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Comaniac und Metal Church - Besinnung auf das Wesentliche

Ach, wenn es doch nur mit all den Religionen in dieser Welt so einfach (und friedlich) wäre wie mit dem Heavy Metal. Ihren Gottesdienst feierten die Urgesteine von Metal Church zur Toureröffnung und als einzigem Gig in Norddeutschland in Bremen, und die Gemeinde strömte pflichtgemäß in den Musiktempel Tivoli, um diese Predigt nicht zu verpassen. Mit dabei: Packender Thrashmetal aus der Schweiz, dargeboten von Comaniac. Und wir natürlich.


Nicht, dass die Heavy-Metal-Urväter von Metal Church keinen Besuch wert gewesen wären – immerhin steht die Truppe aus der US-Westküstenmetropole Seattle, vertreten durch ihren Gitarristen und Gründer Kurdt Vanderhoof, schon seit rund 35 Jahren fest mit beiden Beinen im Metal-Zirkus. Die Band hat irgendwie die Subgenres Thrash und Speed Metal prägend mit entwickelt. Aber wir sind ehrlich gesagt heute ebenso gespannt auf die Schweizer Jungs von Comaniac, die im April ihr Zweitwerk Instruction For Destruction veröffentlicht haben und jetzt gemeinsam mit den Amerikanern auf Tour sind. Hohe Erwartungen also, als Whiskey-Soda am diesem lauen Sommerabend zu einem zünftigen Metal-Double-Feature ins Bremer Tivoli pilgert.

Die Kombination der relativen Szeneneulinge Comaniac (vor immerhin schon fünf Jahren gegründet, jetzt das zweite Album am Start) mit den Urvätern Metal Church, die seit 1981 elf Studioalben veröffentlicht haben, weiß den Bremer Fans offensichtlich zu gefallen. Dabei ist und war Kurdt Vanderhoof die große Konstante in der bewegten Bandgeschichte der Amerikaner. 2016 erschien das aktuelle Album XI der Powerthrasher, sehr zur Freude der Fans wieder mit Mike Howe am den Frontvocals, nachdem dieser 1994 aus der Band ausgestiegen war. Unzählige Wechsel in der Besetzung, ein paar Durchhänger-Alben, aber immer noch eine starke Basis und viele schöne Erinnerungen an die ersten Alben, damals durchaus in Konkurrenz mit den Thrashern von Metallica, haben Metal Church auch heute noch eine große Fangemeinde gesichert.

So ist die Stimmung beim Einlass und beim Warten in der relativ kleinen Halle bestens, auch wenn viele Besucher zunächst noch draußen den leider etwas trüben Sommerabend genießen und in den kleinen Biergarten pilgern. Knapp 450 Metalheads, überwiegend eher der Ü-40-Kategorie angehörend, strömen dann aber doch nach und nach in den Club mit seitlichen Galerie und der ungewöhnlich hohen Decke. Viele Fans sind sicher wegen Metal Church gekommen, aber nicht wenige dürften auch – so wie wir – äußerst neugierig auf Comaniac sein. Und als es dann um viertel nach acht endlich losgeht, ist die Stimmung auch gleich entsprechend gut.

Comaniac entern die Bühne und gehen selbstbewusst und zielstrebig vorpreschend ans Werk. Zu keiner Zeit entsteht der Eindruck, dass hier lediglich ein "opening act" sein Programm abspule. Die Schweizer haben ihr Publikum sofort im Griff, lockern den Beginn mit einer persönlichen Begrüßung eines Fans in der ersten Reihe auf. "Hey, Dich kenne ich aus dem Fernsehen!" begrüßt Frontmann Jonas Schmid den Mann persönlich per Handschlag.

 

Die Schweizer überzeugen mit einer Dreiviertelstunde kraftvollem Thrashmetal, wobei insbesondere Drummer Stefan Häberli durch enorm druckvolles und akzentuiertes Spiel auffällt. Aber auch die Gitarrensoli dürften dem einen oder anderen Besucher wohlklingend im Ohr bleiben. Der Titeltrack des aktuellen Albums Instruction for Destruction lässt die Bühne erzittern, und auch ältere Songs zeigen, dass die Band ihr Handwerk und ganz besonders auch das Songwriting versteht. "Wir haben einen Hang zu langen Songs", verrät Jonas Schmid dem Bremer Publikum, während die Nebelmaschine den Rauch lustigerweise direkt in die ersten Reihen, nicht aber auf die Bühne des gut besuchten Rocktempels bläst. "Ihr habt Glück", stellt der sympathische Sänger fest. "Wenn ihr nachher nach Hause geht und Metal Church gesehen habt, könnt Ihr sagen: Hey, Comaniac waren auch ganz ok!"

