Schlagwort: Melodic Metalcore

ALQEMISTE – Vierte Single „Fawqes“ veröffentlicht

Mit „Fawqes“ hat die Regensburger Metalcore-Combo am 30. April bereits ihre vierte Single veröffentlicht. Das Debüt-Album von Alqemiste wird am 3 September erscheinen. Mit massivem Sound und bildgewaltiger Sprache vermittelt der Song ein Gefühl der Zerissenheit. Esgeht darum, dass Altes sterben muss, um Weg für Neues zu bereiten. Dieses Thema erarbeiten sie sichdurch Bildsprache aus…

A Pale Blue Dot

Im melodischen Metalcore oder Modern Metal haben sich in den letzten 20 Jahren vor allem die USA und Großbritannien mit Bands wie Bring Me The Horizon, August Burns Red oder den Architects einen Namen gemacht. Erstmals erfolgreich angewandt haben zur Jahrtausendwende Linkin Park mit „Hybrid Theory“ die Formel aus klarem Gesang und Screams, melodiösen Keyboards und harten Gitarren. Die beschauliche Schweiz dagegen hat wohl selbst heute niemand auf dem Plan, wenn es um das modernste Subgenre der harten Musik geht.

Doch das ist ein Fehler, denn ausgerechnet aus dem italienischsprachigen Tessin stammen Dreamshade, die sich vor den großen Namen des Genres absolut nicht zu verstecken brauchen. Nicht verwunderlich allerdings, denn die fünf Herren feilen seit fünfzehn Jahren an Songideen und Karriere gleichermaßen, unter anderem mit amüsanten Hochglanz-Videos. Das neueste Werk „A Pale Blue Dot“ (Horang Music) ist Album Nummer Vier und bekam von Produzent Jacob Hansen (Amaranthe, Volbeat) den entsprechend modernen Sound verpasst.

Der oszilliert gekonnt zwischen Nu-Metal-Raps, klarem Gesang und deftigen Screams. Ein besonders gutes Beispiel ist hier die Video-Single „Stone Cold Digital“. Auch wenn die Anleihen übergroß sind, schaffen es die fünf Jungs mühelos, hier ordentlich Staub aufzuwirbeln.

Mit vierzehn Songs um die vier Minuten und trotz aller Geradlinigkeit schaffen es die Herren auch noch, abwechslungsreichtum zu bleiben. Bei „Elephant“ sorgen orientalische Streusel für einen etwas anderen Touch. „A Place We Called Home“ kommt mit seinem Sprechgesang nachdenklich und vergleichsweise ruhig daher. Die Keys und Samples ergänzen die Gitarren und den Gesang an den richtigen Stellen – weichgespült klingen Dreamshade dadurch aber nie.

Wer Amaranthe und Linkin Park zwar mag, aber irgendwie auch ein bißchen zu lasch findet, wird Dreamshade für „A Pale Blue Dot“ lieben. Ein wundervolles Modern-Metal-Album, das ein breites Publikum finden dürfte. Grazie Mille, Signori.

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DREAMSHADE – Schweizer Modern-Metaller mit zweiter Single (UPDATE)

Wer den modernen Metal-Sound der fünf Signori von Dreamshade erstmals hört, würde niemals denken, dass sie aus dem italienischsprachigen Teil der Schweiz, aus dem Tessin, kommen. Ihre Songs, die großen internationalen Bands wie Linkin Park, Architects, Bury Tomorrow oder Bring Me The Horizon auf Augenhöhe begegnen, sind hart, melodiös, eingängig und modern im besten Sinne.…

MISTER MISERY – Horror-Metaller kündigen zweites Album an

Die schwedischen Horror-Metaller Mister Misery kündigen nach ihrem erfolgreichen Debüt vom Herbst 2019 mit der Single „Ballad of the Headless Horsemen“ ihr zweites Album „A Brighter Side of Death“ an. Das neue Album soll am 23. April bei Arising Empire erscheinen. Die vier Jungs kommen wie eine energiegeladene Mixtur aus Cradle of Filth und Linkin…

AUGUST BURNS RED – Sommerfestivals mit Album Nummer acht

Das amerikanische Metalcore-Quintett August Burns Red, in ihrer 17-jährigen Bandgeschichte zwei Mal für den Grammy nominiert, hat sein achtes Studioalbum „Guardians“ angekündigt. Die energiegeladene Truppe um Frontmann Jake Luhrs stellt mit dem Anime-Musikvideo „Defender“ gleichzeitig den ersten Titel der neuen Platte vor. „Defenders“ handelt von dieser einen Person, die in schweren Zeiten für dich da…

