Schlagwort: Melodic Death Metal

NEAERA – Video zum Song „Deathless“

Bereits im Februar hatten die Melodic-Death-Metaller Neaera ihren aktuellen Longplayer „Neaera“ (Metal Blade Records) veröffentlicht. Nun haben sie zum dem Albumtrack „Deathless“ ein Live-Video präsentiert, welches beim Release-Konzert in Münster aufgenommen worden ist. In „Deathless“ geht es um die Erfahrung von sexueller Gewalt. Sänger Benjamin Hilleke sagt zu dem Thema: „Laut UNIFEM haben schätzungsweise 35…

IN FLAMES – Special-Edition der „Clayman“ angekündigt (Update)

In Flames feiern dieses Jahr das 20-jährige Jubiläum ihres Meilensteins „Clayman“. Deswegen bringen die Schweden am 28.08.20 eine Special-Edition des Albums raus. Neben dem remasterten Ursprungswerk aus dem Jahr 2000 werden mit „Themes and Variations in D-Mino“ ein neuer Instrumentaltrack sowie vier komplette Neuaufnahmen der Bandklassiker „Only For The Weak“, „Bullet Ride“, „Pinball Map“ und…

CYPECORE – Sci-Fi-Metaller schließen Album-Zyklus mit neuem Video ab

Bevor es für Cypecore aus Mannheim ans Songwriting für das neue Album geht, schließen die Jungs das Kapitel „The Alliance“ mit dem neuen Musikvideo zu „Dreamsmasher“ ab! Wie bei den bisherigen Musikvideos fangen die Herren passend zum Bandkonzept eine düstere, postapokalyptische Atmosphäre ein. „Dreamsmasher“ stammt vom letzten Album von 2018, beim Summer Breeze 2019 haben…

AMARANTHE – Aufnahmen abgeschlossen, Album im August

Mit Sekt und Blumen haben Amaranthe den Abschluss der Aufnahmen zu ihrem sechsten Studioalbum gefeiert. Am 28.08.20 soll der noch namenlose Nachfolger von „Helix“ der Melodic-Death-Metaller erscheinen. Die Band sagt dazu: „Wir können nun endlich offiziell verkünden, dass das Album am 28. August erscheinen wird und das gesamte Team um AMARANTHE wartet mit größter spannung…

Kennt ihr schon … ARCAINE?

Eine Stadt in den Schweizer Bergen. Eine kleine, eng vernetzte Metalszene, in der Jeder Jeden kennt. Man ist schon zusammen geklettert oder hat auf der Skipiste sein Unwesen getrieben, mehr als einmal zusammen gebechert und vor allem musiziert („gebölzt“). Daher kennen sich Brandon, André und Martin schon gut, als sie sich 2015 zu einer neuen…

NIGHTWISH kündigen AMORPHIS als Tour-Support für November an

Auch wenn momentan der Live-Musik-Bereich wegen Corona Covid-19 völlig zum Erliegen gekommen ist – oder gerade deshalb – wollen wir euch weiter mit Live-News versorgen. Die finnischen Symphonic-Metal-Stars Nightwish bringen in knapp drei Wochen ihr neues, inzwischen neuntes Studioalbum „HUMAN. :II: NATURE“ heraus. Nun hat die Band als Support für die Europa-Tour im November ihre…

Wolf To Man

Die einst als Allstar-Kapelle gestartete griechische Melo-Death-Combo Nightrage ist mittlerweile eine der verläßlichsten Größen des Genres – obwohl Tompa Lindberg (At The Gates), Gus G (Firewind, Ozzy) und Tom Englund (Evergrey) relativ zeitig und vor mittlerweile knapp zwölf Jahren die Band bereits wieder verlassen hatten. Bandboss Marios Iliopoulos hat zwar in der Folge ziemlich oft „Reise nach Jerusalem“ mit seinen Bandkollegen gespielt, seit drei Alben hat er nun aber mit Ronnie Nyman einen festen Sänger an Bord, der den Wiedererkennungswert von Nightrage ungemein erhöht.

Auch das mittlerweile achte Nightrage-Album präsentiert sich mit eingängigem und archetypischem Göteborg-Sound, wie er 2001 bereits geklungen hatte, inklusive einiger pathetischer Melodien, wie sie im frühen Metalcore beliebt waren. Nymans Stimme, die sowohl Mille-mäßiges Gekrächze, Dani-Filth-Gekreische als auch Hardcore-verwandtes Aggro-Shouting beherrscht, ist entsprechend stark in den Vordergrund gemischt. Wie im Genre üblich, klingt nicht mehr viel davon nach dem, was man ursprünglich mal als Death Metal bezeichnete. Im Gegensatz zu In Flames und offen gesagt so ziemlich allen anderen nach wie vor aktiven Szene-Bands behalten Nightrage aber trotz superglatter Produktion wenigstens musikalisch ein paar Ecken und Kanten, die sie im Metal-Genre verwurzeln – wie im mit Manowar-Melodien gespickten ‚God Forbid‘ oder dem an der Grenze zum Viking Metal agierenden ‚By Darkness Drawn‘. Zum Nu Metal wird hier erfreulicherweise auch überhaupt nicht geschielt, auch wenn ‚Desensitized‘ mit seiner Emo-Strophe schon recht kommerziell klingt. Im Alte-Schule-Metalcore-Track ‚The Damned‘ versucht sich Nyman gar an halbwegs melodischem Gesang, was gar nicht schlecht kommt und ein wenig an Schmier erinnert. Erfreulich auch, dass die Band sich relativ kurz fasst, selbst der längste Song kommt mit viereinhalb Minuten trotzdem angenehm schnell auf den Punkt, der Rest des Albums schafft das schon um die Dreienhalb-Minuten-Marke.

Summa summarum ist „Wolf To Man“ also ein routiniertes Melo-Death-Album mit Metalcore-Einflüssen, wie es im Buche steht und auch 2004 nicht ein Deut anders geklungen hätte. Klar, Überraschungen gibt’s ÜBERHAUPT keine, aber für Genre-Freunde bieten Nightrage soliden Stoff mit coolen Gitarren, erfreulich hohem Speed-Anteil und null Cleanvocals, Samples oder „symphonische Keyboards“. Nicht modern oder gar innovativ, aber unterhaltsam.