Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren.

Ambition Freedom

Heavy, stoned, angejazzt, überraschend, fast schon progressiv, all das und noch viel mehr ist „Ambition Freedom“ (Drabant Music), das neueste Werk von Thulsa Doom. Die 1999 gegründete Band (nach Auszeit und Rückkehr des Sängers immer noch in Originalbesetzung) ist schon lange eine große Nummer im heimischen Norwegen. Benannt nach dem Bösewicht in Robert E. Howards Conan bzw. Kull Geschichten haben die fünf Bandmitglieder lustige Namen wie Papa Doom, El Doom oder auch Doom Perignon.

Musikalisch wurde die Band aus Oslo beeinflusst durch die frühen Black Sabbath oder auch die Stoner-Rocker von Kyuss, man wird aber auch ein wenig Thin Lizzy oder frühe Deep Purple entdecken. Auf „Ambition Freedom“ kommen zusätzlich Einflüsse aus dem Jazz und Psychedelic Rock hinzu. Heavy Rock trifft Classic- und Stoner-Rock trifft nordisch-unterkühlten, aber ausgesprochen groovenden Alternative. Dabei schwingen oft 70er Jahre Attitüde mit, so im Opener ‚Endless, Unless‘. Zwischendurch wird es fast schon poppig mit dem energiegeladenen ‚Man With Ambition‘. Der Song ‚Die Like An Aviator‘, ein heimliches Highlight des Albums, das durch die Bank weg mit starken Songs aufwartet, hat einen ganz starken Refrain, der Erinnerungen an schwedischen Hard Rock weckt, aber auch mit jazzigen Parts aufwartet, die der Platte an dieser, aber auch an vielen anderen Stellen eine ganz besondere Note geben. Besonders spannend sind ohnehin die kleinen Details am Rande: Hier eine Slide Guitar, dort orgelnde Keys. Kleine Akzente lockern den schweren Rock auf und sind begeisternde Zeugen von großartigem Songwriting.

Bei manchen Titeln denkt man sich beispielsweise am Anfang, dass man genau weiß, was als nächstes kommt. Doch weit gefehlt! Das norwegische Quintett überrascht immer wieder mit dem Bruch sämtlicher Konventionen, mit unerwarteten Effekten auf den Vocals und einer dichten, modernen Produktion. Das Ergebnis: Acht faszinierende Songs, ein starkes Album für alle Heavy-Rock-Freunde.


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Earthbound

Es ist das vierte Studioalbum innerhalb von vier Jahren Bandgeschichte. „Earthbound“ (Jansen Records) heißt der neue Output des norwegischen Trios Kanaan, das für alle Stoner- und Jazzheads mit unterschwelligem Hang zum psychedelischen Freejazz oder Fuzzgefrickel interessant sein dürfte. Die drei Musiker aus Oslo zaubern ganz klassisch mit Gitarre, Bass und Schlagzeug ein rein instrumentales Album aus dem Ärmel, das geschickt musikalisches Know-How und Spielfreudigkeit mit schwerem, teils improvisiert wirkenden Rock kombiniert. Gewichtige Bassläufe im Motorpsycho-Stil, wabernde, spacige Sounds im Hawkwind-Gewand, stampfende Stoner-Attitüde und einige nette Gitarrensoli erfreuen das psychedelische Herz.

Man merkt, dass die drei Bandmitglieder viel Erfahrung haben. In Norwegen sind sie Mitglieder diverser anderer Bands wie Mall Girl, Juno und Vegard & Ivar. Auf „Earthbound“ entwickeln sie ihren aus den Vorgängeralben bekannten eher jazzigen Stil konsequent weiter und steigen hinab in tiefe und ziemlich heavy daherkommende Krautrock- und Stoner-Gefilde. Nach einem Prelude geht es mit dem knarzenden ‚Return To The Tundrasphere‘ gleich in die Vollen. Manchmal fragt man sich, ob die Wirkung der Musik mit Gesang und düster-aggressiven Vocals vielleicht noch besser gewesen wäre, aber sei’s drum, auch instrumental überzeugen die Skandinavier und beschwören eben auch ohne Text stimmungsvolle, durch die Wolken wälzende Bilder im Kopf herauf.