Shaped By Fire

Viele Metalheads hätten darauf keinen Cent mehr gewettet, aber das neue Album von As I Lay Dying ist tatsächlich da! Nach der Haftentlassung von Frontmann Tim Lambesis hat die Band in einem mehrere Jahre dauernden und auch noch nicht abgeschlossenen Versöhnungsprozess wieder zusammengefunden. Laut waren die Stimmen vor allem im Netz, ob man die Band wohl jemals getrennt vom Mordversuch Lambesis an seiner Ex-Frau sehen könne und man sie nicht einfach abhaken solle.

Nun lässt sich das Innerste eines Menschen niemals ergründen, und somit ist es jedem Musikfreund freigestellt, sein persönliches, moralisches Urteil zu fällen und die Band zu vergessen. Oder man kann die auch öffentlich bekannte Reumütigkeit und Demut von Lambesis anerkennen und konstatieren, dass jeder eine zweite Chance verdient hat, der seine Strafe abgesessen hat. Auch in der Band scheinen noch lange nicht alle Wunden verheilt, aber der Blick in Zukunft steht im Vordergrund. Das musikalische Ergebnis der Versöhnung und neuen Zusammenarbeit der fünf Herren aus Kalifornien lässt jedenfalls in beinahe jeder Textzeile, aber auch im Gesamteindruck klar erkennen, was Musik für ein Katalysator für menschliche Dramen und Emotionen sein kann.

As I Lay Dying verstanden es schon immer, scheinbare Gegensätze zu verbinden. Rhythmik und Melodik, sanfte Wärme und angepisste Wut, Geschwindigkeit und Durchatmen. All das wird schön und locker variiert.

„Shaped By Fire“ steht diesen Trademarks an keiner Stelle nach und jedes Bandmitglied macht seinen Job exzellent. Lambesis übernimmt die todesmetallischen Growls und scheint sich allen Frust aus der Seele zu brüllen, Bassist Josh Gilbert steuert den melodischen Klargesang bei. Beides wechselt sich ab und ergänzt sich so gut und stimmig, wie es wohl kaum eine Metalcore-Truppe besser schafft. Das Gitarrenduo Phil Sgrosso und Nick Hipa schrammelt, schreddert, fingert und fummelt, dass es eine wahre Freude ist. Und Schlagzeuger Jordan „The Beard“ Mancino prügelt auf sein Drumkit ein, als wäre sein Instrument schuld an allem Frust und Schmerz der letzten Jahre.

Heraus sticht unter den vielen guten Songs „Gatekeeper“, das extrem derbe daher kommt und neben den üblichen Breakdowns auch im Thrash- und sogar Black-Metal wildert. „The Wreckage“ und „Take What’s Left“ haben zudem die genialen Hooks, für die AILD geliebt werden. „Redefined“ mit Gast-Sänger Jake Luhrs von August Burns Red verknüpft exquisit Groove mit Hardcore-Räudigkeit und „Torn Between“ zählt mit seiner Vielseitigkeit ebenfalls zu den besseren Titeln.

Das bedeutungsschwangere Ergebnis ist „Shaped By Fire“, ein Metalcore-Album, das es tatsächlich schafft, an die alten Qualitäten des Quintetts aus Kalifornien (und die ehemals großen Tage des Genres) anzuknüpfen und – wie zwischenzeitlich feststeht, auch an den kommerziellen Erfolg. In die deutschen Albumcharts stieg „Shaped By Fire“ in der ersten Woche auf Platz 6 ein – die beste Chartplatzierung in der Bandgeschichte. Damit ist die Rehabilitation wohl geglückt und die Band kann wieder die Musik in den Mittelpunkt stellen.

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Nuclear Blast (Label)

Verwirrt ist gar kein Ausdruck – Heaven Shall Burn und Parkway Drive in Berlin

Es ist erstaunlich wie festgefahren und konservativ der Ablauf eines durchschnittlichen Rock-Musik-Konzerts doch ist. Und es ist fast erschreckend wie wenig man so etwas bemerkt, wenn man nicht, wie am vergangenen Dienstag, so eindrucksvoll darauf hingewiesen wird. Denn mit Heaven Shall Burn und Parkway Drive taten sich scheinbar die richtigen zwei Bands zusammen, um ein Konzert zu spielen, das dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird…