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Coldplay - ehrlich währt am längsten?

In dieser Geschichte geht es um Ehrgeiz. Vier Menschen, die eine Band gründeten, nicht um berühmt zu werden oder Soundtracks für Fernsehwerbung zu liefern, sondern weil sie große Songs schreiben und ehrliche und leidenschaftliche Musik machen wollten. "Wir versuchten auszudrücken, dass es eine Alternative gibt", sagt Sänger Chris Martin. "Dass man Musik machen kann, die ins Ohr geht, aber nicht glatt ist, poppig, aber nicht Pop, erhebend, aber nicht pompös. Da wir manchmal ruhigeres Material spielen, ist es schwer so zu klingen, als wollten wir Dinge verändern, aber wir wollten die Gegenreaktion zu seelenlosem Müll sein."


Wie es scheint, sind recht viele von uns bereit für diese Alternative gewesen. Coldplays Debütalbum, "Parachutes", war eine Sammlung gefühlvoller, mitreißender, einfach wunderschöner Songs. "Parachutes" zeigte, dass man nicht immer schreien muss, um gehört zu werden. Und es verkaufte sich weltweit fast 5 Millionen Mal, gewann der Band eine Reihe von NME- und Brit Awards und den "Best Alternative Album 2001"-Grammy. Zum Endes Jahres hin stand "Parachutes" auf unzähligen "das Beste von 2001"-Listen.


Wie fühlt sich eine Band, die ihre ersten EPs, dann ihr Debüt veröffentlicht und sofort mit immens erfolgreichen Gruppen wie Travis und Radiohead verglichen wird? Die über Nacht nicht mehr in kleinen Kneipen, sondern bei großen Festivals wie dem "T In The Park" in Glasgow, dem "Big Day Out" in Australien auftritt und auf ihr eigene Nordamerika-Tour geht? "Es war nervenzerrüttend, ziemlich surreal", erzählt Gitarrist Jonny. "Aber auch das größte High, das wir jemals erlebt hatten."
Chris Martin wuchs in Devon auf, Will Champion in Southampton, Guy Berryman erst in Schottland und später in Kent, Jonny Buckland in Nord-Wales. Sie trafen sich im September 1996 während ihrer ersten Woche als Studenten des University College London und wurden schnell Freunde. Chris begann mit Jonny Songs zu schreiben. Guy hörte sich diese an, fand Gefallen und stiess als Bassist dazu. Will war so erpicht darauf, Teil der Band sein zu können, dass er seine Gitarre gegen Drumsticks eintauschte. Alle vier teilten die Leidenschaft für Musik, und die ruhige, aber bestimmte Absicht, so gut zu werden wie nur irgend möglich. Sie probten fast jede Nacht, wobei auch der Mangel an Proberäumen sie nicht aufhalten konnte. "Wir spielten früher in Badezimmern, dem Keller, sogar im Park", lacht Chris. Die ganze Band lebte in ein und demselben Studentenwohnheim und fand sogar den Bandnamen bei einem der Zimmernachbarn: Dieser hatte seine eigene Band Coldplay genannt, beschied dem Namen aber, zu deprimierend zu klingen und gab ihn daher weiter.
Im Mai 1998 veröffentlichen Coldplay die selbstfinanzierte "Safety" EP, von den 500 gepressten Kopien gingen die meisten an Freunde und Plattenfirmen und führten dazu, dass der Band ein Auftritt beim renommierten "In The City"-Festival in Manchester angeboten wurde. Dieser Gig weckte die Aufmerksamkeit von Simon Williams, bei dessen Fierce Panda-Label Coldplay die Single "Brothers And Sisters" aufnahmen und sofort von Parlophone gesignt wurden.
Doch obwohl sie bei einem Major unterschrieben haben, bewahren sich Coldplay so weit wie möglich ihre Unabhängigkeit. Keins der Mitglieder vernachlässigte das Studium; im Juni 1999, als ihr Plattenvertrag mit Parlophone schon drei Monate bestand, legten alle vier ihre Abschlussprüfungen ab. Daraufhin bezeichnete Alan McGee (damals Labelboss von Creation Records) sie als "langweilige Bettnässer", dies kümmerte die Band aber wenig. Jonny konterte, "wir versuchen zu sein, wie wir wirklich sind, und wir sind nun mal nett. So zu tun, als wären wir ein bisschen verrückt und sehr Rock´n´Roll, wäre doch einfach nur traurig".
Coldplay co-produzierten beide Alben, sicherten sich ihr Mitspracherecht auch bei Videos und Design. Das Foto auf dem Cover von "Parachutes" stammt von der Band selbst. Und trotz zahlreicher Anfragen erlaubte die Band nicht, ihre Songs in der Werbung oder auf Filmsoundtracks zu benutzen. "Wir haben die hundertprozentige Kontrolle über jeden Aspekt unseres Schaffens", erklärt Will. "Wir sind nicht eine Band, die man herumstoßen kann, und wir haben sehr gute Berater."

