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Thrice - Es ist wirklich großartig, dass so viele Leute unsere Musik mögen

Die Westküste der Staaten ist in Sachen Hardcore sicherlich nach wie vor ein wenig unterrepräsentiert und eigentlich kamen in der Vergangenheit eher weitere MelodyCore-Bands der Marke Fat Wreck aus Kalifornien (Wenn man's überspitzt formulieren darf).

In letzter Zeit ist es allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass immer häufiger neue Bands in den Focus drängen, die die Grenzen zwischen Hardcore, MelodyCore und Punk sprengen und dabei herrlich frische, kickende Alben vom Stapel lassen, die Spaß pur sind und einfach nur mitreißen. Wer jetzt an DEATH BY STEREO denkt, hat die Richtung erraten, aber neben jenen gibt es mehr! Es brodelt an der Westküste und THRICE sind da nur ein weiterer Beweis. Auf ihrem Debut 'identity chrisis' findet sich alles und noch mehr: Neben schnellem, melodischem Old-School, vernimmt man moshigen New-School-Sound und eben Melody-Punk-Core. Weiterhin findet sich (natürlich) Metal-Riffing, dazu fette Singalongs und vorwiegend melodischer Gesang, der auch 'mal richtig brüllen darf. Es ist eben alles dabei, was Freude macht und die Herzen der geneigten Fans schneller schlagen lässt.
Die Anfang letzten Jahres aufgenommenen, zwölf Track wurden zunächst auf Greenflag Records veröffentlicht und die Pressung mit 1000 Kopien war innerhalb nur dreier Monaten ausverkauft. Schnell wechselte der Vierer zu Hopeless Records/Sub City, wo 'identity chrisis' unlängst ein zweites Mal mit neu gestaltetem Artwork erschien. THRICE sind sehr cool und noch viel besser finde ich die Entstehungsgeschichte der Gruppe. 1998 entschlossen sich Sänger Dustin und Gitarrist Teppei eine Band zu gründen und holten sich mit Basser Ed einen Freund ins Boot, der bis dahin noch nie ein Instrument in Händen gehalten hatte und gleich noch seinen Bruder Riley als Drummer mitbrachte. Das ist Punk-Rock!

 

Nach nur drei Monaten brachte man es dennoch fertig, die EP 'first impressions' einzuspielen, die an der Westküste wohl weite Kreise zog und den Bandnamen verbreitete. Für mich war das alles zusammen Grund genug, den Jungs einige Fragen zuzumailen, die mir Drummer Riley nach nur zwei Tagen zurückschickte. So schnell habe ich noch die Antwort bekommen, aber das passt schon... Ihre Band verstehen die Jungs von jeher als Herausforderung: "Wir gingen eher locker an die Sache heran und wollten mit der Band eigentlich nur einige Shows spielen und Spaß haben. Musik machen und Spaß haben ist das, worum es uns noch immer geht; daran hat sich nichts geändert. Heutzutage gibt es nur mehr Leute, die unsere Musik mögen. Wir fühlen uns dadurch sehr geehrt und erhalten viele, interessante Angebote, von denen wir nie auch nur geträumt hätten. So lange, wie wir mit der Band Spaß haben, werden wir alles, was kommt, mitnehmen. Momentan bringt jeder Tag eine neue Herausforderung und so werden wir wohl noch eine ganze Weile dabeibleiben." Es ist aber doch schon ungewöhnlich, gleich ein ausverkauftes Debut vorweisen zu können, denn dazu muss eine Band schon mehr als nur Durchschnitt vorweisen: "Wir versuchen einfach, Aggression und Melodie bestmöglich zu kombinieren. Es gibt heavigere Songs, die wahrscheinlich eher ein Hardcore-Publikum ansprechen, aber gleichzeitig verbinden wir das auch mit Melodien. Jeder, der Gitarrenmusik liebt, findet bei uns etwas, das er mag. Zu gleichen Teilen versuchen wir Hardcore, Pop, Melodie, progressive Rock und Metal einzubringen." Keine Angst, es ist definitiv keine schlechte Crossover-Mucke, sondern geht stellenweise auch in Richtung BOYSETSFIRE oder SNAPCASE, da ebenfalls ruhigere Passagen vernehmbar sind, die dann in böse, teils noisige Wutausbrüche umschlagen. Riley zeigt sich anhand der Vergleiche eher bescheiden: "BOYSETSFIRE sind eine großartige Band und jeder Vergleich mit ihnen eine große Ehre. Ich denke, Gemeinsamkeiten liegen vielleicht in der Vielfältigkeit der Songs unserer Alben. Beide versuchen wir, die Energien und Emotionen des Hardcore mit bodenständigen Melodien in Verbindung zu setzen." ...sehr treffend formuliert.

THRICE können es mit ein wenig Glück schaffen, den Spuren der genannten Bands zu folgen, da nach Bands wie AT THE DRIVE-IN die Möglichkeiten für emotionale Gitarrenbands härterer Gangart deutlich größer sind und das ist nicht nur hier in Europa so: "Ja, auch hier sind diese Bands verdammt groß. AT THE DRIVE-IN sollen von ihrer letzten CD um 200.000 Kopien verkauft haben...schade, dass sie sich jetzt auflösen. BOYSETSFIRE sind auch gut unterwegs und auf ihrer letzten Kalifornien-Tour war jeder Abend ausverkauft. Na und SNAPCASE gehen jetzt mit PAPA ROACH auf Tour...ich denke schon, man kann davon sprechen, das dieses Bands hier groß sind. Die Leute hier saugen solche Musik förmlich auf..."
Der breite Erfolg der genannten Bands überrascht aber schon ein wenig und die Gründe hierfür sind mir noch immer nicht klar: "Ich bin mir da auch nicht wirklich sicher…ich denke aber, dieses Hard-Rock-/Metal- Ding feiert ein Comeback. Man muss jetzt erst einmal die nähere Entwicklung abwarten; gerade nach dem AT THE DRIVE-IN- Split. Da kommt jetzt bestimmt noch viel hoch. Sie wurden von den Medien sehr stark gepusht und als die Retter des Rocks verkauft..." (Ob sich AT THE DRIVE-IN wirklich aufgelöst haben, kann ich auch nicht sagen. Auf ihrer Homepage steht das zumindestens nicht eindeutig.) Zurück zu THRICE ist festzustellen, dass auch eine deutliche Kelle Kalifornien-Punk auf dem Album zu finden ist und die Nähe zu den einschlägigen FAT WRECK- Bands hat da wohl ihre Spuren hinterlassen, wie auch Riley bestätigt: "Ich muss wirklich zugeben, dass wir von den Fat Wreck- Bands beeinflusst sind. Aufgewachsen sind wir mit Bands wie STRUNG OUT, LAGWAGON, NO USE FOR A NAME, NO FX und gerade diese Bands haben sehr viele Jugendliche beeinflusst, die jetzt in eigenen Bands spielen, so wie wir."
Zum Glück konnte sich der Vierer aber einen eigenen Stil erarbeiten: "Wir spielen diese Musik, weil es auch die Musik ist, die wir hören wollen. Wir lieben Hardcore und wir lieben auch Melodien und Harmonien... Warum sollte man also nicht beide verbinden? Natürlich wird sich mit unserer Entwicklung der Stil ein wenig verändern... Jeder einzelne hat verschiedene Einflüsse und will diese auch weitestgehend in seine Musik einbringen." Dabei können die Jungs auch nicht verheimlichen, dass Bands wie METALLICA, IRON MAIDEN und PANTERA ebenfalls zu ihren Einflüssen gehören, aber der ein oder andere Schmunzler ist wohl erlaubt.

 

Produziert wurde 'identity chrisis' von keinem Geringeren als Producer-Legende und DEATH BY STEREO- Bassist Paul Miner, dessen Name allein schon für Qualität birgt: "Unser früherer Veranstalter und Macher unseres alten Labels, Ron Martinez, spielt in einer Band namens FINAL CONFLICT (Hey, die kenne ich sogar ;-). Auf seinem Label Crawlspace/Green Flag erschien ja die Erstpressung der Platte. Na ja, und er organisiert auch lokale Shows u.a. auch für DEATH BY STEREO. Als es dann für uns an die Aufnahmen des Albums ging, war es naheliegend, mit Paul aufzunehmen. Das taten wir auch und er hat fantastische Arbeit geleistet." Zum Material der Scheibe, die erst mit einjähriger Verspätung Europa erreichte, habe ich ja schon genug gesagt. Spannender ist natürlich, wie sich THRICE weiterentwickelt haben und was in Zukunft zu erwarten sein darf: "Das neue Material wird heftiger sein und zudem technisch anspruchsvoller. Jeder einzelne von uns hat seine musikalischen Fähigkeiten verfeinert bzw. ausgeweitet und das sollen unsere neuen Songs auch zeigen. Generell sind die neuen Songs allesamt besser durchdacht und präziser. Beim Song-Writing haben wir diesmal besser gearbeitet und uns mehr Zeit gelassen." Man darf also wohl zurecht gespannt sein und mit dem neuen Label Sub City sollte nicht viel schief gehen können: "Die Leute dort sind einfach unglaublich; sie glauben an uns und wir in sie. Sie reißen sich für die Band ihres Labels und die Organisationen, die sie unterstützen, den Arsch auf. Die Tatsache, dass wir Musik machen können und gleichzeitig eine Wohltätigkeitsorganisation unserer Wahl unterstützen können, fanden wir sehr ansprechend. Ein Teil der Einnamen des Albums unterstützt ein lokales Projekt für missbrauchte Kinder. Es ist schön, anderen Leuten helfen zu können. Vorrangig geht es uns um Spaß und unsere Musik, aber damit auch Hilfsbedürftige zu unterstützen ist ein Plus."
Ihr seht also, dass neben dem ganzen Spaß auch soziale Verantwortung wichtig ist und die Band ihren Teil beiträgt, was sie nur noch sympathischer erscheinen lässt. Dennoch haben die Jungs ihr Glück noch nicht ganz verdauen können, denn mit all dem Zuspruch haben sie nie gerechnet: "Es ist wirklich großartig, dass so viele Leute unsere Musik mögen. Es erstaunt mich immer wieder, dass ich mit einer Sache, die ich liebe, so viel Spaß haben kann und dabei auch noch von anderen unterstützt werde..."
Konkrete Tour-Pläne gibt es für Europa noch nicht, aber wenn die Scheibe gut läuft, klappt es ja vielleicht: "Es ist ein Traum von uns Europa zu sehen und auch die Aussicht bei Euch Musik zu spielen, ist fantastisch..." Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass Ihr THRICE ein Chance gebt und in die Scheibe reinhört, denn es lohnt sich!!


 

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Arne
© 11/2001 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Thrice

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Artikel:
- Thrice - Es ist wirklich großartig, dass so viele Leute unsere Musik mögen

Rezensionen:
- The Artist In The Ambulance
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- The Alchemy Index Vols. I & II
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