André Schnittker

Powersymphonicheavymetalfan, süchtig nach Konzerten und Festivals und Stammkunde bei Labeln, welche Silberlinge von Konzerten und Festivals verkaufen. Immer wieder erstaunt, was er als alter Sack noch nicht kennt.

POWERWOLF – Erstes Streaming-Event der Bandgeschichte

Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt, so könnte Powerwolf auf dieses Jahr zurückblicken. Am 16. Juli 2021 erschien mit „Call Of The Wild“ das achte Studioalbum der Powermetal-Band, welches 16 Wochen lang die deutschen Charts aufmischte. Auch die Co-Single „Dancing With The Dead“ wurde mit Platin ausgezeichnet. Die geplante Tour musste jedoch aus bekannten Gründen…

RELOAD FESTIVAL 2022 – Jetzt erst recht!

Zwei Jahre lang war es still auf dem Battlefield, das wird sich 2022 ändern – und zwar gewaltig! Vom 18. – 20. August wird sich das Who is Who der harten Musikspielarten ein Stelldichein in Sulingen, Niedersachsen, geben. Das Drumherum bleibt wie gewohnt familiär, gemütlich und entspannt. Kurzum: Festival, wie es sein sollte. Mit Arch…

Auf Die Fresse Rock’n’Roll

Der Postmann hat wohl schon mal in das Debütalbum der Band „AngeEKELt“ reingehört, bevor er den Umschlag mit „Auf Die Fresse Rock’n’Roll“ in den Briefkasten eingeworfen hat. Das Jewelcase zerbröselt, das Booklet zerfetzt. Im Sprinter scheint es eine heftige Pogo-Party gegeben zu haben.

Kein Wunder, das Album lädt zum Tanzen, Gröhlen und Feiern ein. „Auf Die Fresse Rock’n’Roll“ erinnert an alte Zeiten, als mehr oder weniger begabte Bands Freitag Abend im Jugendzentrum um die Ecke den Schulalltag vergessen lassen. Marc Debus und „Börnie“ Sommer sind jedoch keine pubertären Jungs, sondern gestandene Männer in den besten Jahren. Songs wie „Lebensgefühl 89“ und „Du Geiles Stück“, letzterer eine Hommage an ein tolles Moped sind nur authentisch, wenn der Schreiber eine ordentliche Portion Lebenserfahrung auf dem Buckel hat.

Laut, rauh, minimalistisch und mit Vollgas kommen die 15 Tracks aus den Boxen. Balladen oder ausgefeilte Arrangements findet man nicht auf dem Silberling. Mit einem Augenzwinkern wird immer wieder mal ein Motörhead- oder Sodom-Riff in den Songs versteckt. Die Mischung aus treibenden Punkrock mit Metal-Einflüssen passt wie die Faust aufs Auge zum Titel des Albums.

Natürlich werden in dem einen oder anderen Song Klischees bedient. Aber wer kennt nicht diese Zeiten, die in „20 Bier“ oder „Lebenselixier“ besungen werden? Da sind sie wieder, die Erinnerungen an die Jugend. Mit „Und Ich Habe Kein Geld“ haben die Debütanten ein 60 Jahre altes Lied von Gus Backus gecovert. Der Schlager bekommt mit den Stromgitarren ein völlig neues Gesicht und zeigt, dass der zeitlose Text auch als Punksong funktioniert. .

Die Tracks haben definitiv Feierpotential und machen Bock auf ein Konzert der Band. Daher ein Aufruf an die Treffpunkte, die für uns Freitag Abend das Wochenende eingeläutet haben:
Hey, Ihr Jugendzentren dieser Welt. Stellt „AngeEKELt“ eine Bühne zur Verfügung und das Bier kalt. Das wird nicht nur für die älteren Semester eine geile Party werden.

 

VOLBEAT – Neuer Song aus kommendem Album veröffentlicht

Die dänische Multiplatin-Band VOLBEAT hat am Donnerstag ihren neuen Song „Becoming“ veröffentlicht. Der Song ist eine Auskopplung aus dem achten Studioalbum „Servant Of The Mind“, welches am 3. Dezember via Universal Music herausgebracht wird. Für „Servant of the Mind“ verbinden Volbeat – bestehend aus Michael Poulsen (Gitarre/Gesang), Jon Larsen (Drums), Rob Caggiano (Gitarre) und Kaspar…

„There Must Be A Place – The Official Documentary“

2018 beendet die schottische Band Runrig nach 45 Jahren eine durchaus erfolgreiche Karriere. Drei Jahre später erscheint mit „There Must Be A Place – The Official Documentary“ eine Dokumentation, welche die Höhen und Tiefen der Band von den Anfängen bis zum „Last Dance“ sehr detailreich beschreibt.

