Schlagwort: Alt-Country

SPEEDBUGGY USA – Die Countryrocker touren bei uns

Wer aktuell ein wenig Bock auf Country-Rock hat, dem dürfen wir Speedbuggy USA empfehlen. Die Amerikaner nennen die Musik von Buck Owens und Merle Haggard als ihre Inspirationsquellen. Von der Qualität ihrer Darbietungen kann man sich hier überzeugen: Die Band ist derzeit auf Europatour und kann noch bei folgenden Gigs live gesehen und gehört werden:…

SEAN ROWE – Erster Song aus neuem Album ‚New Lore‘

Der Singer/Songwriter Sean Rowe wird am 7. April sein neues Album ‚New Lore‘ auf Anti- veröffentlichen. Einen ersten Song gibt es mit ‚Gas Station Rose‘ zu hören. ‚I wrote the melody while in Las Vegas‘ , erklärt Rowe.  ‚I knew there was something to the song because I loved to play it. Lyrically it’s about…

Like A King

Folk und Country treffen auf groovende Americana in Songs, die teilweise anmuten, als seien sie der Feder des genialen Johnny Cash entsprungen. Akustische Gitarren, Harmonika und die wunderbar countryesque Slide-Gitarre bilden das Grundgerüst für außergewöhnliche Songs.

Ted Z And The Wranglers aus dem sonnigen Kalifornien dürften spätestens mit ihrer für dieses Jahr geplanten Europatour auch bei uns viele Fans dazu gewinnen. Aber auch schon vor diesen Live-Terminen solltet ihr euch mit der spannenden Band beschäftigen, die bereits 2014 ihre EP „Like A King“ veröffentlicht hat. Die kleine aber feine Scheibe ist bei uns aktuell leider nur über den Import erhältlich. Leider enthält die EP nur fünf Songs, aber in denen steckt so viel Hingabe und Groove, das es bei anderen Bands für ein ganzes Album reichen würde. In der Tat fällt keiner der Titel ab, so dass wir nur einen Kritikpunkt anbringen können: Die EP ist viel zu kurz geraten!

Ted ‚Z‘ Zakka und seine vier Bandkollegen, von denen sich besonders Mike Layton an der Lead-Gitarre und der Harmonika hervortut, erzählen in den fünf Songs wunderbare kleine Geschichten, wie etwa im Highlight der EP, der schmissigen Countryrock-Nummer ‚Heaven’s Rent‘. Die Instrumentierung aller Songs fällt positiv auf und hebt sich wohltuend vom Einheits-Bluesrock ab, wenn auch der Southern-Rock-Song ‚Virginia‘ bluesige Gefühle aufkommen lässt. Zwischendurch wird mit ‚Ball And Chain‘ deutlich in ZZ Top Gefilden gewandelt, bevor die EP mit einer oldschool Countryballade namens ‚Tomorrow‘ stilecht und schmachtend endet.

„Like A King“ ist ein Kleinod der modernen Countrymusik geworden, eine viel zu kurze Folkrock-Platte mit dem gewissen Blues-Touch, ein kerniger „Wir sind hier!“-Ausruf, den kein Genrefan verpassen sollte. Wir ziehen unseren Cowboyhut vor Ted Z und seinen Boys.

ROO PANES – Per Album und Tour nun auch in Deutschland

Als ein Mensch, der gern neue Erfahrungen macht und über einen natürlichen Optimismus verfügt, hat Roo Panes erwartungsgemäß einige Schlenker auf seinem Weg gemacht. So war er für kurze Zeit das Gesicht einer Werbekampagne für die Luxusmarke Burberry, was er rückblickend als Zufall abtut: ‚Ich war auf Tour und erhielt einen Anruf mit der Anfrage…

Hillbilly-Cover-Band STEVE ‚N‘ SEAGULLS auf Deutschland-Tour

Sie sind ein blühendes Beispiel für viralen Erfolg: Die finnischen Hillbilly-Coverer Steve ’n‘ Seagulls. Seit einem in purer Unschuld gemachten Cover von AC/DCs ‚Thunderstruck‘, gingen die Jungs durch die Decke. Im Mai 2015 kam das Debütalbum, seither ging es mit Unmengen an Gigs weiter nach oben mit der Erfolgskurve der fünf talentierten Jungs. Gerade erst…

Legacy Live

Seit 40 Jahren sind sie eine der Speerspitzen des klassischen amerikanischen Southern Rocks und haben gemeinsam mit Bands wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet oder der Marshall Tucker Band die Szene geprägt: Die Rede ist von The Outlaws, der 1972 in Florida gegründeten Band, die zwischenzeitlich verschiedene Wechsel in der Besetzung erlebt hat.

