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Paradise Lost - Wahre Worte, Metaphern und Symbole

Mit 'Host' und 'Believe In Nothing' hatten sich Paradise Lost in den Augen vieler Fans in eine weniger beliebte elektronische und poppige Sackgasse begeben. Zwar zählen 'Icon' und 'Draconian Times' zu den musikalischen Höhepunkten der Briten, aber eigentlich ist es schade, dass die Fans die Weiterentwicklung der Band nicht akzeptiert hatten. Doch gerade diejenigen, die ihre Probleme mit dem Stilwechsel von Paradise Lost hatten, können jetzt wieder ihre Ohren spitzen! Nick Holmes und Co. machen tatsächlich einen Sprung zurück in ihre musikalische Vergangenheit und schaffen es dabei trotzdem immer wieder anders zu klingen und sich mit 'Symbol Of Life' nicht selbst zu kopieren.

"Ich weiß gar nicht, was die Leute von einer Band erwarten. Wollen sie immer das gleiche Album? Man weiß doch nie, in welche Richtung man sich als Band weiter entwickelt. Ich habe keine Ahnung, wie das nächste Paradise Lost Abum klingen wird, aber eines ist sicher: Wir werden die Sache für uns selbst interessant halten". So reagierte Greg Mackintosh, seines Zeichens neben Sänger Nick Holmes Hauptsongwriter der Jungs, zu Zeiten von 'Host' auf die öffentliche Prügel für das überraschend technoid ausgerichtete Album der Band, deren Fans sich hauptsächlich aufgrund einer variablen Mixtur aus Doom, Gothic und Schwermetall einst an den Rockzipfel von Paradise Lost geklammert hatten. "Wir sind immer eine Band gewesen, die ihre Fans mit jedem Album überraschen will. Unser letztes Album hingegen war etwas zu absehbar und stellte sicherlich den Schlussstrich eines Entwicklungsprozesses dar, da wir in dieser eher elektronischen Richtung unsere Möglichkeiten ausgeschöpft hatten und uns mit dem nächsten Album nicht selbst kopieren wollten. Man könnte sagen, dass wir die Leute in gewissen Zyklen immer wieder ein wenig schocken möchten, indem wir ganz andere kreative Wege einschlagen.", so Greg.

Neue Wege haben die Jungs tatsächlich eingeschlagen, denn von der altbekannten Melancholie ist nicht mehr viel geblieben und der Sound ist rockiger, erdiger als jemals zuvor. Härtere Gitarren, heftigere Rhytmen, wütenderer Gesang. "Das kam einfach so aus uns heraus, wir waren der ganzen Melancholie überdrüssig und mussten einfach mal wieder richtig durchstarten, um das herauszulassen, was uns frustriert", erklärt Greg. Gerade bei den Vocals werden die Veränderungen deutlich, Veränderungen, die das gesammte Album in eine Aura der Aggression hüllen, die man bei Paradise Lost im Zuge der vergangenen Alben verloren glaubte. Auch Nick ist sich dieses Effektes bewußt. Für ihn ist der aggressivere Gesang eine natürliche Konsequenz der härteren Musik: "Wenn die Musik heavier ist, sollte auch der Gesang heavier sein. Das verstärkt die Stimmung des Songs zusätzlich."

 

