Schlagwort: Alternative Metal

Neues KORN Album erscheint nächste Woche

Bereits zweieinhalb Jahre nach dem Vorgänger «The Nothing» erscheint am 4. Februar mit «Requiem» das 14. Studioalbum der kalifornischen Alternative-Metaller Korn. „Forgotten“ erscheint im Zuge von Korns angekündigter 2022er Tour, welche am 4. März startet und von Live Nation veranstaltet wird. Korn werden auf dieser, 19 Termine umfassenden, Arena-Tour von den besonderen Gästen Chevelle und…

Hushed & Grim

Zwanzig Jahre Bandgeschichte haben Mastodon inzwischen auf dem Buckel. Nach jeder Menge journalistischer Lorbeeren und einer wachsenden Fangemeinde markierte „Emperor of Sand“ von 2017 den vorläufigen Höhepunkt der Populraität der Band. Das erste Mal war die Gruppe aus Atlanta auch in Deutschland in den Top 10 der Album-Charts. Und für den Titel „Sultan’s Curse“ gab es endlich den lange überfälligen Grammy. Nun folgt viereinhalb Jahre und eine weltweite Pandemie später das erste Doppelalbum der Bandgeschichte. Entsprechend hat das Studioalbum Nummer 8 mit dem Titel „Hushed & Grim“ (Reprise Records) auch eine beeindruckende Laufzeit von rund 90 Minuten. Das ist für Fans der Band erfreulich, für Neulinge im Universum der Band aber anspruchsvoll. Denn Mastodon machen keine harte Musik für Jedermann.

Das Opus beginnt mit „Pain With An Anchor“ und einem beeindruckenden Trommelwirbel. Drummer Bran Dailors Stil ist genauso unverkennbar wie der sich mal abwechselnde, mal vereinende Gesang von Troy Sanders und Brent Hinds. Letzterer sorgt mit seinem rauhen Organ dafür, daß der ein oder andere Hörer kurz an Lemmy denken dürfte. „Sickle and Peace“ leitet ein mit ruhigem Gesang und einer zurückhaltenden, arhythmischen Melodie, die vor allem von der Gitarre getragen wird. Es ist alles da, was Mastodon ausmacht.

Die beklemmenden Harmonien wie bei „The Crux“. Schaurige, beinahe gruselige Atmosphäre bei „Dagger“. Atemlose, in Noten gegossene Wut bei „Savage Lands“. „Sickle and Peace“ steht im 7/8-Takt und damit für die progressiven Elemente des originellen Quartetts. „Teardinker“ spielt mit berauschenden Crescendi, Eruptionen der Trauer. „Eyes of Serpents“ ist ein emotional-melodisches Juwel mit einem dissonant-überbordenden Gitarren-Solo. Und natürlich gibt es Tonnen von Riffs – gnadenlos und genial unter anderem bei „More Than I Could Chew“.

Doch die Band hat sich bei aller künstlerischer Innovation und musikalischer Meisterhaftigkeit auch entwickelt und schlägt an mancher Stelle ungewohnte, neue Töne an. Das verträumte, melancholische „The Beast“ hat keine Iron-Maiden-Anklänge, sondern erinnert an 90er-Grunge-Bands wie Pearl Jam oder Alice in Chains. „Skeleton of Splendor“ geht in eine ähnliche Richtung, ist aber deutlich eingängiger und melodiöser. Auch „Had It All“ qualifiziert sich als Ballade. Das ist sehr untypisch für die Band, auch wenn jeder Song 100% ihre Handschrift trägt. Es ist offensichtlich, daß der Tod des Bandmanagers und engen Freundes Nick John 2018 das Songwriting sehr stark geprägt hat. „Gobblers of Dregs“ ist der längste Song und ein Monster aus schleppenden Doom-Elementen und irre innovativem Drumming. Und das abschließende „Gigantium“ schließlich ist eine echte Stadion-Hymne im Stil der Band. Dem typischen Mastodon-Wahnsinn eben!

Wer leicht verdauliche, eingängige Stromgitarren-Mucke will, muss zu AC/DC, Volbeat oder Sabaton greifen. „Hushed & Grim“ ist mit seinen fünfzehn Songs sowohl quantitativ als auch qualitativ ein herausforderndes Album und sperriger als die beiden Vorgänger. Andererseits gibt es keine Band, die so klingt wie Mastodon! Wer sich auf den Marathon aus Power-Riffs und betörendem Gesang einlässt, wird mit einem akustischen Abenteuer in Spielfilmlänge belohnt.

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ENEMY INSIDE – Zweite Platte der aufstrebenden Melodic-Metaller

Die Melodic-/Symphonic-Metaller von Enemy Inside haben nach ihrem 2018 erschienenen Debüt „Phoenix“ mit „Seven“ nun ihren zweiten Longplayer für den 27. August 2021 angekündigt. Mit rockigen und teils metallastigen, aber eingängigen Melodien lassen sie sich irgendwo zwischen Evanescense und Amaranthe einordnen. Inhaltlich soll es auf Seven um die Themen Moral sowie die sieben Todsünden Lust,…

Soundless Voice

„Soundless Voice“ (Triptonus Records / Noisolution)  der österreichischen Formation Triptonus segelt unter falscher Flagge – wäre für die rein instrumentale Mischung aus Pychedelic Rock, Metal, Jazz und Weltmusik doch eigentlich eher die Bezeichnung „Voiceless Sound“ angebracht. Aber sei’s drum, der Bandname ist durchaus passend. Einen Tritonus wird hoffentlich niemand nach dem Genuß der Musik bekommen, aber auf einen Trip nehmen uns die sechs Musiker/innen auf jeden Fall mit.

Das Werk wurde bereits im Jahre 2019 aufgenommen, aber ein paar Probleme und die fehlende Aussicht auf Livegigs haben die Veröffentlichung bis heute verzögern. Jetzt ist es zum Glück endlich soweit, denn schon der erste Track ‚Ikaros‘ entführt in wohlige Gefilde, wo groovende Rockgitarren, ausgefeilte Rhythmen und verschachtelte Songstrukturen aufeinander treffen und den Hörer zu einer faszinierenden, fast schon progressiven Reise einladen. Dabei überraschen die Arrangements und beweisen den Mut zu Außergewöhnlichem und die oben erwähnte Nähe zu Weltmusik und Folk. Mal sind es das Hackbrett, dann die Djembe Trommel, dezente, experimentelle Streicher oder ein Didgeridoo, die stets interessante Akzente setzen und der Musik trotz fehlendem Gesang zu spannenden Aussagen verhelfen. Oft geht es ziemlich progressiv zu, und mehr als einmal fühlt man sich an die Post-Rock-Frickeleien von Bands wie Long Distance Calling erinnert. Orientaler Flair wie im Track ‚B’har‘ verschmilzt mit präzisen Gitarrenwänden, treibend, massiv und doch brüchig. Erst ganz am Ende geht dem Album ein klein wenig die Puste aus, aber das spielt nach acht episch-vertrakten Meisterwerken eigentlich kaum noch eine Rolle.

Triptonus begeben sich mit „Soundless Voice“ wahrlich auf einen Trip, der absolut wiederholt werden muss. Also den Repeatknopf gedrückt und ab dafür! Nach diesem Album muss man die Österreicher definitiv auf dem Schirm haben.

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EXISTENT – Deutschsprachige Modern-Metaller mit neuer EP

Nach einer mehrjährigen Findungsphase melden sich Existent zurück. Dabei schlagen sie nun eine deutlich härtere an modernen Metal orientierte Richtung mit groovigen Riffs ein. Ihren neuen Sound präsentiert das Quartett mit einer neuen EP namens „Kartenhaus“, die am 23.07.2021 erscheinen wird. Die Texte bleiben dabei wie gewohnt auf deutsch. Im als Single ausgekoppelten Titeltrack rechnen…

SCAR OF THE SUN – Erste Single aus kommendem Album der Modern-Metaller

Die aus Griechenland stammenden Modern-Metaller von Scar of the Sun bringen nach fünf Jahren wieder einen neuen Longplayer heraus. Ihr bereits drittes Studioalbum soll am 14. Mai 2021 das Licht der Welt erblicken und „Inertia“ heißen. Elf Songs werden auf diesem enthalten sein. Auf ihrer neuen Scheibe möchte die Band härter, aber auch gleichzeitig grooviger…

