Schlagwort: Alternative Metal

SLIPKNOT bringen ersten Song vom neuen Album

Die kontroversen Alternative-Metaller Slipknot haben den ersten Song vom kommenden Album „We Are Not Your Kind“ mit einem verstörend-bildgewaltigen Video angekündigt. Es ist das erste Album der neun maskierten Skandalrocker seit knapp 5 Jahren. In wenigen Wochen wird die Truppe aus Iowa auch wieder Deutsche Konzertbühnen verunsichern. Neben einigen Sommerfestivals gibt es auch Stadionshows. 08.…

Palehørse

Palehørse, 2007 unter dem Namen Amendfoil im Tampere (Finnland) gegründet, ist eine Wiedergeburt. Amendfoil war aktiv in der nationalen Musikszene und brachte es auf zwei in Eigenregie veröffentlichte Alben und hunderte von Live-Auftritten. Zum Trio um den vielseitig talentierten Frontmann, Sänger und Gitarristen Lassi Mäki-Kala geschrumpft, veröffentlichte die Band nun ihr aussergewöhnliches Debüt unter neuem Namen beim dafür bekannten norwegischen Underground-Label Indie Recordings.

Das Power-Trio kombiniert den sludgy, rifforientierten Ansatz von Bands wie Red Fang, Baroness oder Mastodon mit eingängigem Alternative-Rock. Und das funktioniert wirklich gut und schmeckt extrem lecker!

Mit ‚Dead Wrong‘ geht’s mit einem derben Scream und einen groovy Riff los. ‚Pale Horse‘ hat ein simples, punkiges Riff und einen schön eingängigen Chorus. Bei ‚The Passenger‘ zaubert das Trio aus mehrstimmigem Gesang und wütend-punkigen Shouts eine wunderbare Kombination. ‚Darken Waters‘ schafft es auf verblüffende Weise, an Alternative-Rock-Bands der 90er Jahre zu erinnern und gleichzeitig eine Verbeugung vor Classic-Rock-Bands der 60er und 70er zu machen. ‚Catharsis‘ ist zu Beginn ein wütender Hardcore-Knüppler, betört dann aber kurz darauf mit Britpop-Harmonien. ‚Odious‘ ist einfach wundervoll und schafft den gleichen Spagat: Punkrock-Attitüde, Düster-Riffs und blumige Melodik irgendwo zwischen den Foo Fighters und Mastodon.

Dieses Album ist eines der bisherherigen Highlights des Jahres. Ein Newcomer, der zwar nicht wirklich einer ist, aber alle Lorbeeren eines tollen, überraschenden Debütalbums verdient. Bitte diesen vermutlich nicht mehr lange als solcher zu identifizierenden Geheimtip unbedingt antesten!

WALKWAYS – Alternative-Metal-Truppe aus Israel nimmt Europa ins Visier

Israel ist gar nicht so weit von Europa entfernt, wie jeder denkt. Und es gibt eine sehr aktive, lebendige Metalszene. Das sagen die Jungs von Walkways aus Tel Aviv, die gerade einen Plattenvertrag bei der deutschen Label-Grösse Nuclear Blast abgeschlossen haben. „Nach ihrem 2013er Debüt Album „Safe In Sound“ sind Walkways nun bereit, ihren zweiten…

DISTURBED – Erheben ihre Stimme zum Tour-Start gegen Depression und Sucht

Momentan bringen die zweifachen Grammy-Nominees von Disturbed alle Maschinen für ihre vor einigen Tagen gestartete Europa-Tour auf Betriebstemperatur – die bisher größte Tour, die die amerikanischen Multiplatin-Rocker in ihrer 15-jährigen History auf dem europäischen Kontinent performen. Vorher hat die Formation um Frontmann David Draiman jedoch noch eine wichtige Botschaft für ihre Hörer, in der das…

MOTHER OF MILLIONS – Artefakte und giftige Ideologien

Die griechischen Alternative-Metaller Mother Of Millions sind in der Musikszene ihrer Heimat bereits eine große Nummer. Hierzulande hingegen ist das 2008 gegründete Quintett noch ein Geheimtipp, der aber besonders Fans von Soen, A Perfect Circle oder Karnivool unbedingt ans Herz gelegt werden kann. Gitarrist Kostas Konstantinidis hat sich freundlicherweise Zeit genommen, um uns ein paar…

SLIPKNOT geben erste Details zum neuen Album bekannt

Als Slipknot Ende Oktober ihren neuen Song „All Out Life“ veröffentlichten, kommentierten sie: „Es ist ein passender Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Macht euch bereit.“ Und das ist ab sofort wörtlich zu nehmen, denn das neue Album der Band hat ein Veröffentlichungsdatum für ihr neues Werk genannt – den 9. August. Alle weiteren…

