Schlagwort: Modern Metal

MISTER MISERY – Horror-Metaller kündigen zweites Album an

Die schwedischen Horror-Metaller Mister Misery kündigen nach ihrem erfolgreichen Debüt vom Herbst 2019 mit der Single „Ballad of the Headless Horsemen“ ihr zweites Album „A Brighter Side of Death“ an. Das neue Album soll am 23. April bei Arising Empire erscheinen. Die vier Jungs kommen wie eine energiegeladene Mixtur aus Cradle of Filth und Linkin…

Dealing With Demons I

Vor über zwei Jahren hatten die Mannen von Devildriver bekannt gegeben, an einem Konzept-Doppelalbum zu arbeiten. Nun ist der erste Teil erschienen, die Fortsetzung soll im kommenden Jahr das Licht der Rockmusik-Welt erblicken. Die Mannen um Frontmann Dez Fafara sind mit ihrem Mix aus Thrash- und modernem Death-Metal durchaus gefällig und dementsprechend beliebt als Live-Band. Thematisch geht es um die persönlichen Dämonen, die Haupttexter Fafara zu bekämpfen hat – und die in den vorab erschienenen Musikvideos metaphorisch à la Metal zu sehen waren.

„Keep Away From Me“ beginnt ruhig, schlägt aber schnell mit düsteren Riffs und wütenden Screams eine verstörende Richtung ein. „Vengeance Is Clear“ und „Witches“ haben den Groove, der dem Groove Metal seinen Namen gegeben hat und mit seinen rhythmisch vorgetragenen Reimen daran erinnert, daß die Band Enkel der Nu-Metal-Fraktion sind. „Wishing“ kommt ungewohnt melodisch und eingängig daher, wären die verzerrten Gitarren nicht, könnte man der Band anbiedernde „Lincoln-Park-isierung“ vorwerfen. Zumindest variieren die Kalifornier ihr übliches Songmuster hier etwas, was lobenswert ist.

Der Titeltrack hat einen unbequem treibenden Beat, der verstört, der nach Auflösung schreit und damit einer der besseren Songs ist. „The Damned Don’t Cry“ überrascht mit polyrhythmischen Spielerien und sorgt damit ebenfalls für eine kleine Überraschung.

Devildriver tun mit „Dealing With Demons I“ das, was man von ihnen erwartet. Selbst wenn einige kleinere Experimente auf dem neuen Album zu verzeichnen sind, man wird sicher niemanden aus der Fangemeinde verprellen. Thrashige Riffs, wütende Screams und ein Hauch von Nu-Metal sind die Zutaten, die die California-Boys auch auf ihrem neuen Album zu ihrer eigenen Modern-Metal-Mahlzeit anrichten. Für Freunde von Bands wie Lamb of God, Slipknot, Machine Head oder Parkway Drive dürfte das ein wohlmundendes Gericht sein, das Appetit auf einen Nachschlag macht.

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CMFT

Besitzt Corey Taylor eigentlich eine Bienenmaske? Zumindest als Frontmann von Slipknot sollte er eigentlich eine große Auswahl an Kostümen haben. Das Insekt würde nämlich gut zu ihm passen, da er wohl gemeinsam mit Josh Homme (Queens Of The Stone Age) und Dave Grohl (Foo Fighters) zu den Fleißbienchen unter den großen Rockstars gehört. Denn neben seinem Hauptberuf als Sänger und Frontmann von Slipknot und Stone Sour sowie seiner Tätigkeit als Autor mehrerer Bücher präsentiert er nun sein erstes Soloalbum. Für „CMFT“ (Roadrunner) hatte er angekündigt, dass es anders klingen werde als seine beiden Hauptbands.

Gleich der Opener „HWY 666“ ist eine Tempo-Nummer irgendwo zwischen Hard Rock und Punk mit einer überraschenden, aber hörenswerten Prise Country. Diesen Südstaaten-Einschlag besitzt ebenfalls „Samantha’s Gone“. Allerdings zeigt Taylor hier, wie es eigentlich nicht geht. Der Refrain könnte nämlich aus der Feder von Bon Jovi stammen. Ausgerechnet dieser Part wird dazu noch fast bis zum Erbrechen totgedudelt.

