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Manowar - Bier, Brüste und volle Phonzahl

„Whimps And Posers Leave The Hall“ verlangten Manowar und der Mob gehorchte: Nur echte Metaller fanden sich bei dem letzten Konzert der Kings Of Metal in Deutschland in der Berliner Columbia Halle ein, die proppevoll mit dürstenden Anhängern der lautesten Band der Welt gefüllt war.

Bludgeon oblag es, den schwierigen Part des Openers zu übernehmen, ist doch der Sound der brachialen Death Metal-Kapelle normalerweise nicht im Portfolio eines Manowar-Anhängers zu finden. Doch Joey DeMaio wollte den Schützlingen, die bei seinem Label unter Vertrag sind die Chance geben, in vollen Hallen auftreten zu können und war sich sicher, „dass die Jungs jeden Abend bis zum umfallen spielen.“. Erwartungsgemäß konnten sich Bludgeon eines zahlreichen Auditoriums erfreuen, gaben alles und verschwanden wieder, ohne bei dem auf wagnereschke Klangwerke eingestellten Publikum einen tieferen Eindruck zu hinterlassen.
Noch bevor die eingehüllte Bühne entblößt wurde und die Konstruktion, die Filigran-Bassist DeMaio für diese Tour entworfen hat, dem Publikum zugänglich gemacht wurde, erhob sich ein sehr sphärisches, heroisches Intro, zum perfekten Zeitpunkt zog sich der Vorhang empor und das Stahlkonstrukt thronte mächtig um die beeindruckenden Boxentürme. Etliche Spotstrahler zierten die glänzenden Rohre und durchschnitten die Hallenluft mit gleißenden Lichtröhren. Welch perfektes Ambiente... Wahrlich die aufwendigste Metal-Tour des Jahres. „Manowar“ ertönte zu Beginn und offenbarte, dass sich der amerikanische Vierer nicht nur auf eine üppige Lichtshow konzentriert hat, denn trotz 140 Dezibel war der Sound von Beginn an sehr fett und glasklar, besonders die Bassdrums (zwar getriggert, aber durchaus passend zum akustischen Gesamtbild) und Gitarrensoli blitzen heraus. Als feiner Gimmick wurde der jeweilige Hauptagierende mit einem mächtigen Lichtkegel bedacht, so dass Eric Adams bei seinen Passagen oder Karl Logan bei seinen Geschwindigkeitsübungen an der Sechssaitigen abermals erstrahlten. Von dieser Show kann sich so mancher Popstar etwas abschauen, wie man das Publikum fesselt, ohne auf homoerotische Tänzer oder alberne Bewegungsdressuren zurückgreifen zu müssen und dennoch zu langweilen.

 

Mit diesen Voraussetzungen zeigen Manowar, dass Metal weder billig sein muss noch unfähige Musiker beherbergt. Auch die Fans wurden bedacht, wer seine Ohrstöpsel vergessen hatte, konnte noch welche in der Halle erwerben. „Brothers Of Metal“ zeigte Eric Adams in stimmlicher Hochleistung, während Joey unaufhörlich das Publikum animierte und die erste Dame hinter die Bühne orderte. Die Legionen der in die Höhe ragenden Fäuste mehrten sich und angesichts der zahlreichen, umherlaufenden Manowar-Shirts ist klar, womit EMP oder Nuclear Blast ihr (zusätzliches) Geld verdienen. „Spirit Horse Of The Cherokee“ verhalf Karl Logan zu einem Gitarren-Showdown der Extraklasse, “Warriors Of The World” wogte mit mächtigen Kehlen durch den Saal und bei “Kill With Power“ zeichnete sich Karl abermals an seiner Sechssaitigen aus. Die Chartsingle „I Believe“ und „Kings Of Metal“ hielten die Stimmung weiter ganz oben, ebenso der Kracher „Sign Of The Hammer“.
Besonders reizvolle Kontraste bildete die Symbiose aus dem traditionellen Metal-Sound und futuristischen Lichteffekten, eine Klassifizierung mittels barbarische Reiter treffen auf Star Wars kämen dem Erlebten gleich. Während Manowar in der Vergangenheit oftmals langatmigen Zwischenreden frönten, hielten sie sich erfreulicherweise zurück, dafür durfte sich jeder Künstler in ausgedehnten Soloparts beweisen. Eric Adams zeigte Qualitäten als Gesangslehrer und Bandkopf Joey bot das unvermeidliche Basssolo dar, bei welchem er seine filigranen Künste abfeiern ließ und dieses sichtlich genoss. Scott Columbus´ Drumsolo ging in „The Gods Made Heavy Metal“ über und spätestens an dieser Stelle zweifelte niemand mehr im Raume an dieser Aussage. Aber auch eine Erkenntnis prägte das Geschehen: Niemand trägt den Bass so weit oben wie Mr. DeMaio und Gitarrist Karl Logan hat einen Aktionsradius von 1 ½ Bierdeckeln. „Hail & Kill“ beendete den ersten Teil und die Zugabe-Rufe mehrten sich zusehends.

Was folgte, erzeugte mehr als nur Gänsehaut, denn die Halle wuchs zu einer mehrere Tausend Köpfe fassenden Familie zusammen, als die erste Zugabe als Akustik-Set gestaltet wurde. Karl an der 12saitigen, Joey und Eric saßen beieinander, „Herz Aus Stahl“ ertönte und Feuerzeuge wurden gezückt. Ergreifender und romantischer geht’s wohl kaum und so degradierten Manowar alle andere mit derlei Einlagen aufwartenden Kapellen zu Posern. Das wunderschöne „Swords In The Wind“ schloss sich an, ebenso „Master Of The Wind“ und „Courage“. Diese Atmosphäre wird wohl jeder Anwesende sein Lebtag nicht mehr vergessen...
Die zweite Zugabe begann mit dem, was Manowar ausmacht: knatternd rollten die Harleys auf die Bühne, jeweils von barbusigen Damen garniert, die auf dem Rücksitz Platznehmen durften. Ein optischer Leckerbissen, sexistisch, aber was soll´s. Es machte Spaß, zuzusehen und „Power“ zu lauschen. Bei dem heftigen „House Of Death“ stagedivte Eric sogar ins Publikum, danach offenbarte Joey mit Bierbüchse (jaja, ging damals noch, das Teil wegzukicken... heute gibt es Dosenpfand...) seine Vorliebe für die deutschen Fans und begann, assistiert von einer knapp bekleideten Schönheit, mit Deutschunterricht. Hier einige Auszüge: „Schwing Dein Ding!“ oder „In Deutschland gibt es die schönsten Frauen und das beste Bier!“. Leider ist der Rest nicht jugendfrei bzw. druckreif. Die Anwesenden wissen, warum...
Spruchgewordener Höhepunkt des Jahres lieferte danach Joey, als er zu einer Dame im Publikum sprach: „Du hast die ganze Zeit auf meinen Schwanz gestarrt, aber ich kann Dich nicht f***en, denn Dein Freund steht neben Dir. Und Dein Freund ist mein Bruder und ich f***e nicht die Frau eines Bruders!“. Respekt! Den Abschluss besorgte das fulminante „Black Wind, Fire And Steel“, danach folgte das kultige Basssaiten-Zupfen und der glorreiche Abgang der vier Metal Warrior. In dieser Form muss einem nicht Angst sein um die Zukunft der harten Musik und auch wenn Manowar mit dieser Tour die Messlatte sehr hoch hängen, kann dieses Niveau nur anspornend für alle anderen wirken. Amen!


 

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Ingo
© 01/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Manowar

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- Manowar
- Manowar MySpace

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