Schlagwort: Heavy Rock

GOODBYE JUNE – Ab Mitte Juli auf Clubtour in Deutschland.

Es dauert nur noch wenige Tage, bis Goodbye June nach Deutschland kommt. Die US-amerikanische Rock-Band aus Nashville konnte mit ihrem in diesem Jahr veröffentlichen Album „See Where The Night Goes“ nicht nur die Medien beeindrucken. MedienechoClassic Rock – 8/10„ „See Where The Night Goes“ ist nichts weniger als eine lückenlose Dokumentation ausgezeichneten Rock`n`Roll-Songwritings, das zu…

VI

Als wäre die Info über die Veröffentlichung eines neuen Albums der norwegischen Kult-Combo Spidergawd nicht schon eine gute Nachricht, legen wir noch einen drauf. Nein, eigentlich sogar zwei. „VI“ (Crispin Glover Records) ist das erste Album mit doppelter Gitarrenbesetzung. Brynjar Takle Ohr hatte die Norweger schon live unterstützt und ist jetzt fest mit im Sattel. Außerdem ist Rolf Martin Snustad an sein Saxophon zurückgekehrt, nachdem er die Band kurzfristig verlassen hatte. Also: Volldampf voraus für das 2013 ursprünglich als Motorpsycho-Nebenprojekt gegründete Ensemble.

Nach dem Vorgänger „V“ kommt natürlich „VI“. Das Prinzip der Namensgebung ist bei Spidergawd so simpel wie hinlänglich bekannt. Bekannt ist natürlich auch der Sound. 70er Stoner-Prog, Psychedelic, immer rotzig und laut, massiv, und dieses Mal darf es immer noch ein Gitarrenschäufelchen mehr sein. Die Vocals von Per Borten sind gewohnt kraftvoll, es darf auch mal geschrien werden, was vielleicht auch nötig ist, um gegen die dicken Wände der beiden Gitarren anzukommen. Am Schlagzeug treibt Kenneth Kapstad weiterhin sein Unwesen., und rein musikalisch kann man den Norwegern auch dieses Mal eine durch die Bank weg hohe Qualität attestieren. Allerdings driften viele der acht Songs auf „VI“ ganz gehörig ab in die Classic-Rock Ecke. Sie sind eingängig, treibend, groovig, schnell, aber es fehlt doch das berühmte und eigentlich erwartete Quantum Sperrigkeit, das Überraschende, eben das, was Spidergawd bisher in erster Linie ausgemacht hat.

Eingangs erwähntes Saxophon hält sich auf „VI“ überraschend zurück. Leider. Es spielt zwar oft mit, geht aber fast immer im Mix unter und kann mehr erahnt als erhört werden. Erst am Ende des Albums kommt es zu kleinen Solo-Ehren. Das ist sehr schade und der Schwachpunkt eines ansonsten gelugenen Albums, denn gerade dieses Instrument hat Spidergawd immer einen ganz besonderen Sound verliehen. Ob man „VI“ also richtig mag oder nicht, hängt wieder einmal vom persönlichen Geschmack hab. Wer modernen klassischen Rock mit ein paar Stoner- und Psychedelic-Einflüssen mag, wir auch hier wieder gut bedient. Wer es lieber etwas experimentell haben möchte, sollte vorher auf jeden Fall in Release Nummer sechs reinhören. Es ist ein gutes, handweklich sauber gemachtes Album geworden, aber der letzte Funke totaler Begeisterung mag leider nicht überspringen.

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Ambition Freedom

Heavy, stoned, angejazzt, überraschend, fast schon progressiv, all das und noch viel mehr ist „Ambition Freedom“ (Drabant Music), das neueste Werk von Thulsa Doom. Die 1999 gegründete Band (nach Auszeit und Rückkehr des Sängers immer noch in Originalbesetzung) ist schon lange eine große Nummer im heimischen Norwegen. Benannt nach dem Bösewicht in Robert E. Howards Conan bzw. Kull Geschichten haben die fünf Bandmitglieder lustige Namen wie Papa Doom, El Doom oder auch Doom Perignon.

Musikalisch wurde die Band aus Oslo beeinflusst durch die frühen Black Sabbath oder auch die Stoner-Rocker von Kyuss, man wird aber auch ein wenig Thin Lizzy oder frühe Deep Purple entdecken. Auf „Ambition Freedom“ kommen zusätzlich Einflüsse aus dem Jazz und Psychedelic Rock hinzu. Heavy Rock trifft Classic- und Stoner-Rock trifft nordisch-unterkühlten, aber ausgesprochen groovenden Alternative. Dabei schwingen oft 70er Jahre Attitüde mit, so im Opener ‚Endless, Unless‘. Zwischendurch wird es fast schon poppig mit dem energiegeladenen ‚Man With Ambition‘. Der Song ‚Die Like An Aviator‘, ein heimliches Highlight des Albums, das durch die Bank weg mit starken Songs aufwartet, hat einen ganz starken Refrain, der Erinnerungen an schwedischen Hard Rock weckt, aber auch mit jazzigen Parts aufwartet, die der Platte an dieser, aber auch an vielen anderen Stellen eine ganz besondere Note geben. Besonders spannend sind ohnehin die kleinen Details am Rande: Hier eine Slide Guitar, dort orgelnde Keys. Kleine Akzente lockern den schweren Rock auf und sind begeisternde Zeugen von großartigem Songwriting.

