Schlagwort: Glam Rock

ROCK HARD FESTIVAL – Neuer Versuch, dieselben Bands

Nach der erfolgreichen, sicheren „One Day“-Version des Rock Hard Festivals im September, ist die Planung des Restarts des Festivals Pfingsten nächsten Jahres (03. bis 05. Juni 2022) im vollen Gang. Außer den Absagen von Blue Öyster Cult und Harlott ist das Billing dasselbe geblieben, wie es für 2020 angekündigt war. Sprich Accept, Sacred Reich, Phil…

KISS – Destroyer erscheint in Deluxe-Neuauflage

45 Jahre nach dem Erst-Release veröffentlichen die Hardrocker von KISS ihr Erfolgswerk „Destroyer“ (Universal Music) frisch gemastert in verschiedenen Deluxe-Versionen noch einmal. Neben zahlreichen Superhits wie „Detroit Rock City“, „God Of Thunder“ oder „Beth“, die bis heute in fast jeder Setlist auftauchen, gibt es eine Menge Zusatzmaterial. Neben Demos, Alternativ-Versionen und unveröffentlichten Tracks gibt es…

THE DARKNESS – Neues Album und UK-Tour

Der Brexit ist vollzogen. Durch diese Tatsache sowie die nach wie vor bestehende Corona-Pandemie, dürfte es für Fans aus dem deutschsprachigen Raum schwierig werden, die Glam-Rocker von The Darkness bei ihrer just angekündigten Tour in der britischen Heimat zu sehen. Ein kleiner Trost dürfte das ebenfalls angekündigte neue Album darstellen. Das hat den Namen „Motorheart“…

KISS – Termine für 2022 bestätigt

Nach einer legendären und geschichtsträchtigen 45-jährigen Karriere, die eine Ära von Rock‘n‘Roll-Ikonen einläutete, starteten KISS im Januar 2019 ihre finale Abschiedstournee. Leider konnten KISS aufgrund der aktuellen Weltereignisse die ursprünglichen Termine für 2020 und 2021 nicht abschließen. Die Band freut sich, nun die europäischen Neuansetzungen für 2022 bekannt geben zu können. Im neuen Tour-Zeitraum, der…

KISS – Jahresabschluss mit lautem Knall

Der gemeine Konzertjunkie hat es in diesem Jahr nicht leicht gehabt. Verständlich, dass er daher quasi nach jedem Strohhalm greift. So auch an Silvester 2020. Ein Tag, an dem man im Normalfall in guter Runde ohne TV ins neue Jahr feiert. Die US-amerikanische Hardrock-Band Kiss hat für den Jahreswechsel etwas Besonderes geplant. Vor dem Hotel…

American Amadeus

Wer es bunt, laut und pompös-schillernd mag, wurde zum Jahreswechsel 2020/21 mit ein paar verbotenen Restbeständen aus dem Vorjahr enttäuscht. Vielleicht spendet die neue Scheibe „ American Amadeus “ (Steamhammer/SPV) der Glamrocker John Diva & The Rockets of Love, die Anfang dieses Jahres so ganz ohne Roadshow ihren Weg in die Ohren der langhaarigen Spandex-Träger*innen fand, etwas Trost.

Raketen der Liebe trotz Feuerwerksverbot?

John Diva, selbsternannter Californian Sunnyboy, und seine musikalisch hochbegabten Buddies aus aller Welt schlagen mit ihrem zweiten Studioalbum ein neues Kapitel der Musikgeschichte auf. Zumindest wenn die Ära der Rockmusik von 1970 bis 2020 komplett ausgeblendet wird. Wenn nicht, kommt einem der ein oder andere Sound bekannt vor.  Mancher Song klingt wie eine Zeitreise zu den  jungen KISS, Mötley Crüe, Bon Jovi, Aerosmith und Whitesnake. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Diva schon als Jugendlicher Songs für Vince Neil und Axl Rose geschrieben hat.

Und weil die Zeitmaschine einen Defekt zu haben scheint, ist sie für den Titelsong noch kurz im 18. Jahrhundert stecken geblieben. Genau dort, wo auch Falko schon 1985 schon einmal ein Tête-à-Tête mit dem „Rocking Amadeus“ hatte. Dieser brachte den Jungs das Cembalospielen bei und schickte sie schnell wieder zurück zu ihren Idolen in die 80er. Wem also AC/DC zu technisch, Steel Panther zu ernst und Mötley Crüe zu brav sind, der kann sich sicher mit JDATROL anfreunden.

Raketen, Zweitakter und Pudelrocker

Das Album beginnt tatsächlich mit einer kleinen Rakete. ,Vodoo, Sex and Vampires’, so der vielschichtige Titel des Openers, geht auf jeden Fall gut nach vorne und macht bei einem richtige Livekonzert bestimmt ordentlich Stimmung. Man munkelt, Hannes Braun von Kissin’ Dynamite habe bei einigen Songs seine Finger im Spiel gehabt. Es ist vorstellbar, dass dies beim auch ersten Song der Fall ist. Das Gitarren-Solo klingt irgendwie nach KD. Was definitiv als Kompliment gemeint ist! Und auch das Banjo, gespielt von Michael Voss, passt sich stimmig in das Lied ein.

Die erste Single, die bereits im September 2020 erschien, ist ebenfalls sehr gelungen. ,Bling Bling Marilyn’ erzählt eindrucksvoll die Geschichte einer komplizierten jungen Dame, die emotional hin- und hergerissen ist zwischen einer festen Bindung und einem Leben in Prunk und Luxus. Das könnte man zumindest mit etwas Fantasie in die 133 Wörter des Textes hineininterpretieren. ,Soldier of Love,’ ,Champagne on Mars’, ,Movin’ Back to Paradise’ und ,2 Hearts’ sollten erst gar nicht erwähnen werden, weil sie einfach nicht hängenbleiben. Das ist feinste 80er Popmusik, wie  verirrte Vespas auf den Harley Days. ,Wasted in Babylon’ und ,Drip Drip Baby’ haben Potenzial zum Mitgröhlen und bedienen bestens das (trinkende) Party-Volk.

Alles in allem bildet „American Amadeus“ eine gute Grundlage, um die Bühnenshow von JDOTROL weiter auszubauen. Und das ist genau das, wofür es diese Band gibt! Für all jene, die den mittlerweile alternden Bands der  Glamrock-Szene nachtrauern, sind JDOTROL da und bringen diese Zeiten mit Power auf kleine und großen Bühnen zurück. Aber man muss sich schon die Perlen raussuchen. Zum Hören alleine im Wohnzimmer an grau-feuchten Wintertagen bringt das Album zumindest Farbe rein, scheint aber andererseits auch ein bisschen fehl am Platz. Aber kennt ihr das, wenn ein Signal vom Ohr in den Körper geht, und der Körper ruft: „Gib’ mir was zu Trinken!“? Prost!

Gastautor: Christoph K.

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KISS – Spektakuläres Streamkonzert zum Jahreswechsel

Während sich in Deutschland derzeit viele Gerichte mit dem geplanten „Böllerverbot“ zu Silvester befassen müssen, kündigt Kiss eine gigantische Streamingshow an, welche aus Dubai übertragen wird. Kiss-Fans, welche auf die Fortsetzung der „End Of The Road“-Welttournee warten, können die Zeit bis zum neuen Termin mit diesem Event verkürzen. Wer die US-amerikanische Hard-Rock-Band schon einmal live…

BLIND GUARDIAN – Weihnachtscover von Slade

Dass Blind Guardian gerne mal Songs covern ist wahrlich nichts Neues mehr, wenn man beispielsweise nur an eine Compilation wie „The Forgotten Tales“ (1996) denkt. Weihnachtslieder zu spielen ist für die Krefelder jedoch neu. Nun haben sie sich den Weihnachtsklassiker „Merry Xmas Everybody“ der Glam-Rock-Band Slade vorgeknöpft. Noch besser als das Cover ist allerdings das…

BLUE ÖYSTER CULT – Erstes Studioalbum nach 20 Jahren

Fast zwei Jahrzehnte nach „Curse of the Hidden Mirror“ veröffentlicht die US-amerikanische Hardrock-Band Blue Öyster Cult ihr mittlerweile 15. Album. „The Symbol Remains“ wird am 9. Oktober erscheinen. Mit „Tainted Blood“ wurde bereits die dritte Single aus der kommenden Platte veröffentlicht. Sänger und Gitarrist Eric Bloom: „Der Albumtitel „The Symbol Remains“ stammt aus einem Zitat…

Once Upon A Time

Progressive Rock tut sich immer schwer damit, kategorisiert zu werden, dafür gibt es doch zu viele Spielarten und zu viele Ideen, komplexes Songwriting mit ausufernden Soli zu verbinden. Alles schön und gut, aber wer tatsächlich mal wieder einen wirklich eigenen, unverkennbaren Stil hören möchte, dem sei „Once Upon A Time“  (Steamhammer / SPV) des  Trios Cryptex ans Herz gelegt.

Die Band aus dem niedersächsischen Salzgitter ist mit ihrer Musik schon immer theatralisch gewesen, und auch auf dem dritten Album wird eine farbenfrohe und melodische Mischung aus Hardrock-Bombast im Queen Gewand, folkiger Instrumentierung im Jethro Tull Stil und leicht düster daherkommenden Sound-Tüfteleien mit Muse-Charakter zelebriert. Songs wie  der Titeltrack oder ‚The Promise Keeper‘ haben nicht nur erwähnten theatralischen Charakter, sondern könnten genauso auch Teil eines (Rock) Musicals sein, denn sie sind im Songwriting durchdacht und schwelgen in feinem Bombast, beschwören Bilder herauf.

Vielseitigkeit wird hier groß geschrieben, und dennoch wirkt „Once Upon A Time“ zu jederzeit wie aus einem Guss, was auch der prägnanten Stimme des Frontmannes Simon Moskon geschuldet ist. Mehrstimmige Vocals treffen auf abwechslungsreiche Arrangements mit Folk- und Hardrock-Attitüden, schnelle Gitarrenläufe wie in ‚Reptiles‘ wechseln sich ab mit extravaganten Piano-Spielereien (‚Bloodmoon‘). Die Band hat sich hörbar weiterentwickelt und überrascht nicht nur mit sensiblen Texten, sondern auch mit immer wieder emotionaler Musik, die teils brachiale Metal-Gefilde streift, um gleich darauf wieder filigran und zerbrechlich zu wirken. Überraschungen gibt es in fast allen Songs, die sich oft ganz anders entwickeln, als man zunächst vermutet. Da metamorpht klassischer Hardrock in dunklere Metal-Sphären, um plötzlich wieder im sanften Rock mit schmalzigen, aber jederzeit schönen Gitarrenbögen zu landen.  

Progressive Rock – das sind doch Songs mit ständigen Rhythmus- und Tempowechseln, sperrige Container für hochtalentierte Musiker, nicht wahr? Das trifft ohne Frage alles auf Cryptex zu, auch wenn hier das Sperrige immer wieder dem Melodischen weicht, wenn bei allem technische Gefrickel nie das Ziel aus den Augen verloren wird.

„Once Upon A Time“: Es war einmal ein sehr starkes Prog-Album zum Sich-Verlieren, Wiederfinden, zum Träumen und Mitrocken. Glückwunsch dazu, Cryptex!

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