Die Amerikaner melden sich jetzt mit dem Live-Doppelalbum „Legacy Live“ zurück, das über zwei Stunden lang beste Konzertatmosphäre ins heimische Wohnzimmer holt. Gründungsmitglied Henry Paul zeigt mit seinen Jungs auf dem Doppelalbum, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und The Outlaws gerade live eine absolut begeisternde Band sind. Über wunderbare akustischen und elektrischen Gitarrensounds, Soli und kernige Riffs bis hin zu Pauls markigem Gesang liefern die Amerikaner eine Art „Best Of“ ihrer langen Bandgeschichte ab, es gibt zudem mit ‚Born To Be Bad‘ einen neuen Song, der allen Country- und Southern-Rock-Fans sofort in die Beine fahren dürfte. Die Aufnahmequalität der gesamten Show ist sehr gut und fängt die Stimmung mit dem johlenden Publikum gut ein, so wie es sich für einen Live-Mitschnitt gehört.

Zum Finale gibt es den Bandklassiker ‚Green Grass & High Tides Forever‘ und natürlich den großen Hit ‚(Ghost)Riders In The Sky‘, den wohl jeder Countryfan kennt. Wer also The Outlaws kennt und mag, darf – nein, muss! – hier zuschlagen für ein stimmiges Live-Paket. Alle anderen, die sich für Country-Rock und schmissige Westernsongs erwärmen können, sollten unbedingt einmal probehören.

Unseen

Man kann sich gut vorstellen, dass so introvertierte Künstler wie Rennie and Brett Sparks ihre Probleme haben, wenn auf einmal der YouTube-Ruhm über sie hereinbricht. Das Ehepaar aus Albuquerque/ New Mexico, das seit 1993 als The Handsome Family so etwas wie Gothic-Country betreiben, erfuhr dank Matthew McConaugheys ‚True Detective‘ und ihrem als Titelsong verwendeten ‚Far From Any Road‘ Zuspruch per millionenfachem Klick, und das in einem so rasanten Tempo, welches ihren schön-schrägen Songs völlig fremd ist.

Denn The Handsome Family singt seit Jahr und Tag unverdrossen an gegen die moderne, durchtechnisierte und sich eben immer schneller drehende Welt. Altmodische Züge hat das, und die werden penibel gepflegt. Oder wieviele Bands setzen noch auf eine richtige, schön gestaltete Homepage und drucken alle ihre Texte ab? Mit ihren unterschwelligen und schrulligen Geschichten waren die Sparks daher genau die richtigen, der Detektiv-Serie ihren düsteren Sound zu verpassen.

Wie gegensätzlich die Welten sind, die dabei aufeinandertrafen, beschreibt Rennie Sparks treffend:

‚It was great that a song written about ants in my driveway became a song about cops in Louisiana. That’s the best any songwriter can hope for.‘

Obwohl auch zu Murder Ballads (‚Gold‘) fähig, sind es vor allem die Natur, die Weite und Einsamkeit ihrer südamerikanischen Heimat, die Sparks zu ihren Texten inspiriert und von ihrem Gatten mit dunkler und weicher Stimme vertont wird. Das dürfte auch auf ‚Unseen‘, dem Album Nummer zehn wieder für einige Fans mehr sorgen. Aber so langsam ist es nicht mehr das Storytelling, das für einen angenehmen Grusel sorgt, sondern ein eher negativ gruseliger Background, der an den Songs auffällig ist.

Denn ‚Unseen‘ enthüllt hinter den so bildhaft erzählten, bisweilen morbiden Geschichten eine stark konservative Haltung, die einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Arg sentimental wird von der sehnenden Liebe erzählt, in der die Rollenbesetzung dem 19. Jahrhundert entstammt. Das sanfte, treue Mädchen träumt von der Rückkehr ihres starken, die Welt erkundenden Mannes:

‚We’ll lie under the willows in a bed of fallen leaves. I will bring you apples and water from the stream. I will pull the thorns from your blistered feet.‘

(‚Green Willow Valley‘) Gerne darf der ihr dann auch die Welt bzw. deren Grenzen erklären:

‚One thing, I asked of you my love as I combed your white-gold hair. Only stay your hand from the red door, the red door beneath the stairs.‘

(‚The Red Door‘)

Treue ist ein wichtiger Wert auf ‚Unseen‘, Reinheit auch. Der romantisierenden Naturverbundenheit wird es schon zur Hälfte des Albums zuviel. Wenig überraschend, dass es auch die Naturgewalten sind, die die Welt wieder in ihre alte Ordnung versetzen werden, wenn es in der fast religiöse Predigt von ‚Underneath The Falls‘ heißt:

‚Be careful summer nights. Keep the windows closed. Outside the yard is crawling. The heavy branches bow. In heat the world remembers when all rushed with the sea. In heat the old waves rise again to claim what has crawled free.‘

The Handsome Family zeichnet eine Welt in Schwarzweiß, wo die Guten blond sind und die Bösen Tattoss haben. Früher war alles besser und zudem gab es für (männliche) Erfinder noch wirklich Großes zu entdecken (siehe ‚Gentlemen‘, eine Homage an William Crookes, unterlegt mit mozarthaften Klavierklängen). Das ist so wenig inspirierend wie das gesamte Album mit jedem weiteren Song langweiliger wird. Schwer schleppen sich die Melodien dahin, das Piano zieht sie zunehmend gen Boden. Selbst der Zweifachgesang vermag den Tracks keine Tiefe zu verschaffen. Die Balance zwischen alter und neuer Welt können die Sparks damit nicht herstellen und, schlimmer noch, wollen es wohl auch gar nicht. Das macht ihre Introvertiertheit so beunruhigend.

Mit WAYNE GRAHAM ab nach Mexiko

Hometown Caravan, das sympathische kleine Country-Label aus Dresden, hält einen neuen Geheimtipp für uns bereit: Wayne Graham nennt sich ein Brüderpaar, das zu uns all the way from Kentucky (USA) singt und sein Album ‚Mexico‘ am 7. Oktober veröffentlicht. Als Hayden und Kenny Miles das erste Mal zusammen in einer Band spielen, sind sie acht…

Void

Seit dem Debütalbum ‚Blackbird‘ (2013) von Andrea Schroeder ist Eines klar: Die Frau liefert einfach nu Klasse ab. Ihr Image und ihr musikalischer Habitus lassen in ihrer Treffsicherheit gar nichts anderes zu, und Schroeders fantastische Stimme ist ihren Songs Über- und Unterbau zugleich.

Ein derart verlässliches Fundament eröffnet einer Künstlerin reichlich, vielleicht ungeahnte Möglichkeiten. Der Prüfstein für jedes neue Album ist nun die Frage, wie sie diese zu nutzen weiß. Für Schroeders neues Album ‚Void‘ gilt, dass sie sich ihnen mindestens angstlos stellt. Ihre Vielfältigkeit hat die Sängerin noch nie so deutlich gezeigt wie auf ihrem dritten Werk; jedem Song wurde hier ein ganz eigener Charakter verpasst. Und dabei reden wir nicht nur von den wunderschönen und tieftraurigen Chansons, die wir bisher von Andrea Schroeder kennen und die mit ‚Black Sky‘ und ‚Little Girl‘ natürlich auch vertreten sind.

Nein, ‚Void‘ zeigt vor allem, dass auch eine Dame schweres musikalisches Geschütz auffahren kann. Die industrielle Geräuschkulisse von ‚Burden‘ weiß zu überraschen, perfektioniert von den starken Worten:

‚Who can ease my burden within this burdened world? Noone here to free us, if we don’t free ourselves.‘

Kurz darauf vernimmt man die schweren Metalriffs von ‚Kingdom‘, wirkt die oft wiederholte Zeile

‚Sell it all out!‘

so kantig wie der ganze Song. ‚Creatures‘ hat Elemente von Classic Rock, ‚Drive Me Home‘ bietet Düster-Rock à la Nick Cave. Mit ‚Don’t Wake Me‘ ertönen hintergründig dezente Elektrobeats und ‚Endless Sea‘ schließt das Album als klassische Folk-Ballade ab.

Und wieder: Alles wird zusammengehalten von Schroeders starkem Gesang. Selbst das sanft dahingehauchte ‚Little Girl‘ offenbart die unglaubliche Präsenz, die ihrer Stimme inne ist und jeden Song mit Seele füllt. Ihr Geheimnis offenbart die Sängerin in ‚My Skin Is Like Fire‘:

‚Deep inside there is sadness, there is wilderness and pain.‘

All das ist Andrea Schroeder. All das ist in ihren Songs. All das macht das neue Album der Sängerin mit den vielen musikalischen und emotionalen Gesichtern zu einem weiteren Juwel.

ADAM ECKERSLEY BAND – Tourstart im September

Im September gibt es australischen Bluesrock und Countrymusic auf die Ohren, wenn die Adam Eckersley Band den weiten Weg nach Europa auf sich nimmt, um unter anderem die deutschen Fans mit Livemusik zu versorgen. Die Australier stellen ihr aktuelles Album vor, das nicht nur bei Whiskey-Soda sehr gut abgeschnitten hat. Wer sich also selbst ein…