 


Die vorsichtige Arbeitsweise der Band führte leider auch dazu, dass die Fans Ewigkeiten auf das zweite Album, "A Rush of Blood To The Head", warten mussten. Coldplay stellten das gleiche Team ein, dass auch an "Parachutes" gearbeitet hatte: Ken Nelson co-produzierte und mixte mit der Band, Mark Phythain kümmerte sich um die Computer. Die Aufnahmen begannen im Oktober 2001 und waren zu Weihnachten abgeschlossen. Jeder war glücklich - bis auf die Band. Jonny erinnert sich, "für unser Empfinden ging das alles ein bisschen zu glatt. Es wäre einfach gewesen zu sagen, wir hätten genug getan, wir hätten das Album veröffentlichen und den Zeitplan einhalten können, aber wir taten es nicht. Und darüber bin ich froh, denn mit dem, was wir jetzt haben, wird es Spass machen, zwei Jahre zu touren."
Coldplay gingen zurück ins das kleine Studio in Liverpool, wo der Großteil von Parachutes entstanden war. Songs wie "Daylight", "The Whisper" und "The Scientist" wurden innerhalb von zwei Wochen aufgenommen, die Band fühlte sich plötzlich von vielen Zwängen befreit: Ob sie nun ruhige akustische Parts oder lauten Rock spielte, bedeutete nicht mehr, ein Statement abzugeben. Ian McCulloch, der Sänger von Echo & The Bunnymen, traf sich mehrmals mit der Band und hielt sie dazu an, alles mögliche auszuprobieren.
Das neue Album klingt noch erkennbar nach Coldplay, ist aber lauter, schneller und energiegeladener als das Debüt. "Parachutes ist von Angst und unverhohlener Unsicherheit geprägt, diese Gefühle sind auf dem neuen Album versteckter", sagt Chris. "Wir sind erwachsener geworden, viel gereist, haben so viele Menschen getroffen. In den letzten zwei Jahren sind wir wie ein kultureller Schwamm gewesen. Wir haben alles aufgesaugt und nun kommt das auf diesem Album heraus." Vieles davon handele davon, selbst im Angesicht von Sorge und Unsicherheit dynamisch und selbstbewusst zu sein.
Im Februar dieses Jahres reiste Chris mit der Organisation Oxfam nach Haiti bzw. in die Dominikanische Republik, um für die Etablierung von fairem Handel mit Entwicklungsländern zu werben. Ein guter Zweck, der von der ganzen Band unterstützt wird. "Jeder in unserer Position hat eine gewisse Verantwortung," erklärt Guy. "Auch wenn es merkwürdig auf uns wirkt, lesen doch eine Menge Leute, was wir sagen, sehen uns im Fernsehen, kaufen unsere Alben und lesen die Sleeves, und das kann eine großartige Plattform sein. Für uns ist das keine große Anstrengung, aber wenn sie Menschen helfen und anderen die Augen öffnen kann, dann tun wir´s gerne..."

Die Themen auf "A Rush of Blood To The Head" sind dennoch eher persönlicher Natur. "Wir machten dieses Album aus dem Gefühl heraus, jeder Tag könnte unser letzter sein, und wir wollten einfach alles rausbringen", sagt Chris. Man könne genauso gut aus allem das Beste machen und mit voller Überzeugung leben. Es gehe darum, möglichst viel aus dieser großartigen Chance zu machen, "weil wir einfach nicht glauben können, sie bekommen zu haben. Dies gilt für die Band, aber auch für unsere Leben im Allgemeinen....natürlich geht es dabei auch um Mädchen. Das ist doch immer so, oder?"


 

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Birte
© 08/2002 whiskey-soda.de
 


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