Schlagwort: Brass

LABRASSBANDA – Den Moment zum Klingen bringen

LaBrassBanda haben ins Münchener Hofbräuhaus gerufen. Das ist an und für sich noch nichts Außergewöhnliches für die Blasmusiktruppe aus dem Chiemgau, dass sie jedoch zu einer Yoga-Veranstaltung laden hingegen schon. Ursprünglich geboren wurde die Idee, eine Yogasession musikalisch zu begleiten, um die coronabedingte Zwangspause zu umgehen. Bereits die Uraufführung 2020 in Füssen fand so viel…

MONOBO SON – Unverhofft mit Vollalarm

Es ist dieser Sommer, in dem nichts selbstverständlich ist. Erste zarte Gehversuche der Kultur müssen sich nicht nur mit den Bestimmungen der Pandemie herumschlagen, nein, auch Petrus selbst scheint in diesem Jahr ziemlich vieles recht persönlich zu nehmen. Anders lässt sich nämlich nicht erklären, weshalb die Open Airs regelmäßig mit Wetterkapriolen bedacht werden. So wurde…

NOISEHAUSEN – Summer Stage Update

Mittlerweile hat sich das Line-Up der Noisehausen Summer Stage gefüllt. An zwei Wochenenden werden sich verschiedenste Künstler im Städtischen Freibad an der Schleifmühle versammeln. Es teilen sich Schwarzbauer & Maklar, Mono & Nikitaman, Haindling, PressYes, Zach Mathieu, Pawn Painters und LaBrassBanda die Bühne. 26.08.2021 – SCHWARZBAUER & MAKLAR 27.08.2021 – MONO & NIKITAMAN 28.08.2021 –…

DOBA – Neues Video zur Single „zehnmal“

Doba haben zu ihrer neuen Single „zehnmal“ ein neues Video veröffentlicht. Es ist bereits die zweite Singleauskopplung aus der neuen EP „zehn“, welche am 16.07.21 in limitierter Auflage erscheint. 1,5 Jahre stand die Welt der Kultur in weiten Teilen still. Die Münchener Band Doba hat diese Zeit genutzt, um einen neuen Tonträger zu produzieren und…

100 KILO HERZ – Dreck und Glitzer Open Air

Im August 2020 stieg das zweite Album „Stadt Land Flucht“ der Leipziger Brass-Punks von 100 KILO HERZ in die Top 20 der deutschen Charts ein. Dieser Release und die beiden dazugehörigen, in Rekordzeit ausverkauften Shows, in der Parkbühne im August 2020 gehörten zu den absoluten Highlights in dieser Corona geplagten Zeit. Nach der Show waren…

Yoga Symphony No. 1

Normalerweise geht es an dieser Stelle um Plattenkritiken. Das ist leidenschaftlich, höchst streitbar, völlig subjektiv, euphorisch und auf jeden Fall immer eines: voller Liebe zur Musik. Doch plötzlich wird diese Grundidee von einer Platte erschüttert, die so völlig anders ist als alles andere. Die „Yoga Symphony No. 1“ (L.O.V.E.) von LaBrassBanda. 60 Minuten Instrumentalklänge mit dem Ziel, größtmögliche Entspannung zu erlangen. Während sich zuerst noch ein irritiert-ablehnendes Gefühl einschleicht, siegt schließlich doch die Neugier. Wenn die aktuelle Lage nämlich für eines gut ist, dann doch sich auf Neues einzulassen und nicht nur an der Reduzierung auf Bekanntes festzuhalten.

Während man sonst von der Bläsertruppe eher wild-energetische Vollgas-Musik gewohnt ist, steigt die neue Platte mit „Breathe“ sanft und zurückhaltend ein. Umherwabernde Synthies, ein rauschendes, gestreicheltes Schlagzeug, das direkt an die Klänge in einem Yogastudio erinnert, und einsetzende Bläser. Selbst die Tuba, sonst eher für den pumpenden Beat verantwortlich, ist verhalten („Relax“). Zwischendurch verstecken sich hin und wieder die Themes von bekannten Stücken wie „El Paso“ oder „LaBa“, und trotzdem wirken sie in dem alternativen Arrangement neuartig und entfalten eine ganz andere Macht.

Die einzelnen Songs verbinden sich zu einem Gesamtwerk. Je weiter man sich einhört, desto mehr ist man – egal ob bislang erleuchteter Yogi oder nicht – auf eine völlig andere Art berührt. Das ist ziemlich unerwartet und besitzt eine ganz eigene Schönheit. Stefan Dettl‘s Lied „Berg“ – in der normalen Fassung schon mit Gänsehautgarantie ausgestattet – wirkt sogleich noch berührender.

