Schlagwort: Ska Punk

THE MIGHTY MIGHTY BOSSTONES – Fucking endlich ein neues Album!

Es ist immer ein Highlight, etwas von The Mighty Mighty BossToneS zu hören. 2018 durften wir ihnen voller Entzücken live beiwohnen, nun kommt ein neues Album. Wie aufregend! Vielleicht! Hoffentlich! Auf jeden Fall haben die Bosstoner in Hellcat Records ein neues Label gefunden. Zur Feier des Deals präsentieren sie ein schön animiertes Lyric-Video zu ,The…

BROILERS – kündigen neues Album an

„Puro Amor“ ist ein Album über die Liebe und das Loslassen. Darüber, weiterzumachen, auch wenn es schwerfällt. Vier Jahre nach der Veröffentlichung von (sic!) erblickt am 23.04.21 das Baby der Broilers auf CD und Vinyl, digital und als limitierte Edition von 8.000 Fanboxen das Licht der Welt. In einer Welt, die es zu genießen scheint…

Kennt ihr schon… 100 KILO HERZ?

Und plötzlich – oder sagen wir mit dem zweiten Album – sind sie da, diese Bands, für die es von allen Seiten Komplimente hagelt, deren Rauschen im Blätterwald zu einem Sturm anwächst und die allenthalben mit dem Schlagworten „Relevanz“ oder „Wichtig“ bedacht werden. Damit ihr beim next big thing mitreden könnt haben wir 100 Kilo…

MAD CADDIES – Neuer Song „Let It Go“

Die Ska-Punker von den Mad Caddies haben während des Lockdowns einen neuen Songs samt Social-Distancing-Video aufgenommen.  Die eher ruhigere Nummer „Let It Go“ ist der Vorbote für eine noch unbenannte EP, die diesen Herbst erscheinen soll. BandhomepageMad Caddies bei Facebook

BUSTER SHUFFLE – 2 Song-Vinyl für einen guten Zweck

Die aktuelle Charity-Aktion von Buster Shuffle ist in vollem Gange. Noch bis zum 3. Juni könnt ihr die exklusive 2 Song-Single „Unsung Heroes“ der britischen Ska-Band vorbestellen und damit die Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützen. Die zwei neuen Tracks sind den unbesungenen Helden Ruby Bridges und Iqbal Masih gewidmet. Ruby war als Sechsjährige die erste Afroamerikanerin, die…

Revolution Spring

Der Winter ist vorbei und der Frühling lässt sich mit den ersten warmen Tagen gut an. Allgegenwärtig wird der Wunsch nach Sonne und guter Laune spürbar. Den Zeitpunkt für die Veröffentlichung eines potenziellen Sommeralbums haben The Suicide Machines also gut gewählt. Immerhin handelt es sich bei „Revolution Spring“ (Fat Wreck) um ihr erstes Werk seit 15 Jahren. Damit reihen sich die Detroiter in das Phänomen ein, dass viele Melodycore und Ska-Punk-Bands der 1990er Jahre wie Goldfinger, Satanic Surfers, No Fun At All oder Mad Caddies plötzlich aus dem Nichts wieder auftauchen und es noch einmal wissen wollen. Passend hierzu haben sie sich ein neues Label gesucht und entsprechend ihrer musikalischen Ausrichtung bei Fat Wreck gesigned.

In bester Skatepunk-Manier geben die vier Jungs mit dem Opener „Bully In Blue“ gleich mächtig Gas, um dann für die nächsten Songs mit tanzbarem Off-Beat in den Ska-Punk abzubiegen. Dafür, dass das Genre angeblich als tot gilt, wirken The Suicide Machines an dieser Stelle überraschend lebendig. Es wird gute Laune versprüht bis mit „Detroit Is The New Miami“ ein an den Hardcore angelehnter Skacore-Kracher folgt. Dessen destruktive Wut und Energie sucht auf dem Album seinesgleichen und bietet eine erfrischende Abwechslung. Nach diesem kleinen Höhepunkt fallen The Suicide Machines jedoch in ein Loch.

Der zweite Teil von „Revolution Spring“ schwankt zwar nach wie vor zwischen Skate- und Ska-Punk, allerdings wirken die Songs deutlich uninspirierter. Es setzt fast schon ein leichtes Gefühl von Ermüdung – oder sollte man besser Leichenstarre sagen? – ein. Ob es an der kurzen Studiozeit von lediglich zwölf Tagen liegt, dass die Kreativität nachgelassen hat und wenig von diesen Songs hängen bleibt, kann nur vermutet werden.

