Schlagwort: britrock

The Sherlocks

Live For The Moment

Zum ersten Mal hatte ich dieses Gefühl letztes Jahr beim Wolf Alice-Konzert. Ein Flashback, dass sich mir der Magen zusammenzog. Alles klang, sah aus und fühlte sich an wie im London Mitte der Neunziger, als Popkultur und Lebensgefühl mit dem Label Cool Britannia bedacht wurden. Das Gefühl schlug mit voller Breitseite wieder zu, als ich…

Paul McCartney

Flowers In The Dirt – Special Edition

In der zweiten Hälfte der 1980er hatte es Paul McCartney nicht allzu leicht, seine Fans und Kritiker zufriedenzustellen. Nach dem Flop des Filmes „Give My Regards To Broad Street“ und des dazugehörigen Soundtracks, der zum Großteil Neueinspielungen älterer Songs enthielt, folgte mit „Press“ ein recht experimentelles und uneingängiges Album, das von der Kritik zu seiner…

Stereophonics

Keep The Village Alive

Was wären die Stereophonics für einen tolle Band, wenn der Britpop nicht schon vor mehr als 20 Jahren erfunden worden wäre. Kelly Jones knisternde Raspelstimme, große Hymnen, prägnanter Gitarrensound, hier und da eine kleine Orgel, Piano oder Orchesterparts. Es würde Lob von allen Seiten hageln, die Band könnte sich vor Preiauszeichnungen kaum retten, die vollen…

Happyness

Weird Little Birthday

Es gab mal so eine Zeit, da waren Collegefilme so etwas wie die Avengers für die jungen Teenies von heute. Damals fühlte man sich von den verpickelten Nerds mehr als verstanden, mittlerweile sind sie die Figuren im Schatten der wirklich mächtigen Superhelden. So ähnlich verhält es sich mit der Musik. Sind es heute die auf…

Blur

The Magic Whip

Was macht die Faszination ‚Jurassic Park‘ aus? Längst ausgestorbene, riesige Kreaturen kehren zurück in die Gegenwart und sind plötzlich lebendig. So ähnlich verhält es sich mit Blur. Im Jahr 2003 aufgelöst, nachdem ein meteoritengroßer Streit über die Ausrichtung der Band zum Bruch mit Gitarrist Graham Coxon führte. Das letzte Album ‚Think Tank‘ war demnach ein…

The Districts

A Flourish And A Spoil

Achtung, nächste Lieblingsband! So jedenfalls warnt The Guardian. Aber Moment mal! Klingen die nicht derbe nach 2004? Und sind die goldenen Zeiten der „The“-Bands nicht eigentlich schon längst passé? The Troggs, The Byrds, The Beatles sowieso und nicht zuletzt die Strokes überzieht eine Patina der Gestrigkeit. The Districts aber klingen nicht so, als würde ihnen…

Kasabian

48:13 deluxe

Was müssen sie sich umstürzlerisch vorgekommen sein, die Herren Kasabian. Ihr fünftes Album ’48:13′ ist plattegewordene Summenrechnung, um nicht zu sagen Erbsenzählerei; die Einzelteile des Terms scheinen sich jedenfalls zunächst in ihrer mathematischen Rolle zu erschöpfen (Wie es sich wirklich verhält, untersuchte Kollege Wellnhofer in seiner Besprechung). Ungläubige hätten die Zeitangaben der Tracklist zusammenzählen können…

Johnny Marr

Playland

‚Homo Ludens‘ – so der Titel einer 1938 publizierten Lektüre des niederländischen Kulturwissenschaftlers Johan Huizinga. Darin definiert er die These, dass das Konzept des Spiels als Grundbaustein für die charakterliche Entwicklung gilt. Der Mensch entdeckt seine individuellen Eigenschaften im Spiel und formt somit über die gesammelten Erfahrungen seine angelegte Persönlichkeit. Diesem Modell entnimmt Johnny Marr…