Schlagwort: Punk

DIE TOTEN HOSEN – Video zu „Kamikaze“ veröffentlicht

Die Toten Hosen haben zu ihrer aktuellen Singleauskopplung „Kamikaze“ ein Video veröffentlicht. Gemessen an vorherigen Liebesliedern der Toten Hosen, die oft genug in einer Katastrophe mündeten, schlägt der Song auffallend positive Töne an. „So nah bin ich einem glücklichen Liebeslied noch nie gekommen und wir haben einige davon geschrieben…“ Campino Im Sommer möchten Die Toten…

KRAMSKY – Neues Video online

Kramsky veröffentlichen am 08.05.20 ihr neues Album „Metaego“. Zur ersten Singleauskopplung daraus, „Kokain? Ja Bitte!“ hat die Band jetzt ein Video veröffentlicht und schreibt dazu: „Unser neues Video ist da! Dank modernster Technik und nicht unerheblicher Kosten (126.000 €, thx @barhillrecords) haben wir es geschafft, einen Clip zu produzieren, der nach wochenlangen Dreharbeiten und unendlichen…

LABRASSBANDA – Neues Album im Mai

Nach drei Jahren melden sich Labrassbanda mit ihrem neuen Album „Danzn“ zurück. Der Titelsong, der im vergangenen Herbst den Soundtrack für den Kinofilm „Eine Ganz Heiße Nummer 2.0“ lieferte, gibt dann auch die Marschrichtung vor. Denn bei allen eventuell vorherrschenden Sprach- oder Musikschwierigkeiten mit dieser Band – darauf kann man sich immer einigen: Hingehen, um…

BE MY QUARANTINE – Merch kaufen um Lieblingsläden zu unterstützen

Der umtriebige Tour-Mercher von Turbostaat, Friese, hat eine ganz tolle Aktion gestartet. Um dem kulturellen Knockout zu begegnen, hat er in Zusammenarbeit mit Tourhafen einen Merchverkauf auf die Beine gestellt, bei dem der Kunde wählen kann, welchen Club er damit unterstützen möchte. „Nachdem das kulturelle Leben zum vollständigen Erliegen gekommen ist, wird immer mehr Menschen…

Set Loose

Am 8. März wird jährlich der internationale Frauentag begangen. An diesem machen Menschen weltweit darauf aufmerksam, dass immer noch keine vollständige Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen existiert. Nicht nur mit ihrem Bandnamen stellen March einen direkten zeitlichen Bezug dazu her, sondern als Vertreter eines intersektionalen Feminismus schreiben sie sich auch die Geschlechtergerechtigkeit auf die Fahnen. Dabei bleibt es auf „Set Loose“ (Uncle M Music) aber nicht.

Das aus zwei Frauen und zwei Männern bestehende Quartett drückt seine allgemeine Unzufriedenheit über die Gesellschaft aus und versucht die Welt ein bisschen besser zu machen. Denn für sie gibt es viele Punkte, die verändert werden müssen. So rechnet „Start Again“ mit der Arbeitswelt und dem jede Pore der Gesellschaft durchdringenden Leistungsdruck ab, während sich „Born A Snake“ gegen alle Menschen, die Andere ohne Schuld- und Schamgefühle ausnutzen, wendet. In „Reapers Delight“ werfen March schließlich einen bitter-ironischen Blick auf das Leben, indem sie es mit einer Geisterbahn vergleichen. Beide wollen Spaß machen und sind vollgepackt mit Schrecken. Sie besitzen jedoch einen gravierenden Unterschied: Aus der Geisterbahn kann man lebend herauskommen, aus dem Leben jedoch nicht, wie Sängerin Fleur van Zuilen herausstellt.

Musikalisch bewegt sich die belgisch-niederländische Gruppe im Punk ’n’ Roll, bei dem die großen skandinavischen Vorreiter dieses Musikstils wie Turbonegro, The Hellacopters oder die Backyard Babies deutlich erkennbar sind. Aber auch moderne Punkrock-Einflüsse von Bands wie Not On Tour, Munice Girls oder Mobina Galore schimmern hervor. March setzen konstant auf druckvolle Gitarren- sowie Bassarbeit und beweisen des Öfteren Gespür für Melodien oder Eingängigkeit, ohne jedoch große Abwechslung zu bieten.

