Schlagwort: Speed Metal

HELLOWEEN – DIRKSCHNEIDER als Special Guest bestätigt

Helloween bereitet sich auf die kommenden Hallenshows vor. Für ihre „United Alive World Tour Part II“ wurde DIRKSCHNEIDER als Special Guest bestätigt. „Es ist großartig, den ‘deutschen Panzer‘ dabei zu haben. Er ist ein toller Kerl und eine musikalische Ikone. Die Tour wird ein großer Spaß“, kommentiert Andi Deris, Sänger von Helloween. Udo Dirkschneider: „Es…

HEADBANGERS OPEN AIR – Cinderella und Pentagram bestätigt

Headbangers Open Air 2017 Image

Das Line-up des 23. Headbangers Open Airs nimmt immer mehr Form an und ist nahezu vollständig. Vom 23. bis zum 25. Juli 2020 wird der Garten brennen! Jetzt hat das HOA-Team Cinderella’s Tom Keifer mit einem Special-Set der Blues-Glam-Heroen und die alten Hardrock-Urväter Pentagram als Headliner bestätigt. Des Weiteren wurde für die Thrash-Fraktion die Teilnahme…

Headbangers Open Air 2020 – VICIOUS RUMORS bestätigt

HOA-Teaser

Nach dem Festival ist vor dem Festival. So auch beim legendären Headbangers Open Air. Die ersten Bands für die Garten-Party am 23. bis 25. Juli 2020 sind bestätigt. Mit den Power Metallern Vicious Rumors ist bereits ein erster Headliner amtlich. Sie werden die beiden Alben „Soldiers Of The Night“ und „Digital Dictator“ komplett vortragen. Das…

ARMORED SAINT vs. METAL CHURCH – ein Live-Thriller in drei Akten

Die legendären Power-Metal-Schwergewichte Armored Saint und Metal Church werden in hiesigen Heavy-Metal-Arenen um die Gunst der Fans kämpfen, wer am Ende die meisten Horn-ups einheimst. Diesem energiegeladenen Schauspiel in drei Akten könnt ihr im Juli in Aschaffenburg, Essen und Hamburg beiwohnen. Metal Church haben mit dem starken „Damned If You Do“ sogar ein aktuelles Album…

RAGE, DARKER HALF und MESSIAH’S KISS in Kaiserslautern

Manchmal stehen einfach die Planeten richtig. Vielleicht hat es auch was mit dem Nikolaustag zu tun. Fakt ist, daß Whiskey-Soda am 6.12.2016 im Cotton Club in Kaiserslautern einen beinahe perfekten Metalabend erleben durfte. Oder, um das Genre beim ungeliebten Originalnamen zu nennen: Heavy Metal. Heavy Fuckin‘ Metal. Zeitlos gut, unprätenziös und launig. Dank dem Urgestein Rage und zweier exzellenter Supportbands in Form von Messiah’s Kiss und Darker Half durfte man sich einmal mehr daran erinnern, daß im Heavy Metal (wie gut es sich anfühlt, diese Wort zu schreiben!) nach wie vor Bands gibt, für die ehrliche, erdige Handarbeit und rohe, positive Energie wichtiger sind als Schubladen, Posen und Digitalproduktionen.

Megadeth – Dystopia Live

Ihr Frontmann ist eine Reizfigur. Auch heute, wo er seine Drogenprobleme im Griff und sich mit seinen frühen Wegbegleitern Metallica versöhnt hat, eckt Megadeth- Bandleader Dave Mustaine immer wieder an. Sei es wegen seinen christlich-konservativen Ansichten, mit denen er nicht hinter dem Berg hält, wegen der vielen Besetzungswechsel oder weil er allgemein als „schwierig“ gilt. Eines ist sicher: Der Mann ist ein talentierter Gitarrist und Songwriter, seine Band gehört nicht umsonst zu den „Big Four“ des Thrash-Metals mit Plattenverkäufen im zweistelligen Millionenbereich. Im schweizerischen Z7 machte die Band mit neuem Album („Dystopia“) und neuem Gitarristen (Kiko Loureiro) den Auftakt von drei Vierteln der Big Four: Auch Slayer und Anthrax werden in den Tagen nach Megadeth in der Kult-Konzertlocation zu Gast sein.

Ride The Sky – The Very Best Of The Noise Years 1985-1998

Über Helloween braucht man eigentlich keine großen Worte zu verlieren. Seit über 30 Jahren gilt die Band als einer der erfolgreichsten Metal-Acts Deutschlands. Nach akustischen Versionen ihrer Songs auf dem Unarmed Album liegt mit „Ride The Sky – The Very Best Of 1985 – 1998“ jetzt ein weiteres Best-Of-Album der Hamburger Jungs vor.

Im Rahmen der Serie „The Very Best Of The Noise Years“ veröffentlicht BMG unter dem alten Label Noise Records eine spannende Serie ausgewählter Best-Ofs auf jeweils zwei CDs (wir berichteten), so unter anderem von Running Wild, Kamelot oder Gamma Ray. Mit dabei sind eben auch Helloween, die 1984 quasi durch Noise Records entdeckt wurden, als das Label die beiden Songs ‚Oernst Of Life‘ und ‚Metal Invaders‘ auf einem Sampler veröffentlichte. Nach der positiven Resonanz nahm das Label Helloween unter Vertrag und brachte ein Jahr später das Album „Walls Of Jericho“ auf den Markt, damals noch mit Kai Hansen am Gesangsmikro. Der Grundstein für die phänomenale Karriere der Kürbisköpfe war gelegt.

Die beiden erwähnten Songs finden sich natürlich auch auf diesem Best-Of-Album, das mit einem informativen und reich bebilderten Booklet auftrumphen kann. Chronologisch geht es weiter mit ‚Starlight‘ und weiteren Tracks des ersten Longplayers. Von den beiden „Keeper Of The Seven Keys“ Alben gibt es natürlich die üblichen Verdächtigen wie ‚Halloween‘ (im gekürzten Video-Edit) oder den glücklicherweise in voller Länge auf den Silberling gepressten 13-Minütigen Titeltrack zu hören, das großartige ‚Tale That Wasn’t Right‘ hat es hingegen nicht in die Auswahl geschafft. Meistens wird jedes der kommenden Alben durch ein bis zwei Songs repräsentiert. Über die Auswahl darf man natürlich streiten, aber im Grunde bieten die beiden Silberlinge in toller Aufmachung einen gelungenen Querschnitt durch „The Noise Years“. Neben den Aufnahmen mit Michael Kiske sind natürlich auch Tracks mit Andi Deris am Mikro vorhanden, zum Beispiel ‚Mr. Ego‘ vom 1994er „Master Of The Rings“, dem ersten Album nach der Kiske-Ära. Die Song-Auswahl reicht bis zu „Better Than Raw“ von 1998, soll heißen, vom Cover-Album „Metal Jukebox“ hat es kein Track in die Sammlung geschafft.

Letztendlich kennen die Fans natürlich jeden Track dieser Compilation, aber wer vielleicht noch nicht alle Helloween Alben im Regal stehen hat, bekommt hier für wenig Geld eine zwar nicht umfassende, aber doch sehr schöne Sammlung der wichtigsten Tracks geliefert. Die Best-Of Reihe wird damit grandios eingläutet, freuen wir uns jetzt schon auf die weiteren Alben dieser Reihe und damit neue Gelegenheiten, sich die Klassiker der Metal-Geschichte in geballter Ladung ins Haus zu holen.

Vektor – Sci-Fi or Die!