Die 100-minütige Retrospektive ist in sechs Kapitel aufgeteilt. „At the Edge of The World“ beginnt bereits im Jahr 1956 und zeigt zahlreiche Bilder der Macdonald-Brüder aus ihrer Jugend. Rory und Calum beschreiben, wie sie zur Zugang zur Musik bekommen und im Jahr 1973 die „Run Rig Dance Band“ gründen. Sehr detailliert beschreiben die  Gründungsmitglieder die Anfänge der Band. Untermalt werden die Erzählungen mit vielen Videos und Fotos aus den Gründerjahren von Runrig.

Von der Tanzband zum ersten Plattenvertrag

Auf einem alten Tape von Rory sind die ersten Klänge von „Run Rig“ zu hören. Calum Macdonald sitzt zu dem Zeitpunkt am Schlagzeug, sieht sich selbst jedoch eher in der Rolle als Songwriter. Peter Hamilton, Gründer von Lismor Records erzählt, wie 1978 mit „Play Gaelic“ das erste Album der Band entstanden ist. Er ist unter anderem nicht amüsiert darüber dass Rory immer und immer wieder das Gitarrensolo noch mal neu einspielen möchte. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegen auch schon damals speziell bei den Produktionen Welten.

Gälische Klänge und politische Statements

Die weiteren Kapitel wie „Young And Dairing“ und „Protect And Survive“ nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise durch Runrigs weiteren Werdegang und zeigen detailiert, dass die Band schon immer ein Verfechter ihrer schottischen Wurzeln war. Hier ist es hilfreich, dass Videos mit gälischen Songs englisch untertitelt sind. Alte Videos zeigen, dass Sänger Donnie Munro recht oft mit einem Bundeswehr-Hemd auf der Bühne stand. Die Band erklärt, dass sie sich durchaus als politische Band sehen.

Höhen und Tiefen

Neben dem Aufstieg der Band in den Anfangszeiten werden natürlich auch die Probleme der Band betrachtet. Zeigen diese doch, wie die Mitglieder zeitweise in ihre alten Berufe zurückkehren, da sie von der Musik alleine nicht leben können. Neben den Hauptprotagonisten Rory und Calum Macdonald kommen immer wieder auch ehemalige Mitglieder wie die Keyboarder Richard Cherns und Peter Wishart zu Wort.

Rocket To The Moon

Nicht nur Runrig-Fans werden sich an eine sehr spezielle Geschichte erinnern. Die Raumfähre Columbia brach am 1. Februar 2003 bei ihrem 28. Weltraumeinsatz beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander, wobei alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Zu der Besatzung gehörte auch Laurel Clark. Clark, bekennender Fan von Runrig nahm eine CD der Band mit auf die Weltraummission. Auf der Bluray wird das Kapitel noch einmal teils sehr beklemmend, jedoch gefühlvoll in Erinnerung gerufen.

Ein Neuanfang mit einem Teamplayer

Donnie Munro verlässt Runrig 1997, um in der Polik eine neue Herausforderung zu finden. Das Kapitel „All Things Must Change“ beschreibt bildhaft die Suche nach einem vergleichbaren Sänger. Auch hier greift Gründungsmitglied Rory in sein Archiv. Es sind Beispiele einiger Auditions zu hören, bei denen sich Aspiranten auf die frei gewordene Stelle bewerben. Schnell wird deutlich, dass ein geeigneter Sänger auf diesem Weg nicht gefunden wird. Wie letzlich Bruce Guthro zur Band gestossen ist wird ausführlich erörtert. Auch die Mutter des neuen Sängers kommt zu Wort und erzählt, wie sie die ersten Auftritte ihres Sohns in einer Bar verfolgt hat.