Grundsätzlich sind die Lieder mit einer Länge von 01:30 und 02:30 Minuten kurz gehalten. Mit „Simple“ findet sich gegen Ende dann doch noch ein Track, der die Drei-Minuten-Marke knackt. Mit seiner schönen und eingängigen Melodie kann er sogar nochmals voll überzeugen. Auch die anschließenden „Anarchist Wedding“ und „Cheers To Ya“ schaffen es, Spielfreude rüberzubringen. So schließt der Longplayer nach einem schwachen Mittelteil versöhnlich ab.

The Suicide Machines gelingt ein ordentliches Comeback. Dennoch muss festgehalten werden, dass im Ska-Punk mittlerweile Bands wie The Interrupters oder The Prosecution den Ton angeben und ein deutlich höheres Maß an Kreativität bieten. Trotzdem sind auf „Revolution Spring“ ein paar gute Momente enthalten, die für schöne Erinnerungen an die große Zeit der Fat-Wreck-Bands der 1990er Jahre sorgen und zumindest etwas Leichtigkeit und Fröhlichkeit in die aktuelle Zeit bringen.

The Suicide Machines bei Facebook
The Suicide Machines bei Fat Wreck

LABRASSBANDA – Neues Album im Mai

Nach drei Jahren melden sich Labrassbanda mit ihrem neuen Album „Danzn“ zurück. Der Titelsong, der im vergangenen Herbst den Soundtrack für den Kinofilm „Eine Ganz Heiße Nummer 2.0“ lieferte, gibt dann auch die Marschrichtung vor. Denn bei allen eventuell vorherrschenden Sprach- oder Musikschwierigkeiten mit dieser Band – darauf kann man sich immer einigen: Hingehen, um…

THE MIGHTY MIGHTY BOSSTONES – Ska-Punk-Legende live on stage

Die Bostoner Ska-Punk-Legende The Mighty Mighty BosstoneS kommt Anfang Juli tatsächlich für zwei Clubs-Gigs in hiesige Gefilde bevor noch zwei Festival-Termine folgen. Im Gepäck hat die Kapelle auch ein neues Album, namens „While We’re At It“. Das neueste Video könnt ihr euch nachstehend rein ziehen. Also, zückt eure Stifte und tragt euch die Termine ein!…

RUTS DC – Reggae-Punk-Legende auf Tour

Nach dem coolen „Music Must Destroy“-Album statten uns die altgedienten Herren von RUTS DC – 1978 bis 1980 als The Ruts in die Punk-Historie eingegangen und erklärte Lieblingsband von Henry Rollins – im September ein weiteres Mal einen kurzen Besuch ab. Hannover, Hamburg und Berlin können sich glücklich schätzen, ‚Babylon Burning‘ und ‚Something That I…

The Unfollowing

Wäre ‚The Unfollowing‘ ein Gemälde, es würde der naiven Malerei zugeordnet. Es beschert uns ein paar sorglose Momente, umgibt uns mit fröhlichen (Klang-)Farben und verbreitet gute Laune. Von einem Sommeralbum muss man mehr nicht erwarten, kann man sich nun sagen und ganz dem gut tanzbaren Ska-Punk mit seinen catchy Refrains von The Prosecution hingeben.

Nun ist da aber auch der fundierte politische Anspruch, den die Bayern erheben. Verkaufserlöse, die an Pro Asyl gehen, Patenschaft für ‚Schule ohne Rassismus‘ und Engagement bei der Integration von Flüchtlingen – das Prosecution-Kollektiv ist über seine Konzerte hinaus aktiv und arbeitet folgerichtig gern mit den Gleichgesinnten von Anti-Flag oder Talco zusammen.

Es sind daher auch diese schweren, aber wichtigen Themen, die die Texte von ‚The Unfollowing‘ durchziehen. Leider kann das dem unbedarften Hörer leicht entgehen. Das einfache musikalische Konzept bietet sich einer eher schlichten Feierstimmung an – ausgelassen, unbekümmert, leicht angeschickert. Gewichtig wird es maximal mit so offenherzigen Emo-Nummern wie ‚Where We Belong‘. Deren gefühlvolles Intro ist, ebenso wie das Albumende ‚Melodies Of Timeless Stories‘, betont dick aufgetragen und richtet sich vor allem an des Hörers Bauch und Tränendrüse, weniger an seinen Kopf.

Auf diese Weise werden The Prosecution auch mit ihrem neuen Album vor allem junge Fans für sich gewinnen. Was gut ist. Gestandenen Musikfans erfordert ‚The Unfollowing‘ allerdings Einiges an guten Willen ab, den aufzubringen sich nicht unbedingt lohnt. Bands mit inspirierend-kritischen Texten, aber anspruchsvoller Vertonung gibt es schließlich anderweitig genügend.