Bei manchen Titeln denkt man sich beispielsweise am Anfang, dass man genau weiß, was als nächstes kommt. Doch weit gefehlt! Das norwegische Quintett überrascht immer wieder mit dem Bruch sämtlicher Konventionen, mit unerwarteten Effekten auf den Vocals und einer dichten, modernen Produktion. Das Ergebnis: Acht faszinierende Songs, ein starkes Album für alle Heavy-Rock-Freunde.


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24/7 DIVA HEAVEN – Exklusive Vinyl-Veröffentlichung vor CD-Release

Drei Damen aus Berlin haben „Stress“.  Das ist zumindest der Titel des ersten Longplayers des Punk Trios 24/7 Diva Heaven, das schon seit einigen Jahren die Szene aufmischt, diverse Club- und Festivalauftritte absolviert und vor zwei Jahren eine EP veröffentlicht hat. Jetzt starten die Mädels mit ihrem Debüt so richtig durch. Punk trifft auf Noise,…

FAR FROM WHO WE ARE – Exklusive Videopremiere der Alternative-Rocker

Heute haben wir die Freude, euch in Kooperation mit der Plug Music Agency deutschland-exklusiv das neue Video der südafrikanischen Alternative-Rocker Far From Who We Are zu präsentieren. Das knallige Trio aus Johannesburg hat 2017 ihr selbstbetiteltes Debüt-Album veröffentlicht und wurde kürzlich mit dem „Südafrikanischen Grammy“ als „Best Alternative Metal Band“ ausgezeichnet. Die Single-Premiere „Rise“ ist…

VALKYRIE – Heavy-Sludge- Rocker mit neuem Album Ende Juli

Für Freunde von Bands wie Baroness, Windhand, Mastodon, Pentagram, The Sword, Red Fang oder Black Sabbath gibt es aufregende Neuigkeiten. Die Heavy-Rocker Valkyrie aus Virginia werden in wenigen Wochen ihr neues, rifflastiges Album „Fear“ veröffentlichen. Das erste Album der Band seit 5 Jahren soll progressiver und vielseitige als die Vorgänger klingen. In Stücken wie Feeling…

BARBARA BLACK – „Tiger Tamer“ als Singleauskopplung

Die spanische Hard-Rock/Heavy-Metal-Band Barbara Black hat zu ihrem kürzlich erschienenen Album „Love, Death & Flies“ (Rock Estatal) eine neue Singleauskopplung herausgebracht. Hierbei handelt es sich um den Album-Track „Tiger Tamer“, in dem vor allem Frontfrau Barbara Black ihre Rockröhre wieder voll aussspielt. Bandhomepage

RUFF MAJIK – Stoner Rocker bei neuem Heavy Rock Label Mongrel Records

Das südafrikanische Indie Label Just Music hat ein neues Sublabel für harte Rockmusik gegründet. Mongrel Records hate es sich zur Mission gemacht, die blühende Metal- und Rockszene in Südafrika abzubilden. Man darf also auch von uns in Zukunft mehr Hartwurstmucke vom Kap der Guten Hoffnung erwarten. Als erstes Signing wurden die Psychedelic Stoner Rocker Ruff…

Deliverance at the Crossroads

Vor drei Jahren flatterte eine unscheinbare Blues-Rock-CD einer unserer Medienpartner in die Whiskey-Soda-Redaktion. Blindstone, ein energiegeladenes, sehr passioniertes Bluesrock-Trio aus Dänemark hinterließ mit „The Seventh Circle of Eternity“ bleibenden Eindruck nicht nur bei uns. Obwohl die Band um Gitarrist, Sänger und Mastermind Martin J. Andersen bereits seit 2002 wunderbare Musik produziert und das neueste Werk „Deliverance at the Crossroads“ bereits Studioalbum Nummer Neun ist, ist das Trio nach wie vor ein Underground-Geheimtipp. Es stellt sich die berechtige Frage, warum eine derart fleißige und kompetente im Blues verwurzelte Knallerband nicht wesentlich bekannter ist.

