Tax The Heat

Change Your Position

  • Artist: Tax The Heat
  • Album: Change Your Position
  • Label: Nuclear Blast
  • Release: 2018-03-09
  • Medium:
  • Bewertung:2+

Auf dem Cover ihres zweiten Albums sitzen die Jungs um Frontmann Alex Veale in einem Waschsalon. Alles also frisch gewaschen, und die Position geändert? Nein, eigentlich nicht, denn Change Your Position klingt immer noch definitiv nach Tax The Heat, und die vier Briten begeistern immer noch mit rhythmisch ansprechendem und ohrwurmlastigen Brit-Rock mit riffbetonten Beatles– und The Kinks-Vibes. Da muss gar nichts frisch gewaschen werden, das klingt auch so wieder toll, ja sogar mehr als nur das. Denn es wird überall noch eine Schippe drauf gelegt. War schon das Debütalbum ein gelungener Beitrag zur angesagten Retro-Welle, so überzeugt „Change Your Position“ mit noch eingängigeren Songs und einem Groove, der sich durch die ganze Scheibe zieht wie ein dicker roter Faden. Den Briten gelingt wieder der Spagat zwischen bodenständigem kernig-kantigen Rock’n’Roll und fuzzigem Retro-Sound im 60er- und 70er-Jahre-Kleid. 

Schon im Opener ‚Money In The Bank‘ wird die Marschrichtung klar, die Band spielt tight und groovig, genau so, wie moderner Retro-Rock klingen muss. Auch der darauf folgende Titelsong des Albums besticht durch eine sofort packende Hookline und knackige Riffs. Richtig gut los geht es im Song ‚On The Run‘, dessen groovende Melodie ein wenig an Steppenwolf und ihre klassische ‚Magic Carpet Ride‘ erinnert. Die Briten zeigen sich in absoluter Spiellaune und punkten immer wieder durch Vielseitigkeit, so werden hin und wieder auch sehr dezente elektronische Parts verwendet, die sich nahtlos ins Gesamtbild fügen, ohne allzu sehr vom Gesamtkonzept abzuweichen. Hier wäre vielleicht noch etwas mehr Experimentierfreudigkeit gut gewesen, denn eine positive Weiterentwicklung zum Erstling ist auf jeden Fall lobenswert zu verzeichnen.

Mit „Change Your Position“ haben es Alex Veale und seine Mannen geschafft, ihren zweiten Longplayer zu einem mehr als nur gelungenen Nachfolger zu machen. Man sagt oft, dass das zweite Album am schwierigsten sei, aber hier gibt es wirklich nicht viel zu Meckern. Damit sei diese Scheibe allen Classic- und Retro-Rock-Freunden wärmstens ans Herz gelegt. Kann man gut hören, während man im Waschsalon wartet, aber auch bei jeder anderen Gelegenheit.

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