Kategorie: reviewalbum

Hollis Brown

Ozone Park

Sweet Home. In diesem Fall nicht Alabama (obwohl sich das beim Southern Rock ja aufdrängt), sondern der New Yorker Stadtbezirk Queens. Es geht auch gar nicht (nur) um Southern Rock, sondern um zeitlosen Blues, gewürzt mit Americana, Garagerock und einer großen Southern-Attitüde. Aber ganz von vorne: Das New Yorker Quartett Hollis Brown benennt sich nach…

The Gotobeds

Debt Begins At 30

In der heutigen Zeit kann es bereits als Qualitätsmerkmal gelten, wenn eine Band auch nach drei Albumveröffentlichungen noch keinen Wikipedia-Eintrag hat. Da lässt sich noch unvoreingenommen, ohne vorgefilterte Informationen und abseits jeglichen Mainstreams etwas entdecken. Im Falle von The Gotobeds ist es ihr neues, besagtes drittes Album ‚Debt Begins At 30‘, von dem man sich…

Richard Hawley

Further

Er war Gitarrist bei Pulp, arbeitete mit Stars wie Robbie Williams oder den Arctic Monkeys und ist seit 20 Jahren erfolgreich als Solokünstler unterwegs: Richard Hawley. Nun legt der Mann aus Sheffield mit ‚Further‘ (BMG) sein neuntes Studioalbum vor. Der Opener ‚Off My Mind‘ kommt rotzig und tough daher, eine starke Uptempo-Bluesrock-Nummer, in der Hawley…

Royal Republic

Club Majesty

Wer das Disco Inferno der 70er Jahre qua leicht verspäteter Geburt nicht live miterleben konnte hat nun die Gelegenheit, dem mutmaßlichen Revival beizuwohnen: Royal Republic graben die Glitzer-Jacketts und Disco-Kugeln aus, um auf ihrem neuen Album ‚Club Majesty‘ (Nuclear Blast) den schillernden Rausch einer durchtanzten Nacht exzessiv zu feiern. Akustisch mutet das Ganze so an,…

Diviner

Realms of Time

Ende 2015 landete das Debütalbum einer unbekannten griechischen Band als Promo völlig unangemeldet auf meinem Rechner. Gesättigt durch die sehr guten Alben jenes Jahres (u.a. die starken neuen Alben von Iron Maiden, Armored Saint oder Symphony X) testete ich skeptisch die musikalische Bewerbung an. Und meine anfängliche Skepsis verflog bereits nach den ersten Riffs, verwandelte…

Apex Manor

Heartbreak City

Die meisten guten Rocksongs sind im Schmerz geboren. Ein gebrochenes Herz und ein am Boden zerstörter Songschreiber sind die besten Voraussetzungen für ergreifende Texte, für Hymnen und für das Mit-Fühlen und Mit-Leiden der Hörerschaft. Jeder kann sich damit identifizieren; die Sympathien sind dem Betrogenen sicher. So ist es nur plausibel, dass Apex Manor diese Thematik…

Left Lane Cruiser

Shake And Bake

Das Cover würde eigentlich toll zu einem rotzigen Punkrock-Album passen. Der Bandname weckt Assoziationen an puren Rock’n’Roll mit gepflegter Hardrock-Attitüde. Zusammengekocht oder -gebacken wird da vom Left Lane Cruiser allerdings weder das eine, noch das andere, sondern stylischer Bluesrock. Wobei: Einflüsse von Punk und Rock’n’Roll sind unüberhörbar, und so dürfte „Shake And Bake“ nicht nur…

Arch/Matheos

Winter Ethereal

Ich so: That last Dream Theater album was actually pretty good, huh? Arch/Matheos: Hold our beers! Das zweite komplette Arch/Matheos-Album wurde vom dynamischen Duo explizit als ein Versuch angekündigt, sich von Fates Warning zu emanzipieren. Nun, der Versuch scheitert. Denn natürlich ist trotz bandfremder Gastmusiker auch „Winter Ethereal“ in allen Trademarks ein astreines Fates Warning-Album…

Saint Vitus

Saint Vitus

Es war 1995 als „Die Healing“ die Wiederauferstehung des Original-Line-ups der ungekrönten Könige des Doom Metals – die auch auf diesen Titel scheißen – zelebrierte. Nach einem Fehlgriff sollte dies der Neuanfang von etwas Großem werden. Er bleib aus. Original-Goldkelchen Scott Reagers verließ Saint Vitus, Wino kam zurück, regelmäßige Toure folgten, ein Album ließ 17…

An Horse

Modern Air

You gotta do what you gotta do. Eine Musikerseele muss tun, was eine Musikerseele tun muss. Vermutlich war es dieses Gefühl, dem Kate Cooper und Damon Cox folgten, als sie ihre Band An Horse aus dem Pausenmodus befreiten, den sie sich seit 2012 selbst auferlegt hatten. ‚Modern Air‘ ist bestes Zeugnis dafür, dass das Duo…