Neues Livevideo zum Tourstart von RIVERSIDE

Nachdem die Band in den letzten Jahren einige Schicksalsschläge hinnehmen musste, hat sich das Blatt für Riverside seit der Veröffentlichung von „Wasteland“ eindeutig zum Besseren gewandt. In Deutschland landete das Album auf Platz 13 der LP-Verkaufscharts, in ihrer Heimat Polen positionierten sich Riverside damit gar auf Platz 1! Nach verdienter Winterpause ist die Band deshalb…

WHEEL – Die neue Prog-Hoffnung im Interview

Mit ihrem an Tool, A Perfect Circle und die härteren Ausläufer des Grunge angelehnten Sound hat die britisch-finnische Zusammenrottung Wheel auf ihrem Debütalbum „Moving Backwards“ eine exzellente Visitenkarte abgegeben. Sänger und Hauptsongwriter James Lascelle stellte sich zum Whiskey-Soda-Interview! WS: Fangen wir doch von vorne an, James. Was hat dich als Briten nach Finnland verschlagen und…

Moving Backwards

Nach zwei gelungenen EPs veröffentlichen die Alternative-/Prog-Metaller Wheel nun mit „Moving Backwards“ ihr Album-Debüt. Die britisch/finnische Combo hat sich dabei entschlossen, die Extreme in ihrem Songwriting etwas weiter auszuloten. Wo die Songs auf den EPs sich fast alle im „progüblichen“ Bereich zwischen sechs und sieben Minuten bewegten, gibt es auf dem Album nun drei echte Longtracks mit neun bzw. zehn Minuten Spielzeit, aber auch drei eher „konventionelle“ (nicht abwertend gemeint!) Rocksongs im Vier-Minuten-Format.

Die Mixtur aus ausgedehnten Prog-Kompositionen und kürzeren, gesangsdominierten Songs sorgt dabei für ein angenehm hohes Level an Abwechslung, und die vertrackten Danny-Carey-Rhythmen ziehen sich wie ein roter Faden durch sowohl die Longtracks als auch die „Quickies“. Stilistisch geht’s wie gehabt zu, irgendwo in der Nähe von Tool oder Karnivool mit ein paar gebremst screamigen Emo-Melodien (wieso sind die eigentlich derzeit wieder so beliebt?) und an Postmetal und U2 erinnernde, cleane Großflächengitarren. Die bisweilen leicht orientalisch eingefärbten Gitarren erinnern ein wenig an Orphaned Land, und in einigen Momenten fühlt man sich gar an Paradise Lost zu „Believe In Nothing“-Zeiten erinnert – beispielweise bei der Gitarrenlinie, die in ‚Tyrant‘ gegen 2:30 min auftaucht. Schwer, da nicht zumindest ein wenig an Greg Mackintosh zu denken. In ‚Where The Pieces Lie‘ und dem Rausschmeißer ‚Lacking‘ wird sogar klassisches Grunge-Riffing bemüht – man darf nicht vergessen, wie sehr Bands wie eben Tool ursprünglich von Soundgarden oder Alice In Chains beeinflusst waren. Schön, diese Roots auch in einer Band der jüngsten Generation wiederzufinden. Auch die Produktion ist ohne Frage gelungen, einerseits sauber und absolut professionell, im eingängigen Instrumental ‚Skeletons‘ schön groß und atmosphärisch, aber auch bei Bedarf ordentlich bratend und ziemlich heavy. Gelegentlich darf das Ganze erfreulicherweise auch mal kantig, dreckig und unbequem werden, und die gefühlvollen Vocals des Exil-Briten James Lascelles tragen ihr übrigens dazu bei, das Material erfreulich bodenständig klingen zu lassen. Die politisch motivierten Lyrics sind ebenfalls durchweg gelungen, die Band macht ihrem Zorn Luft, ohne dabei in irgendwelchen Agitprop-Klischees zu verfallen.

Natürlich, Wheel werden in Zukunft noch ein wenig daran arbeiten müssen, den starken Tool-Einfluss in persönlichere Bahnen zu lenken, noch hört man davon ein klein wenig zuviel heraus. Aber schließlich handelt es sich bei „Moving Backwards“ um ein Debütalbum – da bin ich gerne bereit, darüber hinwegzusehen, und wie oben erwähnt, scheinen die Einflüsse der Band breit genug gefächert zu sein. Da ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich daraus ein ureigenes Profil bildet – hat bei den erwähnten Karnivool oder bei Soen (mit denen Wheel übrigens im April durch Deutschland touren) schließlich auch ein wenig gedauert. Mit „Moving Backwards“ haben die Jungs auf jeden Fall eine starke Visitenkarte abgegeben, die Bock auf mehr macht. Die Zielgruppe darf gerne und ohne langes Nachdenken zuschlagen!