Twelve Bells
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Twelve Bells

Ein ordentliches Mass an Schocken gehört zum Metal ja einfach dazu. Aber Sacred Oath übertreiben jetzt echt. In den ersten Sekunden glaubt man nämlich tatsächlich, das Naabtal Duo habe das Autotune entdeckt und präsentiere sein Comeback. Nee, Jungs, das ist dann doch einen Schritt zu weit. Aber, Scherz beiseite. Über Sacred Oath hängt natürlich immer…

Adveniens
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Adveniens

Es gibt Bands, zu denen hat man eine besondere Beziehung. Entweder, weil man sie mit bestimmten Erlebnissen verbindet, die meistens in der eigenen Jugend zu finden sind. Oder, weil man ihren Aufstieg aus der Nähe mitverfolgt hat. So geht es dem Autor dieser Zeilen mit Hideous Divinity aus Rom. Einen engen Draht zum Bandmanager, der…

Slowdive
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Slowdive

Wer anno 1993 Teenager und verzweifelt genug war, sich von Slowdives Kult-Album ‚Souvlaki‘ die Schwermut in Ohren und Herz brennen zu lassen, wird dieses seelisch-musikalische Erlebnis bis heute kaum vergessen haben. Und das Gefühl des Verlassenwerdens erst, als sich die Band zwei Jahre später und mit einer Diskografie aus nur drei Alben auflöste. Wen die…

Vive La Fete! Vive La Révolution

Vive La Fete! Vive La Révolution

Die Schweden The Leather Nun sind ohne Frage eine der wichtigsten Post-Punk-Bands überhaupt. Ende der 1970er veröffentlichten sie ihre erste EP auf dem „Industrial“-Label von No Wave-Lichtgestalt Genesis P. Orridge, John Peel verliebte sich in deren Titelsong ‚Slow Death‘ und pushte ihn in seiner Sendung nach Kräften, und auf ihren Konzerten liefen im Hintergrund auf…

Laune der Natur
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Laune der Natur

Die Toten Hosen sind auch nach 35 Jahren Schaffenszeit nicht müde, noch neue Platten unters Volk zu werfen. Dabei waren besonders die letzten Jahre gespickt mit Höhen und Tiefen. Der Song ‚Tage wie diese‘, war der erfolgreichste der Bandgeschichte und bescherte ihnen auf ihrem Weg Edelmetall wie andernorts Gullideckel – genug um nicht nur eine…

Years in a Day (Live at La Gaîté Lyrique: Paris)

Years in a Day (Live at La Gaîté Lyrique: Paris)

Die schwedischen Post-Metaller Cult of Luna hatten zuletzt im vergangenen Jahr mit dem Album „Mariner“ überrascht, eine Kooperation mit der US-Sängerin Julie Christmas. Nachdem die Band Anfang 2014, ein Jahr nach dem ebenfalls begeistern aufgenommenen Album „Vertikal“ eine längere Live-Pause angekündigt hatten, macht die Veröffentlichung eines Live-Albums absolut Sinn. Von einer Band, die vor nicht…

Scars of Aeons
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Scars of Aeons

Sich „Kriegskrabbe“ zu nennen, kann man wohl nur verstehen, wenn man mit dem eigenwilligen britischen Humor geboren worden ist. Allein der Gedanke an eine Warcrab lässt einen das Blut in den Adern gefrieren oder an die tiefgründigen Schwarz-Weiß-Horrorfilme der 50er denken. Was dann aus den Lautsprechern quillt, können nur Briten ersonnen haben. Ein derart dreckiger…

Retromachine Betty
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Retromachine Betty

Nun, man kann Spectra*paris mit Sicherheit nicht vorwerfen, immer das Gleiche zu machen. Nachdem das Debütalbum des Projektes um Kirlian Camera-Sängerin Elena Alice Fossi eher entspannten Synthiepop bot, folgte mit dem Zweitwerk „License To Kill“ ein gitarreninfiziertes, schräges Electropop-meets-Glamrock-meets-Bond-Soundtrack-Gemisch und die winterlich-atmosphärische EP „Christmas Ghouls“. Nun liegt also mit „Retromachine Betty“ das dritte vollständige Werk…

Effigy
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Effigy

Odd Logic veröffentlichen mit „Effigy“ bereits ihr siebtes Album – und das erste, das mit einer festen Bandbestzung aufgenommen wurde. Die vorangegangenen Scheiben sind mir zwar nicht bekannt, aber „Effigy“ ist ganz klar hörbar ein Werk mit Hand und Fuss geworden. Die grundsätzliche Ausrichtung liegt irgendwo zwischen Prog Rock und -Metal, in der gleichen Nische,…

Morningside
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Morningside

Amelia Murry ist ein Kind ihrer Zeit. In völliger Eigenregie hat sie unter ihrem Künstlernamen Fazerdaze und mit ihrer ersten EP einen Bekanntheitsgrad quer über den Erdball entwickelt, von dem manche Bands mit Label und Promo-Agentur im Rücken nur träumen können. Dem Internet ist’s gedankt, dass DIY in der Popmusik wieder eine Bedeutung hat. Ohne…

The Big Dream
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The Big Dream

John Mitchell ist sowas wie die (kommerziell betrachtet) kleinere Version von Steven Wilson. Fast überall im Progrock spielt er mit, alles andere produziert er mindestens, und Schlaf ist offenbar überbewertet. Ob als Gitarrist oder Sänger mit John Wetton, Arena, Frost*, Kino, It Bites oder als Producer von Funeral For A Friend, You Me At Six…

Neptune
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Neptune

Es ist eigentlich echt schade, daß „Grey’s Anatomy“ abgesetzt wurde. Nun, vielleicht nicht unbedingt vom künstlerischen Standpunkt – aber wohin sollen nun all die folkig-ätherischen Indiepop-Bands? Nun, es gibt ja immer noch Starbucks und all die anderen Plätze, wo sich gereifte Hipster-Damen Mitte/Ende Zwanzig heute so treffen. Tall Heights zum Beispiel gehen einfach auf Tour…