Das ruhige ‚Mirage‘ lässt den Hörer Zeit zum Durchatmen, der Longtrack ‚Mudbound‘ verliert sich manchmal ein wenig auf der holperigen Wegstrecke. ‚No Star Left Unturned‘ beendet das Album mit einer Wand aus Noise. Wahrlich, die Sterne werden auf dieser Platte umgedreht, herumgewirbelt und neu angeordnet. „Earthbound“ ist ein treibendes, hin und wieder etwas sperriges Album geworden, das ein paar Durchgänge im Player benötigt, um den Hörer ganz einzufangen, aber wer Kanaan diese Chance einräumt, findet das Gelobte Land des Stoner-Psych-Jazz-Rocks, in dem zwar keine Milch und Honig, aber Gitarren, Bässe und Drums fließen.

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DAILY THOMPSON – Neues Album und Tour im Dezember

Daily Thompson melden sich am 03. Dezember mit ihrem neuen Album „God Of Spinoza“ zurück. Die Dortmunder legen auf dem neuen Album den Schwerpunkt weniger auf die spacigen Psychedelic-Sounds des Vorgängers, sondern liefern überwiegend 90er Alternative-Rock, Grunge und natürlich jede Menge Überraschungen ab. Wer die Pixies oder Dinosaur jr. mag, sollte sich den 03. Dezember…

A View From The Top Of The World

Eingeklemmt zwischen zwei Felswänden ruht der Stein über dem Abgrund, und wir möchten uns oben drauf stellen, das Fernglas benutzen, wollen einen wunderbaren Überblick und eine schöne Aussicht auf die Welt unter uns haben, aber vielleicht droht auch ein Absturz. Wir wissen nicht, ob dies eine Allegorie auf das neue Album des Traumtheaters oder die Karriere der New Yorker Prog-Könige ist.

„A View From The Top Of The World“ (Inside Out) heißt das fünfzehnte Studioalbum von Dream Theater, und schon der Opener macht deutlich: Angst vor dem Absturz muss hier niemand haben, und die Aussicht vom Gipfel der Welt ist durchaus spektakulär. „Wir lieben es einfach, unsere Instrumente zu spielen“, hat John Petrucci neulich festgestellt. Das glaubt man dem Quintett gerne, und genau das tun die Musiker natürlich auch ausgiebig auf ihrem neuen Longplayer. Sieben Songs bringen es auf rund 70 Minuten Laufzeit, dabei macht der 20 Minuten lange Titeltrack einen Großteil des Kuchens aus. Was für beinahe jede andere Band ein bahnbrechendes Meisterwerk wäre, klingt für Dream Theater Verhältnisse routiniert, elegant aus dem Ärmel geschüttelt, birgt aber auch keine wirklichen Überraschungen. Denn wer Innovationen oder völlig neue Ideen erwartet, wird enttäuscht. Dream Theater liefern ungefähr genau das ab, was die Fans erwarten. Dabei hält sich die Band im Prinzip an das Kontrukt des Vorgängers „Distance Over Time“, spart sich die süßlichen Sahnehäubchen eines „Astonishings“ und konzentriert sich ganz auf oben genanntes Instrumentenspiel. Souverän und über jeden Zweifel erhaben ist (natürlich) das komplexe Gefrickel. Schon auf dem Opener ‚The Alien‘ geht es knapp zehn Minuten lang und tellvertretend für alles, was noch folgt, zur Sache. Rhythmus- und Tempiwechsel, Gitarren- und Keyboardgefrickel, die wohl besten Drumparts zu Mangini-Zeiten.