Die „Yoga Symphony No. 1“ ist speziell und nichts, was in heavy Rotation läuft. Sie verlangt ein darauf Einlassen, belohnt dann aber mit völlig unerwarteten Momenten und einem Emotionsfeuerwerk, unabhängig davon, ob man Yoga praktiziert oder nicht. Eine Klangmassage für die Seele. Darüber hinaus liefert die Platte sogar ein Verständnis. Ein Verständnis dessen, was die Anhänger im Yoga wohl suchen.

Bandhomepage

Labrassbanda bei Facebook

Labrassbanda bei Instagram

LABRASSBANDA – Meditation auf Bayrisch

Die konzertarme Zeit fördert ja so manches Talent zu Tage. Da bilden auch Musiker keine Ausnahme. Warum sich aber ausgerechnet das jüngst wieder zum Trend avancierte Yoga gar nicht so schlecht eignet, um der eigenen Konzertvermissung ein Schnippchen zu schlagen – darüber haben wir uns mit LaBrassBanda-Kopf Stefan Dettl unterhalten. Ein ruhiges Album für Yogis…

LABRASSBANDA – Veröffentlichen „Yoga Symphony No. 1“

Bislang konnten es vor allem Kühe bezeugen: LaBrassBanda können auch langsam. Für ihr legendäres, in einem Stall aufgenommenen Album „Kiah Royal“ von 2014, lieferte ein besonders kontemplatives und gelegentlich wiederkäuendes Publikum die nötige Entspannung. Die nahe liegende Konsequenz der Band: Ein Album für Yogis. Ab dem 30.04. steht „Yoga Symphony No. 1“ auf allen gängigen…

MONOBO SON – Weil ein Miteinander einfach besser ist

Wir haben uns mit Sänger und Posaunist Manuel Winbeck über das Bandgefühl von Monobo Son unterhalten, und wie sie ihren Livesound eigentlich so definieren. Wie es um die Sehnsucht nach der Bühne bestellt ist oder wie man damit umgeht, wenn immer mehr Lieder auf die Bühne wollen und sich keines hinten anstellen möchte. Natürlich wollten…

SuperSonic

Monobo Son haben sich für ihr drittes Album etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die fünf Musiker haben sich für das Artwork als Superhelden versammelt. Das kann nur gut werden, klappt bei Marvel schließlich auch immer. Auf zehn gemeinsame Jahre Bandleben schauen Monobo Son mittlerweile zurück, eine Entwicklung im Schleudergang: Stile, Besetzung – alles einmal bunt durchgeschüttelt um heute gestärkt dazustehen. „SuperSonic“ (Urwald Records) darf daher auch alles. Es darf rocken, es darf angejazzt sein, oder gar poppig-verspielt zugehen.

Gschissna Dog“ versprüht von Beginn an gute Laune, fährt in die Beine und lässt die Querflöte galant tänzeln. Das alles mit der Erkenntnis: Mag der Tag noch so mies sein, es reicht ein klitzekleiner Lichtblick und der reißt alles herum. „Hans Dampf“ hüllt einen zuerst in locker-fluffigen Reggae-Sound ein, um dann mit einem Feuerwerk an Referenzen auf (oder gegen) den Rechtsruck in der Gesellschaft zu schießen. Während man zuerst nur über die offensichtlichen Wortspielereien stolpert, fliegen einem mit jedem Hördurchgang mehr davon zu und entzünden sich neu. Mit „Kellnerin“ gibt es eilig-leichtfüßigen Balkansound, der sich aufschwingt und hochschaukelt und entfernt an den Kasatschok erinnert. Deutlich effektverliebter, jedoch nie überbordend ist „Nu a bissal“. Es befasst sich mit der Klimakatastrophe sowie der Unfähigkeit das eigene Verhalten diesbezüglich zu ändern und dabei gleichzeitig noch gefährlich arrogant auf die junge Generation an Umweltaktivisten zu blicken. Höchste Zeit, sich das immer und immer wieder bewusst zu machen! Zwischendurch streuen die drei Instrumentalsongs regelmäßig auch ruhige, nachdenkliche Momente auf dem Album ein.

SuperSonic“ vereint die Talente seiner Superhelden vom Artwork. Da ist der Rundumschlag mit der Schlagkraft des Hulk. Ein unkaputtbares Gespür für Ohrwurmmelodien, ganz so als würde Wolverine diese mit Adamantium verteidigen. Hindurchschimmernde Seventies-Blitze zu allem, was das Schild des Captain nicht abwehren kann und ein Spinnennetz aus Gitarrenklängen zum mindestens solange darin verweilen, bis die heavy Rotation durch ist.

Fotocredit: Felix Pitscheneder

Bandhomepage

Monobo Son bei Facebook

Monobo Son bei Instagram