Perfectly Preserved

Korn-Fans anwesend? Aufgepasst! Korn-Gitarrist Brian „Head“ Welch ist zurück mit dem zweiten Album seiner Nebenband Love & Death. Gegründet in der Zeit, in der er kein Mitglied bei Korn war, ging die Band aus seinen Bemühungen hervor, eine Solo-Karriere zu etablieren. Das war ein steiniger Weg, wie Welch in seiner Biografie schreibt, doch das ist eine andere Geschichte. Nach seinem Solo-Album „Save Me From Myself“ (2008) lernte er Jasen Rauch von Breaking Benjamin kennen, der das erste Love & Death Album „Between Here & Lost“ produzierte. Beim nun vorliegenden Nachfolger ist Rauch festes, gleichberechtigtes Bandmitglied (an Gitarre, Bass und Mikrofon) und Co-Autor bei den zehn neuen Songs. Es hat der Band gut getan. „Perfectly Preserved“ (Earache Records) ist ein mal melodisches, mal ordentlich in den Arsch tretendes Alternative Metal Album geworden.

Wer augenrollend findet, daß das Ergebnis genau wie Korn klingt, ist auf dem Holzweg, auch wenn er nicht gänzlich falsch liegt. Sicherlich würde Head kein klassisches Power-Metal-Album aufnehmen. Er ist in den Neunzigern zu Hause, hat mit Korn gar den Sound jener Dekade entscheidend mit geprägt, als Lead-Gitarrist sogar in besonderer Weise. Also ja: Love & Death klingen ähnlich wie Korn, an manchen Stellen mehr, an anderen weniger. Und an etlichen gar nicht. Bei „Let Me Love You“ kommen einem als Vergleich eher die großen Linkin Park in den Sinn, bei „Tragedy“ oder „Down“ die Kollegen von Demon Hunter.

Dazu kommt als entscheidender Unterschied, daß Welch als wiedergeborener Christ seine persönliche Sicht auf die Welt in die Text einbringt: Hoffnung, einen Weg mit Schwierigkeiten umzugehen, einen Ausweg aus der Ausweglosigkeit, die das Leben oft bereit hält. Das unterscheidet die Band wesentlich von zumindest den frühen Werken von Korn. Die Themen, die er höchst energiegeladen besingt, sind natürlich dennoch jene belastenden, die jeden Menschen dann und wann beschäftigen. Einsamkeit und Depressionen, herausfordernde Beziehungen oder Traumata.

MIt diversen Gastmusikern rundet das Quartett um Welch und Rauch das Album in Punkto Abwechslungsreichtum vor allem beim Gesang zusätzlich ab. Lacey Sturm (Ex-Flyleaf) verströmt in ihrem Duett mit Head in „Let Me Love You“) ein wenig Evanescence-Feeling, Keith Wallen (Breaking Benjamin) sorgt in „The Hunter“ und Ryan Hayes (Righteous Vendetta) bei „White Flag“ für Auflockerung durch seine andere Stimmfarbe. Welch hat hier mit seinen Mitstreitern ein launiges, energiegeladenes Album mit vielen Querverweisen auf die 90er- und 2000er-Jahre und ihre Stile produziert. Wer diese Epoche der Rockmusik mit NuMetal, melodischem Alternative Metal und grellen Korn-Riffs und -breakdowns noch immer feiert, dem wird „Perfectly Preserved“ sehr zusagen.

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Erache Records (Label)

LOVE & DEATH – Zweites Solo-Album von KORN-Gitarrist Brian Welch

Mit Korn, einer der wichtigsten und erfolgreichsten Rock-Bands der 90er und nach wie vor relevant, erreichte er Weltruhm. Danach folgten Drogensucht, Absturz, Ausstieg, noch tieferer Absturz, dann Hinwendung zum christlichen Glauben und 2013 der Wiedereinstieg bei Korn. Kurz vor seiner Rückkehr zu Korn veröffentlichte Brian „Head“ Welch mit seiner neuen Band Love & Death das…

FOO FIGHTERS – Dritte Single online (UPDATE)

Die Foo Fighters haben mit der Single „Shame Shame“ ein neues Album angekündigt. Und der Song lässt aufhorchen, denn er kommt für die alternativen Stadion-Rocker erstaunlich ruhig, künstlerisch (tolles Video!) und progressiv daher. Ob sich Mr. Dave Grohl und seine fünf Weggefährten musikalisch neu erfinden? Wir werden es erfahren mit der Veröffentlichtung von „Medicine At…