Die Amerikaner zeigen, dass sie bei aller Härte und Komplexität immer noch tolle Melodien schreiben können. So lädt ‚Answering The Call‘ schnell zum Mitsummen ein, und der Song ‚Sleeping Giant‘ beschert uns eingängige Chöre und eher selten gehörte Mellotron-Sounds. Ein Highlight des Albums ist neben dem Titeltrack ganz sicher die Nummer ‚Transcending Time‘, die mit ihren fast schon poppigen Melodien und Sounds auch gut auf das Debütalbum oder das bahnbrechende „Images And Words“ gepasst hätte. Selbst Frontmann James LaBrie, von vielen oft als schwächstes Glied der Traumtheaterkette gescholten, klingt auf „A View From The Top Of The World“ stark wie selten zuvor, wobei man allerdings sagen muss, dass das Songwriting fast immer die Instrumentalparts klar in den Vordergrund stellt.  Beim epischen Titelsong darf der Fan nichts anderes als Bombast erwarten, und genau den bekommt er auch. Orchestrale Arrangements und lange Soli, die unverwechselbar nach Dream Theater klingen – Fluch und Segen zugleich. Nichts wirklich Neues im Progland, aber das, was geboten wird, ist perfekt zusammengebaut.

Dream Theater stehen auch mit ihrem neuen Werk weiterhin am Gipfel der Welt und blicken auf all die anderen Bands hinab, so könnte man das Covermotiv und den Albumtitel auch verstehen, denn der Fels ist so sicher eingekeilt, dass ein Absturz auch nach 15 Studioalben nicht zu befürchten ist.

Wer noch mehr Dream Theater will, greift zur Special Edition mit einer Blu Ray und den 5.1-Abmischungen.

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Safari Station

Auf die Idee, psychedelischen Folk mit Afrobeats zu verschmelzen, sind vermutlich noch nicht so viele Leute gekommen. Zeit dafür wurde es aber. Wer das nicht glaubt, hört sich mal „Safari Station“ (Rivertale Prod. / Noisolution) von Andrea Van Cleef und Diego „Deadman“ Potron an.

Beide Musiker bringen sehr unterschiedliche Inspirationen mit, die auf der „Safari Station“ zusammenkommen. Singer-Songwriter, Gitarrist und Bassist Andrea van Cleef ist ein vielbeschäftigter Live-Musiker und überwiegend im akustischem Folk, aber auch im Stoner-Doom zu Hause. Der in Mailand lebende Multi-Instrumentalist Diego „Deadman“ Potron mag dunklen Americana-Folk mit viel Percussion und relaxten Pianoparts. Das Ergebnis ist eine Mischung aus allem. Die beiden schufen gemeinsam ein abwechslungsreiches, sehr entspanntes Album irgendwo zwischen Folk, Pop, Experimental und Psychedelic.

Interessant ist hierbei immer wieder die Verschmelzung von akustischem Material mit elektronischen Tönen und Beats. Manches klingt ein bisschen nach Tom Waits oder dem späten Johnny Cash zu Zeiten der American-Recordings, unterlegt mit dezenten Effekten. Progressiver Pop trifft auf psychedelischen Folk. Ruhige Nummern wie ‚Mozuela‘ wirken sehr retro, beschwören Assoziationen an die goldenen 50er des letzten Jahrhunderts herauf, oder sie versetzen uns mit dunklen Sounds und emotionalen Momenten mitten in die Wüste. Manchmal ist der Gesang sehr hallig, was gewöhnungsbedürftig daher kommt, aber doch für mächtig Atmosphäre sorgt. Ein Cover gibt es auch: Johnny Wakelins Disco-Nummer ‚In Zaire‘ wird auf „Safari Station“ zu einem düsteren Trip mit Percussion und Beats vom Feinsten. 

„Safari Station“ ist ein Album der Stimmungen geworden, eine musikalische Reise in die Dunkelheit, in der es aber auch tanzende Lichter und Hoffnung gibt. Beide Musiker haben ihre eigenen Stile eingebracht und gemeinsam etwas erschaffen, das mehr als nur die Summe seiner Einzelteile ist.

