Kategorie: story

Pardon Ms. Arden – Sing zum Abschied leise ‚Servus!‘

Wenn die Lieblingsband nach langer Bühnenabstinenz endlich wieder ein Konzert spielt, ist die Vorfreude normalerweise riesig. Nicht so an diesem verschneiten Freitag Abend in der Münchner Kranhalle: Pardon Ms. Arden geben ihr Abschiedskonzert, die Combo löst sich aus diversen nachvollziehbaren Gründen auf – in aller Freundschaft, ohne Knatsch und einvernehmlich. Doch ein letztes Mal wollen sie sich selbst und ihre eingefleischten Fans noch gebührend feiern.

Steve Rothery über Geister und glorifizierte Karaoke

Einer der bekanntesten und besten Gitarristen der Rock- und Neo-Prog-Szene ist zweifelsohne Steve Rothery. Der maßgeblich vom Pink Floyd Gitarristen David Gilmour beeinflusste Engländer wurde in den 80ern vor allen Dingen durch die Band Marillion bekannt. Marillion sind eine der wichtigsten und größten Neo-Prog-Bands, einer in den 80ern aufgekommenen Form des Progressive Rocks. Wohl jeder dürfte ihren Radiohit ‚Kayleigh‘ kennen. Als Mitbegründer der Band spielt Rothery dort seit 36 Jahren den Sechssaiter. Auch mit seiner Steve- Rothery-Band war der 55jährige erfolgreich auf Tour. Jetzt hat er mit „The Ghosts Of Pripyat“ sein erstes Solo-Album veröffentlicht, welches er über eine sehr erfolgreiche Kampagne beim Crowdfunder Kickstarter finanziert hat. Grund genug für Whiskey-Soda, dem sympathischen Musiker ein paar Fragen zu stellen, um mehr über das Album und seine Entstehung, aber auch über die Aussichten auf ein neues Marillion-Album zu erfahren.

‚Wir sind Enter Shikari vom Planet Erde‘

Ein gutes Konzert zu spielen ist eine Sache. Dabei dem Publikum noch etwas zum Nachdenken auf den Weg zu geben eine andere. Moderne Punkbands können sich in diesem Zusammenhang mehr als eine Scheibe von Enter Shikari abschneiden, denn so vielseitig und auf den Punkt gebracht politisiert kaum jemand aktuell in der Musikszene. Vor allem noch mit einem so guten Bühnenprogramm. Als Ritter der Gerechtigkeit verbreiten die vier Briten in der Welt ihre aufrüttelnden Botschaften unter anderem für transnationale Solidarität sowie gegen politische und wirtschaftliche Intriganzen und Machtspielchen. Neben ihren erfolgreichen Platten gelingt ihnen das am besten mit ihren Shows, so auch in Berlin am 15.01.2015 im Kesselhaus in der Kulturbrauerei.

Soen – Musik ist nicht nur einfach Entertainment

Ende des letzten Jahres veröffentlichten die schwedischen Progressive-Rocker Soen ihr zweites Album ‚Tellurian‘. Unser Metal-Chef Daniel griff die Gelegenheit beim Schopf und stellte der Band einige Fragen – Heraus kam ein Dialog über Ziegenmilch, das Musikverständnis einer Progressive-Rock Band und Kinder, die wegen ihrer Musikalität aus dem Klassenraum geschmissen werden…

Dragonforce und Epica – Hamburger Fastfood

Manchmal muss es mit dem Essen schnell gehen, oder man hat einfach mal wieder Hunger auf Fastfood. Hamburger, Pommes mit Ketchup oder Mayo, vielleicht noch einen Salat dazu, und schon haben wir das fixe Essen für zwischendurch, garantiert ohne wirklichen Nährwert, nicht ganz gesund, aber lecker. Das musikalische Equivalent zur Fastfood gab es Mitte Januar im Norden der Republik. Simone Simons und ihre Mannen, besser bekannt unter dem Bandnamen Epica, hatten nach Hamburg zum Konzert geladen. Als Special Guest der niederländischen Symphonic-Metaller waren Dragonforce mit am Start, die besonders für ihre unglaublich schnellen Songs bekannt sind. Eröffnet werden sollte der Abend zunächst aber von den belgischen Metallern Diablo Boulevard. Ein leckeres Drei-Gänge-Fastfood-Menü wartete auf Abnehmer.