Vektor sind eine Progressive-Thrash-Metal-Band aus Philadelphia an der US-Ostküste. Die vier Mannen, allen voran Sänger, Gitarrist und Bandgründer David DiSanto sind seit knapp 15 Jahren im Auftrag des Metal unterwegs – und zwar mit ihrem ganz eigenen Ansatz. Der beinhaltet neben dem bunten, aber sehr exquisit zusammengebrauten Sammelsurium von Elementen verschiedenster Metal-Genres vor allem eines: Ein untrüblicher Enthusiasmus für Science-Fiction! Im vergangenen Dezember war das bodenständige Quartett das erste Mal auf einer Headliner-Tour durch Europa. Zum Zeitpunkt des Interviews war der Terroranschlag auf den Bataclan Club in Paris mit 89 Todesopfern gerade drei Wochen her. Wir unterhielten uns mit David über die Wurzeln der Band, Thrash-Metal im Allgemeinen, über Philiosophie und Religion und natürlich über das dritte Album „Terminal Redux“, das im Mai erscheinen soll. Bassist Frank Chin ist auf dem Weg um seine Socken zu waschen, als wir uns im Tourbus zum Gespräch setzen.

Suicide Society

Genau zwei Jahre nach dem Vorgänger „Feast“, der es in Deutschland auf Platz 20 der Album-Charts schaffte, legen Annihilator um Frontmann Jeff Waters ihr 15. (!) Studioalbum „Suicide Society“ vor. Und es zeigt Waters – zumindest aus Sicht des Hardcore-Thrashmetal-Fans gesehen – in einer musikalischen Schaffenskrise. Der Grund dafür ist einfach und Waters hat ihn selbst in den Promotion-Videos zum neuen Album ausführlich beschrieben. Ende 2014, unmittelbar vor den Aufnahmesessions zum neuen Album, nahm Sänger und Gitarrist Dave Padden seinen Hut. Padden war seit 2003 in der Band aktiv und damit der Musiker mit der längsten Zugehörigkeit bei Annihilator neben Waters selbst. Nach kurzer Panik beschloss Waters in Ermangelung einer besseren Lösung, wieder selbst die Vocals zu übernehmen und ins Studio zu gehen. Waters hatte bereits beim fünften Album „Refresh The Demon“ (1996) den Gesang übernommen.

Der Grund für das eher mittelmäßige neue Album ist allerdings nicht in erster Linie, daß Padden der bei weitem bessere Sänger ist. Es sind vor allem die teils uninspirierten, teils die für den Geschmack vieler zu soften Song-Ideen und eine irgendwie dumpfe Produktion, die für ein Stirnrunzeln bei echten Metalheads sorgen dürften. Das Eröffnungsriff von ‚Snap‘ beispielsweise ist so banal und ohne Schmackes vorgetragen, daß es einer Band wie Annihilator schlicht nicht würdig ist. Gut, ‚Snap‘ ist auch kein Thrash-Metal-Song, auch wenn einen genanntes Riff das glauben machen will. Ähnlich ist bei einigen anderen Songs, die wirken, als zielten sie auf ein Mainstream-Modern-Metal-Publikum. Bemüht, verkrampft, seelenlos. Um die altgedienten Fans nicht ganz zu vergraulen, hat Waters dem ganzen einen Thrash-Anstrich verpasst, der aber nicht überall so richtig zünden und überzeugen will. ‚My Revenge‘ mit seinem metallic-farbenen Schmacht-Solo ist ein Beispiel dafür, der Beginn des dann erfreulicherweise noch deutlich zulegenden ‚The One You Serve‘ ebenfalls. Zur Verteidigung muss man sagen, daß es zwar keine richtig schlechten Songs auf Opus Nummer 15 gibt, aber auch keine richtigen Kracher. ‚Break, Enter‘ kommt am ehesten an einen guten Thrash-Metal-Song heran. Schade, aber im Vergleich zum gelungenen Vorgänger „Feast“ fällt „Suicide Society“ deutlich ab.

