Gloria Volt

All The Way Down

  • Artist: Gloria Volt
  • Album: All The Way Down
  • Label: Cargo Records / Lux Noise
  • Release: 2018-05-25
  • Medium:
  • Bewertung:3+

Es ist knapp drei Jahre her, dass die Schweizer Hardrocker Gloria Volt ihren respektablen, zweiten Longplayer veröffentlicht haben. In der Zwischenzeit haben die Jungs ihre Bekanntheit durch massive Live-Tätigkeit (u.a. mit Motörhead, Mötley Crüe, Slash und Billy Ideol) im deutschsprachigen Raum ausgebaut und weiter an ihrem Sound gefeilt. Auf der neuen, dritten Scheibe gehen der Nordschweizer Fünfer unbeirrt selbstbewusst den eingeschlagenen Weg weiter: Es gibt schnörkellosen, geradlinigen, bluesinspirierten Hardrock mit viel Energie. Dabei klingen wie schon beim Vorgänger die grossen Vorbilder AC/DC und Konsorten durch, dennoch haben die Herren ihren eigenen Dreh raus. Wo die durchgeknallten Airbourne auf launige Art völlig überdreht und sprichwörtlich unter Strom agieren, sind Gloria Volt trotz aller Power und Leidenschaft auch mit eidgenössischer Bodenhaftung gesegnet. Spass macht es so oder so.

Egal ob der Boogie-Rocker ‚Dreamer‘, die melancholische Riff-Nummer ‚Lose Alone‘ oder das punkige ‚Dance With The Devil‘, acht Songs mit einer Spieldauer von einer guten halben Stunde lang verbreitet die Schweizer Jungs gute Laune und mal entspannte, mal rockige Kurzweile. Da darf auch eine astreine Ballade (‚Keep This Time (In Your Heart)‘) dabei sein, schliesslich muss auch der härteste Rocker mal durchatmen und mit einem Bier in der Hand sein Mädel in den Arm nehmen. Letztlich überwiegen jedoch die Riffs, und die knallen rein wie das sein soll.

DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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