Dass ausgerechnet der bei der politischen Ausrichtung der Band vielsagende Songtitel „She’s a hurricane“ der ruhigste Song des Albums ist, mag zunächst verwundern. Allerdings bricht auch dieser im letzten Drittel los und entfaltet die Wirkung eines kleinen Wirbelsturms, wodurch er musikalisch einer der spannendsten Tracks des Albums ist. Beachtenswert ist darüber hinaus die raue Stimme von Sängerin Fleur. Diese sorgt in Kombination mit dem immer wieder auftretenden cleaneren Backgroundgesang dafür, dass ein Wiedererkennungseffekt entsteht und die Band nicht in die Beliebigkeit abdriftet.

Mit ihrem Zweitwerk präsentieren March ein gelungenes Album, auf dem sie sich sowohl musikalisch als auch inhaltlich klar positionieren. „Set Loose“ dürfte besonders Fans von rauem Punk ’n’ Roll und Punkrock erfreuen.

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Death in Venice Beach

Was hat Thomas Manns „Der Tod in Venedig“ mit Punkrock zu tun? Eine Menge – zumindest wenn es um „Death in Venice Beach“ (Fat Wreck Chords) geht, das Zweitwerk von The Bombpops. Sängerin und Songwriterin Jen Razavi las den deutschen Literaturklassiker just in dem Moment, als es um die Betitelung der Platte ging. In der Geschichte um die Härten und Risiken des Künstlerlebens fand sich die Band schließlich wieder, der Albumtitel war geboren.

Musikalisch geht es auf „Death in Venice Beach“ durchaus heiter zu. Dynamischer Skate Punk á la Sum 42 oder Bad Religion trifft lebenslustige California-Sounds, die Bilder von Sonne, Strand und schönen Menschen vor dem inneren Auge vorbeiziehen lassen. Leichtfüßige Riffs paaren sich mit treibenden, tanzbaren Drumbeats, eingängigen Melodien und Jen Razavis neckisch-süßem Gesang.

Widmet sich die geneigte Hörerschaft allerdings den Texten, ist es mit eitel Sonnenschein schnell vorbei. The Bombpops machen ihrem Namen alle Ehre, wenn sie düstere Seelenwelten und bedrohliche Emotionen in locker-flockig-bunte Sounds packen und damit eine explosive Mischung kreieren.

Jen Razavi seziert gemeinsam mit ihren BandkollegInnen gnadenlos ihr Innenleben. Zerstörerische Beziehungen kommen beispielweise im Opener „Dearly Departed“ oder in „In the Doghouse“ unters Messer. „Can’t Come Clean“ setzt sich schonungslos und offen mit Razavis Alkoholsucht auseinander, und „Southbound Stranger“ beweint eine Beziehung, von der nur die Sehnsucht nach der geliebten Person geblieben ist.

Hätten The Bombpops all das nicht in den eingangs beschriebenen Sound verpackt, wäre „Death in Venice Beach“ vermutlich kaum zu ertragen. So entsteht ein spannender Kontrast der zwingt, hinter die glitzernde Fassade zu schauen, was vermutlich nicht zuletzt der Homebase des Quartetts geschuldet ist: L.A., Hochburg des schönen Scheins und der finsteren Abgründe. Müßig zu erwähnen, dass Venice Beach der legendäre Strandabschnitt im Süden des Molochs ist. Wahrlich ein zum Sterben schöner Ort.

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Kennt ihr schon…THE DOGS?

Die norwegische Truppe The Dogs um Frontmann Kristopher Schau ist in ihrer Heimat schon lange eine große Nummer und bedient viele Genres. Skater- und Horrorpunk treffen hier auf Hardrock, Hardcore-Vibes oder auch mal ein wenig Alternative Country. In Norwegen hauen die Jungs regelmäßig pro Jahr ein neues Album raus. Und haben wohl das ungewöhnlichste Stück…

ANTI-FLAG – Rette (d)ich wer kann

Wer sich seit mehr als 25 Jahren im politischen Punk-Universum umhertreibt, den darf man getrost zu den Urgesteinen der Szene zählen. Doch anstatt eine gewisse Altersmilde zu entwickeln, sind Anti-Flag immer noch die, die lieber mit Steinen werfen, um ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen. Nationalflagge anzünden? Jetzt erst recht. Wir haben mit Chris#2 darüber gesprochen,…

Kennt Ihr schon… GRADE 2?

Auf der Isle Of Wight macht die Queen mit Vorliebe Urlaub. Kein Wunder, dass die ansässige Jugend von Langeweile geplagt wird. Drei Jungs wussten sich zu helfen, gründeten eine Band und nannte sie Grade 2. Die kleinen uns großen Inseln von Großbritannien reichten für ihre Touren bald nicht mehr aus, und so machten sie sich…