Ugly Noise

Bei der Flut an Veröffentlichungen gibt es kaum Zeit mal in Ruhe die guten alten Klassiker zu genießen, zum Beispiel „No Place for Disgrace“ von Flotsam And Jetsam. In Ermangelung von Zeit hört man notgedrungen die neue Scheibe der ehemals legendären Thrasher aus Phoenix im Büro in „echter“ Zimmerlautstärke, sodass im Flur nichts mehr ankommt, bei einem selber dementsprechend nicht viel mehr. So erwies sich der erste Durchlauf von „Ugly Noise“ (Metal Blade) nur wenig erbaulich. Nach „The Cold“, die aufhorchen ließ, also wieder ein Einbruch wie so oft, wenn man gedacht hat, der Fünfer hat sich endlich frei gemacht von seinem schweren Erbe.

Dank der Rückkehr der Originalmitglieder Michael Gilbert und Kelly David Smith und der zweiten Chance mit vier adäquaten Lautsprechern strafen Flotsam And Jetsam den ersten Eindruck Lügen. Mit „Ugly Noise“ streift die Band nun endgültig die schwere Last ihrer ersten beiden Alben ab. Völlig frei von allen Zwängen – die Produktion wurde durch Crowd-Funding realisiert – läuft man zu songwriterischer Höchstform auf und wirft von Speed Metal über Progressive bis hin zu Soul und Blues vieles, was in der Vergangenheit zum Scheitern verdammt war, in die Waagschale. Überraschend aggressiv und düster, ausgestattet mit einem passenden, sehr tiefen und weitreichendem Sound ist Flotsam And Jetsam auf ihrem elften Album zu vernehmen.

Alles auf eine Karte setzen und gewinnen

Bereits der Opener und Titeltrack zeugt von hoher Qualität. Nach einem Klavier-Intro baut sich ein schwerfälliger Metal-Songs auf, der durch seinen gekonnten Spannungsbogen von krachig bis ruhig und melodisch und seinen fetten Gitarrensound besticht. „Gitty Up“ ist ein flotter Rocker mit aggressiven Vocals und einem sehr melodischen Refrain, gefolgt vom schwermütigen und sehr emotionalen „Run and Hide“. Modernes Staccato hilft „Carry on“ mächtig in die Gänge, aufgelockert durch gelungen integrierte progressive Passagen. Headbang-Pflicht! Im wiederum melancholischen „Rabbits Foot“ wird einem klar, was für ein großartiger Sänger Eric A.K. ist, wie vielfältig er seine Stimme einsetzen kann und wie er sich in die Stimmung eines jeden Songs hinein versetzen kann.

Mit „Play Your Part“ ist Flotsam And Jetsam ein waschechter Heavy Metal Song im klassischen Stil gelungen, schwere Gitarren, stampfender Beat, melodische Harmonien und ein mächtigen Chorus. Das Album-Highlight! „Rage“ ist ebenso wütend geworden wie der Titel es verspricht. Ganz auf der Höhe der aktuellen Trends im Metal-Mainstream präsentiert sich „Cross the Sky“, zwar mit einem gesunden Schuss Blues gewürzt, aber nicht die stärkste Nummer auf „Ugly Noise“. Industrial-Klänge leiten die nächste Up-Tempo-Nummer ein, die vor Energie nur so strotzt. Voller Groove und treibenden Übergängen steckt „I Believe“, während „To Be Free“ einen halsbrecherischen und wütenden Abschluss einleitet, der mit „Machine Gun“ sein fulminantes Finale erreicht.

„Ugly Noise“ hat etwas Orchestrales, etwas Mächtiges an sich, das einen fesselt. Die gesamten 47 Minuten flimmern Reminiszenzen an Genre-Klassiker wie „Operation: Mindcrime“ oder „This Godless Endevour“ ob seines Abwechslungsreichtums und seiner Vielschichtigkeit vor dem geistigen Auge. Damit war nicht zu rechnen, sehnlich gewünscht hatten es sich viele, ein letztes geniales Flotsam And Jetsam-Album. Der Phoenix-Fünfer kommt diesem Traum verdammt nah.

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