And The Golden Choir – Das muss jetzt alles ich sein

Fast schien es, als hätte sich Tobias Siebert ein ganz normales Solo-Projekt zugelegt. In Wirklichkeit aber hat der aus den Bands Klez.E und Delbo bekannte Musiker mit And The Golden Choir eine Zusammenkunft einberufen. Wir stellten die volle Bandbesetzung in Köln und es kam, wie es kommen musste: Alle Musiker reden wild durcheinander, als wir sie zu ihrem LP-Debüt ‚Another Half Life‘ befragen.

Schluß, Aus, Feierabend – 2014 aus Iekus Perspektive

So. Nun auch ich. Einmal im Jahr ist es so weit, da kommst du nicht drum herum. Jahresrückblick. Was war gewesen? Was davon war gut gewesen? Und alles und überhaupt? Nee, Spaß beiseite. Zumindest bei mir war 2014 ein sehr bewegtes und beschäftigendes Jahr, das merkt man unter anderem daran, dass der Jahresrückblick erst in der zweiten Kalenderwoche des Folgejahres kommt. Viel ist passiert, auch außerhalb der Musik – und hätte ich nicht die schlaue Liste, in der steht, mit welchen Alben ich mich jetzt konkret beschäftigt habe, dann wüsste ich auch nicht mehr, was genau Sache war. Jetzt eine Top-Ten auswählen, aus Alben, an die ich mich ohne schlaue Liste kaum erinnert hätte? Irgendwie nicht. Was aber aus dem letzten Jahr hängen blieb, auch ohne Spickzettel, sind einige interessante Bandnamen.

In This Moment-Sängerin Maria Brink – Von Sex und Spiegeln

Dies ist ein Experiment. Keine Rezension, kein Interview, kein Konzertbericht. Vielmehr das Resultat des Bedürfnisses, etwas richtig zu stellen, das ich selber lange Zeit falsch sah. Ein Kommentar. Der Versuch einer Analyse aufgrund eines Gefühls, das mich beim Hören des nicht mehr ganz so aktuellen und trotzdem noch neuen In This Moment-Videos überkam. Dieser Text ist mein kleines ‚Heureka‘, der Ausruf bei einer Entdeckung, die ich gerne mit euch teilen möchte – weil ich weiß, dass einige von euch diese Entdeckung noch nicht gemacht haben.

Ingos Alben des Jahres 2014 – Ein bunter Strauß an Melodien: And The Winner is?

Das Jahr 2014 hat musikalisch vieles ergeben, nur keine echten Überraschungen. Zahlreiche etablierte Bands haben hochklassige Alben veröffentlicht und ihren Status weiter zementiert oder gar ausgebaut, wiederum andere Szene-Ikonen haben gute, aber wenig spektakuläre Scheiben auf den Markt gebracht, während einige sogar stagnierten bzw. gar enttäuschten. Dennoch muss man sagen, dass es weit mehr Alben als die folgende Top Ten waren, die meinen Player wochenlang blockierten. Auch die entsprechenden Konzerte fielen entsprechend mitreißend aus. Doch lest selbst…

Schrottplätze und Elefantenfriedhöfe: Melvins Alben des Jahres 2014

Wieder ist ein Jahr vergangen und dem Rezensenten wird die unliebsame Aufgabe gestellt, eine Best-of Liste für die
schier wahnwitzige Zeitspanne von zwölf Monaten zu besetzen. Vieles ging einem da durch die Ohren und in der
Nachbereitung auch durch den Kopf. Alte Bekannte melden sich zurück, neue Gesichter stellen sich vor. Auffällig dabei war für mich, dass kaum eins der neuen Alben von den alteingesessenen Größen wirklich überzeugt hat. Nein, 2014 war für mich ein Jahr der Top-Debüts und der Flops von solchen, von denen man es nicht erwartet hätte.