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Downset - Die Gewalt aus dem Untergrund

Obwohl viele sicher nicht mehr damit gerechnet haben, erscheint dieser Tage dennoch ein neues Downset- Album - 'check your people' ! Vier lange Jahre war von der aus Los Angeles stammenden Band nicht das Geringste zu hören, doch jetzt meldet sie sich eindrucksvoll zurück. Die Jungs sind wütend wie eh und je und die neue Platte ist die bisher beste (zumindestens in meinen Augen bzw. Ohren) ! Zugleich dokumentiert sie auch eine deutliche musikalische Steigerung, denn neben den obligatorischen Mosh-Parts, finden auch melodischere Klänge ihren Weg in die dreizehn Songs und geben der Platte so ein ausgewogenes Gesamtbild, das vielleicht sogar den selbstbetitelten Debut- Klassiker von 1994 in den Schatten stellen kann, denn ein gehöriges Hit- Potential hat auch diese neue Scheibe und das nicht zu knapp. Die fünf Jungs melden sich auch zu einem sehr passenden Zeitpunkt zurück, hat ihr Musik- Stil doch inzwischen zehnmal bessere Karten und die Band auch gleich noch die Verpflichtung den Kids zu zeigen, dass es auch neben dem Hab-Eigentlich-Gar-Nichts-Zu-Sagen-Crossover a la Limp Bizkit auch authentische Musiker gibt, die wissen, wovon sie reden. Ich erhielt Gelegenheit, ein kurzes Gespräch mit Frontmann Rey Anthony Oropeza zu führen.

"Jeder, der in der Vergangenheit Downset hörte und mochte, wird über diese neuen Songs sehr sehr glücklich sein, denn es ist der interessante Stuff, den wir bisher veröffentlichten." erzählt Rey und er muss es ja wissen, denn die Feuertaufe des neuen Materials haben die Jungs in den Staaten schon hinter sich. Bevor Downset im Dezember nach Europa kommen werden, steht eine ausgiebige US-Tour auf dem Programm, die sie zusammen mit Soulfly absolvieren. Passender hätte das Live-Comeback der Crossover-Urgesteine sicherlich nicht ausfallen können und man meldet sich nicht nur mit dem neuen Album in der Oberliga der härteren Gitarren-Musik zurück. Ob auch die Europa-Tour mit Soulfly stattfinden wird, ist noch nicht bestätigt.

'Check your people' ist eine Aufforderung, sein eigenes Leben und seine Freunde bzw. Bekanntschaften zu reflektieren. In diesem Ansatz spiegeln sich gewissermaßen die letzten vier Jahre der Band wider, denn diese waren durch interne Streitereien und damit einhergehende, kreative Tiefs gekennzeichnet: "Ich glaube, viele Leute haben ein zu einfache Vorstellung davon, wie eine Band funktioniert. Wenn man sehr lange und auch sehr eng zusammenarbeitet, entwickeln sich oft persönliche Reibungspunkte und Probleme. Es ist wie überall im wirklichen Leben. Manchmal kann man Leute einfach nicht mehr sehen und auch nicht weiter mit ihnen zusammenarbeiten." Konkret heißt das für das 2000er Line-Up der Gruppe folgendes: Rey(Vocals), James(Bass), Rogelio(Guitar), Ares(Guitar) und Chris(Drums). Es gab also zwei Änderungen. Chris, ein Freund der Jungs aus Philadelphia, stieß als neuer Drummer zur Band und Rogelio kehrte an die Gitarre zurück, nachdem er bei der letzten Scheibe nicht an den Saiten stand. Auch im Live-Line-up von Cypress Hill ist Rogeilo zur Zeit zu bewundern, während Chris für die Trommelparts der neuen My Ruin-Scheibe verantwortlich zeichnet. Auch das eigene Leben hat die Band mit den neuen Songs reflektiert: "Natürlich wird man in dieser Welt oft enttäuscht und es ist nicht immer einfach, aber man darf nicht nur anderen dafür die Schuld geben. Das ist zu einfach und die Welt ist nicht soo schlecht, wie wir sie gerne darstellen. Wenn man den Finger nicht auch auf sich selbst richtet, geht man irgendwann unter." Das Album sollte vor diesem Hintergrund eine gelungene Problembewältigung dokumentieren, denn es bezeichnet ja gleichzeitig auch die Wiederauferstehung der Band. Was bedeutet Erfolg für den Musiker? "Ich denke, jeder Mensch misst Erfolg für sich persönlich in eigener Art und Weise. Für mich als Künstler ist es ein Erfolg, wenn ich mit meiner Arbeit zufrieden und glücklich bin. Ich muss zu dem stehen können, was ich tue und mit der neuen Platte bin ich sehr zufrieden."

 

In der vierjährigen Pause zwischen 'do we speak a dead language?' von 1997 und 'check your people' im Jahr 2000 haben die Jungs natürlich nicht nur Musik gemacht und sich mit ihrem alten Label Mercury herumgestritten, bevor sie nun auf Epitaph einen neuen Vertrag unterschreiben konnten. Die Musiker widmeten sich ihren Familien (einige heirateten) und fanden wieder zu alten Hobbys zurück. Rey für seinen Teil hat wieder verstärkt zu malen angefangen; hat sich doch Downset einst über die Graff-Szene rekrutiert und zu einer Einheit gefunden. "Ich male mehr, als ich Musik mache. Ich bin aber nicht mehr illegal aktiv, da ich nicht ins Gefängnis will. Dafür bin ich wohl auch schon zu alt. Es gibt genügend legale Flächen. Sonst hat sich aber seit den Anfängen nicht viel verändert. Man hängt mit seiner Crew rum und geht malen." Ob die Bilder der CD von ihm stammen, wollte Rey mir aber nicht verraten!?! In der Vergangenheit ist er auch Herausgeber verschiedener Fanzines in den Staaten gewesen, wofür er heute aber keine Zeit mehr hat: "Nein, im Moment male ich sehr viel und in den letzten Jahren, habe ich meine Energie ausschließlich in die Musik und ins Malen gesteckt. Vielleicht ergibt es sich irgendwann wieder."
Die Vergleiche zu Bands wie Rage Against The Machine sind für den Frontmann kein Thema: "Ich denke nicht, dass man uns vergleichen kann, denn Rage Against The Machine sind mehr funky. Vielleicht vom politischen Anspruch und unserer Herkunft L.A. her, aber das war's dann auch schon in meinen Augen. Ich denke aber, dass Bands wie Downset, Rage Against The Machine viele soziale Brücken und neue Kommunikationsmöglichkeiten geschaffen haben. Wir führten Hip Hop und Punk zusammen und das bereits in den fuckin' Achtzigern. Deshalb machen wir Musik und ich bin froh, dass wir so etwas geschafft haben. Ich weiß mit Sicherheit, wir sind eine der ersten Bands gewesen, die diese Art Musik gespielt hat und wir sind noch immer strictly Underground."

Als Crossover mag Rey seine Musik übrigens nicht unbedingt bezeichnet wissen: "Ich denke, in Europa nennt man solche Musik wohl Crossover, hier aber Musik. Das sind doch alles nur Namen, letztendlich bleibt es immer Musik. Wir spielen, was wir spielen und machen uns keine Gedanken darüber, was herauskommt. Downset ist Downset und wird es auch immer bleiben. Wir arbeiteten hart und gaben unser Bestes. Wir haben uns unseren traditionellen Sound bewahrt und trotzdem zahlreiche neue Ideen verarbeitet. Als Künstler wird man von seinen Instinkten geleitet und ihnen sind wir auch gefolgt. Ich bin ein Künstler und schreibe Musik die vom Herz her kommt. Es ist wichtig, dass man zu dem steht, was man tut, egal, ob die Welt dem zustimmt und es liebt oder nicht. Downset ist eine sehr persönliche Sache. Wir wollen weder Rockstars sein, noch Millionen Platten verkaufen. Das wäre nur oberflächlich. Das wäre keine Kunst." ...und würde auch nicht einer Band gerecht werden, die mit als erste Hip Hop und Punk mischte. Schon Mitte der 80er fanden die Jungs aus L.A. ihren Sound, dem sie bis heute treu geblieben sind!


 

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Kurzinfos: Downset

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- Downset

Artikel:
- Downset - Die Gewalt aus dem Untergrund
- Downset - Zurück zu den Wurzeln
- Downset - Veteranen des Rap-Metal

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- Check Your People
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