The Last Dance

Das „Book Of Golden Story“ wird 2018 für immer geschlossen. Natürlich darf der letzte Weg der Band auf „There Must Be A Place“ nicht fehlen. Wieder kommen die Musiker zu Wort und man merkt ihnen deutlich an, dass sie ob des finalen Schrittes Zweifel hegen. Ist es wirklich richtig, hier den Schlussstrich zu ziehen?
Das Kapitel ist -obwohl drei Jahre her- immer noch sehr emotional und treibt nicht nur dem Riggie die Tränen in die Augen. Als Bonusmaterial gibt es noch 3 kleine Kapitel, in denen es unter anderem um die schottische Kultur geht und Runrigfans zu Wort kommen. Die deutschsprachigen Fans werden sich ganz besonders über die deutschen Untertitel der Hauptgeschichte freuen.

Regisseur Jack Cocker berücksichtigt nahezu alle bekannten und für viele Zuschauer unbekannte Phasen der Band und nimmt nicht nur den Fan der schottischen Band mit auf eine 45-jährige Reise. Neben fast allen Mitgliedern kommen zahlreiche Wegbegleiter zu Wort. Vom Schulfreund bis zur 2006 verstorbenen Managerin Marlene Ross, jedem wird genug Zeit gewidmet, um seinen Part der Runrig-Geschichte zu erzählen. Die Story ist sehr gefühlvoll in viele Videos, Fotos und alten Tonaufnahmen eingebettet. Selbstverständlich gibt es sehr viel Musik von der Band in der kompletten Geschichte. Als Dokumentation einer Bandgeschichte setzt „There Must Be A Place- The Official Documentary“ neue Maßstäbe.

Photo Credit: Andrew King

Bandhomepage

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RAGE – neue Single und neue Tourdaten

Die deutsche Power-Metal-Band Rage hat vor wenigen Wochen mit „Resurrection Day“ ihr neues Studioalbum über SPV/Steamhammer veröffentlicht. Nun wurde „Arrogance And Ignorance“ als dritte Single mit einem Lyric-Video herausgegeben. Rage hat zwar die geplante „Live Resurrection“-Tour abgesagt, dennoch haben Fans die Gelegenheit, die Band in diesem Jahr noch auf einigen Bühnen zu sehen. „Wie ihr…

KNOCK OUT FESTIVAL 2021- Powerwolf als Headliner bestätigt

Der Herbst naht, die Tage werden kürzer und in den Redaktionen überschlagen sich die Ereignisse. Nahezu täglich erhalten wir Informationen zu Konzerten oder gar Festivals, die noch in diesem Jahr stattfinden sollen. Dank einiger Lockerungen aus der Politik und unermüdlicher Kraftanstregnungen seitens des Veranstalters könnt Ihr am 11. Dezember 2021 die Schwarzwaldhalle in Karlsruhe rocken.…

RUNRIG – Dokumentation „THERE MUST BE A PLACE“ erscheint am 29. Oktober

Nach 45 Jahren Bandgeschichte verabschiedete sich Runrig 2018 von der Bühne. Im Herbst 2021 präsentiert die schottische Kult-Band nun mit „There Must Be A Place – The Official Documentary“ einen besonderen Rückblick. Es ist eine filmische Retrospektive auf die Geschichte von Runrigs 45-jähriger Karriere – von ihrer Gründung auf der Isle of Skye im Jahr…

DIE ÄRZTE – Es wird DUNKEL (UPDATE: Herbst-Tour abgesagt)

Ganze acht Jahre mussten Fans warten, bis 2020 das 14. Studioalbum von die Ärzte veröffentlicht wurde. Die Beste Band der Welt hat die Coronapause und die dadurch bedingten Konzert- und Festivalabsagen als kreative Phase genutzt. Das Ergebnis erscheint am 24. September 2021 auf CD und Doppelvinyl. „Dunkel“ ist ab sofort hier vorbestellbar. UPDATE: Nun ist…

MEH SUFF!-Festival 2021- Wie in alten Zeiten

„Weisste noch, früher?“ Nur allzu oft hat man den Satz in den letzten Monaten gehört. Er bezog sich auf die Zeit, als Corona nur als Biersorte bekannt war. Als Masken zu Karneval getragen wurden und Festivalbesuche möglich waren. Dieses „früher“ konnte unser Redakteur Andre am vergangenen Wochenende auf dem Meh Suff!-Festival in der Schweiz erleben.…