Wie dem auch sei und egal ob man Blindstones Musik jetzt Bluesrock oder bluesbasierten Heavy Rock nennt; auch das neue Album ist eine kleine, strahlende Perle im Schmutz der Unmengen von leidenschaftslos produzierter, massenkompatibler Radiomusik. Die Wiege der Rockmusik ist bekanntlich der Blues, und dem setzen Andersen und seine Mitstreiter einmal mehr ein beeindruckendes, Ton gewordenes Denkmal. An dieser Stelle muss man einfach den Titelsong hervorheben. Es gibt keinen Grund, warum dieser Song nicht mit dem Evergreen ‚Empty Rooms‘ des großen Gary Moore gleichzusetzen wäre. Er hat die gleiche Leidenschaft, die gleichen, ausgedehnten, meisterhaften Gitarrensoli, den gleichen, warmen Gesang, den gleichen melancholischen Text – schlicht alles, was ein musikalisches Meisterwerk ausmacht.

I’m walking through the dark night
And I feel so alone.
As I’m searching for the right life
And my courage is overthrown.
There’s a light, and a sign
and it tells me where to go
No more crying, I breathe a sigh
As I find my
Deliverance at the Crossroads.

Auch wenn der Titeltrack heraussticht, finden sich weitere Schmuckstücke und kein einziger Lückenbüßer auf „Deliverance at the Crossroads“. Egal ob der rifflastige Opener ‚World of Trouble‘, der ultra-groovige Rocker ‚Stick to your Guns‘, ‚Groove Nation‘ mit seinem Funk-Einschlag oder die Hartbrett-Nummer mit Ohrwurm-Refrain ‚What I Want‘ – nie fehlt das gewisse Etwas. Dabei halten Blindstone zu jeder Zeit perfekt das Gleichgewicht zwischen harten Riffs, tollen Melodien und meisterhafter Beherrschung ihrer Instrumente. Andersens Gitarrenspiel ist in einer Liga mit den großen Namen des Genres, was die Instrumental-Nummer ‚Olympus‘ gemeinsam mit dem Titeltrack ehrfurchtgebietend belegt. Daß er außerdem ein begnadeter Sänger ist, stellt er dagegen bei ‚Another Day‘ unter Beweis. „Deliverance at the Crossroads“ ist unser erstes Album des Monats 2020.

Anspieltipps: Deliverance at the Crossroads, Olympus, Dove.

Text des Titeltracks ‚Deliverance at the Crossroads‘

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Grooveyard Records (Label)

Onyx

Der Onyx ist bekanntlich ein Schmuckstein, bei dem schwarze und weiße Lagen oft miteinander wechseln. „Onyx“ (Noisolution) heißt auch das zweite Album des Berliner Quartetts VUG, und es trägt seinen Namen ganz passend, denn die Musik ist abwechslungsreich mit vielen Farben und Schattierungen.

Vor rund eineinhalb Jahren hat VUG das selbstbetitelte Debüt veröffentlicht. In der Folge gab es nach dem Ausstieg des Drummers Nick DiSalvo mit Leonard Vaessen einen Neuzugang, der auch gleich die Produktion des Albums mit übernommen hat. Gemeinsam mit Maximilian Raine und Frontmann Felix Scholl an den doppelten Gitarren und dem Bassisten Philipp Hennermann, der auch das Cover gestaltet hat, wandeln VUG auch auf dem zweiten Release wieder mutig zwischen den Genres. Diese reichen  von Proto- über Heavy- und Hard-Rock bis hin zum Blues, wobei über allem das angesagte „Retro“-Feeling schwebt. Wer die Berliner Kollegen von Kadavar mag, fühlt sich auch bei VUG schnell heimisch. Zurück in die 70er, aber dennoch fest in der Gegenwart verwurzelt und angetrieben von Spielfreude, musikalischer Kreativität und hörbar guten Vibes – das sind VUG.

Die Band überzeugt gerade auch mit den etwas ruhigeren Nummern wie dem wunderbaren ‚On My Own‘, wenn akustische Gitarren im Vordergrund stehen, die aber durch die markigen Vocals nie zu soft ausfallen. Das klingt schon fast nach Berliner Americana. Dann wird es wieder wuchtiger im Stile der alten Black Sabbath Alben oder auch ein wenig inspiriert durch Classic Rock à la Thin Lizzy. Leicht düster angehaucht, lädt die Musik oft zum Treiben und Augenschließen ein, wenn im epischen ‚Palace Of Sin‘ der alte Schlagzeuger NickDiSalvo als Gastdrummer zurückkehrt.

Wie bei den einzelnen Lagen des Onyx: Die Mischung macht’s. Und die stimmt bei VUG. Retro Heavy Rock mit einer passenden Portion Groove und einer gewissen Stoner-Attitüde – VUG sollte man definitiv im Auge (und im Ohr!) behalten.

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