Auch wenn die meisten Tracks insgesamt zwischen ganz okay und gelungen schwanken, sind derartige Vollaussetzer auf „CMFT“ die Ausnahme. Musikalisch setzt Corey Taylor größtenteils auf eine Mischung aus Pop-Rock-Nummern wie „Black Eyes Blue“ oder „Kansas“ und Hard-Rock-Songs wie „Culture Head“ und „Halfway Down“. Gerade bei letzten wird deutlich bemerkbar, dass Taylor ein Gespür für eingängige und gute Gitarrenriffs hat.

Abwechslung bringen das leicht schrille „Meine Lux“ sowie das mit einem tragischen Songtitel versehene „Everybody Dies On My Birthday“, bei denen das Tempo deutlich angezogen wird. Die Gegenstücke hierzu bilden „Silverfish“ und „Home“. Ersteres ist eine sich langsam aufbauende halbakustische Ballade, während zweiteres lediglich mit Klavier und Streichern daherkommt. Es ist der emotionale Höhepunkt des Albums.

Denn anschließend tobt sich Corey Tylor richtig aus. Zunächst holt er sich für „CMFT Must Be Stopped“ Hilfe der beiden Rapper Tech N9ne und Kid Bookie. Dieser äußerst spaßige und unterhaltsame Crossover-Track hat so eine dicke Hose an und schleudert dem Zuhörer so oft ein freundliches „Motherf*cker“ entgegen, dass Kollege Ice-T von Body Count fast schon neidisch herüberschielt. Im dazugehörigen Video gibt es dazu Gastauftritte von Marilyn Manson, Lars Ulrich, Rob Halford, Chris Jericho und ZillaKami.

Zum Abschluss geht es dann aber tatsächlich noch um die wirklich wichtigen Themen: Wer wollte sich nicht schon immer mal mit dem „European Tour Bus Bathroom“ beschäftigen? Der Fantasie sollen an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt sein. Als nicht einmal zwei-minütiger Hardcore-Kracher bildet der Song musikalisch ein würdiges Ende der Platte.

Corey Taylor hat Wort gehalten: Kein Track auf „CMFT“ würde zu Stone Sour oder Slipknot passen. Allerdings dürften auch viele Songs einfach nicht den Ansprüchen dieser beiden Bands genügen. Das soll letztlich nicht bedeuten, dass „CMFT“ ein schlechtes Album geworden ist. Corey Taylor hatte bei den Aufnahmen einfach Spaß und ließ Narrenfreiheit walten. Dass dabei nicht jedes Lied ein Highlight wird, darf ihm dabei ruhig zugestanden werden.

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JINJER – Kündigen überraschend Shows an

Der heißeste Metal-Export der Ukraine, Jinjer, hat in einer Zeit, die von steigenden Corona-Fallzahlen geprägt ist, überraschend eine Handvoll Clubshows angekündigt. Die Band kündigte dies am vierten Geburtstag ihres Debüts „King of Everything“ an. Die vier Konzerte sollen bereits Mitte September in Deutschland und der Schweiz stattfinden. Die Band kommentiert: „Wir haben als Band immer…

EVANESCENCE & WITHIN TEMPTATION – Neue Termine zur Stadion-Tour (Update)

Die beiden Alternative-Metal-Bands Evanescence und Within Temptation, beide seit Anfang der 2000er Jahre große Nummern im Metal-Zirkus, haben neue Termine für ihre gemeinsam Tour bekannt gegeben, die wegen der Corona-Krise verschoben werden musste. Die „Worlds Collide“-Tour wird die beiden Bands mit ihren Frontfrauen Amy Lee und Sharon den Adel quer durch Europas größte Hallen führen…