Neben den bekannten musikalischen Veränderungen wanderten auch die Texte auf 'Host' und 'Believe In Nothing' in neuen Bahnen und bezogen sich mehr und deutlicher auf persönliche Themen. Auf 'Symbol Of Life' befinden sich wieder Einflüsse dieser mystischen und okkulten Metaphern, mit denen die Lyrics zu Beginn der Karriere von Paradise Lost gespickt waren. Doch Nick sieht das mit dem Begriff "mystisch" etwas anders: "Ich mag das Wort in diesem Zusammenhang nicht. Die Metaphern bewirken, dass jemand, der die Texte hört, sich unter Umständen einfacher damit identifizieren kann. Es steckt viel Kritik in unseren Songs, Kritik, die ich in Symbolen und Metaphern zum Ausdruck bringe. All diese Symbole haben also einen durchaus realen Bezug und werden ohne mystische oder gar okkulte Intention eingesetzt. Es steckt auch immer noch viel persönliches in den Texten. Da ich aber nichts davon halte, mich zu sehr zu öffnen, helfen mir Metaphern auch in dieser Hinsicht. Das kann dazu führen, dass Leute Themen in einen Text hineininterpretieren, mit denen der Song ursprünglich nichts zu tun hatte. Aber wenn es für diese Menschen so schlüssig ist, ist das okay. Seit wir das Album geschrieben hatten, habe ich selbst einige persönliche Probleme gehabt, so dass ich mich hundertprozentig mit den Texten auf dem Album identifizieren kann. Interessanterweise hatte ich diese Texte geschrieben, bevor diese Probleme auf mich zukamen. Ich muss also nicht finster drauf sein, um finstere Songs zu schreiben."

Also trotzdem nicht wirklich etwas Neues, Kritik durch Metaphorik. Doch was genau kritisiert Mr. Holmes denn in seinen Texten? "Nichts Weltbewegendes. Es geht mehr um offensichtliches, wie zum Beispiel um zwischenmenschliche Beziehungen. Da gibt es so viel, was man falsch machen kann. Ich rede nicht notwendigerweise von Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Auch Freundschaft spielt da eine große Rolle. Warum kann ich zum Beispiel lange mit jemandem befreundet sein und dann auf einmal nicht mehr? Das ganze Konzept hinter dem menschlichen Verhalten interessiert mich sehr." Aber mal ehrlich Mr. Holmes, das interessiert uns doch alle, aber verstehen wird man es wohl nie!

Genauso wenig wie man das menschliche Verhalten begreift, verhält es sich wohl auch mit dem Werdegang einer Band. Warum tun sie gerade jetzt dieses und jenes, warum haben sie das nicht früher getan, warum überhaupt oder warum eben doch nicht. Das ist halt der Weg der ständigen Veränderung. Holmes erläutert das Ganze so: "Es kommt in der Rockmusik recht häufig vor, dass dir Leute mit engstirnigen Meinungen über den Weg laufen. Ich weiß, wie das ist. Als ich noch ein ganzes Stück jünger war, war ich selbst ein engstirniger Metalfan. Ich habe mir nur die extremsten Sachen angehört und verstand gar keine andere Musik Aber irgendwie hat sich meine Einstellung dazu mit der Zeit geändert - sonst wären Paradise Lost gar nicht möglich gewesen. Aber du magst eben die Musik, die du magst, auch wenn manche Leute sich mit diesen Veränderungen nicht abfinden können oder wollen. Veränderungen resultieren aber aus dem Wunsch, weiter zu kommen. Manchmal müssen sich Dinge einfach verändern, auch wenn man damit ein Risiko eingeht. Manchmal funktioniert es - und machmal eben nicht."
Leider in jeder Hinsicht viel zu wahre Worte...


 

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Jule
© 11/2002 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Paradise Lost

Homepage:
- Paradise Lost

Artikel:
- Paradise Lost - Wahre Worte, Metaphern und Symbole
- Paradise Lost - bleiben sich und dem düsteren Metal treu
- Paradise Lost - Zeit, die neuen Wege abzubrechen
- Paradise Lost - 20 Jahre keinen richtigen Job gemacht
- Paradise Lost - So klingt 'Faith Divides Us, Death Unites Us'
- Paradise Lost - Musik als Leinwand des Lebens
- Paradise Lost - Plüschherzen für die Shadowkings
- Paradise Lost - ''Die echten Rockstars sind die Roadies!''

Rezensionen:
- host.
- Believe In Nothing
- Reflections
- Symbol Of Life
- Paradise Lost
- In Requiem
- The Anatomy Of Melancholy
- Drown In Darkness - The Early Demos
- Faith Divides Us - Death Unites Us
- Draconian Times MMXI
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