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Speakin‘ Of The Devil

Acid Moon and the Pregnant Sun -ein ungewöhnlicher Bandname für eine ungewöhnliche Band. Dahinter stehen acht Musiker aus Israel, die mit „Speakin‘ Of The Devil“ (Soulfood / Noisolution) ihr Debütalbum vorlegen. Das Ehepaar Eden Leiberman und Aviran Haviv, das die Band gegründet hat, ist allerdings schon lange fester Bestandteil der Musikszene in Tel Aviv und in diversen Bands aktiv, so zum Beispiel bei den Stonerrockern von The Great Machine.

Auf „Speakin‘ Of The Devil“ geht es dem Bandnamen entsprechend ziemlich psychedelisch zu, aber es sind auch viele Anleihen beim Garagenrock, Folk und Classic Rock zu finden. Passend zur psychedelischen Grundausrichtung werden in sieben Tracks die klassischen Themen Freiheit, Liebe und Sex und Drugs und Rock’n’Roll heraufbeschworen. Dabei schwebt über allem stets greifbar der Geist von Woodstock. Ja, das ist moderne Hippie-Musik aber nicht nur darauf beschränkt. Im Song ‚Creatures Of The Abyss‘ sind nicht nur groovende Tribal-Percussions enthalten, sondern auch ein jazziger Mittelteil, der sich vor dem Standard ‚Take Five‘ verbeugt. Dezente elektronische Effekte setzen immer wieder Akzente, dazu kommen bis zur Unverständlichkeit durch die Effektprozessoren veränderte Vocals in einem Arrangement irgendwo zwischen Jazz, Gong und Frank Zappa. Viel psychedelischer kann es eigentlich gar nicht werden.

Darum wird auch der Classic Rock bedient in Nummern wie ‚Save Me‘, wo die Rolling Stones auf Jefferson Airplane treffen. In den langsameren Momenten wie bei ‚Bright Sky At Night‘ und ‚Sparrow‘ erinnert die Gesangsstimme in ihrer öligen, leicht nasalen Art oft an Bob Dylan. Mit dieser wunderbaren Mischung haben Acid Moon and the Pregnant Sun (wir müssen an dieser Stelle noch einmal betonen, wie cool der Bandname ist!) mit „Speakin‘ Of The Devil“ eins der spacigsten, psychedelischsten Alben des Jahres aufgenommen, das trotzt der „abgehobenen“ Parts auch Classic Rock Fans abholt und durch die Bank weg begeistern kann.

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DREAM THEATER – Zweiter Song und Interview zum neuen Album online

Genau einen Monat vor dem Release von „A View From The Top Of The World“ haben die Prog-Könige Dream Theater einen zweiten Song zum kommenden Album veröffentlicht. ‚Invisible Monster‘ ist etwas kürzer und griffiger als ‚The Alien‘ und stimmt die Fans auf die letzten vier Wochen Wartezeit bis zum Album ein. Zur Promotion wurde eine…

JOE BONAMASSA – Neues Album kommt im Oktober

Der amerikanische Bluesrocker legt nach. Wie eigentlich immer. Nach dem letzten Live-Album war Bonamassa wieder im Studio und hat sein nächstes Album aufgenommen, das „Time Clocks“ heißen und am 29. Oktober erscheinen wird.  Das Album wurde in New York City aufgenommen und führt Joe Bonamassa zurück zu seinen frühen Wurzeln, zeigt ihn auf einem neuen…

DREAM THEATER – Europatour 2022 angekündigt

Die amerikanischen Prog-Metal-Könige Dream Theater werden sich nächstes Jahr die Ehre geben. Das Quintett hat jetzt für 2022 eine Europatour angekündigt. Leider sind die Termine für den deutschsprachigen Raum bisher rar gesät, wer also eine Karte haben möchte, sollte sich vermutlich beeilen:  04. Mai 2022    Genf, Schweiz 11. Mai 2022     Wien, Österreich 23. Mai 2022   …

