Schluss und die Musiker gingen getrennte Wege. Eine wirklich überraschende Rückkehr…

LEVARA – Sohn von Toto-Gitarrist mit Debüt-Single

Levara haben ihre Debüt-Single „Heaven Knows“ veröffentlicht. Die aus Los Angeles stammende Rock-Band besteht aus den Mitgliedern Trev Lukather, Jules Galli und Josh Devine. Vor allem der Nachname Lukather dürfte Classic-Rock-Fans bekannt sein. Denn beim Vater von Trev Lukather handelt es sich um den Toto-Gitarristen Steve Lukather. Über den Song „Heaven Knows“, der gleichzeitig ein…

Gaslighter

Es ist eine Beerdigung und Auferstehung zugleich, die mit „Gaslighter“ (Sony Music) gefeiert wird. Denn erinnert sich noch jemand an The Chicks? An wen? Bis vor wenigen Tagen hieß das 1989 in der amerikanischen Metropole Dallas gegründete Damen-Trio noch Dixie Chicks, und dieser Name ist den Country-Fans durchaus noch ein Begriff, auch wenn seit dem letzten Album ganze vierzehn Jahre vergangen sind.

Der eröffnende Titelsong „Gaslighter“ beginnt mit dem typischen Satz-Gesang der drei Damen und entwickelt sich schnell zu einer eingängigen Up-Tempo-Groove-Popnummer mit Country-Wurzeln. Genaue Gründe für die Umbenennung des Trios werden übrigens nicht genannt, aber es ist davon auszugehen, dass der Begriff „Dixie“ als Synonym für die alten amerikanischen Südstaaten gestrichen wurde. The Chicks setzen damit ein Zeichen ihrer Unterstützung der aktuellen Proteste gegen Rassismus in den USA.

Musikalisch wird der vor vierzehn Jahren beschrittene Weg fortgesetzt. Die Wurzeln liegen immer noch im Bluegrass mit Country-Attitüde, die Musik wird aber zunehmend auch von Rock- und insbesondere Popanteilen dominiert. Und Balladen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist „Gaslighter“ ein überraschend ruhiges, ja sogar intimes Album geworden. Die Musik der zwölf Songs ist zurückhaltend, die Instrumentierung oft einfach und auf das Wesentliche konzentriert. Dabei setzen Streicher, Banjos, oder eine einzelne Violine immer wieder kleine, sparsame Akzente.

Vorab war schon der Song ‚March March‘ veröffentlicht worden, mit dem sich die drei Damen wieder gegen politische und soziale Missstände auflehnen. Politisch waren die Schwestern Emily Robinson und Martie Maguire und ihre Kollegin, die Sängerin Natalie Maines, schließlich schon immer, man denke nur an den Dispot mit George W. Bush im Jahre 2003 und den Boykott der Band durch viele konservative Countryfans. Sie schaffen es, die Anklagen in anspruchsvolle Songs zu verpacken.  Manche davon sind leider auch ein wenig austauschbar und bleiben nicht im Gedächtnis, und hin und wieder geht es für Chicks-Verhältnisse zu sehr ab in den Pop-Mainstream. Doch unterm Strich bleibt ein gelungenes Comback, befreit vom Südstaaten-Ballast, bei dem man etwas Tempo vermisst, aber das solides Songwriting bietet und Spaß macht.

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