Dem schließen wir uns an. Nein, mehr als das. Comaniac waren nicht nur "ganz ok", sondern wirklich gut. Man sollte den Weg der Schweizer ganz genau beobachten, denn bei soviel Qualität dürfte dieser noch ganz weit nach oben führen. Der wohlverdiente Applaus zeigt, dass auch die Bremer Metalheads zufrieden sind.

 

Nach einer halbstündigen Pause ist es aber Zeit für Kurdt Vanderhoof und Metal Church. Shouter Mike Howe springt energiegeladen auf der Bühne herum, nachdem die Amerikaner zum Intro mit dem bekannten Terminator-Thema einmarschiert sind. Das Set wird eröffnet mit der jüngsten Wiederveröffentlichung, dem Studio-Bonustrack 'Fake Healer' vom neuen Live-Album, das gerade erst vor wenigen Tagen das Licht der CD-Welt erblickt hat. Der Song selbst dürfte jedem Fan noch aus den späten 80ern im Ohr geblieben sein. "It’s so good to be back", freut sich der gutgelaunte Mike Howe, nachdem er mit 'In Mourning' und 'Needle & Suture' nachgelegt hat.

Ein neues Gesicht an den Drums: Ex W.A.S.P. Drummer Stet Howland hat seit kurzer Zeit den Job an der Schießbude inne und übernimmt damit nach elf Jahren den Job von Jeff Plate (Savatage). Mike Howe stellt den neuen Mann kurz vor, der natürlich einen tadellosen Job hinter dem Double-Bass-Set macht, immer wieder auch gern mal aufsteht oder ein wenig mit den Stöckchen jongliert. Nach 'Reset' vom letzten Studioalbum folgt das ausgedehnte 'Gods Of Second Chance', bei dem das Bremer Publikum lautstark mitsingen darf, wenn Howe inbrünstig darum bittet: "Someone turn on the lights!"

Metal Church bieten ein kompaktes 90-Minuten-Set, auf der Bühne liefern sich „The Riff Machine“ Kurdt Vanderhoof und Leadgitarrist Rick Van Zandt spannende Duelle, später darf Van Zandt auch noch ein längeres Solo spielen. Lang anhaltender Jubel und immer wieder aufbrandende Fanchöre mit dem Rufen der Vornamen der Idole danken es ihnen. Die fünf Amis sind sichtlich gerührt und versprechen, nach dem Konzert nach ausgiebig für Fotos und Autogramme zur Verfügung zu stehen. Unglaublich eigentlich, wie frisch, charismatisch und agil Mike Howe (wieder) shouted. Nach langer Metal Church Abstinenz zeigt der Sänger heute, wie fit er ist und sorgt mit Songs wie 'Watch The Children Play' oder dem düsteren 'Date With Poverty' für Gänsehaut. Mit 'Beyond The Black' gibt es zum Schluss noch einen richtigen Kracher der guten alten Zeiten, bevor die Band mit 'Badlands' und 'The Human Factor' als Zugaben das Konzert ausklingen lässt.

Comaniac und Metal Church haben diesen Abend gezeigt, dass bodenständiger klassischer Thrash, gepaart mit kraftvollen oldschool Riffs auch heute noch begeistert. Ein paar bunte Scheinwerfer reichen als Lightshow, auf überflüssigen Schnickschnack wie Konfetti oder Pyroknallerei wird komplett verzichtet. Die Musik steht im Zentrum der Gigs, und das ist gut so. Beide Bands haben sich heute Abend auf das wesentliche besonnen und ihre Songs und die Interpreten in den Vordergrund gestellt. Back to the roots of F*cking Heavy Metal. Besser kann man einen Samstagabend im Juni doch eigentlich nicht abfeiern, oder?


Setlist Metal Church, 10.06.2017 Tivoli Bremen:

Fake Healer
In Mourning
Needle & Suture
Start The Fire
Reset
Gods of Second Chance
Date with Poverty
No Tomorrow
Watch The Children Play
No Friend Of Mine
Killing Your Time
Beyond The Black

Badlands
The Human Factor

Eine Fotostrecke zu beiden Bands findet ihr auf unserer Facebook-Seite

Bericht und Fotos: Michael Buch


 

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Michael
© 06/2017 whiskey-soda.de
 


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