DEVILDRIVER – Kündigen Doppelalbum für Oktober an

Die kalifornischen Groove-Metaller DevilDriver haben für den 9. Oktober den ersten Teil eines neuen Doppelalbums angekündigt. „Dealing with Demons I“ wird bei Napalm Records erscheinen. Die erste Single „Keep Away From Me“ ist seit Mitte Mai online. Im Song thematisiert Frontmann und Sänger Dez Fafara seine persönlichen Unsicherheiten im sozialen Kontakt mit anderen Menschen auf…

KORN veröffentlichen Konzertfilm von geheimer Release-Show

Korn wenden sich aus der Selbstquarantäne während der Corona-Pandemie mit einem Konzertfilm an ihre Fans. Dieser wurde während einer geheimen Album-Release-Show im Herbst gefilmt. Das letzte Album der Band, „Nothing“, erschien am 13. September 2019 und erreichte international Top-Ten-Platzierungen. Viel Spaß beim Eintauchen in dieses ganz besondere Konzert an alle, die nicht dabei sein konnten.…

LAMB OF GOD – Album verschoben, neuer Song online

Lamb of God haben mit ‚New Colossal Hate‘ einen weiteren Titel aus ihrem kommenden selbstbetitelten Album veröffentlicht. Gleichzeitig wurde die Veröffentlichung wegen der Corona-Pandemie auf den 19. Juni verschoben. Es erscheint bei Nuclear Blast. ‚New Colossal Hate‘ folgt dem offiziellen Musikvideo zu ‚Memento Mori‘, das seit seinem Debüt Ende März mehr als 3,5 Millionen Mal…

Endless Restless

Es gibt viele mythische Teufels-Brücken auf der Welt. Laut Wikipedia sollen die meisten davon in Europa und Südamerika stehen und häufig eine beliebte Touristen-Attraktion sein. Mit Devils Bridge gibt es in Europa nun eine weitere von ihnen. Diese ist allerdings nicht aus Stein gemauert, sondern ihr Fundament beruht auf der Debüt-EP „Endless Restless“ (Fastball Music) auf Schwermetall.

Die fünf Schweizer liefern einen Sound, der sich laut Pressetext Modern Melodic Metal nennt. Dieser Genrezuordnung machen Devils Bridge alle Ehre. Songs wie „555“, „Captain Devil“ oder „Centrifuge of Life“ sind feine Heavy-Metal-Stampfer mit eingängigen Refrains sowie groovigen Gitarrenriffs und knallenden Bassläufen. „Fire Free“, das wohl poppigste Lied der EP, besitzt dazu noch leichte Symphonic-Metal-Anleihen. Als Highlight kann jedoch der Titelsong „Endless Restless“ gelten. Der mit über fünf Minuten längste Track beginnt langsam, um schließlich Tempo aufzunehmen und in einen wunderbar harmonischen Refrain aus Gesang und Gitarre zu münden. Dabei wird allerdings auch wieder die ein oder andere überraschende langsame Wendung genommen.

Trotz der bewusst eingängigen Kompositionen ist erfreulich, dass die Band nicht in den Pathos von Power Metal verfällt. Hierfür verantwortlich ist vor allem Sängerin Dani Nell. Diese versucht sich gar nicht erst wie so viele Frauenstimmen im melodischen Metal-Bereich am Arien-Stil, sondern singt lieber mal rau und mal klar, aber immer ausdrucksstark und kraftvoll.

Es ist etwas schade, dass „Endless Restless“ bereits nach sechs Liedern zu Ende geht. Mit ihrer musikalischen Qualität hätten Devils Bridge gerne sofort ein vollständiges Album veröffentlichen dürfen. Ein gelungener Einstand in die Metal-Welt ist die EP jedoch allemal.

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Kennt ihr schon… KYLER?

Wenn eine Rockband ihre Musik selbst als „Black Forest Groove Metal“ bezeichnet, dann kann man sich zu Recht fragen, wie der Schwarzwald wohl klingen mag. Zumal die Jungs von Kyler aus dem südbadischen Offenburg seit ihrem neuen Album „Willkommen“ im Gegensatz zur früher nur noch auf Deutsch bringen. Schwarzwälder Groove Metal also. Im Interview hat…