The Major Minor Collective

„The Major Minor Collective“ (Century Media Records) heißt eigentlich korrekt „The Picturebooks & The Major Minor Collective“. Dieser Name zeigt schon: Die beiden Musiker Fynn Claus Grabke (Gesang und Gitarre) und Philipp Mirtschink (Schlagzeug) haben sich für ihre neue Scheibe jede Menge Gäste eingeladen. Mit dabei sind unter anderem Neil Fallon von Clutch, Chris Robertson von Black Stone Cherry, Dennis Lyxzén (Refused), John Harvey (Monster Truck), und „Lzzy“ Hale (Halestrom).

Pandemiebedingt vom Touren abgehalten, haben sich die Picturebooks ins Studio zurückgezogen und neue Songs geschrieben. Später ging es dann nach Schweden für weitere Aufnahmen. Das Ergebnis: zwölf Tracks,  davon zehn als Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern aus der aktuellen Rock-, Alternative- und Metalszene. Geboren war das Major Minor Collective. Mit vielen der illustren Gäste hat das Duo schon gemeinsam auf der Bühne gestanden, so waren The Picturebooks zum Beispiel im Vorprogramm von Black Stone Cherry, den Bluespills oder auch Clutch zu erleben. Inhaltlich geht es wie von den Picturebooks gewohnt in die leicht psychedelischen Heavy-Blues-Gefilde und groovenden Arrangements und erstklassigen, schnell ins Ohr gehenden Hooklines.

Bluesiger Rock’n’Roll mit rauem Delta-Feeling direkt vom Mississippi. Die Musik ist deutlich beeinflusst von den US-Vorbildern, Americana und Blues sind immer präsent, dazu kommen Anleihen beim Stoner Rock, psychedelische Einflüsse und jede Menge Groove. Da spielt es gar keine Rolle, dass die Jungs eben nicht vom Mississippi, sondern aus dem nordrhein-westfälischen Gütersloh stammen. Schon der Opener ‚Here’s To Magic‘ versprüht mehr Stimmung und Atmosphäre als viele Genrealben der letzten Monate zusammen. Bei allen Songs stimmt die Balace zwischen ruhigeren oder psychedelischen Tönen und der vollen Dröhnung, wie es sie mit ‚Multidimensional Violence‘ gibt, auf dem Gastsänger Erlend Hjelvik (Hjelvik, Ex-Kvelertak) allen Aggressionen freien Lauf lässt.

Elin Larsson von den Blues Pills gibt sich auf ‚Too Soft To Live And Too Hard To Die‘ die Ehre. Herausgekommen ist dabei ein bluestriefendes Duett, das ein wenig klingt, als hätten sich damals Janis Joplin und Jimi Hendrix zusammengetan. Das ist Heavy Psychedelic Blues mit Stoner Attitüde vom Feinsten. ‚Rebel‘ mit Lzzy Hale ist eine straighte Powerballade mit Gänsehautgarantie und wohl der stärkste Song des an Highlights nicht armen Albums.  Durch die vielen musikalischen Gäste entstehen viele unterschiedliche Stile, alle zusammengeführt und -gehalten von den Picturebooks. Das Kollektiv liefert ab, und zwar auf höchstem Niveau.

Zum Schluß gibt es noch ein Experiment: „Song 12“ ist ein Instrumentalstück. Die Idee des motorradverrückten Duos: Jeder ist aufgefordert, seinen eigenen Text zu schreiben und diese Version aufzunehmen. The Picturebooks wollen diese gesammelten Versionen als Playlist online stellen und damit jeden einzelnen musikbegeisterten Fan zu einem Teil des Major Minor Collectives machen. So oder so, das Album ist ein Pflichtkauf für alle Bluesrock- und Psychedelic-Fans.

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